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Bild: AP/AP

VW hat Dieselabgase an Affen getestet – und entschuldigt sich jetzt dafür

Der nächste Skandal erschüttert Volkswagen: Der Konzern hat laut einem Bericht der «New York Times» die Auswirkungen von Dieselabgasen an Affen geprüft. Der Fall soll sich bereits 2014 ereignet haben.

27.01.18, 22:09

Ein Artikel von

Es klingt wie ein böser Witz, ist aber ein neues Kapitel in der Abgasaffäre bei Volkswagen: Um zu zeigen, wie unschädlich der «saubere» Diesel angeblich sei, soll eine Lobbygruppe deutscher Autobauer zehn Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt haben. Das berichtet die «New York Times» unter Berufung auf Gerichtsunterlagen und Regierungsdokumente.

Demnach wurden die Tiere 2014 vier Stunden lang in Räumen mit Auspuffgasen eines – mit manipulierter Abgastechnik ausgestatteten – VW Beetles eingesperrt.

Das Ganze sei Teil einer Studie gewesen, die beweisen sollte, dass die Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat. Die EUGT (Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor), eine von Volkswagen, Daimler und BMW finanzierte Lobby-Initiative, soll die Untersuchung bei einem Forschungslabor in Albuquerque in Auftrag gegeben haben. Federführend sei VW gewesen.

VW sagt, es nehme Kritik ernst

Daimler und VW bestätigten die Auftragsvergabe, wollten sich zu den Experimenten aber nicht konkreter äussern. «Daimler unterstützt und toleriert keine unethische Behandlung von Tieren und distanziert sich von der Studie», sagte eine Sprecherin. BMW äusserte sich in einem Statement ähnlich - der Konzern führe keine Tierversuche durch und habe an der Studie nicht mitgewirkt. «Details wie Ablauf oder Umfang können wir entsprechend nicht kommentieren». VW teilte mit, die Kritik an der Studie sehr ernst zu nehmen.

Die «New York Times» stützt sich bei der Beschreibung der Experimente vor allem auf Zeugenaussagen des Studienleiters Jake McDonald vom Lovelace Respiratory Research Institute (LRRI). Ihm sei nicht klar gewesen, dass der VW Beetle eine Software zur Abgasmanipulation hatte. Die 2007 von BMW, Daimler, Volkswagen und Bosch gegründete EUGT wurde Mitte 2017 aufgelöst. Die abschliessenden Ergebnisse der Studie hätten bis dahin nicht vorgelegen, womit das Projekt auch nicht abgeschlossen und veröffentlicht worden sei, hiess es von VW. (bam/dpa)

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reich&schön 28.01.2018 13:08
    Highlight Wohl eher Skandälchen als Skandal.

    Solange noch Kosmetika an Tieren getestet werden, ist die Aufregung über VW lächerlich.

    Fragt sich eher, wozu denn so ein Versuch gut sein sollte, denn die Schadstoffe um die es geht, wirken nur langfristig, nicht aber akut schädlich.
    27 7 Melden
    • demokrit 28.01.2018 16:25
      Highlight Es werden nicht alle Kosmetika an Tieren getestet. Nur so nebenbei, dafür gibt es ein einschlägiges Label: Leaping Bunny.
      7 1 Melden
  • CASSIO 28.01.2018 12:36
    Highlight "Entschuldigung, wir haben uns eeneut wie Arschlöcher verhalten, aber gut ist." Get the *** off!!! Ihr alle zusammen, die dieses dreckige Spiel spielt, seid einen kümmerlichen, stinkenden Dreck wert! Mit einer Entschuldigung kommt Ihr nicht mehr weg! Es wird Zeit, dass hier der Online-Pranger kommt!
    20 4 Melden
  • DerHans 28.01.2018 11:28
    Highlight Es kann nicht noch schlimmer kommen!
    VW: hold my beer!
    17 2 Melden
  • schuldig 28.01.2018 09:57
    Highlight Ich habe langsam genug von Entschuldigungen, wenn etwas imageschädigendes rauskommt.
    Wer vorher denkt und sich moralisch richtig verhält braucht sich später auch nicht zu entschuldigen.
    76 4 Melden
    • E. Edward Grey 28.01.2018 11:18
      Highlight "Volkswagen - Hitler trusted us, why won't you?" (John Oliver)

      11 1 Melden
  • Ratson 2.0 28.01.2018 08:34
    Highlight ....Wurde nicht an Tieren getestet....

    Wird das bald auch an Autos stehen? Meine Fresse wie verschissen sind wir bloss?

    Sorry immer wenn ich sowas lese falle ich ich in eine derbe Fekalsprache, ich denke es liegt wohl daran das ich damit meinen Wutgefühlen besseren/grösseren/krasseren Ausdruck verleihen will. Ich weiss, so sollte man nicht Kommentieren.

    Aber echt jetzt, könnte kotzen.
    39 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.01.2018 07:51
    Highlight Der Wissenschaftler Jake McDonald sagte im Rahmen der US-Ermittlungen zum VW-Skandal über die Tests an Affen aus, sonst wäre der «Albuquerque Monkey Test» womöglich niemals an die Öffentlichkeit gelangt.

    Die Experimente kommen auch in der Auftaktepisode der neuen Netflix-Doku-Serie «Dirty Money» vor.

    Ein eschütterndes Dokument!
    32 4 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 28.01.2018 06:17
    Highlight Und was genau nützt den Affen die Entschuldigung? Der Mensch ist schon eine unglaubliche Missgeburt der Evolution.
    82 8 Melden
  • mrmikech 28.01.2018 00:58
    Highlight Warum affen? Wann das abgas so sauber und sicher ist nicht der CEO? Oder VW board?
    86 6 Melden
    • Raphael Stein 28.01.2018 11:39
      Highlight Das wären aber bloss drei Affen gewesen. Die vom wir hören, wir sehen und wir sagen nichts Board von VW.
      9 1 Melden
    • CASSIO 28.01.2018 12:37
      Highlight und die vw-grossaktionäre nicht zu vergessen!
      7 2 Melden
    • Thadic 28.01.2018 13:22
      Highlight Eben doch Affen!
      8 1 Melden
  • pamayer 28.01.2018 00:42
    Highlight VW zu verkaufen...
    20 5 Melden
  • Teslaner 27.01.2018 23:37
    Highlight Absurd! Bestätigt mich in meiner Entscheidung für einen Tesla!
    23 30 Melden
  • Radiochopf 27.01.2018 23:17
    Highlight Wie krank wir Menschen sind.. wer kann sowas ohne schlechtes Gewissen bewilligen und ausführen? Sorry, aber eine Geldstrafe reicht da nicht aus für die Verantwortlichen...
    44 4 Melden
  • R0by 27.01.2018 22:48
    Highlight Netflix - Dirty Money, Folge 1 ... Folge 6 ist auch interessant.
    22 3 Melden

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