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«Ein wunderbarer Neger» – Bayerns Innenminister erklärt sich: «Ich verwende das Wort sonst überhaupt nicht» 

«Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger»: Mit seiner Äusserung in einer Talkshow sorgte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für Empörung. Jetzt versucht der CSU-Politiker zu erklären, warum er diesen Satz sagte. 

01.09.15, 13:48


Ein Artikel von

KITZBUEHEL, AUSTRIA - JANUARY 24:  Joachim Hermann attends the  Hahnenkamm Race on January 24, 2015 in Kitzbuehel, Austria.  (Photo by Hannes Magerstaedt/Getty Images)

Herrmann: Alles halb so wild. Bild: Getty Images Europe

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat am Morgen versucht, die Empörung über seine Äusserung in Frank Plasbergs Talkshow «Hart aber fair» zu entkräften.

«Robert Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat», hatte der CSU-Politiker in der ARD-Sendung zum Thema Flüchtlinge am Montagabend gesagt – und damit umgehend für Aufregung in den sozialen Netzwerken gesorgt.

BOTTROP, GERMANY - AUGUST 01:  Jury member Roberto Blanco looks on prior to the 4th annual World Handbag Throwing Championships at Movie Park Germany on August 1, 2015 in Bottrop, Germany. Athletes from across the globe gathered today to compete with four-member teams in disciplines including shot-put, crank-throw, freestyle and discus.  (Photo by Sascha Steinbach/Getty Images)

Roberto Blanco ein «wunderbarer Neger»? Bild: Getty Images Europe

Im ZDF-«Morgenmagazin» versuchte Herrmann seine Äusserung zu erklären. Es habe sich lediglich um die Reaktion auf die Einspielung eines Beitrags gehandelt, in dem ein bayerischer Bürger sagte, er wolle «Neger überhaupt nicht haben».

Diese Aussage sei «völlig inakzeptabel», und deshalb habe er das Beispiel Roberto Blanco gewählt, rechtfertigte sich der Innenminister. «Ich verwende das Wort Neger sonst überhaupt nicht», schob Herrmann nach. Beim FC Bayern spielten auch eine ganze Menge mit schwarzer Hautfarbe mit, und das fänden die Fans des FC Bayern auch gut, hatte er noch in der Talkshow ergänzt.

Moderator Plasberg reagierte schon in seiner Sendung mit einem «Holla» auf Hermanns Äusserung, im Netz folgten die Reaktionen umgehend:

Mit einem subtileren Jux hatte Strauss-Freund Blanco einst die schläfrigen Delegierten eines Unions-Parteitages erheitert. «Wir Schwarzen müssen zusammenhalten», rief er bekennerisch in den Saal, «da kam der Bum», und das Plenum erwachte.

(als)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • maddiepilz 01.09.2015 21:28
    Highlight hat *sag jetzt nicht der neger* herr blanco denn schon was dazu gesagt? der fand das wahrscheinlich sogar witzig
    2 0 Melden
  • Mike Mueller 01.09.2015 14:40
    Highlight wieder eine von den Medien gefakten Geschichte. Der Kontext wird überhaupt nicht gewertet, nur die einzelnen Wörter... das zeigt leider die ganze Oberflächlichkeit unserer heutigen Gesellschaft.
    7 0 Melden
    • poga 01.09.2015 14:49
      Highlight Meine Meinung. So dermassen schlimm war das gestern nicht. Und er hat es auch nicht abwertend gesagt. Der Fehler war dass er das Wort Neger nicht mit Farbiger(?) umschrieben hat.
      3 0 Melden

Mit den Nazis war in Chemnitz zu rechnen – nicht mit dem Versagen der Polizei

watson.de-Reporter Felix Huesmann war vor Ort und hat es direkt gefilmt. Da läuft ein rechtsradikaler Demonstrant am Montagabend in Chemnitz direkt an einem Polizisten vorbei und zeigt der Kamera und dem Beamten den Hitlergruss. Ins Gesicht. 

Und es passiert: nichts.

So läuft das offenbar in Deutschland 2018, wo der wütende Bürger die Strassen für sich beansprucht – und dabei ist nicht der Nazi selbst das Überraschende. Sondern die Polizisten vor ihm.

Das ist in Chemnitz ausserdem passiert:

Und …

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