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Blick auf Sanaa, die Hauptstadt des Jemens. Bild: Wikimedia Commons

Diese Karten und Bilder zeigen, dass im Jemen gerade etwas komplett schief läuft

Im Süden der Arabischen Halbinsel ereignet sich gerade die grösste humanitäre Krise der Welt. Ein Überblick.

15.09.17, 08:51 16.09.17, 08:06
Lea Senn, Corsin Manser

Irma, Syrien, Nordkorea: Inmitten der weltweiten Turbulenzen geht ein Konflikt momentan fast vergessen. Jener im Jemen. Seit mehr als zwei Jahren tobt im Staat auf der Arabischen Halbinsel ein Krieg. Die Situation ist derart eskaliert, dass die UNO von der weltweit «grössten humanitären Krise» spricht. 

Über 600'000 Personen haben sich seit April dieses Jahres mit Cholera infiziert. Dies meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vergangene Woche. Damit steuert der Jemen auf einen traurigen Rekord zu, den bisher Haiti innehält. Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2010 steckten sich dort innerhalb eines Jahres mindestens 750'000 Personen mit Cholera an. 

Cholera kann mit Medikamenten behandelt werden, ist in entwickelten Ländern nicht lebensbedrohlich. Doch im Jemen fehlen an vielen Orten die Mittel. Seit April 2017 starben 2048 Personen an der Durchfallkrankheit. 

Diese Zahlen sind jedoch nicht die einzigen, die aufschrecken lassen: Insgesamt forderte der Krieg bereits über 10'000 zivile Opfer, wobei jene Personen, welche durch indirekte Folgen gestorben sind, nicht eingerechnet sind. Über 17 Millionen Menschen wissen nicht genau, wo sie ihre nächste Mahlzeit herholen sollen. 14,5 Millionen Menschen müssen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser leben, was die Verbreitung von Cholera deutlich beschleunigt. 

grafik: watson

Doch wie ist es überhaupt zum Krieg gekommen? Und wer kämpft gegen wen? 

Im September 2014 wurde der damalige Präsident von Jemen, Abd Rabbo Mansur Hadi, von schiitischen Huthi-Rebellen gestürzt. Unterstützt wurden die Rebellen von Teilen des Militärs, welche dem früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh die Treue halten. Als Antwort auf den Vormarsch der schiitischen Rebellen formte das sunnitische Saudi-Arabien eine Koalition, die seit März 2015 Angriffe auf die Huthi-Rebellen fliegt.

Folgende Karte gibt einen Überblick, welche Staaten Saudi-Arabien unterstützen: 

Diese Staaten unterstützen Saudi-Arabien beim Krieg gegen die Huthi-Rebellen.

Wie auf der Karte zu sehen ist, werden die Saudis unter anderem von den USA unterstützt. Seit dem 11. September 2001 fliegen die USA zudem Drohnen-Angriffe auf mutmassliche Terroristen. Hier kommt es immer wieder zu zivilen Opfern. 

Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien erlebten erst kürzlich einen neuen Höhepunkt, als Donald Trump im Wüstenstaat einen Waffenexport-Deal über hundert Milliarden Dollar abschloss. 

Schweizer Rüstungsfirmen lieferten im Jahr 2016 ebenfalls Kriegsmaterial im Umfang von 12 Millionen Franken nach Saudi-Arabien. Zuvor hob der Bundesrat den geltenden Ausfuhrstopp auf. Allerdings heisst es beim Seco, dass es sich lediglich um Ersatzteile handle, welche nicht im Jemen-Krieg zum Einsatz kämen. 

Nebst den Drohnen-Angriffen, die von den USA geflogen werden, ist die Saudi-Koalition die einzige Kriegspartei, die Luftangriffe durchführt. Bombardements auf zivile Ziele wie Spitäler, Märkte, Schulen, Begräbnisse und Wohngebiete seien weit verbreitet, schreibt die UNO.

Trotz der Angriffe der Saudi-Koalition ist es den Huthi-Rebellen gelungen, die Hauptstadt Sanaa zu halten. Auch auf Seiten der Huthi-Rebellen wird das Kriegsvölkerrecht nicht respektiert. So wurden etwa schon über 1000 Kinder als Soldaten rekrutiert. Kritische Stimmen werden eingesperrt. Folgender Schieber zeigt, wie sich die Frontlinien entwickelt haben:

So haben sich die Frontlinien seit 2017 verändert. Das braune Gebiet wird von den Huthi-Rebellen kontrolliert. karte: watson

Ganz allein stehen die Huthi-Rebellen jedoch nicht da. Saudi-Arabiens Erzrivale Iran unterstützt die schiitischen Streitkräfte mit Waffen, militärischen Beratern und finanziellen Mitteln.

