International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Dilma, raus!»: Zehntausende protestieren gegen Brasiliens Präsidentin

An anti-government demonstrator, dressed as Batman, holds a placard reading

Demonstranten auf der Copacabana.  Bild: RICARDO MORAES/REUTERS

In zahlreichen Städten Brasiliens sind am Sonntag Protestaktionen gegen die Regierung der linken Präsidentin Dilma Rousseff angelaufen. An Rios Copacabana versammelten sich Zehntausende Menschen. Auch in der Hauptstadt Brásilia machten sich Demonstrationszüge auf den Weg zum Kongress.

Viele Demonstranten kamen in Nationaltrikots und hatten Nationalflaggen und Trillerpfeifen dabei. Auf Schildern war zu lesen: «Dilma, raus!», «Korruption – wie lange noch?», «Amtsenthebung für Rousseff!».

Gegen Korruption und Misswirtschaft

Die zentrale Veranstaltung sollte in São Paulo stattfinden, wo die Organisatoren bis zu 200'000 Menschen erwarteten. Die Proteste richteten sich auch gegen Rousseffs Arbeiterpartei PT. Viele kritisierten den Korruptionsskandal beim staatlich kontrollierten Ölkonzern Petrobras. Aus der Petrobras-Kasse sollen auch Schmiergelder an Politiker und Parteien, darunter die PT, geflossen sein.

Schon 2013 hatte es wegen Korruption und Misswirtschaft massive Proteste gegen die Regierung gegeben. Damals waren bis zu eine Million Menschen auf die Strasse gegangen. (dhr/sda/dpa)



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 16.03.2015 10:04
    Highlight Highlight Hier läuft alles nach Schema F ab, wie überall in Lateinamerika. Alles wie gehabt. Immer wenn es gegen den Willen der privilegierten Oberschicht läuft, und erst recht gegen die Interessen der internationalen Konzerne, und das reicht auch schon im Ansatz, erlebt man derartige Inszenierungen. In der Politik wie auch in den dazu gehörigen Medien.
    0 2 Melden

Schüsse auf Westschweizer Journalisten in Favela in Rio 

Schrecksekunden für einen Sportjournalisten des Westschweizer Fernsehens RTS und seinen Kameramann in Rio: Nachdem sie das Navigationsgerät fälschlicherweise in die Nähe einer Favela geleitet hatte, wurde ihr Auto von einem Mann beschossen. Verletzt wurde niemand.

Die RTS-Medienstelle bestätigte am Dienstag Berichte der Freiburger Tageszeitung «La Liberté» und des Lokalsenders «Radio Freiburg». Demnach wollte der Journalist Marc-André Berset, der aus Rio de Janeiro für RTS über die …

Artikel lesen
Link to Article