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Gelbfieber-Ausbruch in Brasilien - Schon Dutzende Tote

21.01.17, 16:04 21.01.17, 16:27


FILE - In this Jan. 18, 2016 file photo, a researcher holds a container of female Aedes aegypti mosquitoes at the Biomedical Sciences Institute at Sao Paulo University in Brazil. On Thursday, May 19, 2016, the U.N. health agency convened an expert committee to consider whether the epidemic of yellow fever, an acute viral hemorrhagic fever, qualifies as an international public health emergency.  (AP Photo/Andre Penner, File)

Die Mücken sind das Problem. Bild: Andre Penner/AP/KEYSTONE

Ein Gelbfieber-Ausbruch mit bereits Dutzenden Toten beunruhigt die Menschen in Brasilien. Rund ein Jahr nach der landesweiten Zika-Epidemie ist erneut besonders der Bundesstaat Minas Gerais betroffen.

Das dortige Gesundheitsministerium habe in den letzten Wochen 272 Gelbfieber-Verdachtsfälle registriert, bis zu 71 Todesfälle seien auf die Virusinfektion zurückzuführen, berichtete das Portal «Folha de S. Paulo».

25 der Betroffenen sind demnach definitiv an der von der Moskitoart Aedes aegypti übertragenen Infektion gestorben, wie Laboruntersuchungen ergaben. Über zwei Millionen zusätzlich bereitgestellte Impfdosen sollen eine weitere Ausbreitung verhindern helfen.

Gelbfieber tritt in tropischen Gebieten auf beiden Seiten des Atlantiks auf. In Südamerika sind besonders Bolivien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien und Peru betroffen. Weltweit gibt es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich bis zu 200'000 Erkrankungs- und 60'000 Sterbefälle, die meisten davon in Afrika. Schon seit langem steht eine Impfung zur Verfügung, die für zahlreiche Länder empfohlen oder sogar bei der Einreise vorgeschrieben ist.

Viele Mücken

In den letzten Jahren hatte es kaum Gelbfieber-Fälle gegeben im fünftgrössten Land der Welt, das unter einer starken Ausbreitung von Aedes aegypti in den feuchtheissen Sommermonaten leidet. Im Vorjahr hatten sich nach Schätzungen bis zu 1.5 Millionen Menschen in Brasilien mit dem ebenfalls von diesen Mücken übertragenen Zika-Virus angesteckt, das bei schwangeren Frauen schwere Schädelfehlbildungen (Microzephalie) beim Embryo verursachen kann.

In diesem Jahr sind die Infektionszahlen stark zurückgegangen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass einmal Infizierte als immun gegen eine erneute Zika-Ansteckung gelten.

Gelbfieber-Infektionen sind in zwei Phasen gegliedert: Nach einer Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen treten zunächst allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Bei der Mehrzahl der Patienten schliesst daran die Genesung an.

In einigen Fällen jedoch folgt nach kurzer Besserung eine zweite Fieberperiode mit Blutungen, Erbrechen und Organschäden. Zu den typischen Zeichen zählt auch die Gelbsucht. Weiter können Krämpfe sowie Verwirrtheit die Krankheit begleiten. Bei schweren Formen von Gelbfieber sterben 10 bis 50 Prozent der Erkrankten. (sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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