International

Der Kopenhagener Polizeisprecher Jens Möller Jensen bei einer Pressekonferenz am 7. Oktober 2017. Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Fall Peter Madsen: Ermittler finden Kopf und Beine von schwedischer Journalistin Wall

07.10.17, 10:50 07.10.17, 11:21

Rund zwei Monate nach der mutmasslichen Tötung der schwedischen Journalistin Kim Wall ist ihr abgetrennter Kopf gefunden worden. Wie die dänische Polizei am Samstag mitteilte, wurden zudem die Beine der Schwedin entdeckt.

Wall war nach einem Interview mit dem dänischen Tüftler Peter Madsen auf dessen U-Boot im August verschwunden. Madsen steht im Verdacht, die 30-Jährige ermordet zu haben, er selbst bestreitet dies.

Der Kopenhagener Polizeisprecher Jens Möller Jensen sagte, die Polizei habe einen Beutel mit den vermissten Kleidungsstücken der Journalistin gefunden und einen weiteren Beutel mit den Leichenteilen. «Gestern Abend hat unser Gerichtsmediziner bestätigt, dass es sich um Kim Wall handelt.»

Walls Torso war am 21. August in den Gewässern vor Kopenhagen gefunden worden. Die Journalistin hatte ein Interview mit Madsen auf dem U-Boot «UC3 Nautilus» geführt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem bekannten Tüftler vor, Wall dort ermordet, ihre Leiche zerstückelt und diese anschliessend versenkt zu haben.

Vor Gericht sprach Madsen dagegen von einem Unfall. Der Schwedin sei die 70 Kilogramm schwere Ladeluke des U-Boots auf den Kopf gefallen. Sie sei sofort tot gewesen. Er habe die Leiche in Panik über Bord geworfen, sie aber nicht verstümmelt. In dem gesunkenen U-Boot waren Blutspuren der Reporterin gefunden worden. (viw/sda/afp/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen dieser Basler Fussball-Reporter nach ihrer falschen Prognose? Unbezahlbar

«Vorwärts Marsch!» – hier findest du die schönsten Laternen des Morgestraichs

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Fussball-England spottet über diese krakelige Abseitslinie – jetzt reagiert die Firma

Wie der KIKA ins Visier prüder Rechtskonservativer geriet

Federer über Ziele, Rekorde und die Nr. 1: «Es wäre grossartig, auf 100 Titel zu kommen»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wehrli 08.10.2017 11:23
    Highlight Das er da keine Bessere Geschichte zusammentüftn konnte ...
    8 0 Melden
  • just in case 07.10.2017 23:14
    Highlight Komisch aber das Foto dieser Frau mit Verbindung mit Details wie sie umgekommen ist, erinnert mich an irgendein Krimifilm.
    Ist sie eine kontroverse Figur aus den Journokreisen? Oder ist das foto fotoshoped?

    1 5 Melden
  • Mutzli 07.10.2017 22:22
    Highlight Was noch fehlt, ist der Hinweis, dass keine Verletzungen am Kopf gefunden worden sind, jedoch Messerverletzungen an anderen Körperteilen. Link: https://www.theguardian.com/world/2017/oct/07/police-find-head-of-murdered-swedish-journalist-kim-wall
    27 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.10.2017 19:56
    Highlight Die ganze Leiche über Bord geworfen die sich dann von Geisterhand im Wasser zerstückelt und sich selbst in Beutel einpackt. Gute Idee Madsen..
    34 3 Melden
  • Der müde Joe 07.10.2017 17:21
    Highlight Untersuchungen am Kopf von Wall werden jetzt zeigen, ob Madsen gelogen hat oder nicht.
    16 14 Melden
    • Rendel 07.10.2017 18:22
      Highlight Er lügt so oder so, oder wer soll eine Wasserleiche finden, sie zerstückeln und dann in Tüten packen und wieder ins Wasser werfen.
      35 7 Melden
  • pamayer 07.10.2017 11:33
    Highlight Unfall...

    Sehr unglaubhaft. Hätte Polizei und Sanität rufen müssen, wenn alles sauber gewesen wäre.
    69 1 Melden
    • Angelo C. 07.10.2017 15:30
      Highlight Zudem hätte diese Falltüre die Frau wohl kaum in mehrere einzelne Stücke zerlegt, die er dann so - in der Hoffnung sie würden durch Haie gefressen werden - tranchiert ins Meer geschmissen hat 🤔!
      63 3 Melden
    • Rendel 07.10.2017 22:53
      Highlight Wer Haie füttern will, packt das Futter nicht in Tüten.
      5 6 Melden
    • Angelo C. 08.10.2017 15:27
      Highlight Rendel : Quatsch!

      Da er sie nach dem zerteilen im inneren und unteren Bereich (eines U-Bootes!) ja erst mal nach oben und aussen befördern musste, war das in Beuteln verpackt wohl praktischer und erlaubte (ohne alles zu verblutenj bedeutend besseren Transport.

      Kommt hinzu, dass Haie über sehr feine Riechorgane und zielführende Instinkte verfügen...
      8 1 Melden
    • Rendel 08.10.2017 22:05
      Highlight Ich glaub er Freude oder Befriedigung am Zerstückeln. Wenn man an die Videos denkt, die man gefunden hat. Mit Haien hatte das wenig zu tun.
      2 2 Melden
    • Angelo C. 09.10.2017 02:03
      Highlight Es geht hier nicht darum, ob er sie wohllüstig zerstückelt, sondern was er warum mit ihren Überresten getan hat, sie in Säcke portioniert an die Oberfläche transportiert und von dort im Meer entsorgt hat.

      Dass er dabei mehr an Raubfische als an anderes gedacht haben mag, liegt auf der Hand, denn in Luft aufgelöst hätten sich ihre Körperteile wohl eher nicht 😉!

      Doch einerlei, letztlich geht es primär darum, ob er sie ermordet hat, oder ob sie einem Unfall erlegen ist. Und bei Letzterem wäre wohl ein zerstückeln und entsorgen mit soviel Aufwand nicht zwingend gewesen...
      3 0 Melden

Die Unheimlichen Staaten von Amerika: Alle 60 Stunden ein Waffen-Vorfall an einer Schule

Parkland liegt rund 55 Kilometer nördlich von Miami. Rund 25'000 Einwohner zählt die Stadt. Und sie wurde im letzten Jahr zu Floridas sicherster Stadt gewählt. Jetzt wurde auch die sicherste Stadt Floridas brutal getroffen. Und in den USA zählt man mit Sorge die Zahl der Schul-Massaker.

Gemäss der Nonprofit-Organisation «Everytown for Gun Safety» war der Vorfall in Parkland bereits die 18. Schussabgabe an einer Schule im 2018. Das bedeutet, dass im laufenden Jahr in den USA alle 60 …

Artikel lesen