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German Chancellor Angela Merkel speaks at the donors Conference for Syria in London, Britain February 4, 2016.  REUTERS/Dan Kitwood/pool

Das ist sich Frau Merkel eigentlich nicht gewohnt: Mehr als die Hälfte Deutschlands ist mit ihrer Arbeit unzufrieden.
Bild: POOL/REUTERS

Das passiert, wenn man sich für Flüchtlinge einsetzt: Merkels Umfragewerte sinken in den Keller

04.02.16, 14:15


Es scheint als gäbe es einen direkten Zusammenhang: Pro Flüchtling der nach Deutschland kommt, fällt die Zufriedenheit der Bevölkerung mit Angela Merkels Arbeit weiter in den Keller. Fanden im Sommer 2015 noch rund 70 Prozent der Deutschen, dass die Kanzlerin einen guten Job macht, so sind es aktuell nur noch 46 Prozent, die hinter ihr stehen. 

Umfrage

Schafft Merkel das?

  • Abstimmen

394 Votes zu: Schafft Merkel das?

  • 55%Nein! Sie hat in Sachen Flüchtlinge alles falsch gemacht.
  • 30%Ja! Sie hat das gut gemacht und hatte nur etwas Pech.
  • 14%Weiss nicht, will nur das Resultat sehen.

Betrachtet man folgende Grafik, die von Infratest Dimamp für die «Tagesthemen» der ARD und die Zeitung «Die Welt» gemacht wurde, so fällt auf, dass die Umfragewerte just in jenem Moment zu sinken begannen, als sich die Flüchtlingskrise im Spätsommer zuspitzte und Merkel jenen jetzt schon legänderen Satz sprach: «Wir schaffen das!»

Offenbar sehen das viele Deutsche anders. Denn wie die Umfrage weiter zeigt, ist das Vertrauen in die Regierung komplett im Keller. Nur gerade 18 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass die Bundesregierung die Flüchtlingssituation im Griff habe. 

bild: ard/infratest dimap

Anders sieht die Lage bei Frank-Walter Steinmeier aus. Der SPD-Mann erfreut sich hoher Beliebtheit beim deutschen Volk. Ebenfalls zufrieden sind unsere nördlichen Nachbarn mit der Arbeit von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Im Gegensatz zu seiner Parteikollegin Angela Merkel steht der Süddeutsche jedoch für eine weitaus restriktivere Flüchtlingspolitik.

bild: ard/infratest dimap

Bemerkenswert sind auch die Umfragewerte zu den Parteien. «Müssten sie heute abstimmen, welche Partei würden sie wählen?», lautete die Frage, welche die Teilnehmer beantworten mussten. Während die CDU im vergangen Monat vier Prozentpunkte einbüsste, konnte vor allem die Alternative für Deutschland (AfD) deutlich zulegen. Die erst seit 2013 existierende Partei wäre bereits drittstärkste Kraft im Bundestag. 

bild: ard/infratest dimap

(cma)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • simiimi 04.02.2016 18:33
    Highlight Das kommt davon, wenn man gegen den Willen des eigenen Volkes regiert
    14 5 Melden
  • Oberon 04.02.2016 18:21
    Highlight Es ist immer das gleiche Lied. Viele sind schnell beim kritisieren aber eine Antwort auf eine richtige Lösung der Probleme hat dann auch keiner.

    Aber Produkte aus Kinderarbeit oder anderen menschen verachtenden Praktiken zu konsumieren ist dann wieder völlig in Ordnung.

    Lügt euch weiter in die eigene Tasche und jammert dann nicht wenn niemand zu euch hin schaut falls ihr mal selber Hilfe benötigt.
    5 6 Melden
  • Herbert Anneler 04.02.2016 17:56
    Highlight Mache mich wohl nicht beliebt, wenn ich sage, dass ich Merkel bewundere: So viel Zivilcourage und Rückgrat, wie sie zeigt, findet man selten. Was wäre das für eine Lebensbilanz, wenn sie einmal feststellen müsste, "Ja, ich bin mit dem Strom geschwommen und habe zugeschaut, wie andere an den Grenzen verrecken, dafür hatte ich immer gute Umfragewerte"? Ich glaube, sie schwimmt lieber gegen den Strom und ist einsam, kann sich aber im Spiegel in die Augen schauen und stolz auf sich sein. Rückgrat enen!
    21 31 Melden
    • Plöder 04.02.2016 18:30
      Highlight Danke Herbert
      8 8 Melden
    • Serjena 04.02.2016 19:29
      Highlight Ich gehöre ebenso zu denen welche Frau Merkel bewundern, es sollte viel mehr Politiker mit dieser grossen Zivilcourage geben.
      4 9 Melden
  • WhiteDwarf 04.02.2016 17:11
    Highlight Was ist die Lösung? Grenzen schliessen? Und dann? Für wie lange? Was bedeutet das für das ohnehin schon schwierige Verhältnis zwischen der Türkei und Griechenland (wo die Menschen dann wahrscheinlich stranden) und den EU-Binnenmarkt? Eigentlich sind alle Alternativen nicht wirklich toll, aber anstatt zusätzlich auch noch wirtschaftlich in die Bredouille zu geraten, ist es vielleicht doch besser, diese Menschen temporär (so Merkel gestern) aufzunehmen und das durchzustehen. Und vielleicht raffen sich die Europäer ja doch noch zusammen, wenn sie merken, dass es auch ihnen ans Portemonnaie geht.
    8 11 Melden
    • simiimi 04.02.2016 18:30
      Highlight Ja, stellen Sie sich vor, man könnte tatsächlich die EU-Aussengrenzen schliessen und dafür den Leuten aussschliesslich vor Ort helfen. Australien beweist seit längerem dass dies praktikabel ist.
      10 6 Melden
    • Marmot 04.02.2016 18:52
      Highlight Und was haben all die davon, die sich die Flucht gar nicht erst leisten können oder auf der Flucht elends verrecken?