Die Huthi-Rebellen werden durch den schiitischen Iran unterstützt. karte: watson

Dass der Konflikt im Jemen kein Kräftemessen zwischen den Weltmächten USA und Russland ist, mag der Grund dafür sein, weshalb öfters über Syrien berichtet wird. Doch das indirekte Kräftemessen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien zeigt, dass der Krieg im Jemen politischen Sprengstoff birgt, der weit über die Landesgrenzen hinausgeht. 

Doch es gibt auch noch andere Gründe, weshalb der Krieg im Jemen oft als «vergessen» bezeichnet wird. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition verhindert, dass Journalisten in die Hauptstadt Sanaa fliegen können. Lediglich eine beschränkte Anzahl Flieger mit Hilfsgütern darf den Hauptstadt-Flughafen anfliegen. Saudi-Arabien blockierte letztes Jahr im UNO-Menschenrechtsrat zudem den Aufruf zu einer unabhängigen Untersuchung.

Bei den humanitären Institutionen der UNO scheint die Geduld mit Saudi-Arabien langsam, aber sicher auszugehen. «Saudi-Arabien soll für 100 Prozent der Finanzierung der humanitären Bedürfnisse aufkommen», forderte David Beasly, der Direktor des Welternährungsprogramms WFP, vergangene Woche. Er richtete deutliche Worte an die Saudis: «Entweder sie stoppen den Krieg, oder finanzieren die Hilfe. Option drei ist, beides zu tun.»

5 Fakten über den Jemen, die zu denken geben 

Friedhof in Sanaa: Gemäss eines Berichts von UNICEF wurden im Jemen im Jahr 2017 bereits 201 Kinder getötet. Bild: EPA/EPA

Gemäss Erkenntnissen der UNO wurden im Jemen über 1700 Kinder-Soldaten gezählt. Zwei Drittel davon auf Seiten der Huthi-Rebellen. Bild: EPA/EPA

Schon mehrfach kam es in der Hauptstadt Sanaa zu Massendemonstrationen mit hunderttausenden Personen: Sie protestieren gegen die Luftangriffe der Saudi-Koalition. Video: YouTube/Ruptly TV

Die USA fliegen seit 2002 Drohnenangriffe gegen mutmassliche Terroristen. Je nach Quelle wurden bisher zwischen 113 und 144 Angriffe geflogen. Dabei gab es zwischen 65 und 105 zivile Opfer, auch hier gibt es verschiedene Angaben. Barack Obamas Justizdepartement setzte sich jahrelang dafür ein, dass die Angriffe im Geheimen durchgeführt werden. Offizielle Listen gibt es deshalb nicht.  Bild: EPA/EPA

Gemäss Human Rights Watch kamen 2016 im Jemen 38 Personen durch Streubomben um. 102 Staaten unterzeichneten 2010 ein Verbot dieser Waffen. Die USA, China, Russland und auch Saudi-Arabien gehören nicht dazu. Bild: EPA/EPA

