International

29.3.2019, 23 Uhr: Der Zeitpunkt des Brexit steht fest 

10.11.17, 01:08 10.11.17, 13:07

Grossbritannien wird die Europäische Union am 29. März 2019 um 23.00 Uhr GMT (00.00 Uhr MEZ) verlassen. Das exakte Austrittsdatum werde in einem Zusatzartikel zum Austrittsgesetz verankert, das derzeit vom Parlament in London beraten wird. Dies erklärte der britische Brexit-Minister David Davis in der Nacht zum Freitag .

Das Datum war bereits abgeleitet worden, weil am 29. März 2017 die zweijährige Phase der Scheidungsverhandlungen mit der EU begann. Allerdings tauchte es bisher in keinem Gesetz auf.

Legt sich fest: der britische Brexit-Minister David Davis Bild: EPA/EPA

Zuvor hatten sich britische Abgeordnete besorgt gezeigt, weil das genaue Austrittsdatum bisher nicht in britischem Recht verankert ist. Die Briten hatten sich in einer Volksabstimmung im Juni vergangenen Jahres mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen.

Am Donnerstag hatte in Brüssel die sechste Runde der Brexit-Gespräche zwischen Vertretern Londons und der EU begonnen. Dieses Mal sind die Gespräche auf zwei statt vier Tage angesetzt. Einer der wesentlichen Streitpunkte sind die Finanzforderungen der EU, die EU-Parlamentspräsident Antonio Tarjani unlängst auf auf 50 bis 60 Milliarden Euro schätzte.

Ferner geht es um die Rechte der in Grossbritannien lebenden EU-Bürger sowie der Briten, die in anderen EU-Staaten leben. Geklärt werden muss schliesslich der künftige Status des zu Grossbritannien gehörenden Nordirland sowie der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland.

EU setzt Briten Zwei-Wochen-Frist

Die EU setzt Grossbritannien eine Frist von zwei Wochen, um Zugeständnisse in den Brexit-Verhandlungen zu machen. Wenn es innerhalb von 14 Tagen keine Grundsatzeinigung über die Rahmenbedingungen für den Austritt gebe, werde man im Dezember nicht wie geplant mit den Gesprächen über die künftigen Beziehungen der EU zu Grossbritannien beginnen können, machte EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Freitag nach der sechsten Verhandlungsrunde deutlich.

(sda/afp/reu)

Am 29. März heisst es für die Briten definitiv Brexit.

43s

Am 29. März heisst es für die Briten definitiv Brexit.

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

12 geniale Erfindungen, die deinen Koch-Alltag einfacher machen

Die 10 witzigsten Rezensionen bei Amazon – zum Beispiel für diese Huhn-Warnweste

Mit Vollgas in die Vergangenheit – was der Tesla-Chef falsch macht

HÄSSIG! So käme es heraus, wenn du deinen Aggressionen immer freien Lauf lassen würdest

Wir müssen uns dringend über die 00er-Jahre unterhalten! Sitzung! Sofort!

Peter Pan ein Kindermörder? Die absurdesten Fan-Theorien im Filmuniversum

Trump-Kenner Kim Holmes: «US-Verbündete sollten Trumps Tweets nicht allzu ernst nehmen»

Lohnt sich der Umstieg auf den neuen Firefox Quantum? Dieser Speed-Vergleich zeigt es

Liam füdliblutt – wieso Eltern denken müssen, bevor sie ihre Kinder zu Insta-Stars machen

Und dann war das Model zu dick ... Der Zürcher Walter Pfeiffer lebt im Glamour-Himmel

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 10.11.2017 08:05
    Highlight Irgendwie glaube ich erst an den Brexit wenn er wirklich vorbei ist.

