International

Von «Reichsbürger» angeschossener Polizist gestorben

20.10.16, 08:33 20.10.16, 08:54

Nach den Schüssen eines sogenannten Reichsbürgers bei einer Razzia im mittelfränkischen Georgensgmünd ist einer der verletzten Polizisten gestorben. «Er ist jetzt tatsächlich verstorben», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfrankens am Donnerstagmorgen.

«Das Polizeipräsidium Mittelfranken bedauert mitteilen zu müssen, dass der lebensgefährlich verletzte Beamte der Spezialeinsatzkräfte Nordbayern in den frühen Morgenstunden in einer Klinik in Folge seiner schweren Schussverletzungen verstorben ist», hiess es in einer Mitteilung. Am Mittwochabend hatte die Polizei den Tod des Beamten zunächst noch fälschlicherweise vermeldet.

Der 32 Jahre alte Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) war am Mittwochmorgen von dem 49-Jährigen angeschossen worden. Ein weiterer Beamter wurde bei dem Einsatz schwer und zwei Polizisten leicht verletzt. Der Täter konnte leicht verletzt festgenommen werden. Der 49-Jährige soll am (heutigen) Donnerstag einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt werden.

Der mutmassliche Täter ist Jäger. Er besitzt 31 Lang- und Kurzwaffen. Von den Behörden wurde er als nicht mehr zuverlässig eingestuft. Deshalb sollten ihm seine Waffen entzogen werden. Zuvor hatten die Behörden seinen Jagdschein und seine Waffenbesitzkarte als ungültig erklärt.

Der Fall im Überblick

Video: reuters.com

«Reichsbürger» erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Etliche Akteure sind nach Einschätzung von Verfassungsschützern auch in der rechtsextremen Szene aktiv. (sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 20.10.2016 09:35
    Highlight Ich bin nicht der grösste Polizeifreund, aber das ist ein trauriger Tag. Eine solch sinnlose Tat! Dieses ganze Nichtannerkennen der BRD mit diesen hirnrissigen Begründungen war bisher einfach peinlich. Nun musste ein 32 jähriger Beamte wegen dieser Besserwisserei von unbelehrbaren Realitätsverweigerern in Ausübung seiner Pflicht sterben, das ist einfach nur noch verstörend und traurig.

    Ich wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft in dieser schweren Zeit. Und hoffe dass der zweite Schwerverletzte durchkommt.
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