UNO-Bericht: Alle zehn Minuten stirbt in Jemen ein Kleinkind

1m 16s

UNO-Bericht: Alle zehn Minuten stirbt in Jemen ein Kleinkind

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • URSS 15.09.2017 21:56
    Highlight Gottseidank... Phuuu...
    Das Seco sagt das es sich nur um Ersatzteile handelt die im Jemen nicht zum Einsatz kommen.
    Da sind wir aber froh.
    Ich bin sicher es handelt sich nur um Velo Ersatzteile, Sxhläuche und Rosen Giesskannen.
    Die Saudis gaben der Schweiz sicher ihr Ehrenwort das die " Ersatzteile " nicht im Jemen eingesetzt werden.
    Fall erledigt, Ausfuhr genehmigt.
    24 0 Melden
  • Phrosch 15.09.2017 19:17
    Highlight Wer oder was oder wo ist Irma???
    0 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 15:05
    Highlight In diesem Konflikt spielt niemand eine rühmliche Rolle. Allen voran die Saudis, welche mit den Waffen und dem Segen der USA im Jemen eine gigantische Katastrophe anrichten. Und Trump, dieser Idiot, weiss nichts besseres, als den Saudis noch für weitere 1'000 Milliarden (!) Dollar Waffen zu liefern.
    19 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 16:17
      Highlight Das macht er auch gerne. Schliesslich will das Imperium Aden zurück als Stützpunkt. Den Golf kontrollieren sie ja schon. Damit wäre die Kontrolle über den Indischen Ozean perfekt. Djibouti und Diego Garcia wären dann ein strategisches Dreieck.
      8 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 17:00
      Highlight Saudis und US-Drohnen haben Dutzende Schulen, Krankenhäuser, Brücken, Flüchtlingslager, Lebensmittellager und vor allem Zivilisten bombardiert. Wer begeht hier eine humanitäre Katastrophe?
      10 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 18:19
      Highlight Das ist doch einfach nur Wahnsinn. Unser Planet ist so klein. Und statt zusammenzuspannen, macht sich die Menscheit das Leben so schwer wie möglich und zerstört nebenbei noch die natürlichen Lebensgrundlagen.
      14 0 Melden
  • sebi25 15.09.2017 14:07
    Highlight Was für ein Glück, dass unsere Grossbanken CS und UBS auf keinen Fall aus so etwas Profit schlagen würden. Ne ne.
    25 6 Melden
  • Makatitom 15.09.2017 13:48
    Highlight Aber natürlich muss man den Saudis noch Waffen verkaufen. Und natürlich ist es egal, dass sie über Staatsfonds grosse Anteile an unseren Grossbanken haben
    30 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 18:36
      Highlight Sieht in Deutschland gleich aus. Da sieht man die Koalition, die nur auf ihre wirtschaftlichen Interessen achtet und Machtpolitik mit gespaltener Zunge betreibt.

      4 0 Melden
  • Posersalami 15.09.2017 12:37
    Highlight "Saudi-Arabiens Erzrivale Iran unterstützt die schiitischen Streitkräfte mit Waffen, militärischen Beratern und finanziellen Mitteln."

    Der Artikel ist tatsächlich voller sachlicher Fehler, hier ist einer der ärgsten zu finden: Die Huthis sind faktisch keine Schiiten. Es sind Zaiditen, auf dem Papier zwar eine Strömung der Schiiten. Aber was Glaubensfragen und islamische Sittenregeln betrifft (=Praxis), so stimmt ihre Lehre weitgehend mit der schafiitischen Rechtsschule des sunnitischen Islams überein. Sie stehen darum den Sunniten näher als dem schiitischen Iran. Ja, die Welt ist kompliziert.
    20 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 09:28
      Highlight So und wer sieht jetzt hier geostrategisch keine Vorbereitungshandlung gegen den Iran?
      1 0 Melden
  • Posersalami 15.09.2017 12:17
    Highlight Hier gibts einen guten Bericht über die Entstehung des Krieges.

    "Nadia Al-Sakkaf, Chefredakteurin von Yemen Times, über den Bürgerkrieg in Jemen und die Gefahr, dass das Land zu einem zweiten Somalia werden könnte"
    https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-bewaffnet-Analphabeten-hungrig-und-zornig-3383047.html

    Da gibts tatsächlich Informationen, was genau schief läuft im Jemen.
    13 0 Melden
  • Ollowain 15.09.2017 11:45
    Highlight Wer die Konflikte rund um den Globus verstehen und einordnen will, dem kann ich das geostrategische Buch "Die einzige Weltmacht" von Zbigniew Brzezinski empfehlen. Brzezinski war jahrelanger Berater des Imperiums USA. Im Buch kann man die geopolitischen Strategien des Imperiums nachlesen und versteht dann die meisten Konflikte (auch Yemen) , welche von den USA genährt, ausgebaut oder inszeniert wurden. Es handelt sich hierbei nicht um VT sondern um knallharte Geopolitik.
    22 14 Melden
    • Wehrli 15.09.2017 13:20
      Highlight "Imperiums USA", o.k. alles klar.
      Ich setzt dann mal meinen Aluhut auf und geh a bissrl Chemtrails gucken ...
      13 29 Melden
    • Informant 15.09.2017 15:54
      Highlight Wehrli, die USA sind nun mal das Imperium. US Think Tanks sind da ganz ehrlich in ihrer Sprache.
      Das Militärbudget, die Anzahl Militärstützpunkte, der Dollar als Leitwährung und die Geschichte der letzten 60 Jahre sind weitere Hinweise.
      Warum muss man Ahnungslosigkeit und Ignoranz immer mit "Aluhut-Rufen" überdecken?
      Und was haben Chemtrails damit zu tun?
      18 3 Melden
    • Wehrli 15.09.2017 16:30
      Highlight Junge, mach dir doch keine Pipilangstrumpf-Welt.

