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Eine sterbende Stadt: Aufnahme aus dem zerstörten Aleppo. Bild: AP/Civil Defense Directorate in Liberated Province of Aleppo

Aleppo ist eine Schande – aber ein Eingreifen des Westens wäre noch schlimmer

Der syrische Bürgerkrieg ist eine humanitäre Katastrophe unsäglichen Ausmasses. Die Empörung ist riesig, viele zeigen mit dem Finger anklagend auf den Westen. Der aber hat nur schlechte Optionen.

11.08.16, 10:03 12.08.16, 18:08

Was in der syrischen Metropole Aleppo geschieht, lässt niemanden kalt, der menschliche Regungen besitzt. Zwei Millionen Menschen in der belagerten Stadt sind nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Die medizinische Versorgung ist katastrophal, weil gezielt Spitäler angegriffen werden. Das humanitäre Völkerrecht verbietet derartige Attacken, die als Kriegsverbrechen eingestuft werden.

Die UNO fordert eindringlich eine 48-stündige Feuerpause für Aleppo, doch das Regime von Präsident Baschar Assad und seine Verbündeten – Russland, Iran, schiitische Milizen – auf der einen und die von Islamisten dominierten Rebellen auf der anderen Seite scheinen entschlossen, die Schlacht um Aleppo auszufechten. Sie setzen nach wie vor auf eine militärische «Lösung». Vor allem Assad will die Stadt unbedingt unter seine Kontrolle bringen.

Video: watson.ch

Kämpfe in Aleppo gehen trotz angekündigter Waffenruhe weiter

Die Kämpfe in Aleppo gehen trotz einer von Russland angekündigten Feuerpause weiter. Mehrere Male nach dem eigentlichen Start der Waffenruhe um 10.00 Uhr Ortszeit (9.00 Uhr/MESZ) schlugen Granaten in den Rebellengebieten Aleppos ein. Die im englischen Coventry ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte den Beschuss. Moskau hatte am Mittwoch angekündigt, ab Donnerstag würden jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr Ortszeit (09.00 und 12.00 Uhr MESZ) alle Kämpfe sowie Artillerie- oder Luftangriffe eingestellt. Aleppo gilt als das am heftigsten umkämpfte Schlachtfeld im syrischen Bürgerkrieg. Die Stadt ist zwischen dem Regime und verschiedenen Rebellengruppen aufgeteilt. (sda/dpa)

Die Zeche zahlt die geschundene Zivilbevölkerung. Für den streitbaren Publizisten Henryk M. Broder ist Aleppo «schlimmer als Auschwitz». Er fordert, «das Geschehen mit militärischen Mitteln zu stoppen». Bereits vor einem Monat äusserte sich «Bild» in ähnlicher Weise: Falls die Konfliktparteien in Aleppo nicht gewisse «Minimalforderungen der Menschlichkeit» erfüllen, «muss die Welt zeigen, dass sie bereit ist, die grundlegenden Menschenrechte zu verteidigen. Und dies mit allen vorhandenen und dazu notwendigen Mitteln.»

Verhängnisvolle Erlösungsfantasie

Derartige Forderungen sind so verständlich wie hilflos. Sie reflektieren die moralische Empörung angesichts des Blutvergiessens und der Ruchlosigkeit der am Krieg beteiligten Parteien. Gleichzeitig sind sie Ausdruck einer verhängnisvollen Erlösungsfantasie: Die USA und Europa sollen ihre geballte militärische Macht einsetzen, dann kommt alles gut in Syrien.

Wenn die Welt nur so einfach wäre. Militärische Interventionen des Westens in dieser Region haben nur selten positive Folgen gehabt. Für die syrischen Bürgerkrieg gilt dies erst recht. In dem chaotischen Konflikt bieten sich dem Westen nur schlechte Optionen.

Assads mächtige Freunde

Seit Beginn des Aufstands vor mehr als fünf Jahren ist Syrien ein Pulverfass. Unter dem Eindruck des Arabischen Frühlings erhoben sich Teile der Bevölkerung – längst nicht alle, die Christen etwa unterstützen Assad – gegen den verhassten Diktator. Dieser war entschlossen, seine Macht und die der alawitischen Minderheit, der sein Clan angehört, mit allen Mitteln zu verteidigen. Mit brutalster Gewalt ging er gegen die Aufständischen vor.

Baschar Assad beim Treffen mit Wladimir Putin im letzten Oktober. Bild: AP/POOL RIA NOVOSTI KREMLIN

Ein Sturz Assads schien dennoch nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch der Machthaber konnte auf mächtige Freunde zählen: Für Iran ist Syrien der wichtigste Verbündete in der arabischen Welt, weshalb nicht nur iranische Revolutionsgardisten, sondern auch schiitische Milizen aus Irak und Libanon an der Seite von Assads Streitkräften kämpfen. Auch Russland hat eminente strategische Interessen, es unterhält in Syrien seine einzigen Militärbasen am Mittelmeer.

Stellvertreterkrieg am Golf

Umgekehrt witterten Saudi-Arabien und Katar die Chance, den Erzfeind Iran mit der Beseitigung Assads empfindlich zu schwächen. Die beiden Golfmonarchien lieferten den Rebellen Waffen und finanzielle Unterstützung. Aus einem internen Konflikt wurde ein Stellvertreterkrieg um die Vormacht in der Region am Persischen – oder Arabischen – Golf.

Der Westen hatte in diesem Machtspiel auf dem Rücken der Menschen von Anfang an schlechte Karten. An Forderungen nach einem verstärkten Eingreifen fehlte es nie. So wurde etwa eine Flugverbotszone zum Schutz der Bevölkerung in den «befreiten» Gebieten angeregt. Dies hätte womöglich ein noch früheres Eingreifen der Russen provoziert. Wohin das hätte führen können, zeigt der Abschuss eines russischen Kampfjets durch eine türkische F-16 im letzten November.

