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Hohe Blausäure-Werte im Wasser am Explosionsort Tianjin

Rescue workers remove water polluted by chemicals from the site of explosions at the Binhai new district, Tianjin, China, August 19, 2015. Chinese state media on Wednesday appeared to convict executives of a company whose chemical warehouse exploded last week killing 114 people of slipshod practices at least, saying they used connections to obtain fire safety and environmental approvals. Picture taken August 19, 2015. REUTERS/Stringer CHINA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN CHINA

Aufräumarbeiten nach der grossen Katastrophe: 2500 Tonnen gefährlicher Chemikalien befanden sich in dem ausgebrannten Lager. Bild: CHINA STRINGER NETWORK/REUTERS



Nach der Explosion eines Chemielagers in der chinesischen Hafenstadt Tianjin sind in Wasser der Umgebung dramatisch hohe Mengen Zyanide gefunden worden. An einem Regenwasserrohr wurde das 277-Fache der erlaubten Menge der hochgiftigen Blausäureverbindungen gemessen.

Dies teilte die örtliche Umweltbehörde mit. Am Dienstag hatte die Gesundheitsbehörde der Stadt noch mitgeteilt, dass das Trinkwasser in Tianjin den nationalen Standards entspreche und unbedenklich sei.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete unter Berufung auf die Regierung Tianjins, in dem ausgebrannten Lager am Hafen hätten 2500 Tonnen 40 verschiedener gefährlicher Chemikalien gelagert: 1300 Tonnen explosive Materialien, 500 Tonnen brennbare Stoffe und 700 Tonnen giftige. Künftig sollen solche Stoffe nicht mehr in der Nähe von Wohngebieten aufbewahrt werden. Die Chemieanlagen aus dem Hafen von Tianjin sollen in ein 25 Kilometer entferntes Industriegelände umziehen.

Das oberste Gremium der regierenden Kommunistischen Partei forderte auf einer Sondersitzung am Donnerstag, alle Regierungs- und Verwaltungsebenen müssten die Sicherheitsbestimmungen in der Industrie durchsetzen und auf deren Einhaltung dringen. Bei der Explosion und dem Grossbrand im Hafen von Tianjin in der vergangenen Woche kamen 114 Menschen ums Leben. Hunderte wurden verletzt, Tausende mussten ihre Wohnungen verlassen.

In this Aug. 13, 2015 photo, smoke rises from the site of an explosion that reduced a parking lot of new cars to charred remains at a port warehouse in northeastern China's Tianjin municipality. The blasts that shook the major Chinese port and killed over a hundred people have cast a harsh spotlight on China’s woeful record on work safety, which has long been sidelined in the pursuit of profits and economic growth. (AP Photo/Ng Han Guan)

Ausgebrannte Autos in Tianjin: Die Explosion verwandelte einzelne Gebiete der Hafenstadt in No-Go-Zonen.. Bild: Ng Han Guan/AP/KEYSTONE

Entschädigungen für Anwohner?

Zumindest einige der Anwohner sollen entschädigt werden. Die Stadtregierung will Wohnungen zurückkaufen, die bei dem Unglück beschädigt wurden, wie Staatsmedien am Donnerstag berichteten. Es ist allerdings noch unklar, für wen dieses Angebot gelten soll.

Zunächst sollen Experten die etwa 17'000 betroffenen Wohnungen begutachten. «Wenn die Arbeit getan ist, wird entschieden, welche Häuser abgerissen, neu gebaut oder zurückgekauft werden», sagte Tianjins stellvertretender Bürgermeister Zong Guoying. (wst/sda/reu/dpa)

Explosionen in Tianjin: Neue Luftaufnahmen zeigen das Ausmass der Zerstörung

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