      Geh spazieren, etwas frische Luft und keine Comics über Weltherrrrrrschaft und Geheimbünde mehr. Ok?
      3 18 Melden
    • Datsyuk 15.09.2017 21:58
      Highlight Wehrli, keine Argumente?
      16 1 Melden
    • Ollowain 16.09.2017 01:29
      Highlight Mit Clowns wie Wehrli zu diskutieren hat keinen Sinn. Solche Menschen sind wohl etwas naiv und ziemlich indoktriniert. Aber schön zu sehen dass es auch andere, denkfähigere Leute gibt!
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 09:21
      Highlight Man muss sich halt intensiver und breiter mit der Materie befassen, sonst labert man den ganzen Propagandastuss nach.
      7 0 Melden
  • Ollowain 15.09.2017 11:36
    Highlight Auch hier noch etwas Aufklärung über die illegalen Kriege der USA:
    19 9 Melden
    • patgae 15.09.2017 13:02
      Highlight spannend und leider traurige Tatsache. Stellen wir uns doch mal die Frage, wer der Böse ist...
      Danke Ollowain für den Link
      12 3 Melden
    • Konstruktöhr 15.09.2017 14:52
      Highlight Gibt es legale Kriege?
      4 1 Melden
    • Informant 15.09.2017 15:57
      Highlight @Konstruktöhr, ja, zum Beispiel Verteidigungskriege. Darum gibt es dann so herrliche Floskeln wie "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt" um dem ganzen einen "legalen" Anstrich zu verleihen.
      9 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 16:22
      Highlight Ja gibt es.
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 16:42
      Highlight Russland ist legal in Syrien am Krieg beteiligt. Dass sie Erfolge erzielten wird quasi in den Medien verschwiegen.
      6 6 Melden
    • Hierundjetzt 15.09.2017 20:30
      Highlight guuut clayton, ob jetzt klar gekennzeichnete Krankenhäuser mit Raketen zerstören, UNHCR und Rotes Kreuz Hilfskonvois vorsätzlich (!) bombardieren wiiirklich zu "Erfolge" zählt wage ich stark zu bezweifeln.

      Und nein, das schafft nicht mal die USA

      Zudem: Einen Diktator "unterstützen" der mehrfach Giftgas gegen seine eigene Bevölkerung einsetzt, ist jetzt auch nicht wirklich als *der* Erfolg zu bezeichnen.
      8 6 Melden
    • Ollowain 16.09.2017 01:35
      Highlight @Konstruktöhr: Selbstverständlich gibt es illegale und legale Kriege. Da lohnt es sich mal die UNO-Charta zu studieren.
      Hierundjetzt: Belege, dass Assad diese Giftgasattacken "gemacht" hat, sind uns die USA bis heute schuldig. Die bessere Hypothese wäre eine False Flag Operation.
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 09:19
      Highlight Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war es eine false flag Op. Die Lügen und Schönfärberei ist man sich gewohnt von den USA.
      5 1 Melden
    • Hierundjetzt 16.09.2017 09:42
      Highlight Selbstverständlich. Das Rote Kreuz lügt. Auch die Ärzte. Auch das UNHCR.

      Wenn doch euer Gedächnis euch nicht permanent im Stich lassen würde.

      Assad hat schon zu Beginn des Bürgerkrieges Giftgas eingesetzt. Da war noch nix pöse USA.

      Upsi...

      Aber was nicht sein kann, darf nicht sein. 🤦🏼‍♂️
      1 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 11:18
      Highlight Quelle?
      4 0 Melden
  • The Dark Knight 15.09.2017 10:21
    Highlight Unter "Logistischer Unterstützung" versteht man also Drohnenangriffe... Sehr interessant...
    48 5 Melden
    • Posersalami 15.09.2017 10:37
      Highlight Irgendwer muss Saudi Barbarien ja die Munition liefern, die sie über dem Jemen abwerfen wollen. Und wer weiss, vielleicht gibts für die Koalition der Barbaren ja auch Aufklärungsdaten.
      19 4 Melden
  • Hierundjetzt 15.09.2017 09:52
    Highlight Zum korrekt einordnen: in Haiti gab es darum soviele Choleraopfer weil die indischen UN-Soldaten ihre ungeklärten Fäkalien aus dem
    Camp in den Fluss kippten, ausdem blöderweise die gesamte Bevölkerung das Trinkwasser bezog...
    33 8 Melden
    • meine senf 15.09.2017 10:29
      Highlight Quelle?
      19 5 Melden
    • Tobiwankenobi [ZH] 15.09.2017 10:30
      Highlight Interessante Info.
      Da würde ich gerne mehr darüber erfahren. Hast du Quellen?
      21 2 Melden
    • Hierundjetzt 15.09.2017 10:53
      Highlight Gerne, hier. Eine Quelle von vielen. Ich denke mir, dass die NY Times die richtige dazu ist (es gibt sicher auch noch Deutsche Quellen). War damals eine Riesgengeschichte