Russland blockiert Sicherheitsrat

Eine zweischneidige Sache ist auch die Lieferung von Luftabwehrraketen an die Rebellen. Sie könnten sich damit gegen die syrische Luftwaffe wehren, insbesondere gegen die mörderischen Fassbomben-Abwürfe, mit denen Assad sein Volk terrorisiert. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Lenkwaffen in den falschen Händen am Ende nicht gegen syrische oder russische Flugzeuge und Helikopter eingesetzt werden, sondern gegen israelische Passagiermaschinen.

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Ohnehin scheuen Amerikaner und Europäer vor einem militärischen Eingreifen ohne Mandat des UNO-Sicherheitsrats zurück. Dort aber blockiert Russland mit seiner Vetomacht alle Beschlüsse, die gegen Assad gerichtet sein könnten. Es hat aus den Erfahrungen im Libyen-Konflikt gelernt. Der Sicherheitsrat beschloss damals Massnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung, die faktisch in ein Mandat zur Entmachtung von Diktator Muammar Gaddafi umgedeutet wurden.

Obamas «rote Linien»

Einmal allerdings war es fast so weit: Nach einer Reihe von Giftgasangriffen vor drei Jahren – deren Urheberschaft umstritten ist – erklärte US-Präsident Barack Obama seine «roten Linien» für überschritten. Ein Militärschlag gegen das syrische Regime schien beschlossene Sache. Doch Assad erwies sich in dieser Lage als Überlebenskünstler. Er erklärte sich zur Zerstörung seines Chemiewaffen-Arsenals bereit und «entwaffnete» Obama damit im wahrsten Sinn des Wortes.

Heute sind dem Westen trotz der Katastrophe in Aleppo mehr oder weniger die Hände gebunden. Eine militärische Intervention wäre mit einem gigantischen Aufwand und einem unkalkulierbaren Risiko verbunden. Von den «moderaten» Rebellen ist ohnehin so gut wie nichts geblieben. Man hat faktisch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Hier Assad, dort die Islamisten.

Lösung nur mit Russland und Iran

Realpolitik ist hässlich, doch die Alternativen sind schlimmer. Der Westen sollte sich auf den Kampf gegen den «Islamischen Staat» konzentrieren, der eine konkrete Bedrohung darstellt. Daneben gilt es, die Hilfe für Flüchtlinge vor Ort zu verstärken, denn sie werden nicht so bald zurückkehren können. Ausserdem verhandeln Amerikaner und Russen offenbar über einen Plan, der regelmässige Hilfslieferungen nach Aleppo möglich machen soll, um die schlimmste Not zu lindern.

Russische Luftangriffe in Syrien

Weiter soll sich der Westen bemühen, die Friedensgespräche in Genf wieder aufzunehmen, auch wenn dies im Moment aussichtslos erscheint, weil beide Seiten die Waffen nicht niederlegen wollen. Eine Ende des Konflikts liesse sich wohl nur erreichen, wenn Russland und Iran überzeugt werden könnten, Assad fallenzulassen, bei gleichzeitiger Wahrung ihrer Interessen. Doch dafür sitzt das Misstrauen zu tief. Auch in diesem Fall zahlt der Westen für vergangene Fehler.

Die Empörung über Aleppo ist verständlich. Auschwitz-Vergleiche aber helfen nicht weiter. Eher sollte man sich an der jüngeren Vergangenheit orientieren. «Die Bestrebungen der USA, Regimewechsel herbeizuführen, haben zum Kollaps von Staaten und zur Ausbreitung extremistischer islamischer Gruppen geführt», hielt der amerikanische Syrien-Kenner Joshua Landis in einem Interview mit der NZZ fest. Eine wahre wie bittere Erkenntnis.

Wir sollten uns für Aleppo schämen, meint Henryk M. Broder. Das mag zutreffen. Aber mehr Grund zur Scham haben Russen, Iraner und Saudis, die dieses Inferno möglich machen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Soli Dar 11.08.2016 21:42
    Highlight Herzlichen Dank für diesen differenzierten und ausgeglichenen Artikel. Mit dem Fazit bin ich jedoch nicht einverstanden. Es ist offensichtlich, dass Russland die Schutzmacht von Assad und Iran ist, hier wird das Kind beim Namen genannt. Doch wer bitte schön ist die Schutzmacht von den Saudis und Katar? Wer liefert tonnenweise Waffen an diese Länder sowie an vermeintlich "gute" Rebellen die sich jetzt als brutale Islamisten entpuppen? Wessen Waffen verwenden IS und Al-Nusra? Wer benötigt Öl und Gas ohne Ende? Können wir unsere Hände wirklich in Unschuld waschen?
    21 2 Melden
    • Spooky 12.08.2016 04:31
      Highlight @Soli Dar
      "Können wir unsere Hände wirklich in Unschuld waschen?"

      Du vielleicht nicht. Aber ich kann meine Hände in Unschuld waschen. Ich liefere nicht tonnenweise Waffen an diese Länder. Mehr noch - ich habe mit Waffenlieferungen überhaupt nichts zu tun. Ich bin ein Schweizer Prolet. Also, Soli Dar, komm mir nicht mit diesem "wir". Ich habe mit den Kriegen auf dieser Welt null nada zero zu tun. Ich bin damit beschäftigt, jeden Tag in der Schweiz zu überleben.
      Also, Soli Dar, hör auf mit dem Wir-Unsinn! Nenne die Namen der Waffenhändler! Das wirst du aber nicht wagen.
      11 11 Melden
  • rodolofo 11.08.2016 20:37
    Highlight "Wir können nicht eingreifen!" könnte auch eine Ausrede sein. Wir haben genug von enorm kostspieligen und mit ihren Folgen unberechenbaren Interventionen in diesem Arabisch-Persisch-Türkisch-Balkanischen Pulverfass!
    Was haben alle diese Gesellschaften gemeinsam?
    Sie sind ausgesprochen patriarchalische Macho-gesellschaften. Die Verdrängung der Frauen und der Weiblichkeit aus dem Öffentlichen Leben und aus der Politik führt zu einer Brutalisierung männlicher Hahnenkämpfe.
    Mein Vorschlag: Die Araber sollen mal im Haushalt und bei der Kindererziehung mit anpacken! Dann sind sie zu müde für Krieg.
    7 10 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 19:04
    Highlight Der Westen hat schon von Anfang an eingegriffen, sonst wäre es nie so ausser kontrolle geraten.
    14 7 Melden
  • Beobachter24 11.08.2016 12:49
    Highlight Meine Vorschläge, was zu tun ist, um den Schlamassel möglichst schnell zu beenden.

