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So wenig freie Stellen wie seit sieben Jahren nicht mehr: Brexit verschärft Lage auf dem britischen Arbeitsmarkt.
Bild: HANNAH MCKAY/EPA/KEYSTONE

Ein Job in London? No Chance! Der britische Arbeitsmarkt ist nach dem Brexit im freien Fall

05.08.16, 05:58 05.08.16, 06:56

Der britische Arbeitsmarkt ist einer Studie zufolge nach dem Brexit-Votum eingebrochen. Die Zahl der neu ausgeschriebenen unbefristeten Stellen ist laut einem Verband von Personalvermittlern im Juli so stark zurückgegangen wie zuletzt während der Rezession 2009.

«Der Arbeitsmarkt hat im Juli einen dramatischen freien Fall erlebt», sagte Kevin Green, Chef des Berufsverbandes für Personalvermittlung (REC) am Freitag zu einer Studie. «Die wirtschaftlichen Turbulenzen nach dem Votum für ein Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europäischen Union sind zweifelsohne der Grund.» Viele Unternehmen stellten wegen der erhöhten Unsicherheit neue Mitarbeiter nur noch befristet ein.

Nicht bei Konsumlaune

Die britische Notenbank senkte am Donnerstag den Leitzins auf das historische Tief von 0.25 Prozent und stockte ihr Wertpapier-Kaufprogramm auf. Damit stemmt sie sich gegen die drohende Rezession im Land.

Derzeit herrscht auf der Insel Unsicherheit, ob Grossbritannien künftig noch Zugang zum EU-Binnenmarkt haben wird. Dies drückt auf die Konsumlaune und lastet auf der Investitionsbereitschaft der Firmen. Die Londoner Währungshüter haben die Hoffnung auf Wachstum in diesem Jahr bereits weitgehend begraben. (kad/sda/reu)

Brexit-Referendum

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Zarzis 06.08.2016 13:12
    Highlight Mmmh, errinert mich an die Zeit nach dem EWR-Nein.
    Diese Unsicherheit hat bei uns 10 Jahre gedauert. Sorry, verschwendete Jahre.
    Aber immer wenn man bei Diskussionen zum Brexit das erwähnte, wurde es als Lüge, Panikmache, Schwarzmalerei oder Drohung, weggewischt.
    Wie häufig bei Rechts-Nationalen werden alle Gegenargumente ignoriert. Wenn die dann eintreffen, sind die immer total überrascht oder verkaufen es als Rache der Unterlegenen.
    Dabei ist es so logisch, Wirtschaft braucht Stabilität und Rechtssicherheit. Genau die ist jetzt dahin.
    P.S. Würde auch bei der SBI der SVP so gelten!
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  • ElendesPack 05.08.2016 13:50
    Highlight Nun, es gibt auch andere Stimmen auf der Insel:

    http://www.spectator.co.uk/2016/07/the-post-brexit-the-economy-is-more-open-than-ever/

    Und bevor alle abwinken und sagen "pah, der Spectator, das konservative Stinkblatt!", würde es mich interessieren, ob jemand deren Aussagen mittels offizieller Zahlen oder Erhebungen widerlegen kann.
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    • Reto Disk 05.08.2016 15:29
      Highlight Es ist in der Tat verblüffend, wenn man den *Unterton* der Post-Brexit Nachrichten in Europa (z.B. Deutschland, Frankreich) mit dem Unterton der Nachrichten von BBC, Sky vergleicht.

      Hier: Schadenfreude, wenn Nachrichten einen Fehlentscheid der Briten untermauern sollen.

      Dort: Verhaltener Optimismus. Man glaubt zu verstehen, welche Welleneffekte ein Brexit kurzfristig hervorruft. Aber mittelfristig glaubt man an den eigenen Erfolg. Und man findet auch Statistiken, die das untermauern sollen.

      Wir werden sehen...

      Aber Schadenfreude war noch nie ein guter Ratgeber...
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    • ElendesPack 05.08.2016 16:42
      Highlight Seh ich auch so. Ausserdem vergisst die EU gerne, dass es ausser ihr auch noch andere recht grosse Handelsgebilde gibt, mit denen GB jetzt frei und nach Lust und Laune selber Verträge ausgestalten kann (wird ja im Spectator-Artikel auch erwähnt). Durch seine Insellage ist GB in dieser Hinsicht auch weniger unter Druck setzbar als z.B. unser Land, was die freie Vertragsgestaltung mit China, Kanada, den USA, Südamerika etc. anbelangt.
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    • Zarzis 06.08.2016 13:18
      Highlight Für die Geschäftsmodelle, die England zur Zeit anbietet, ist es der langfristige Tod!
      Ich weiss, jetzt fordert der Leser einen vernüftigen Grund.
      Okay.
      Englands Hauptgeschäfte sind die Banken. Banken mit fragwürdigen Geschäften. Die aber durch die EU geschützt waren. Obwohl die angebliche "EU-Diktatur" dies beseitigt wissen will.
      Nun, nach dem Austritt, ist England ungeschützt und die EU hat dann, wie bei der Schweiz, Möglichkeiten, diese Bankengeschäfte zu beenden.
      Was für alle besser ist und die Wirtschaft langfristig stabilisieren wird.
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  • Döst 05.08.2016 08:35
    Highlight "Die Zahl der neu ausgeschriebenen unbefristeten Stellen"

    "Chef des Berufsverbandes für Personalvermittlung (REC)"

    Na da wird sich Herr Green doch freuen, dass die Unternehmen auf mehr unbefristete Stellen setzen, heisst mehr Temporärstellen, heisst good business für Personalvermittlerbranche. Unbefristete Stellen sind nämlich schlecht fürs Geschäft der Personalvermittler.
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  • Zeit_Genosse 05.08.2016 07:43
    Highlight Selbstverschuldung...
    Cameron hat eigensüchtig diesen Schlamassel provoziert. Und in einer Demokratie hat man die Bürde, das Entschiedene auszubaden.
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    • Yolo 05.08.2016 08:44
      Highlight Aber nicht bei den Populisten, die setzen sich danach ab.
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    • kurt3 05.08.2016 09:18
      Highlight Was ich vorallem vermisse , sind die Kommentare all derer , die den Briten zu ihren Mut zum Brexit gratuliert haben , die Kommentare der EU - Hasser und der SVP - ler.
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