      https://www.nytimes.com/2016/12/01/world/americas/united-nations-apology-haiti-cholera.html?mcubz=3
      19 0 Melden
    • Wilhelm Dingo 15.09.2017 11:05
      Highlight http://www.berliner-zeitung.de/eine-studie-belegt--dass-nepalesische-un-soldaten-die-schwere-cholera-epidemie-in-haiti-ausloesten-hilfe-wurde-zum-toedlichen-fiasko-14902794
      19 0 Melden
  • Posersalami 15.09.2017 09:26
    Highlight "Saudi-Arabiens Erzrivale Iran unterstützt die schiitischen Streitkräfte mit Waffen, militärischen Beratern und finanziellen Mitteln."

    Gibts für diese steile These irgendwo den Ansatz eines Beleges? Wie kommen die Waffen, das Geld und Berater eigentlich in den Jemen, wo Saudi Barbarien doch Luft, Land und Seewege blockiert und zwar so wirkungsvoll, dass die Menschen im Jemen reihenweise krepieren?

    Also, gibts dazu vernünftige Quellen?
    52 11 Melden
    • Wehrli 15.09.2017 09:45
      Highlight http://www.express.co.uk/news/world/782374/Iran-Yemen-weapons-Houthi-rebels-Saudi-government
      7 8 Melden
    • Scaros_2 15.09.2017 10:15
      Highlight Google doch einfach:
      https://www.google.ch/search?rls=com.microsoft:de-CH:IE-Address&dcr=0&q=How+Iran+supports+Jemen&spell=1&sa=X&ved=0ahUKEwjf58zL36bWAhVBK1AKHQtnCe8QBQgkKAA&biw=1392&bih=926

      http://www.reuters.com/article/us-yemen-iran-houthis/exclusive-iran-steps-up-support-for-houthis-in-yemens-war-sources-idUSKBN16S22R

      Es reicht aber auch logisches denken.

      Dein Erzrivale greift ein Land/Rebellen an die deiner Gesinnung nicht abgeneigt sind? Was tust du? Helfen.

      Andersrum. Wer sonst sollte den Huti Rebellen Waffen liefern? Die hätten nie die Möglichkeiten sonst.
      15 8 Melden
    • Posersalami 15.09.2017 10:32
      Highlight Die ganzen Links enthalten 0 Beweise, immer behauptet einer irgendetwas. Wenn es diese Unterstützung tatsächlich in nennenswertem Umfang gäbe, wären schon längst Fakten aufgetaucht. ZB. Munition oder Waffen, die im Iran hergestellt worden sind.

      Wer die Huthis in die Nähe der iranischen Schiiten rückt zeigt halt einfach, dass er überhaupt keine Ahnung hat. Die Zaiditen stehen tatsächlich näher an den Sunniten als bei den Schiiten. Da werden Sie geholfen: https://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/die-huthi-und-iran--eine-jemenitische-geschichte-1.18519913
      13 7 Melden
    • Posersalami 15.09.2017 10:35
      Highlight Sogar die Amis sagen, dass die Verbindung Huthis - Iran Schwachsinn sei:

      https://search.wikileaks.org/plusd/cables/09SANAA2052_a.html

      Das alles ist eine grosse Propagandalüge. Wer die Huthis in die Nähe der Iraner rückt macht sie automatisch zu legitimen Zielen, schliesslich wissen wir ja alle dass der Iran ebenfalls ein Hort des Terrors ist. Diese Verklammerungstechnik sieht man überall, durch mangelndes Wissen und Interesse funktioniert sie hervorragend. Der Artikel hier ist ja der beste Beweis dazu.
      14 3 Melden
    • Wehrli 15.09.2017 10:35
      Highlight Kornet anti-tank Waffen, in grossen Mengen, und die gabs im Sortiment der Huthis vorher nicht.
      7 2 Melden
    • Wehrli 15.09.2017 10:58
      Highlight Die Saudis haben schon über 40 amerikanische M1Abrahams Panzer verloren wegen Kornet und Fagot Panzerabwehrraketen aus Iranischen Beständen. Der Mythos der modernen Kampfpanzer bröckelt gerade mächtig.
      8 2 Melden
    • Scaros_2 15.09.2017 11:03
      Highlight Was willst du den für einen Beweis haben? Es passiert so vieles das nicht offiziell bewiesen wird. Offiziell führt die USA auch keine Drohnenkämpfe in gewissen Regionen. Denoch passiert es und die USA steht auch nicht hin und sagt "Ja wir tun es".