    Medien:
    Mehr realitätsnahe, nüchterne Aufklärung und weniger Propaganda
    über den Status quo, und wie es dazu kam,
    (das muss nicht aber kann gerne die Geschichte Syriens der letzten 100 Jahre beinhalten).

    „Andere":
    Sofortiger Stopp von Waffen-Verkäufen und -Schenkungen an alle Gruppierungen und Länder im ganzen Mittleren Osten.
    Abbruch wirtschaftlicher Beziehungen u. Sanktionen gegenüber den Ländern, welche den „Bürgerkrieg“ aktiv von aussen anheizen mit Menschen, Materialien, Geld und Ausbildung.
    45 3 Melden
    • GeorgOrwell 1984 11.08.2016 14:05
      Highlight Sehr guter Vorschlag, auch wenn es dem "Waffenlobyisten" und den Rechtsorientierten Parteien nicht passt und somit ziemlich sicher nicht durchgesetzt wird.
      22 10 Melden
    • Schlumpfinchen 11.08.2016 15:47
      Highlight Gegen ein Waffenlieferungsverbot hätte ich nichts, andere Sanktionen treffen leider meist die Falschen und haben nichts gebracht bisher.
      15 0 Melden
    • Beobachter24 11.08.2016 21:25
      Highlight @Schlumpfinchen

      Ich geb' Dir recht, dass Sanktionen fast immer die Falschen treffen. Was deren "Wirkung" angeht, da scheiden sich die Geister.

      Mir gefällt aber, muss ich zugeben, nur schon dass Gedankenexperiment, wer da wen sanktionieren müsste. :-)
      6 0 Melden
  • Lami23 11.08.2016 12:34
    Highlight Nun ja, es war ja von Anfang ein westliches Hirngespinst, dass man einfach ein paar "oppositionelle" bewaffnet und sie Assad aus dem Weg räumen lässt, weil er langsam unbequem wird. Man darf nicht vergessen, viele Syrer wollen Assad, als kleineres Übel. Russland, was immer man über sie sagen will, haben besser verstanden, wie Syrien funktioniert.
    Der Irak ist zerfallen, Lybien zerfällt, Syrien wird es auch und Assad wird sich dann ins Exil nach Russland absetzen.
    52 8 Melden
  • demokrit 11.08.2016 12:25
    Highlight Es wird wohl auf ein autonomes Kurdistan und eine mittelfristige Stabilisierung des Assad-Regimes hinauslaufen, der den Krieg durch seine schäbigen Massnahmen anfangs vom Zaun gerissen hat. Vernünftige Lösungen sind nicht mehr möglich. Die Opposition hat sich bereits zu stark radikalisiert.
    55 5 Melden
    • Lami23 11.08.2016 12:42
      Highlight Assad hat den Krieg nicht vom Zaun gerissen, das war der Westen, der ihn mit der Bewaffnung der Oppositionellen zu stürzen versuchte. Obwohl sich bereits in Lybien gezeigt hatte, wie klug es war, einen Machthaber zu stürzen und ein unkontrolliertes Vakuum zu schaffen.
      Assad ist ein Verbrecher. Doch dazu hat sich der Westen ebenfalls gemacht, indem er das Land destabilisierte, um seine Interessen zu wahren.
      44 14 Melden
    • demokrit 11.08.2016 13:08
      Highlight "Als Ausgangspunkt des Bürgerkrieges gilt die Gewaltanwendung gegen friedliche Demonstranten, die gegen die Verhaftung von Kindern in der südsyrischen Stadt Darʿā im März 2011 protestierten. Mehrere Menschen wurden getötet. Bei Protesten in den folgenden drei Tagen kam es zu weiteren Toten, darunter auch einigen Polizisten. Ab April 2011 setzte die Regierung die reguläre Armee gegen die Demonstranten ein. Mehrere hundert Personen wurden in den ersten Monaten der Protestwelle im Umfeld von Demonstrationen getötet."
      34 10 Melden
    • demokrit 11.08.2016 13:09
      Highlight "Der überwiegende Teil dieser Toten fiel nach Einschätzung von Menschenrechtlern Aktionen der syrischen Geheimdienste zum Opfer.

      Aus desertierten Armeeangehörigen und Zivilisten organisierte sich ab Juli 2011 die Freie Syrische Armee (FSA), die die Regierungstruppen militärisch unter Druck setzte und aus immer mehr Gebieten vertrieb.[201] Mitte 2012 hatte die reguläre syrische Armee mit etwa 60.000 desertierten Soldaten rund 20 % ihrer geschätzten Stärke von 2011 eingebüßt."

      https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerkrieg_in_Syrien#Verlauf
      34 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 19:07
      Highlight Wikipedia Geschichte, sehr glaubwürdig.
      7 6 Melden
    • demokrit 11.08.2016 22:30
      Highlight Sicher näher an der Realität als irgendwelche Verschwörungstheorien.
      8 8 Melden
  • Stachanowist 11.08.2016 12:12
    Highlight Die Darstellung der Rolle der USA und anderer westlicher Staaten ist beschönigend. Die fleissigen Waffenlieferungen an die "gemässigten Rebellen" sind für die Analyse des Konflikts zu relevant, als dass sie hier einfach ignoriert werden können.

