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China streicht die Ein-Kind-Politik. Und führt die Zwei-Kind-Politik ein

In China dürfen künftig alle Ehepaare zwei Kinder bekommen. Das hat die Kommunistische Partei bekanntgegeben. Die Regierung reagiert damit auf die Überalterung der Gesellschaft.

29.10.15, 11:52 29.10.15, 16:46

China hat offiziell das Ende seiner umstrittenen Ein-Kind-Politik verkündet. Von nun an dürften alle Paare mit staatlicher Erlaubnis zwei Kinder bekommen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag.

Der Beschluss wurde bei einem viertägigen Treffen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei gefasst. Peking hatte bereits Ende 2013 eine Lockerung der Ein-Kind-Politik beschlossen, die aber bislang nur in einzelnen Provinzen umgesetzt wurde. Danach durften Paare, von denen ein Partner Einzelkind ist, zwei Kinder haben.

1979 eingeführt

Nun wird die in den 70er Jahren eingeführte Regel offiziell aufgehoben, um die schädlichen Auswirkungen auf die älter werdende Gesellschaft zu beheben und die gezielte Abtreibung weiblicher Föten zu reduzieren.

Die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften hatte nach früheren Medienberichten eine Zwei-Kind-Lösung als Antwort auf die Alterung der Gesellschaft und eine fallende Geburtenquote vorgeschlagen. Jede Chinesin bekommt demnach im Schnitt weniger als 1,6 Kinder. Für eine stabile Bevölkerung ist eine Quote von 2,1 nötig.

Die Ein-Kind-Politik wurde 1979 eingeführt, um eine Bevölkerungsexplosion zu verhindern. Das wachsende Riesenvolk musste ernährt und die knappen Ressourcen geschützt werden. Ohne die strikte Familienpolitik würden heute in China schätzungsweise 300 Millionen Menschen mehr leben. (sda/afp/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 29.10.2015 23:54
    Highlight Bleibt zu hoffen, dass dieser vorausschauende Schritt der chinesischen Regierung auch den kurzsichtigen europäischen Staatschefs die Augen öffnet. Viele Länder Europas haben Massnahmen zur Steigerung der Geburtenrate (die vielerorts noch tiefer ist als in China) dringend nötig. Wenn sich nicht bald etwas ändert, wird die Bevölkerung in weiten Teilen Süd- und Osteuropas sowie in Deutschland drastisch schrumpfen - mit verheerenden Folgen für Wirtschaft, Rentesysteme (Überalterung) und vor allem das kulturelle Erbe Europas! Die CH kann sich da glücklich schätzen, ein Einwanderungsland zu sein...
    0 1 Melden
  • DerTweety 29.10.2015 13:16
    Highlight Yu Yan Foto Nr.12 ist wohl kaum im Jahr 2014 geboren...!! ;-)
    3 1 Melden
  • Kronrod 29.10.2015 13:05
    Highlight In der Schweiz können wir uns auch nur dank den fruchtbaren Zuwamderern auf eine passable Geburtenrate retten.
    4 5 Melden
  • ferox77 29.10.2015 12:48
    Highlight Es heisst immer, eine geringe Geburtenrate in Europa gefährde den Wirtschaftsstandort.
    Das Gleiche kann man auch immer wieder über China lesen.
    Wie dem auch sei, die Weltbevölkerung wächst weiter aber die Ressourcen
    bleiben trotzdem Endlich.
    Gedankenlos sind auch jene, die mit religiösen Schriften in der Hand viele Kinder in die Welt setzen und das auch noch als freiheitliches Recht darstellen. Davon gibt es in Europa auch einige Gruppierungen.
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    • ferox77 29.10.2015 14:02
      Highlight 2)
      Die chinesische Regierung hatte zu der Zeit keine andere Möglichkeit gesehen dem Bevölkerungswachstum Herr zu werden.
      Heute würde sie vermutlich anders entscheiden, weil es andere Möglichkeiten der Information und Verhütung gibt.
      Im Grunde war die Entscheidung dazumal aber richtig.
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