    Ich habe immer noch das Gefühl, dass man das Thema versanden lässt.
    12 9 Melden
    • FrancoL 10.11.2017 10:43
      Highlight Ich glaube nicht dass man es versanden lässt. Beide Seiten können dies rein rechtlich nicht.
      Was ich eher glaube, dass in den nächsten Monaten grosse Hektik aufkommen wird, wenn man sich langsam bewusst wird dass das Datum steht und die einzelnen tangierten Unternehmen in der EU und in UK (nicht die EU und die britische Regierung) sich ihre Ueberlebensstrategien zurecht biegen. Eine gewisse Hektik erlebe ich bereits bei UN die sowohl in UK als auch in D beheimatet sind.
      5 1 Melden
    • Asmodeus 10.11.2017 11:22
      Highlight @FrancoL

      Was spricht dagegen im Januar 2019 offiziell zu beschliessen, dass man doch nicht aus der EU austreten würde?
      Man wäre überrascht wie schnell beide Seiten plötzlich die relevanten Verträge bereit hätten.
      1 2 Melden
    • FrancoL 10.11.2017 11:29
      Highlight @Asmondeus; Man müsste in UK ein solches Vorgehen mit einer Abstimmung untermauern und diese ist mindestens 6-9 Monate im voraus anzusetzen.
      Ich denke das kann ein Szenario sein, wenn die Gegner des Austritts die finanzielle Belastung als derart hoch empfinden, dass man das Volk nochmals, nun mit klaren Zahlen, die Wahl treffen lässt. Das alles hat aber nichts mit versanden zu tun.
      5 1 Melden
    • Stibbs 10.11.2017 11:59
      Highlight Wieso müsste man ein solches Vorgehen mit einer Abstimmung untermauern? Besser wäre es natürlich, aber die Verfassung zwingt die Regierung keineswegs dazu.
      2 1 Melden
    • Asmodeus 10.11.2017 12:38
      Highlight Ok ja. "Versanden" war das falsche Wort.

      Ich dachte eher so lange rumeiern bis ein Verbleib definitiv die bessere Idee ist. Respektive nur halbherzig am Austritt zu arbeiten.
      0 1 Melden
    • FrancoL 10.11.2017 14:52
      Highlight Der Austritt ist gefordert und mit Abstimmung unterlegt. Also kann nur eine Abstimmung dies wieder rückgängig machen. Es wurde ja nicht eine Abstimmung im Sinne einer Abklärung gemacht, sondern ohne wenn und aber für oder gegen den Verbleib in der EU abgestimmt. Auch die Politiker waren da mehr als klar: drinnen oder draussen.
      Es gäbe wohl die Möglichkeit dass die EU allen UK Forderungen nachgibt, dann hätte man eine andere Grundlage und damit wohl auch das Ende der EU. Die billigste Lösung für UK.
      0 2 Melden
  • maxi 10.11.2017 06:55
    Highlight die erst aprilscherze fürs 2019 können nun also vorbereitet werden ;)
    28 5 Melden
    • Asmodeus 10.11.2017 11:22
      Highlight Der beste wird hoffentlich sein.

      "Das amerikanische Bundesgericht hat entschieden, dass das Enthebungsverfahren gegen Donald Trump nicht Rechtens war"
      2 2 Melden
  • 25% Zensiert 10.11.2017 06:07
    Highlight B-R-A-V-O!
    16 25 Melden
    • Taebneged 10.11.2017 08:07
      Highlight Dann sprich!
      14 6 Melden
    • FrancoL 10.11.2017 10:44
      Highlight Wem applaudierst Du?
      3 1 Melden

Wie lässt sich ein Brexit-Debakel vermeiden? Der «Swiss Way» gibt die Richtung vor

Das Ja zum EU-Austritt hat Grossbritannien ins politische Chaos gestürzt. Während manche Brexit-Befürworter ihre Entscheidung bereuen, sind die Gegner wütend und verzweifelt. Dabei hat die Schweiz gezeigt, dass es auch anders geht.

Überlegt euch gut, was ihr euch wünscht – es könnte in Erfüllung gehen. Mit dieser Erkenntnis sehen sich nicht wenige Menschen in Grossbritannien konfrontiert, die letzte Woche auf dem Wahlzettel die «Leave»-Box angekreuzt haben. Einer von ihnen ist Kelvin MacKenzie, ehemaliger Chefredaktor des Revolverblatts «The Sun». Nur vier Tage nach der Abstimmung bekannte er, seinen Entscheid zu bereuen: «Um die Wahrheit zu sagen, fürchte ich das, was vor uns liegt.»

Die Zeitung hatte vehement für den …

Artikel lesen