    Zwei Beispiele: CIA-Lieferungen an die "gemässigten Rebellen" 2013 (1); Lieferliste für Dez 2015 (2):

    (1)

    https://www.washingtonpost.com/world/national-security/cia-begins-weapons-delivery-to-syrian-rebels/2013/09/11/9fcf2ed8-1b0c-11e3-a628-7e6dde8f889d_story.html

    (2)

    http://www.janes.com/article/59374/us-arms-shipment-to-syrian-rebels-detailed
    64 8 Melden
    • Lami23 11.08.2016 12:36
      Highlight Danke!
      25 5 Melden
    • opwulf 11.08.2016 12:51
      Highlight Stachanowist: Vielen Dank für die Links! Du lieferst hier Fakten und trotzdem kriegst Du bis jetzt fast so viele Blitze wie Herzen! Es zeigt einfach einmal mehr dass sehr viele Leute sich einen Deut um Fakten scheren und rein ideologisch werten!
      41 5 Melden
    • Angelo C. 11.08.2016 15:23
      Highlight Opwulf :

      An solche Mätzchen musst du dich hier wohl oder übel gewöhnen, auch geht es bei offensichtlich widersinniger Blitzerei meist keineswegs um die kritisierte Aussage selbst, sondern um rein persönliche Aversionen die schon lange bestehen 😊!

      Haters im individuellen Bereich.

      Und so hat Jeder und Jede die hier viele und prägnante Kommentare schreiben seine 6-10 liebevollen Stalker die - egal wie sinnvoll, logisch und gar dokumentiert eine Botschaft sein mag - stereotyp einen orgasmusartigen Blitz abgeben 😊!

      Darfst du nicht ernst nehmen: Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter!
      34 4 Melden
  • Knächbläch 11.08.2016 11:56
    Highlight Von Anfang an wollten/brauchten wir billiges Öl. Bekommen haben wir unsägliches Leid unter der muslimischen Bevölkerung, welche sich gegenseitig abschlachtet, Dschihadisten, welche uns nicht mögen, sowie billiges Öl... Ich glaube nicht, dass die Rechnung aufgegangen ist (ausser für die Öl-Multis und Rüstungsunternehmen)
    38 8 Melden
  • Ignorans 11.08.2016 11:48
    Highlight VSA und Co. greifen ja schon seit Jahren in Syrien ein...
    14 7 Melden
  • Thomas Rohrer 11.08.2016 11:27
    Highlight Stoppt die Nato! Stoppt Drohnenangriffe! Stoppt Waffenlieferungen!
    34 31 Melden
    • Fabio74 11.08.2016 11:49
      Highlight Stoppr die CH Waffenlieferungen.
      Stoppt das Business mit diesenRegimes
      33 33 Melden
    • michiOW 11.08.2016 23:47
      Highlight Wow woe konstruktiv eure Vorschläge sind😍


      Nicht.😐
      2 7 Melden
  • Ivan der Schreckliche 11.08.2016 11:21
    Highlight Lieber Peter
    Wen siehts du dann als Alternative zu Assad, wenn man diesen "fallenlassen" muss? Ich sehe die totale Anarchie wie in Lybien bei einem Abdrängen Assads.
    Ausserdem errinere ich dich gerne daran, dass die Amis ohne rechtliche Grundlage Syrien bombardiert haben, dass schon vor den Russen, nur brachten die Angriffe wenig/keinen Fortschritt, und wieso der Islamische Staat überhaupt entstanden ist, ist auch ziemlich klar und wurde auch von verschiedenen Millitärs vorhergesehen, man hat ihn aber in Kauf genommen. Wenn sich jemand besonders schämen muss, dann ja wohl die Amische Politik?
    61 17 Melden
    • Peter 11.08.2016 11:37
      Highlight Man hat Libyen sich selbst überlassen und nun das Chaos. Deshalb muss man in Syrien eine tragfähige Allianz bilden aus "vernünftigen" Kräften des Regimes und der Opposition. Das ist leichter gesagt als getan, aber eine Alternative gibt es nicht, wenn man eine echte Aussöhnung will. Und das ewige Ami-Bashing finde ich nur öde.
      48 38 Melden
    • reaper54 11.08.2016 11:39
      Highlight Naja wenn man das Nachbarland anschaut da hat es auch nicht wirklich gut geklappt... Die USA sowie eeitere Westliche Länder haben es über 10 Jahre versucht und die Region ist noch immer sehr instabil. Wiso den Selben Fehler nocheinmal machen?
      34 7 Melden
    • Ivan der Schreckliche 11.08.2016 11:41
      Highlight Und das ewige Russland-Bashing nicht?
      53 14 Melden
    • The Destiny 11.08.2016 11:42
      Highlight @Peter, so wie man "vernünftige" Rebellen mit Geld, Ausbildung und Waffen unterstützt hat ?
      41 3 Melden
    • reaper54 11.08.2016 12:02
      Highlight Das ständige Russland und Ami Bashing ist vollkommen idiotisch beide Handeln nämlich sehr ähnlich. Nach ihren Geopolitischen interessen. Und beide unterstützen momentan nur Verbündete, die USA die Irakis die Russen Assad soweit so legitim oder? Das Generelle Problem ist, das der Westen vergessen hat wie Demokratie entsteht weil es bei uns eine Selbstverstänichkeit ist. Demokratie kommt nicht über Nacht angeflogen und ist auch nicht für alle Staaten geignet. Solange diese Erkentiss sich nicht durchsetzt wird immer wider der Selbe Fehler begangen werden.
      45 3 Melden
    • Tierra Y Libertad 11.08.2016 12:02
      Highlight @The Destiny An der Seite der Kurden. Die Unterstützung dieser durch Waffen, Geld und Ausbildung wurde unter Druck der Türkei natürlich sofort gestoppt und al-sham gegeben. :)
      12 16 Melden
    • Lami23 11.08.2016 12:19
      Highlight reaper54: Nicht geklappt? Man hatte es gar nicht erst versucht. Es gab keinen Plan. Darum gibt es dieses mal schon noch Möglichkeiten, es besser zu machen.
      12 3 Melden
    • Peter 11.08.2016 14:47
      Highlight Genau, man kann es besser machen. Und wenn man Amerika einen Vorwurf machen kann, dann ist es der Irrglaube, mit dem Sturz von Diktatoren demokratische Verhältnisse schaffen zu können. Da sind die Russen konsequenter: Sie wollen einfach ihren Verbündeten stützen.
      18 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 19:14
      Highlight @Peter. Kaum schreibt man kritische Kommentare über die USA ist es Bashing. Man sieht ja wie weit es kommt wenn man nie die Eier hat mal die Wahrheit zu sagen, es geht immer so weiter. Eigentlich wären kritische Kommentare ja euer Job, jedoch wird heute nur noch vom Nachbar abgeschrieben, eigene Meinung Fehlanzeige.
      10 2 Melden
    • Beobachter24 11.08.2016 21:36
      Highlight @Peter Blunschi