      Der einzig richtige Weg wäre die Ursachenbekämpfung. Aber dazu müsste die EU (also Deutschland) mal die Eier haben, dem grossen Bruder USA den Kopf zu waschen. Dass Verstösse gegen Völkerrecht unter dem Deckmantel der Verbreitung von Demokratie und ein riesiges Wohlstandsgefälle früher oder später zu einer Flüchtlingswelle führen mussten, ist im Nachhinein logisch. Aber die paar Superreichen, die Amerika und damit ganz Europa kontrollieren, stört die Flüchtlingswelle wohl kaum.
      5 1 Melden
  • Chlinae_Tigaer 04.02.2016 14:36
    Highlight Zitat; Das passiert, wenn man sich für Flüchtlinge einsetzt. Zitatende

    Stimmt so nicht ganz.... sich für Flüchtlinge einzusetzen ist bestimmt eine gute Sache.

    Für echte Flüchtlinge.

    Aber nicht auf diese Art und Weise wie Merkel es tut.

    Ausserdem; ihre Umfragwerte sinken nicht in erster Linie weil sie sich für Flüchtlinge einsetzt, sondern weil immer mehr Einheimische unter der Flüchtlingswelle, ich nenn das Völkerwanderung, leiden.

    Wer sich für das interessiert, was wirklich abgeht, was die meisten Medien nicht zeigen, der findet genügend im Netz.
    63 17 Melden
    • Yolo 04.02.2016 16:31
      Highlight Oder weil sich die Deutschen schlicht überreagieren. Länder wie Libanon, Türkei, sogar Israel nehmen mehr Flüchtlinge auf als ganz Europa zusammen. Alleine das kleine Libanon beherbergt 2 Mio Flüchtlinge... nur so als keiner Input zum Thema Völkerwanderung.
      14 26 Melden
    • Serjena 04.02.2016 19:34
      Highlight Bitte würden alle diese .... Ich bin ein höflicher Mensch darum drei Punkte, sich bei 20Minuten oder Blick austoben, denn es ist lästig immer diese "braune Sauce" lesen zu müssen.
      4 6 Melden
    • Bowell 04.02.2016 19:59
      Highlight @Yolo: Guter Input. Libanon hat ca. 4.5 Mio Einwohner und nach deinen Angaben 2 Mio Flüchtlinge. Logische Schlussfolgerung ist also: Deutschland hat 80 Mio Einwohner müsste also 35 Mio Flüchtlinge aufnehmen können und die Schweiz mindestens noch 3 Mio. Da ist ja noch reichlich Luft nach oben...
      1 5 Melden
  • tomtom1 04.02.2016 14:31
    Highlight Nein, das passiert wenn man die Sorgen der Bürger ignoriert.
    57 11 Melden
    • Gipfeligeist 04.02.2016 15:48
      Highlight Etwa die Hälfte der Bürger ist mit Merkel ja immernoch zufrieden, die Sorgen liegen bei den 50% anderen. Nicht bei allen
      9 38 Melden
    • Retarded Wizard 04.02.2016 16:15
      Highlight Ja klar sebi, da die anderen 50% keine Einheimischen sind.
      21 8 Melden
    • blueberry muffin 04.02.2016 17:59
      Highlight Ja klar retarded wizard, sie sind zurueckgeblieben.
      2 8 Melden
    • Retarded Wizard 04.02.2016 18:26
      Highlight Ja Blueberry Muffin, möglicherweise ist der zurückgebliebene Zauberer tatsächlich zurückgeblieben.

      Diese Feststellung wäre ein bahnbrechender Erfolg in der Geschichte der Zauberei.

      So etwas gehört eigentlich in Grossbuchstaben auf die Titelseite von Watson.

      Wünsche noch einen zurückgebliebenen Abend, mein lieber Muffin.
      4 0 Melden

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