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Nach Raub von 100kg-Goldmünze: Die 13 Verdächtigen gehören zu arabischem Familienclan

12.07.17, 16:10 12.07.17, 17:55

Der spektakuläre Diebstahl einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum ist vermutlich aufgeklärt: Bei einer Razzia nahm die Polizei am Mittwoch vier Heranwachsende fest, dazu gibt es weitere neun Tatverdächtige, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Alle Verdächtigen entstammen einem arabischen Familienclan.

Die «Big Maple Leaf» wurde am 27. März entwendet. Bild: AP/dpa

Von der gestohlenen kanadischen «Big Maple Leaf» gibt es dagegen keine Spur – sie dürfte wohl in Stückchen zerteilt und verkauft worden sein.

Der beim Berliner Landeskriminalamt (LKA) für den Fall zuständige Carsten Pfohl sagte: «Meine Hoffnung, dass wir die Münze auch nur in Teilen finden, ist leider relativ gering.» Die überdimensionale Goldmünze gehörte zur Sammlung des Münzkabinetts und hat einen Nennwert von einer Million in kanadischen Dollar (748'000 Franken). Der Materialwert des Goldes soll laut den Ermittlern bei umgerechnet rund 4 Millionen Franken liegen.

Razzia im Berliner Stadtteil Neukölln. Bild: ALEXANDER BECHER/EPA/KEYSTONE

Zeitgleiche Razzia an 14 Orten

Die Polizei schlug bei ihrer Razzia zeitgleich an 14 Orten zu, ein grosser Teil davon befand sich im Stadtteil Neukölln. Dort wurde auch in der Sonnenallee das Geschäft eines Juweliers durchsucht, dieser soll als Hehler am Weiterverkauf des Golds beteiligt gewesen sein.

Diese Schubkarre liessen die Täter stehen. Bild: EPA/BERLIN POLICE

Den Angaben zufolge entdeckten die Polizisten bei der Razzia vier scharfe Schusswaffen mit Munition, ausserdem seien ein niedriger sechsstelliger Bargeldbetrag und fünf Autos beschlagnahmt worden.

Alle Tatverdächtigen gehören zu arabischem Familienclan

Wie Staatsanwältin Martina Lamb sagte, zählen die Tatverdächtigen zu einem grossen arabischen Familienclan. Dessen Mitglieder seien wegen einer Reihe Straftaten, darunter schwerer Bandendiebstahl und auch Gewaltdelikte, polizeibekannt. Während die vier Festgenommenen mit einem Alter von 18 bis 20 Jahren juristisch noch als Heranwachsende gelten, seien die anderen Verdächtigen zum Teil deutlich älter.

Ein über ein Subunternehmen seit März im Bode-Museum arbeitender, mit den Tatverdächtigen persönlich bekannter Mann soll diesen den Hinweis auf die Goldmünze gegeben haben. Wie Lamb sagte, unternahmen die mutmasslichen Diebe in den zehn Tagen vor dem Diebstahl bereits zwei Versuche, die Münze zu stehlen.

Videoaufnahme vom 27. März zeigt drei Tatverdächtige bei der Berliner Bahnstation Hackescher Markt.  Bild: EPA/BERLIN POLICE

Der dritte Versuch klappte

Videomaterial zeige, dass sie am 17. und 21. März über den S-Bahnhof in das Bode-Museum eingestiegen seien. Am Tattag, dem 27. März, seien sie dann wiederum über die S-Bahntrasse eingestiegen. Dabei könnten sie von einem Wachmann Hilfe bekommen haben. Gegen diesen bestehe ein Tatverdacht, der aber noch erhärtet werden müsse.

«Das Eindringen verlief in allen Fällen unproblematisch», sagte LKA-Ermittler Pfohl. Als Hilfsmittel nutzten die Diebe eine Leiter, eine Schubkarre und ein Seil.

Münze aus grosser Höhe fallen gelassen

Wie Pfohl weiter sagte, kann die Münze, selbst wenn sie noch vollständig wäre, nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand sein. Die Diebe hätten sie auf ihrer Flucht zweimal aus grosser Höhe herunterfallen lassen, bevor sie sie in einem Auto abtransportiert hätten. Es sei wahrscheinlich, dass die Diebe die Münze «in sehr kleine Bruchstücke» zerlegt und dann verkauft hätten, sagte Pfohl.

Da die Tatverdächtigen polizeibekannt seien und auch schon häufig Besuch von der Polizei gehabt hätten, seien sie nicht so dumm, Beweismittel in ihren Wohnungen zu horten. Aus den Durchsuchungen in den 14 Objekten hätten sich aber Anhaltspunkte für weitere Massnahmen und Durchsuchungen ergeben – diese liefen am Mittwochnachmittag noch. (whr/sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 13.07.2017 12:40
    Highlight Schon interessant, dass manche Clans mehrere hundert Mitglieder haben und alle in Berlin wohnen. Frage: Wer erlaubt ihnen überhaupt, dass sie in Europa leben dürfen? Wer erlaubt ihnen, eigene Strukturen aufzubauen, denen der Staat nicht mehr Herr wird? Wer erlaubt Wählern, gegen das staatliche Versagen vorzugehen und dies anzumahnen, ohne dann wieder in die rechte Ecke gedrängt zu werden? Es ist ein Jammer, dass man immer wieder dieselben Fehler macht und sich einfach nicht traut, mal ein bisschen aufzuräumen.
    3 0 Melden
  • SilWayne 12.07.2017 16:57
    Highlight Was hat ein "Cro"-Video in diesem Artikel verloren?
    12 1 Melden
  • Alnothur 12.07.2017 16:38
    Highlight Passieren wird ihnen wohl wieder nichts, wie so oft bei den grossen Migrantenclans.
    25 5 Melden
  • vaste 12.07.2017 16:31
    Highlight Auch die 3. Generation dieser Geduldeten ist kriminell. Die Politik ist unwillig, die Gesellschaft wird verachtet und die Justiz ist quasi machtlos, da das Gesetz kaum Möglichkeiten bietet, um denen das Handwerk zu legen. Nein, sie zocken zusätzlich noch die Sozialhilfe ab. Als Normalo frage ich mich da: wie soll die Gesellschaft dieses Problem lösen? Passen die sich uns an? Oder passen wir uns irgendwann denen an?
    30 3 Melden

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