      Was Sie "Ivan dem Schrecklichen" vorschlagen ist ja nichts neues. Klingt theoretisch auch gut.
      Offen bleibt halt, wer von der Opposition "geeignet" wäre und von einer Mehrheit der Syrer akzeptiert würde. Und die "vernünftigen Kräfte des Regimes" ... das ist äusserst vage. Das Regime besteht nun mal zuallererst aus Assad selber plus einem "innerem Zirkel", dem er vertraut.
      Könnten Sie das präzisieren?

      Insbesondere die erste Frage ist schon mehrere Jahre alt. Und eine präzise Antwort darauf habe ich bisher noch *nirgends* gelesen.
      Was nicht heisst, dass es sie nicht gibt.
      7 0 Melden
    • Soli Dar 11.08.2016 22:04
      Highlight Wer glaubt den USA sei es lediglich stets lediglich um heroische "demokratische Verhältnisse" gegangen, glaubt wohl auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann. So manch demokratisch gewählte Regierung wurde von USA/NATO und deren Geheimdienste gestürzt und erst recht durch Diktaturen (Iran, Irak, Afghanistan, Chile etc.) ersetzt. Dabei ging es weniger um "demokratische Verhältnisse" als um Absatzmärkte, loyale Regime und Rohstoff-Ausbeutung. Zudem unterstützt die USA, wieder besseren Wissens, ebenfalls ihre Verbündeten Israel, Türkei, Katar, Saudis etc. egal was die tun!
      11 1 Melden
    • Peter 12.08.2016 09:55
      Highlight @Beobachter24 Wenn ich das Rezept zur Lösung des Syrien-Konflikts hätte, würde ich wohl den Friedensnobelpreis erhalten. Nach mehr als fünf Jahren Krieg ist es in der Tat nicht einfach, vernünftige Akteure zu finden. Der syrische Nationalrat in Istanbul ist notorisch zerstritten und hat kaum Rückhalt in der Bevölkerung. Aber was soll man sonst machen? Man muss es versuchen. Ich beneide die Unterhändler jedenfalls nicht um ihren Job.
      3 5 Melden
    • Peter 12.08.2016 10:02
      Highlight Im übrigen geht mir dieses Schwarz-Weiss-Denken betreffend die USA so was von auf den Sack. Ja, die Amis haben in den letzten Jahrzehnten viel Mist gebaut. Vor allem der Irak-Krieg war unverzeihlich. Allerdings ist mir neu, dass es in Afghanistan und im Irak "demokratische Regime" gab. Die Realität ist nun einmal nicht schwarz oder weiss, sie besteht aus vielen Grautönen. Aber eben, wer die USA differenziert beurteilt, hat "keine Eier". So einfach ist die Welt.

      Armselig. Einfach nur armselig.
      6 9 Melden
    • Lami23 12.08.2016 10:35
      Highlight Grundsätzlich kann man sagen, die USA wollte sich unter dem Deckmantel der Demokratiebringung bereichern, oder sie sind aussenpolitisch äussrst ungeschickt. Gerade im Moment verstehe ich aber, dass sie nicht weiterkommen, die Situation scheint unlösbar/unberechenbar. Aber ich meine die Idee mit Assad, nachdem sie zuvor zwei mal kläglich gescheitert war? Autsch. Aber eben, andere haben auch nicht viel klügeres gemacht.
      Unverzeihlich sind für mich aber die Iransanktionen, obwohl ein entgegenkommen signalisiert wurde und Abu Ghuraib.
      6 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.08.2016 10:56
      Highlight @Peter. Tja soch kann man es auch nennen. Die Amis haben mit ihrer Politik, Millionen von Menschen getötet und du erzählst hier von sie haben viel Mist gebaut. Das einzige was Armselig ist, sind Leute die Tatsachen verdrängen und alles schöner reden.
      11 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.08.2016 11:08
      Highlight @Peter. Für den Friedensnobelpreis braucht man nur eine Rede mit ein paar Lügen, schönfärbereien und eine Portion heisse Luft siehe Obama (euer Messias). Aber das ist für einen Journalisten der sein Geld damit verdient sicher kein Problem.
      9 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.08.2016 11:17
      Highlight @Peter. "Im Irak und Afghanistan gab es keine Demokratischen Werte". Gibt es den jetzt Demokratische Werte?. Wo sind den die Demokratischen Werte in Saudi Arabien?, dort stört es doch auch niemand. Die USA interessiert einen Sch.... für Demokratische Werte.
      "Die Realität ist nun einmal nicht schwarz oder weiss". Was ist dann die Realität nach Blunschi, Die USA bombardieren den Irak, aber ist ja nicht so schlimm, es hat ja nur hundertausende Moslems getötet, die interessiert sowieso keinen.
      7 1 Melden
    • Peter 12.08.2016 11:39
      Highlight So einfach ist das also mit dem Friedensnobelpreis. Was sagt wohl Liu Xiaobo dazu, der in einem chinesischen Knast schmort? Oder die Ärzte ohne Grenzen, die ihr Leben riskieren, um das anderer Menschen zu retten? Es gab (zu) viele fragwürdige Preisträger. Aber auch hier gilt: Die Welt ist nicht schwarz-weiss.
      2 4 Melden
    • Beobachter24 12.08.2016 19:42
      Highlight @Peter Blunschi

      Inhaltlich liegen wir oft genug weit auseinander, das soll hier jetzt aber nicht das Thema sein.

