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China stationiert Flugabwehr-Raketen auf umstrittener Insel

Die chinesische Regierung hat ein Luftabwehrsystem auf Woody Island verlegt – das sollen Satellitenaufnahmen belegen. Die Insel im Südchinesischen Meer wird auch von Vietnam und Taiwan beansprucht.

17.02.16, 10:24 17.02.16, 11:05


Chinas Baumaßnahmen auf den Spratly Inseln: Der Streit ums Land geht weiter.
Bild: ARMED FORCES OF THE PHILIPPINES

Ein Artikel von

China hat ein modernes Raketensystem und eine Radaranlage auf der Insel Woody Island im Südchinesischen Meer stationiert. Das bestätigte ein Sprecher des taiwanesischen Verteidigungsministeriums. Man werde «die Entwicklungen genauestens beobachten», sagte David Lo.

Zuerst hatte Fox News darüber berichtet und sich dabei auf Satellitenaufnahmen der zivilen Firma Image Sat International berufen. Die Bilder liegen dem US-Sender eigenen Angaben zufolge exklusiv vor.

Die Raketen sind dem Bericht zufolge in den vergangenen Tagen auf der Insel eingetroffen. Ein US-Regierungsvertreter habe die Exaktheit der Aufnahmen bestätigt. Demnach zeigten die Bilder offenbar das HQ-9-Luftabwehrsystem. Dieses habe eine Reichweite von 200 Kilometern und könne eine Bedrohung für zivile wie militärische Flugzeuge darstellen.

Südchinesisches Meer: Umstrittene Landgewinnung.
grafik: spon

Chinas Aussenminister bezeichnete die Berichte als erfunden: Westliche Medien hätten sie sich ausgedacht, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Wang Yi. Der Fall dürfte den Territorialstreit im Südchinesischen Meer verschärfen. Woody Island gehört zur Paracel-Inselgruppe, die seit über 40 Jahren unter Kontrolle Chinas steht, aber auch von Taiwan und Vietnam beansprucht wird.

Im Südchinesischen Meer werden grosse Öl- und Gasvorkommen vermutet. China beansprucht 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter grossen Gebietes für sich. Darunter sind auch Inseln und Riffe, die mehr als tausend Kilometer von der chinesischen Küste entfernt liegen. An den Spratly-Inseln schüttet China Korallenriffe zu künstlichen Inseln auf. Washington glaubt, dass Peking damit grosse Teile des Meeres unter seine militärische Kontrolle bringen will.

Die Gebietsstreitigkeiten waren auch einer der Schwerpunkte eines Gipfeltreffens in den USA, an dem neben Präsident Barack Obama die Staats- und Regierungschefs der sogenannten Asean-Gruppe teilnahmen. Sie plädierten zum Abschluss des Treffens im kalifornischen Rancho Mirage für eine friedliche Lösung der Konflikte.

«Wir werden weiterhin unseren Verbündeten und Partnern dabei helfen, ihre Marine-Fähigkeiten zu verstärken», sagte Obama. «Die USA und Asean unterstreichen ihr starkes Bekenntnis zu einer regionalen Ordnung, in der internationale Regeln und Normen sowie die Rechte aller Nationen, der kleinen wie der grossen, gewahrt werden.»

Die Staats- und Regierungschefs der Asean-Länder waren auf Einladung Obamas zum ersten Mal in den USA zusammengekommen. Die Staatengemeinschaft umfasst zehn Länder in Südostasien mit insgesamt 620 Millionen Einwohnern: Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

aar/Reuters/dpa

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