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«Tat minutiös und über lange Zeit geplant»: Schwedischer «Masken»-Arzt muss 10 Jahre in den Knast



Ein schwedischer Arzt hat eine Frau tagelang in einem bunkerartigen Verlies gefangen gehalten. Nun verurteilte ihn ein Gericht in Stockholm zu zehn Jahren Gefängnis.

«Grund für die lange Strafe ist, dass der Arzt die Tat minutiös und über lange Zeit geplant hat», teilte das Gericht am Dienstag mit. Das Gericht besichtigte bei einem Ortstermin den Bunker und kam zu der Überzeugung, dass die Entführung «lange Zeit» hatte dauern sollen, wie der Arzt es dem Opfer gegenüber auch angekündigt hatte.

«Schwedens Josef Fritzl»

Mangelnde Beweise für Vergewaltigung

Ausserdem muss der Mann 180'000 Kronen (rund 21'000 Franken) Schadenersatz an die junge Frau zahlen. Von dem Vorwurf der Vergewaltigung sprachen die Richter den Schweden mangels Beweisen frei.

Sie sahen es dagegen als erwiesen an, dass der Arzt sein Opfer bei einem romantischen Date in dessen Wohnung in Stockholm mit präparierten Erdbeeren betäubt hatte. Danach habe er die Frau in den Bunker im südschwedischen Schonen gebracht, den er zu diesem Zweck über Jahre gebaut hatte.

«Traumfrau»

Im Prozess hatte der Arzt das damit begründet, dass er eine Freundin haben wollte. Die Entführte sei «seine Traumfrau» gewesen, hatte die Verteidigerin des bei seinem Chef beliebten und angesehenen Mediziners gesagt.

Sein Opfer verbarg vor Gericht seinen Kopf hinter einem Schal. Der jungen Frau geht es nach Angaben ihres Anwalts «sehr schlecht». Sie finde es unerträglich, ihrem Peiniger erneut zu begegnen.

Wie ein Gartenhäuschen

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der 38-Jährige geplant, die Frau für Jahre auch als Sexpartnerin in dem licht- und schallisolierten Verlies gefangen zu halten. Der Bunker wirkte von aussen wie ein unscheinbares Gartenhäuschen. Er ging aber mit ihr zur Polizei, nachdem er herausgefunden hatte, dass ihre Freunde sie vermisst gemeldet hatten.

Der Mann gab an, eine psychische Störung zu haben. Nach Einschätzung der Richter ist diese aber nicht so gross, dass sie sich strafmildernd auswirken würde.

Medien hatten den Arzt nach Bekanntwerden des Verbrechens «Schwedens Josef Fritzl» getauft. Fritzl hatte seine Tochter in Österreich 24 Jahre lang in ein Kellerverlies gesperrt und missbraucht. (whr/sda/dpa/afp)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • amade.ch 23.02.2016 14:54
    Highlight Highlight "Der Bunker wirkte von aussen wie ein unscheinbares Gartenhäuschen. Er ging aber mit ihr zur Polizei, nachdem er herausgefunden hatte, dass ihre Freunde sie vermisst gemeldet hatten."

    Ich würde sagen, sie hatte Glück, dass sich der Bunker als so empathisch herausstellte.
    • Pana 23.02.2016 19:13
      Highlight Highlight Hier hat gerade jemand das Internet gewonnen :D
    • Menel 23.02.2016 20:33
      Highlight Highlight Made my day!!! 😘
  • Human 23.02.2016 14:53
    Highlight Highlight Das ist so krank... ich hoffe der kommt nach 10 Jahren nicht einfach wieder frei, wer weiss was der sich im Gefängnis noch alles zusammen fantasiert...

    Das der nicht ganz dicht ist zeigt aber ja schon die Tatsache das er ernsthaft geglaubt hat mit dem Opfer zur Polizei zu können und danach wieder mit ihr rauszuspazieren...
  • borinod 23.02.2016 14:50
    Highlight Highlight "Mangelnde Beweise für Vergewaltigung"
    Das ist mal wieder typisch. Wie soll man denn eine Vergewaltigung beweisen wenn Frau sich nicht ein paar Stunden später untersuchen lässt, was sie ja in ihrem Falle schwerlich konnte!? Warum wohl sperrt ein Mann eine Frau in ein Verliess?
    Immerhin bekommt er 10 Jahre. Für eine Vergewaltigung bekäme er wahrscheinlich sowieso höchstens 6 Monate.
    • Bijouxly 23.02.2016 16:03
      Highlight Highlight Das nennt man Rechtssicherheit. Man kann nicht einfach jemanden für etwas verurteilen, das man für eine logische Schlussfolgerung hält. Anhand von Beweisen verurteilt man Personen und das ist bei einer Vergewaltigung sehr wohl möglich, denn wenn er tatsächlich beabsichtigt hat, sie jahrelang gefangen zu halten, hätte er sich auch nicht die Mühe gemacht, keine Spuren zu hinterlassen. Wir leben gottlob in einem Staat, in dem Rechtssicherheit herrscht!
    • azoui 23.02.2016 16:54
      Highlight Highlight "Von dem Vorwurf der Vergewaltigung".
      Vorallem wenn man an den Fall Julian Assange denkt, da reichte ein geplatztes Kondom für den Vorwurf der Vergewaltigung. Seltsames Verhalten von der schwedischen Justiz.

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