      Ich bedanke mich für ihre Antwort.
      Ich zolle Ihnen grossen Respekt dafür, dass Sie sich der Diskussion mit den "Kommentierenden" stellen.
      (knicks)
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.08.2016 22:36
      Highlight @Peter. Man ist für oder gegen Krieg, ganz einfach. Die Welt ist schwarz-weiss. Man kann natürlich auch sagen die Welt ist blau, damit man sich nicht mit schwarz und weiss beschäftigen muss.
      1 0 Melden
    • Peter 12.08.2016 22:37
      Highlight Keine Ursache. Als nicht mehr ganz junge Journi musste ich mich erst daran gewöhnen, von der Einweg-Kommunikation wegzukommen und mit dem Publikum zu diskutieren. Inzwischen schätze ich es.
      4 1 Melden
  • reaper54 11.08.2016 11:14
    Highlight Aus welchem Grund werden Assad und die Russen so verteufelt? Besonders Traurig und ein Absoluter Tiefpunkt ist der Vergleich man müsse zwischen Islamisten sowie Assad entscheiden und die Entscheidung fällt zu Gunsten der Islamisten WTF?! Unter Assad ging es Syrien gut Europa und andere Länder wollten jedoch den Arabischen Frühling um ihnen unbeliebte Diktatoren abzusetzen. Das ist nun das Resultat...
    60 20 Melden
    • Hayek1902 11.08.2016 12:12
      Highlight Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell die Leute vergessen. Jetzt unabhängig von der ganzen Situation und was jetzt wirklich weniger schlimm ist, Assad ist ein Drecksack. Der liess mit Schiffsartillerie auf friedliche Demonstranten schiessen und hat so den Bürgerkrieg ausgelöst. Hier ein zwei Jahre alter Artikel , sicher nicht vollständig http://www.spiegel.de/politik/ausland/verbrechen-in-syrien-assads-suendenregister-a-944733.html
      25 19 Melden
    • Lami23 11.08.2016 12:24
      Highlight Aus welchem Grund? Lies mal nach, was Assad alles so gemacht hat. Er muss weg, daran gibt es keinen Zweifel, aber die Art, wie man ihn "entfernen" wollte, war einfach nur unüberlegt.

      http://www.srf.ch/news/international/lieber-die-pest-assad-als-die-cholera-radikale-islamisten

      vom februar.
      21 9 Melden
    • reaper54 11.08.2016 12:33
      Highlight Natürlich ist er ein Arschloch, lustigerweise (und das Gilt für alle Nationen) interessiert man sich immer nur für die Arschlöcher die man gerade nicht gern hat...
      Und wenn man das Land ansieht war es sehr Lange ein Friedliches Kultiviertes und Wirtschaftliches Land. Dieses Gleichgewicht wurde von aussen (durch den Arabischen Frühling) vernichtet. Und im endeffekt ist auch nach dem Krieg ein starker Assad besser als diverse islamistische splittergruppen.
      17 9 Melden
    • Lami23 11.08.2016 12:55
      Highlight Lustigerweise? Eher logischerweise. Dieses Muster wiederholt sich seit Jahrzehnten. Ein Diktator der ungemütlich wird. Erster Schritt: In den Medien so schlimm darstellen, bis ihn die ganze Welt hasst (und bei den folgenden Interventionen weniger Abscheu empfindet) Schritt 2: Unter dem Dekmantel, Demokratie bringen zu wollen, das Land destabilisieren, tote Zivilisten, schlechtere Bildung und Gesundheitsversorgung inklusive. Der Irak und Lybien danken.
      22 9 Melden
    • opwulf 11.08.2016 13:12
      Highlight Hayek1902: Ich hab hier ein gutes Interview welches vor einiger Zeit im Tagesanzeiger erschienen ist:

      http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Es-gibt-keinen-Grund-uns-Christen-zu-hassen/story/18980662
      10 0 Melden
    • rodolofo 11.08.2016 20:52
      Highlight Die Kommentare sagen sehr viel über deren Verfasser aus...
      Tatsächlich werden nur Syrer verstehen, was in ihrem Land vor sich geht! Und weil sie sehen, dass die einheimischen Militärköpfe, verbündet mit ausländischen Militärköpfen, ihr geliebtes Land in Schutt und Asche bomben, sind sie geflüchtet!
      Sie haben sehr gut verstanden, dass Menschen in Syrien nichts mehr gelten! Es geht um Territorien und um Bodenschätze für die Idioten, welche blind sind für den grössten Reichtum von Syrien: Die Kinder und diese wunderbaren Menschen, die sogar auf ihrer Flucht noch lachen können!
      Sie kommen zu uns.
      7 1 Melden
    • _kokolorix 11.08.2016 21:30
      Highlight Assad und die Russen werden nicht verteufelt, sie werden wegen ihrer Taten kritisiert, genau so wie die Amis und die Franzosen
      6 5 Melden
    • michiOW 11.08.2016 23:53
      Highlight @rodolfo

      Jeder Wert ist subjektiv...
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 10:59
    Highlight Welches Regierungsoberhaupt oder welcher Industriemagnat ist weder Psychopath, noch Soziopath, noch Narzisst? Kann mir jemand welche nennen?

    Denn laut Psychologie sind es die Rücksichtslosesten, die es bis an die Spitze schaffen.
    30 19 Melden
    • reaper54 11.08.2016 11:23
      Highlight Obama :)
      und ich glaube im Bundesrat trifft dein Beschrieb auch sehr gut auf alle Mitglieder zu ;)
      26 10 Melden
    • Hayek1902 11.08.2016 12:15
      Highlight laut psychologie sind psychopathen in hohen ämtern nur übervertreten, aber weit weg von der Mehrheit. Aber heutzutags ist ja jeder, den man nicht mag, ein Psychopath, Soziopath, Nazi, Gutmensch, und und und.... Des Weitern: Wie wollen sie gemäss DSM-5 eine Ferndiagnose stellen? Eine narzistische Veranlagung (bsp Trump) ist noch lange keine narzisstische Persönlichkeitsstörung.
      19 2 Melden
    • _kokolorix 11.08.2016 21:34
      Highlight Das ist auf jeden Fall zu hart, Rhabarber.
      Es gibt eine ganze Menge Politiker und Industrielle die ganz in Ordnung sind. Von denen hört man nur nie was. Was ist schon sexy daran jeden Tag seine Arbeit so gut wie möglich zu machen ...
      5 0 Melden
  • Angelo C. 11.08.2016 10:58
    Highlight Eine realistische Analyse...

