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Julian Assange sitzt seit fünf Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest.  Bild: KERIM OKTEN/EPA/KEYSTONE

Ist Assange jetzt ein freier Mann? Diese 5 Dinge musst du nach dem Schweden-Urteil wissen 

Keine Vergewaltigung: Die schwedische Justiz hat die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer nach sieben Jahren eingestellt. Doch Assange sollte sich nicht zu früh freuen ...

19.05.17, 13:36 19.05.17, 22:46
Adrian Müller, Peter Blunschi

Warum stellen die Schweden die Ermittlungen ein? 

Nach langem Tauziehen um eine Befragung zu den Vergewaltigungs-Vorwürfen aus dem Jahr 2010 war Assange im November in der Botschaft Ecuadors in London verhört worden, wo er seit fünf Jahren festsitzt. «Diese Befragungen haben zu weiteren Ermittlungsmassnahmen geführt», so die Staatsanwaltschaft. Es sei jetzt nicht möglich, weitere Schritte zu unternehmen, um die Ermittlungen voranzubringen.  Die schwedischen Untersuchungsbehörden schliessen aber nicht aus, die Ermittlungen später wieder aufzunehmen. «Sollte Julian Assange nach Schweden zurückkehren, bevor das Verbrechen im August 2020 verjährt, könnten die Ermittlungen wieder eröffnet werden», sagte die Anklägerin in Stockholm.

Kann Assange jetzt die Botschaft verlassen? 

Seit fünf Jahren hat Assange keinen Schritt vor das Botschafts-Exil gesetzt, um sich einer Verhaftung zu entziehen. Obschon die schwedische Justiz die Vergewaltigungs-Anklage fallengelassen hat, ist Assange nun kein freier Mann. Wie der Independent schreibt, würde der Wikileaks-Gründer trotzdem verhaftet, wenn er aus der Botschaft spaziert. Denn gegen Assange liegt ein weiterer Haftbefehl vor, weil er sich 2012 einem Gerichtstermin durch Flucht in die Botschaft entzogen hatte, während er gegen Kaution frei war.

Wie reagiert Assange? 

«Ich wurde sieben Jahre ohne Anklage inhaftiert, während meine Kinder gross geworden sind und mein Name verleumdet wurde. Ich vergesse und vergebe nicht», schrieb Assange in einer ersten Reaktion auf Twitter

Zuvor hatte sein schwedischer Anwalt die Einstellung des Verfahrens als Sieg gefeiert. «Wir haben den Fall gewonnen», sagte der Jurist dem schwedischen Radio. «Das ist ein totaler Sieg für Julian Assange. Er ist natürlich froh und erleichtert.» Die Anwälte des Australiers hatten immer wieder eine Aufhebung des Haftbefehls beantragt. Assange hatte die Vergewaltigung stets bestritten.

Grund zum Strahlen: Dieses Bild twitterte Assange am Freitagmorgen.  twitter

«Das ist ein totaler Sieg für Assange, er ist froh und erleichtert»

Anwalt des Wikileaks-Gründers

Was machen jetzt die USA?

Julian Assange ging es bei seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft nie wirklich um das Verfahren in Schweden. Er fürchtete eine Auslieferung an die USA, wo ihm die Todesstrafe drohe. Allerdings haben die Amerikaner bislang noch gar keine Anklage gegen ihn erhoben. Das könnte sich bald ändern. US-Justizminister Jeff Sessions hat im April die Festnahme von Assange sowie den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu «einer Priorität» der Trump-Regierung erklärt. 

Begnadigt Trump «Wahlhelfer» Assange? 

Staatsanwälte sollen laut Medienberichten eine Anklage gegen Assange und andere Wikileaks-Mitarbeiter wegen Verschwörung, Diebstahl von Regierungseigentum und Verstössen gegen das Spionagegesetz vorbereiten. Seine «Wahlhilfe» für Donald Trump durch die Veröffentlichung der Clinton-Mails auf Wikileaks scheint sich für Julian Assange also nicht auszuzahlen. Im Januar hatte er angekündigt, er könnte sich im Fall einer Begnadigung von Whistleblowerin Chelsea Manning an die USA ausliefern lassen. Seit dieser Woche ist Manning frei, doch Assange liess seinen Worten keine Taten folgen. Wie es nun weitergeht, hängt wohl auch von der britischen Regierung ab.

