International

«Brasilien wird zu einem Land der Fettleibigen», darum gibt's jetzt Gräber in Übergrössen

12.05.15, 11:22 12.05.15, 12:26

Mit Gräbern in Übergrösse reagiert ein brasilianischer Friedhof auf die zunehmende Fettleibigkeit in dem südamerikanischen Land. Die Ruhestätten bieten Platz für Tote mit einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm.

Die Gräber sind 2,60 Meter lang, 1,30 Meter breit und 60 Zentimeter tief – und kosten umgerechnet rund 23'500 Franken. Das sagte der Verwalter des Penitência-Friedhofs im Hafenbezirk von Rio de Janeiro, Alberto Júnior Brenner, am Montag dem Onlineportal G1.

«Brasilien wird zu einem Land der Fettleibigen», sagte Brenner. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sei ihre Zahl im zurückliegenden Jahrzehnt um rund 50 Prozent gestiegen. Die Zahl der Übergewichtigen stieg im selben Zeitraum um 23 Prozent. «Der Penitência-Friedhof will auf diese Entwicklung reagieren», sagte Brenner.

Als übergewichtig gilt ein Mensch, dessen Body-Mass-Index – also das Verhältnis von Körpergrösse zu Gewicht – den Wert von 25 übersteigt. Liegt dieser Index bei über 30, ist die Rede von Fettleibigkeit. Der Index berechnet sich aus dem Gewicht in Kilogramm, geteilt durch die Grösse in Metern im Quadrat.

Brasilien startete vor gut zwei Jahren eine Kampagne zur Bekämpfung von Fettleibigkeit und Übergewicht. Die Behörden gehen davon aus, dass die Behandlung von damit verbundenen Erkrankungen das Gesundheitssystem des Landes mit umgerechnet als 230 Millionen Franken pro Jahr belastet. Ein Ziel der Kampagne ist, den Verzehr von Zucker und Salz zu reduzieren. (sda/afp)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Radfahrerin und Hai-Maskottchen: Das sind die ersten Opfer des Burka-Verbots in Österreich

Ein seit dem 1. Oktober in Österreich eingeführtes Gesetz untersagt die Verhüllung des Gesichts. Dass damit nicht nur Burka- und Niqab-Trägerinnen abgemahnt werden, zeigen die folgenden fünf Beispiele. 

Am ersten Oktober ist das Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz, kurz AGesVH, in Österreich in Kraft getreten. Wer in der Öffentlichkeit seine Gesichtszüge verhüllt, muss mit einer saftigen Geldstrafe von 150 Euro rechnen. Es kann aber auch zur Festnahme kommen. 

Das neue Gesetz ist zwar verfassungskonform, die Umsetzung gestaltet sich aber, wie die folgenden fünf Fälle zeigen, etwas schwierig. Es scheint, als herrsche auch bei der Polizei Ratlosigkeit, wie strikt das Gesetz denn nun umzusetzen …

Artikel lesen