      Wenn ich als Iran eine Möglichkeit sehe meinen Erzfeind in seinem Drang sich auszudehnen zu hindern oder ihn gar zu düpieren --> Siehe Katar - warum also das nicht tun?
      8 0 Melden
    • Posersalami 15.09.2017 12:12
      Highlight @ Wehrli: Ja und, der IS hat auch Kornets im Einsatz und die hat denen ja kaum der Iran hingestellt.

      Nochmals für euch alle zum Mitschreiben: sogar die USA sagen, dass der Iran keine nennenswerte Unterstützung leistet:
      https://search.wikileaks.org/plusd/cables/09SANAA2052_a.html

      Aber klar, ein paar Schreiber hier wissen das besser! Keine Ahnung, davon aber jede Menge. Der Iran wird schon eine Gewisse Unterstützung leisten, wohl hauptsächlich Ausbilden.

      @Scaros_2: Für den Drohnenkrieg der USA im Jemen gibt es unzählige Beweise. Für das Engagement Irans im Jemen fehlen die bislang.
      5 1 Melden
    • Wehrli 15.09.2017 13:53
      Highlight Ist doch ein alter Salami, dass die Iraner da mitmischen ...
      2 4 Melden
    • Wehrli 15.09.2017 13:56
      Highlight Die ISIS hat Ihre Kornet aus Syrischen and Irakischen Waffendepots erbeutet. Die Huti haben Sie aus dem Iran. Simple words for simple people.
      4 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 16:40
      Highlight Schon 2003 wurde Iran ohne jeglichen Beweis beschuldigt den Hutis Waffen zu liefern.
      1 0 Melden
    • Schlumpfinchen 16.09.2017 08:10
      Highlight Habt ihr euch schon einmal überlegt, ob der Iran die Huthis vielleicht nicht wegen der ähnlichen religiösen Richtung sondern rein aus politischen Gründen unterstützt?
      Dieses Sunniten gegen Schiiten wird doch meistens einfach nur vorgeschoben, das solltet ihr Experten auch wissen.
      Der Iran ist sehr interessiert daran zum mächtigsten Player im Osten zu werden. Also wenn sie die Möglichkeit sehen, Saudi-Arabien zu schwächen, versuchen sie es auch. Wie auch immer ihre Hilfe aussieht.
      Amnesty International hat eine Gruppe die versucht, Waffen zuzuordnen, nur dürfen sie auch nicht nach Jemen.
      1 0 Melden
  • Dr.Bogyman 15.09.2017 09:24
    Highlight Shiiten und Sunniten sollen sich wieder vertragen. Die USA hat den Konflikt wie nie zu vor wieder aufbrennen lassen. Die Muslime die gegeneinander hetzen müssen das entlich verstehen. Eigentlich sind wir Brüder.

    Und so nebenbei, eigentlich steckt auch wieder die USA und Russland hintendrin. USA für Saudi Arabien und Russland für Iran. Und wieder mal sind die Amis die Aggresoren.
    19 53 Melden
  • Albi Gabriel 15.09.2017 09:11
    Highlight Eigentlich ein sehr guter Bericht, der aber in den "5 Fakten" und in der Erläuterung der Entstehung des Konflikts leider sehr einseitig ist.
    34 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 09:52
      Highlight Albi, du weisst anscheinend Bescheid: Kläre uns doch auf.
      11 16 Melden
    • Posersalami 15.09.2017 10:51
      Highlight Hier gibts eine ganz gute Zusammenfassung. Sie reicht aber bei weitem nicht aus, um den Konflikt tatsächlich zu verstehen. Der Artikel bietet aber genügend Anhaltspunkte für eine weitere Recherche:

      https://www.journal21.ch/die-huthis-diese-operettenpartner
      12 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 13:27
      Highlight Danke, Posersalami!
      7 0 Melden

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