Whistleblower

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Brikne, 20.7.2017
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22
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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Echo der Zeit 19.05.2017 16:51
    Highlight Ja was , und jetzt verlässt er die Botschaft - und wird gleich Verhaftet von der Britischen Polizei und nach Usa ausgeliefert.
    4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.05.2017 14:39
    Highlight Wie auch von Watson geschrieben flüchtete er nicht aufgrund der Vergewaltigungsvorwürfe, sondern weil er berechtigte Angst hatte an die USA ausgeliefert zu werden. Die Anklage in Schweden war sowieso lächerlich. Er hat sogar eingewilligt zu erscheinen, falls er eine Garantie bekommt, dass eine "Auslieferung" an die USA verbietet. Es ist ein dreckiges politisches Spiel und Assange ist mittendrin. Heute ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen. Das haben die jüngsten Vorfälle (Assange, Manning, Snowden etc) längst bewiesen.
    48 7 Melden
    • Kastigator 19.05.2017 17:50
      Highlight Wenn es ihm nur darum ging, die Wahrheit zu sagen, warum betrafen dann "seine" Enthüllungen nur die Demokraten? Bei Team Trump hätte es mit Manafort und Co. sowie den luschen Geschäften mit der russischen Mafia mehr als genug Material gegeben.
      13 17 Melden
    • Macke 19.05.2017 20:29
      Highlight @valdrin hasanaj: Fakt ist, Julian Assange hat sich dem Gerichtsverfahren entzogen. Es ist einfach, in einer Botschaft zu behaupten, er hätte am Gerichtsverfahren teilgenommen, WENN... Ich sehe hier einen Mann, der zwar journalistisch einigen Mut bewiesen hat, sich aber dem Verfahren nicht gestellt hat. Ich sehe in den Kommentaren Männer, die einem mutmasslichen Vergewaltiger zujubeln und ihn feiern. Botschaft: Solange ein Typ sich gegen die USA stellt, ist es egal, wenn ihm Vergewaltigung zur Last gelegt wird - wir jubeln.
      8 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.05.2017 21:30
      Highlight Mache - Sorry, aber wer geht schon freiwillig zu seiner Hinrichtung? Die Schweden hätten ihn ziemlich sicher ausgeliefert und deshalb ist er nicht gegangen. Wie gesagt: Es gab keine Garantie, also ging er auch nicht hin! Die Vergewaltigungsvorwürfe haben sowieso nicht Stand gehalten, denn es war keine. Eine der Frauen hat gesagt, sie sei nie vergewaltigt worden und die andere hat gesagt: Er wollte Sex ohne Kondom und sie hat FREIWILLIG eingewilligt. Also mutmasslicher Vergewaltiger ist nonsense. Also wo steckt ihre Kritik?
      12 3 Melden
    • Macke 19.05.2017 22:35
      Highlight Hast du Belege für deine Aussagen? Die schwedische Staatsanwaltschaft betont mehrfach, dass die Schuldfrage nicht geklärt sei. Also ist Assange ein mutmasslicher Vergewaltiger. Assange sagte, er würde die Botschaft nach einer Freilassung Chelsea Mannings verlassen - und tat es nicht. Woher nimmst du die Sicherheit, dass er sich der Justiz gestellt hätte?
      3 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.05.2017 22:51
      Highlight Oje wenn die "Ankläger" selber zugeben nicht vergewaltigt worden zu sein, dann reicht das. Es war nie eine Vergewaltigung, also langweilen sie mich nicht. Können ja mal selber nachschauen, so schwer ist es nicht -.-

      http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/551ad2eeab5c37bb1600d25a
      8 2 Melden
    • Karl33 20.05.2017 12:14
      Highlight Macke, in welcher feministischen Filterblase lebst denn du? Es gibt kein Opfer, es gibt einzig einen Staat, der ihn aufgrund eines konstruierten und erfunden Vergewaltigungsvorwurf verfolgen will. Pardon, wollte, das ganze ist ja jetzt eingestürzt wie ein Kartenhaus.
      Ja, und jetzt wäre Schadenersatz angesagt, bis es weh tut.
      3 5 Melden
    • Hierundjetzt 20.05.2017 19:33
      Highlight Blöd nur, dass Schweden (exakt wie die Schweiz) keine Menschen an einen Staat auslieferen, wenn diesem die Todesstrafe droht.