    Wir haben uns auch für Aleppo und die Nachfolgeexzesse nach dem ins Gerede geratenen "arabischen Frühling" keineswegs zu schämen, die Schweiz hat weder Syrien noch den Rebellen direkt Waffen geliefert, wir sind auch nirgends direkt beteiligt. Wobei die Lage in Aleppo zugegebenermassen entsetzlich ist.

    Es ist davon auszugehen, dass Assad diesen Krieg letztendlich gewinnen wird, und er hat ihn nicht selbst verschuldet, die Rebellen haben ihn vom Zaun gebrochen.

    Ein massives Eingreifen der USA könnte den Dritten Weltkrieg bedeuten, das würde Putin nicht schlucken.
    56 15 Melden
    • GeorgOrwell 1984 11.08.2016 11:10
      Highlight Natürlich müssen wir uns schämen,"indirektes Morden, Unterlassene Hilfeleistung" etc etc... Weg mit den Rosabrillen, nennen wir die Sachen beim Namen... Mord, Dezimierung etc
      14 38 Melden
    • Tierra Y Libertad 11.08.2016 11:18
      Highlight Bin mit dir eigentlich einverstanden, aber wenn man Waffen an Saudi Arabien liefert, muss man sich nicht wundern, wenn die bei al-nusra landen...
      Man sollte Waffenexporte nach Saudi Arabien, Katar & co unterbinden.
      60 7 Melden
    • Tooto 11.08.2016 11:21
      Highlight Ja, weder Syrien noch Rebellen direkt Waffen geliefert. Aber den VAE immer und immer wieder. Und dass die die wohl übelsten Player dort unten sind, scheint niemanden zu interessieren.
      Bei denen gilt auch das Köpfen als Tradition, nur beim IS ist es böse ;)
      GeorgOrwell hat es auf den Punkt gebracht. Weg mit den Rosa Brillen!
      20 19 Melden
    • GeorgOrwell 1984 11.08.2016 11:26
      Highlight Bin gleicher Meinung, nur Saudis sind Verbündete der USA und wenn die Saudis Leute köpfen, hören wir nichts hier in Europa, weil wir in der EU alle die Schafe von USA sind, das wird solange gut gehen, solange es einen oder mehrere gemeinsame "Feinde" hat, wenn das nicht mehr so ist, werden sich "Fälle" wie VW-Skandal und UBS-Skandal vermehren, denn irgendwie muss ja die USA auch ans Geld kommen...
      19 25 Melden
    • Maett 11.08.2016 11:35
      Highlight @Angelo C.: genau deshalb sollte u.a. auch die USA Assad stützen und konsequenter gegen den IS und deren Glaubensbrüder (die Rebellen) kämpfen, statt denen Waffen zu liefern, was den Konflikt erst verlängert hat - gleichzeitig muss sie sich endlich von Saudi-Arabien und den Kataris lossagen, die diesen Konflikt mithilfe der von ihnen unterstützen Rebellen erst losgetreten haben.

      Ein Syrien mit Assad ist nun mal vorerst die beste Lösung.

      Aber das Ansehen und Geopolitik zählen vermutlich mehr als Menschenleben...
      27 3 Melden
    • Fabio74 11.08.2016 11:51
      Highlight Aber indirekt via VAE und Saudi Arabien
      6 9 Melden
    • Angelo C. 11.08.2016 12:09
      Highlight Maett :

      100ig richtig, Realpolitik nennt man sowas 👍!

      Heute verderben zuviele verschiedene Köche den Brei, dadurch ist ein Ende derzeit nicht absehbar.

      Übermütige Rebellen haben im Anschluss an diesen politisch verhängnisvollen arabischen Frühling nach der Macht gegriffen, dies nicht sehr wählerisch mit den Mitteln.

      2 syrische Ingenieure in meiner näheren Nachbarschaft äussern explizit, dass es unter dem Regime Assads genausowenige Tote und Vertriebene wie im Irak unter Saddam gegeben hat, unnötige Aufstände und von den Amis inszenierte Kriege hätten katastrophale Auswirkungen gehabt.
      23 3 Melden
    • TobaFett 11.08.2016 12:41
      Highlight Ja, Assad hat den Krieg nicht gestartet. Er hat ja nur mit Kugeln auf Demonstrationen geantwortet...
      8 20 Melden
    • GeorgOrwell 1984 11.08.2016 14:04
      Highlight ? okay, sagen wir Assad ist böse, wo sind nun die "Westlichen Werte?" es sterben täglich Kinder entweder durch Assad, durch den IS oder ertringen auf dem Weg in die vermeintliche "Freiheit". Wo sind nun unsere Werte und das Völkerrecht?
      8 5 Melden
    • Maett 11.08.2016 14:46
      Highlight @TobaFett: er hat keine feindlichen Truppen ins Land geholt. Sie haben vergessen, dass diese "Rebellen" keine Syrer sind!

      Die Demonstrations-Geschehnisse sind nicht schön, man darf aber nicht vergessen, dass Assad Sorge vor einem arabischen Frühling in seinem Land hatte, und dementsprechend reagiert hat (mit unseren Werten ist das natürlich nicht zu vereinbaren).

