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epa06073564 Greenpeace float with a mock depicting US President Donald J. Trump as a baby sitting on the earth and signs 'Climate Protection' and 'Time for a Change' during a protest near the 'Elbphilarmonie' concert hall ahead of the concert attended by the leaders taking part in the G20 summit in Hamburg, Germany, 07 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg from 07 to 08 July 2017.  EPA/FELIPE TRUEBA

Greenpeace zeigt den US-Präsidenten im Hamburger Hafen als trotziges Baby. Bild: FELIPE TRUEBA/EPA/KEYSTONE

Klimaschutz? Die USA stehen allein da (doch die anderen könnten auch mehr tun)

Im Kampf gegen die globale Erwärmung und deren katastrophale Folgen haben 19 der G20-Staaten das Pariser Abkommen für «unumkehrbar» erklärt.

08.07.17, 16:46


Die G20-Staaten haben sich auf dem Hamburger Gipfel auf eine Abschlusserklärung verständigt. Darin gibt es eine gemeinsame Position zum Klimaschutz.

In der abschliessenden Gipfelerklärung wird die abweichende Position der USA mit Blick auf das Pariser Klimaabkommen ausdrücklich festgehalten. Die übrigen 19 Partner erklären das Abkommen als «unumkehrbar». Erwähnt wird in einer Passage aber auch die US-Position zu den Chancen fossiler Energieträger.

Wegen der Positionen von US-Präsident Trump in der Handels- und Klimapolitik hatte zunächst ein Scheitern des Gipfels gedroht.

Zufriedene Gastgeberin

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich zufrieden mit den Beschlüssen des G20-Gipfels. Beim Thema Handel sei die Einigung auf die Aussage gelungen, dass Märkte offen gehalten werden müssten, sagte Merkel am Samstag nach Abschluss des Treffens in Hamburg. Zudem hätten sich die grossen Industrie- und Schwellenländer darauf verständigt, Protektionismus und unfaire Handelsbeschränkungen zu bekämpfen.

Es sei bereits vor dem Gipfel klar gewesen, dass über das Thema intensiv diskutiert werde, sagte Merkel als Leiterin des zweitägigen Gipfeltreffens in Hamburg. Ursache der komplizierten Diskussion war die Haltung von US-Präsident Donald Trump, der eine protektionistische Wirtschaftspolitik befürwortet.

Zufrieden zeigte sich Merkel auch mit den Beschlüssen zur Klimaschutzpolitik, obwohl die USA angesichts ihrer Ankündigung zum Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen in dem Punkt ausdrücklich eine andere Position als die anderen Gipfelteilnehmer haben. Sie sei «sehr froh, dass sich alle anderen Staats- und Regierungschefs einig sind, dass das Pariser Abkommen unumkehrbar ist», sagte Merkel.

Umweltschutzorganisationen und G20-Kritiker geben derweil zu bedenken, dass auch in Deutschland und weiteren G20-Staaten mehr getan werden müsse in Sachen Klimaschutz. Insbesondere sei das umweltschädliche Verbrennen von Braunkohle einzudämmen.

(dsc/sda/afp/reu)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Richu 09.07.2017 16:40
    Highlight Die von watson gemachte Aussage, dass die USA alleine dasteht, stimmt zurzeit nicht ganz. Der türkische Präsident Erdogan hat Merkel und Macron informiert, dass das türkische Parlament das Klimaabkommen von Paris nicht ratifizieren werden, wenn die seinerzeit vom franz. Präsidenten Hollande der Türkei gemachten Zusagen nicht eingehalten werden!
    1 0 Melden
  • Vachereine 09.07.2017 02:33
    Highlight Wer seiner Zeit voraus ist, der ist zwangsläufig eher einsam. Macht aber nichts.
    4 0 Melden
  • Kommentiert 08.07.2017 22:24
    Highlight Was sagt Trump woll wenn sein Sohn von der Schule nach hause kommt und ihn fragt warum er den Kilmawandel leugne obwohl sein Lehrer stichhaltige Beweise geliefert hat?!
    2 5 Melden
    • Vachereine 09.07.2017 12:34
      Highlight Dass es den Klimawandel ganz natürlicherweise schon immer gab, das wird seit Jahrtausenden von niemandem bezweifelt. Ein erstes Beispiel für Klimawandel wird in der Bibel beschrieben und erklärt.
      Aber dass das Klina menschengemacht sei und eine Erwärmung katastrophal, dafür gibt es keine Beweise.
      p.s.: Lehrer liefern keine Beweise. Sie liefern Kopien von aufgeschriebenen Geschichten, die die Schüler glauben sollen. Schulunterricht ist kein wissenschaftlicher, sondern ein dogmatischer Prozess (Der Lehrer hat immer Recht, sofern Du von ihm eine gute Note kriegen willst).
      4 1 Melden
  • Gummibär 08.07.2017 19:44
    Highlight Vergessen wir nicht, die USA haben am 20. Januar 2017 einen gewaltigen Schritt Richtung Klimaschutz getan indem sie eine 10-Watt Glühbirne in die präsidiale Fassung geschraubt haben.
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    • Vachereine 09.07.2017 02:36
      Highlight In LED-Technik wäre das ca. eine 60-W-Glühlampe.
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    • Gummibär 09.07.2017 15:02
      Highlight Eben, auch im besten Fall nicht besonders hell .
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    • Vachereine 09.07.2017 17:08
      Highlight @Gummubär: Hat wohl Tradition. Der letzte Präsident war auch nicht hell.
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  • Exilsummi 08.07.2017 18:20
    Highlight Hier gibt es von mir wieder den kritischen Gegen-Standpunkt: http://www.achgut.com/artikel/heute_bei_g20_die_substanzlose_klimashow
    Bitte keine Kommentare wie "das ist vom Maxeiner", sondern sachliche Auseinandersetzung mit den Punkten. Es zählt was gesagt ist, nicht von wem.
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  • humpfli 08.07.2017 17:17
    Highlight Im Ernst, die meisten Klimaabkommen werden ratifiziert, um gut auszusehen. Wenn es aber darum geht, diese Abkommen auch umzusetzen sehen diese Länder alt aus. Ist ja auch einfach, da man sagen kann man hätte sein Bestes gegeben. Deshalb finde ich es überhaupt nicht schlimm dass die USA nicht dabei ist.
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