      In Grossbritannien sieht das anders aus. Die liefern ohne mit der Wimper zu zucken aus.

      Zusammengefasst: Wäre er nach Schweden gereist, hätte er im max. einen unbedingten von 1 Jahr erhalten, diese Strafe hätte er dann in seinem Heimatland Australien absitzen können.

      Volià.

      Bis heute sitzt 7 Jahre "Strafe" in einem 8 m2 Zimmerchen ab und wird auch noch jahrelang dort bleiben müssen.

      Für die Amis ist dies wunderbar. Die gehen als Sieger vom Platz.
      2 2 Melden
  • Radiochopf 19.05.2017 14:30
    Highlight Mit dem letzten Punkt habt ihr leider den sonst seriösen Artikel wieder lächerlich gemacht.. Assange war nicht Trumps Wahlhelfer und Wikileaks hat auch genügend Leaks gegen Trump veröffentlicht.. Wikileaks hat ja sogar eine Belohnung ausgeschrieben, für die Steuererklärung von Trump.. hört mal auf Assange und Wikileaks in eine politische Ecke zu stellen wo sie nicht hingehören..
    35 15 Melden
    • Kastigator 19.05.2017 17:51
      Highlight Dann liste mal auf, was Wikileaks über Team Trump publizierte.
      13 2 Melden
  • URSS 19.05.2017 14:16
    Highlight In dem Moment wo Ass ange die Botschaft verlässt, klicken die Handklingel... Es ist egal ob Schweden die Anklage einstellt.
    Das Problem ist, das auch die USA eine Auslieferung von Ass ange wollen. Wegen den Leaks zu Irak u Afghanistan.
    Mal guggen was passiert wenn er die Botschaft verlässt.
    5 10 Melden
  • rolf.iller 19.05.2017 14:05
    Highlight Vergewaltigung?

    Es ging bei den Anschuldigungen um einen geplatzten Gummi, einvernehmlichen Sex und zwei Nebenbuhlerinnen, die erst im Nachhinein voneinder erfahren haben.
    21 4 Melden
  • Karl33 19.05.2017 14:05
    Highlight Ein guter Tag für alle Opfer von erfundenen Vergewaltigungsanschuldiungen.
    16 5 Melden
  • sankipanki 19.05.2017 14:02
    Highlight "Das musst du nach dem Vergewaltigungsurteil wissen"...
    Liebes Watson Team, welches Urteil denn? Die Ermittlungen wurden eingestellt. Und auch die Wortwahl...
    Warum schreibt ihr denn nicht so etwas wie: Was du nach der Einstellung der Ermittlungen gegen Assange im Fall der 'mutmasslichen' Vergewaltigung wissen 'solltest'?
    27 2 Melden
  • Theor 19.05.2017 13:50
    Highlight Urteil? Da steht, man hätte die Ermittlungen eingestellt.

    Juristisch gesehen liegt zwischen den beiden ein himmelschreiender Unterschied.
    79 1 Melden
  • Hussain Bolt 19.05.2017 13:47
    Highlight Dieses Verfahren in Schweden war so oder so nur Politisch. Man wollte ihn nur was anhängen um ihn zu schnappen. Schweden ist ein Land in dem Rückgratslose und feige Leute mit der nutzlosen Ideologie der Politischen Korrektheit herrschen. Ein Land das den Bückling macht.
    47 43 Melden
    • Karl33 19.05.2017 14:07
      Highlight Ein Land auch wo du als Mann im Umgang mit Frauen immer mit einem Bein im Gefängnis stehst. Ein Land, wo unter einem feministischen Regime die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung für die (männlichen) Bürger nicht mehr gilt
      19 10 Melden
    • The Destiny 19.05.2017 14:31
      Highlight Aber es macht ihn Korrekt, das ist alles was zählt.
      1 1 Melden
    • ujay 19.05.2017 14:38
      Highlight Ein weiterer nutzloser, weil vor Platitüden strotzender Kommentar...widerlich. Wie wärs mal mit Fakten?
      9 8 Melden
    • Ismiregal 19.05.2017 15:58
      Highlight Das sieht das vergewaltigungsopfer sicher genauso...
      5 13 Melden
    • Fly Boy Tschoko 19.05.2017 16:38
      Highlight Politische Korrektheit braucht es wenn der Anstand fehlt.
      5 8 Melden

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