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SPD-Legende Egon Bahr ist tot

SPD-Urgestein Egon Bahr ist tot. Der frühere Bundesminister und enge Vertraute Willy Brandts ist nach Angaben aus seiner Partei im Alter von 93 Jahren gestorben.

20.08.15, 09:25


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Er war einer der prägenden Politiker der SPD: Jetzt ist Egon Bahr gestorben. Das bestätigte seine Partei am Donnerstag. Der frühere Bundesminister wurde 93 Jahre alt. «Egon Bahr war ein grosser Politiker. Mit ihm verliert die SPD eine grosse Persönlichkeit», schrieb die SPD-Fraktion im Europaparlament über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Bahr galt als enger Vertrauter des früheren Bundeskanzlers und SPD-Chefs Willy Brandt. Er gestaltete die von Brandt eingeleitete Ostpolitik entscheidend mit. Von ihm stammt der Gedanke «Wandel durch Annäherung». Zunächst war Bahr ab 1969 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, später wurde er Bundesminister für besondere Aufgaben, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Bundesgeschäftsführer der SPD.

Am 21. Juli 2015 besuchte Bahr noch ein Treffen zwischen russischen und deutschen Wissenschaftlern in Berlin. Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/KEYSTONE

Bahrs Tod löste bei vielen Politikern, Parteifreunden und Weggefährten Bestürzung aus. «Ein Tag zum Weinen», twitterte der stellvertretende SPD-Bundesvize und hessische Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel. Ralf Stegner, ebenfalls stellvertretender Parteivorsitzender, schrieb: «Was für ein trauriger Morgen». Bahr sei «in Vielem ein Vorbild» gewesen. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nannte Bahr einen «mutigen Vordenker».

Sie leiteteten eine politiscvhe Wende ein im Umgang mit der Sowjetunion ein: SPD-Kanzler Willy Brandt (Mitte) mit seinem Vertrauten Egon Bahr (rechts) und Moskaus Aussenminister Leonid Breschnew. Bild: FRITZ REISS/AP/KEYSTONE

kev/dpa

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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