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Former Brazilian President Luiz Inacio Lula da Silva, center, is greeted by supporters as he arrives to the Federal Justice building in Curitiba, Brazil, Wednesday, May 10, 2017. Silva is to appear Wednesday before Judge Sergio Moro, who is overseeing the so-called

Lula da Silva am Mittwoch in Curitiba. Bild: Denis Ferreira Netto/AP/KEYSTONE

Grosse Ankündigung: Lula da Silva möchte wieder Präsident Brasiliens werden



Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva will im kommenden Jahr wieder als Präsidentschaftskandidat antreten. Das sagte der 71-Jährige zu tausenden Anhängern, nachdem er in einem Kreuzverhör alle Korruptionsvorwürfe abgestritten hatte.

«Ich bereite mich darauf vor, wieder Kandidat in diesem Land zu sein, nie hatte ich mehr Lust dazu», sagte Lula den Menschen vor dem Gericht im südbrasilianischen Curitiba. Vor genau einem Jahr, am 12. Mai 2016, war seine Nachfolgerin Dilma Rousseff unter fragwürdigen Umständen vom Amt suspendiert und damit das von Lula im Jahr 2000 begonnene linke Regierungsprojekt beendet worden. Er sinnt daher auf ein Comeback.

Auch Rousseff war in Curitiba dabei, um Lula zu unterstützen. Seit Monaten gibt es aber immer neue Vorwürfe und Ermittlungsverfahren gegen Lula. So soll er bei einer Immobilie an der Küste von einem Baukonzern begünstigt worden sein – zudem wird ihm eine Art Rädelsführerschaft im Korruptionsskandal um Auftragsvergaben des halbstaatlichen Ölkonzerns Petrobras vorgeworfen. Aber auch neun Minister der Regierung des neuen konservativen Präsidenten Michel Temer stehen in dem «Lava Jato»-Skandal im Visier der Ermittler.

Erstmals ausgesagt

Lula musste am Mittwoch erstmals vor dem gefürchteten Chef-Richter Sergio Moro aussagen – fünf Stunden lang. «Ich dachte, dass meine Ankläger Schriftstücke, Zahlungsbelege, irgendeinen Beweis vorlegen würden. Aber sie hatten nichts», sagte Lula danach. «Ich möchte nicht auf Basis von Interpretationen verurteilt werden.»

Nach einer Umfrage liegt Lula unter den möglichen Präsidentschaftskandidaten derzeit in Führung, gefolgt von dem ultrarechten Politiker Jaír Bolsonaro. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 11.05.2017 07:20
    Highlight Highlight Würde ich auch wollen, wenn ich wegen Korruption abgewählt wurde und meine Nachfolgerin unter eher zweifelhaften Gesichtspunkten entsorgt wurde.
    • pedrinho 11.05.2017 14:29
      Highlight Highlight nebenbei bemerkt:
      Lula wurde nicht wegen korruption abgewaehlt, es besteht eine amtszeitbeschraenkung er durfte nicht mehr zu den wahlen antreten.
      Dilma wurde nicht unter zweifelhaften gesichtspunkten, sondern ueber eine klare faktenlage entsorgt.

      Die gestrige vernehmung von Lula war der erste teil von 7 anklagepunkten, dabei ging es im wesentlichen erst "nur" mal um ein appartment.

      Dass sich Lula nicht genau erinnern konnte und auch scheinbar nie genau wusste was sein inzwischen verstorbene frau fuer geschaefte nebenher gefuehrt hat, war zu erwarten.
    • Nilda84 14.05.2017 10:03
      Highlight Highlight @Pedrinho - so klar war die Faktenlage bei Rouseffs Inpeachement auch nicht - es war eine kleine Verschwörung in Anbetracht dass Politker Tage vor der Abstimmung Partei wechseln um gegen sie bedenkenlos stimmen zu dürfen. Nicht dass ich gegen daa Amtsenthebungsverfahren war - aber die Art und Weise gibt einem schon zu denken. Brasiliens Politik ist im Moment nicht zu retten. Sie sind alle von links bis rechts korrupt und nur auf ihre Vorteile bedacht. Es gibt keine Alternative und keinen Lichtblick. Und falls Lula sich zu Wahl stellt, hat er reelle Chanchen - leider!
    • pedrinho 14.05.2017 15:23
      Highlight Highlight Nun Nilda, meine meinung und einschaetzung der lage.

      ...und wie der (alte) Odebrecht gesagt, bei der befragung "Es gibt keinen politiker in einem hoeheren amt (federal) den wir nicht bezahlt haben" kann ich Dir in bezug auf politiker nur recht geben.

      Wenn Mônica Moura (weiter) beweise vorlegen kann, wird dass dann hoffentlich ein grund sein Lula und mit ihm Dilma zu packen.

      ps.
      Fremdschaemen kenne ich eigentlich nicht, dass aber bei jeden groesseren betrag schweizer banken mit ihm spiel sind, halte ich fuer ......
      Und keiner wird je die bankster zur rechenschaft ziehen.
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