      Dennoch ist Assad weitaus (weitaus!) besser, als jede andere Alternative.
      18 2 Melden
    • _kokolorix 11.08.2016 21:43
      Highlight Für die Waffen- und Goldgeschäfte mit etlichen zwielichtigen Gestalten der Weltpolitik sollten wir uns schon schämen.
      Das Assad den Krieg nicht provoziert hat ist auch eine äusserst gewagte Aussage. Das gezielte Beschiessen von Demonstranten zeugt auf jeden Fall nicht von der friedlichen Gesinnung der Assad Getreuen.
      Ob es besser geworden wäre, hätte er damals einfach faire Wahlen durchgeführt und das Ergebnis akzeptiert, wage ich zu bezweifeln. Aber er hätte sich mit Anstand zurückziehen können. Wer aber Fassbomben auf Wohnquartiere werfen lässt hat jede Legitimation verloren
      2 2 Melden
  • Maragia 11.08.2016 10:54
    Highlight "Ohnehin scheuen Amerikaner und Europäer vor einem militärischen Eingreifen ohne Mandat des UNO-Sicherheitsrats zurück"
    Und warum? Weil ein sonstiges Eingreifen völkerrechtlich als Kriegserklärung verstanden wird und nicht zulässig ist. Amerikaner und Nato haben ohne ein UNO Mandat gar nichts in Syrien zu suchen. Ist das denn so kompliziert zu verstehen??
    48 7 Melden
    • Peter 11.08.2016 11:33
      Highlight Offenbar schon. In den Irak sind die USA und ihre Alliierten ohne UNO-Mandat einmarschiert. Was dabei herauskam, wissen wir.
      35 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 12:43
      Highlight Maragia/Peter: Und was dabei herauskam, wissen wir auch: ..."Ist der Nato-Einsatz ohne Uno-Mandat völkerrechtswidrig? Jugoslawien klagt vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag auf sofortige Einstellung der Luftangriffe."
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13436416.html
      6 0 Melden
    • Maragia 11.08.2016 12:43
      Highlight Jepp, eben leider!
      3 0 Melden
    • Gino Brenni 11.08.2016 12:59
      Highlight Nun, Peter, wenn du das so kommentierst, macht deine erste Aussage im Artikel ja noch weniger Sinn: sie verdeckt ja gerade den Umstand, dass die USA immer wieder ohne UNO-Mandat in Länder einmarschiert sind.
      4 1 Melden
    • Peter 11.08.2016 14:49
      Highlight Könnte es sein, dass USA und Europa in diesem Fall klüger geworden sind? Ich frage nur ...
      7 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 15:11
      Highlight Peter, nein. Die sind momentan knapp bei Kasse. Betonung auf "momentan".
      6 1 Melden
    • Peter 11.08.2016 15:49
      Highlight Früher waren leere Kassen ein Grund FÜR Krieg, nicht dagegen. Aber jedem seine Verschwörungsfantasie.
      5 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 18:09
      Highlight Ja früher...
      Es ist ja nicht so, dass die US-Staaten momentan keine Kriege führen. Aber neue Kriege anzetteln, ob das die Papiergelddruckmaschine aushält?

      http://live-counter.com/staatsverschuldung-usa/

      https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2014/12/11/letter-president-six-month-consolidated-war-powers-resolution-report

      So, und nun muss ich meinen Aluhut neu ausrichten.
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 10:49
    Highlight Der „verhasste Diktator“ hat/hatte mehr Rückhalt in der Bevölkerung als Merkel in Deutschland.
    Soll man jetzt in Deutschland einen bewaffneten Regime-Change anzetteln?
    Ist es nicht das Recht der legitimen Regierung, sich Hilfe zu holen gegen dschihadistische, vom Westen mit Geld und Waffen versorgte Invasoren?
    Man muss sich die selbe Situation einfach mal in einem westlichen Land vorstellen und die Vorzeichen umkehren, dann merkt man erst wie Absurd der Artikel ist.
    49 22 Melden
    • Hoppla! 11.08.2016 11:12
      Highlight Really? Du vergleichst eine Diktatur, wo z.B. in Nordkorea offiziell auch 100% den Genossen Kim lieben, mit einer Demokratie bei der das Staatsoberhaupt abgewählt werden kann?

      Assad ist momentan leider wohl das kleinere Übel. Aber "ich mal mir die Welt wie sie mir gefällt" ist auch nicht sehr sinnvoll.

      P.S.: Von "bewaffnet" kann zu Beginn der Proteste nicht die Rede sein.

      P.S. 2: Sehr guter Artikel!
      22 25 Melden
    • silverback 11.08.2016 11:28
      7 4 Melden
    • The Destiny 11.08.2016 11:46
      Highlight @Hoppla!, zu beginn hat auch niemand auf die Protestanten geschossen...
      8 11 Melden
    • 420bpkrf 11.08.2016 12:22
      Highlight @The Destiny Das Vorgehen gegen die *Protestierenden war schon brutal. Aber lieber Assad als islamistische Rebellen!
      6 2 Melden
  • x4253 11.08.2016 10:43
    Highlight Statt Waffen nach dem Giesskannenprinzip zu verteilen, hätte man sich besser um eine wirkungsvolle Flüchtlingspolitik gekümmert. So ohne Drama und Polemik.
    Aber wer hätte auch ahnen können, dass unter den Rebellen auch islamistische Extremisten sind.
    15 16 Melden
    • GeorgOrwell 1984 11.08.2016 11:02
      Highlight Hauptsache die "Oelfelder" sind gesichert und die Munition wird verbraucht... jetzt können wir (der Westen) uns zurücklehnen und uns freuen, dass wir günstiger tanken und weiterhin günstig in die Ferien gehen können... Ist zum weinen, dass es immer noch Leute gibt, die so tun, als ob sie nichts dazu beigetragen hätten... Siehe politischen Rechtsrutsch in Europa und den Hass gegen Asylsuchende...
      19 22 Melden
    • Maett 11.08.2016 14:52
      Highlight @GeorgOrwell 1984: "der Westen" ... pf. Dieser Clique fühle ich mich nicht angehörig. Zynisch, egoistisch, brutal; das passt am besten in den Wertekatalog.

      Wir haben uns immer aus allem rausgehalten, was der Westen hervorgebracht hat. Aus der NATO, dem 2. WK, der EU, lange auch aus der UNO. Deshalb sehe ich nicht ein, weshalb ich mir ein schlechtes Gewissen aufschwatzen lassen muss (kommen Sie mir nicht mit den wenigen Waffenexporten).

      Asyl können wir gerne gewähren, aber das tun wir ja auch nicht, unsere Regierung will gleich auch Bürger daraus machen. Kein Wunder gibt's einen Rechtsrutsch.
      8 2 Melden

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