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Wie ein chinesischer Tourist in Deutschland zum Flüchtling wurde – und sich erst 14 Tage später das Rätsel löst



Heidelberg Brücke Neckar

Alle Brücken führen nach Heidelberg – aber nicht unbedingt wieder heraus.
Bild: Wikimedia

Er kam, weil er sich Deutschland anschauen wollte: Der Chinese besuchte Heidelberg. Die Siedlung wurde von Kelten und Römern angelegt und war lange Zeit Residenz der deutschen Pfalzgrafen. Doch die Stadt wird dem Chinesen nicht in allerbester Erinnerung bleiben.

Der Grund: Der Aufenthalt des Touristen wurde unfreiwillig verlängert, weil der 31-Jährige durch deutsche Behörden zum Flüchtling gemacht wurde – und erst nach zwölf Tagen Deutschland wieder verlassen konnte. 

Der kafkaeske Amtswahn begann, als der Asiate den Diebstahl seines Portemonnaies melden wollte. Statt bei er Polizei landete er bei einer anderen Behörden. «Ganz nachvollziehen lässt sich das heute nicht mehr», erläuterte Christoph Schlütermann aus dem Kreisvorstand des Deutschen Roten Kreuzes der «Dülmener Zeitung». «Der Mann sprach weder Englisch noch Deutsch – nur Mandarin.»

A Chinese tourist with a colorful umbrella takes a picture visiting the Roemerberg square in Frankfurt, Germany, on a warm Friday, July 29, 2016. (AP Photo/Michael Probst)

Eine Chinesin macht sich ein Bild von Deutschland. Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

Statt einer Anzeige unterschrieb der Unwissende einen Asylantrag, woraufhin ihm sein Pass eingezogen und durch Flüchtlingsdokumente ersetzt wurde. Über Dortmund wird der Chinese in ein Heim nach Dülmen gebracht, wo seine Fingerabdrücke genommen werden. Er bekommt einen Schlafplatz, Essen und Taschengeld.

Erst nach einer Woche wundert sich DRK-Mitarbeiter Schlütermann über die gute Kleidung des «Flüchtlings» – und dank einer Sprach-App wird schliesslich der kapitale Fehler bemerkt. Doch es dauert noch geraume Zeit, bis die Papiere des Besuchers wieder bei ihrem Besitzer sind und er nach Italien und Frankreich weiterreisen kann.

Ob er wieder nach Deutschland kommen wird? Man darf es bezweifeln ...

(phi)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • unFayemous 09.08.2016 08:26
    Highlight Highlight Wenna doch nur jemanden gäbe der beide Sprachen kann und zwischen denn beiden Kommunikation erlauben könnte...
    Wie ein Dolmetscher 🤔
  • wasylon 08.08.2016 20:11
    Highlight Highlight Über Dortmund? Hoffentlich nicht am Montag vor einer Woche.
    Play Icon
  • _Phippu 08.08.2016 20:07
    Highlight Highlight Ich werde nie verstehen, wieso manche chinesische Touristen nach Europa kommen, ohne ein Wort Englisch zu sprechen.
    • Aurorafalter 08.08.2016 20:17
      Highlight Highlight Ich war auch schon in China, ohne ein wort mandarin zu sprechen.
      War ganz schön.
    • _Phippu 08.08.2016 20:25
      Highlight Highlight @aurorafalter Ja das glaub ich dir. Aber English ist eine internationale Sprache & sollte man in China mal Probleme haben, kommt man auch nicht weit wenn man nur Deutsch spricht. Da hilft es auch wenn man Englisch spricht.
    • JoJodeli 08.08.2016 22:24
      Highlight Highlight Man kommt in China auch mit Englisch nicht sehr weit, gar nicht weit sogar...
  • Stellklaus 08.08.2016 19:10
    Highlight Highlight Grossartige Geschichte.

    Ich frage mich ob er wohl dachte das wäre Standardprozedur, wenn man in Deutschland einen Diebstahl meldet xD
  • reaper54 08.08.2016 17:52
    Highlight Highlight Deutschland hat offensichtlich noch nicht genug von den Flüchtlingen! 😄
  • 321polorex123 08.08.2016 17:38
    Highlight Highlight Das Bild finde ich sehr illustrierend. 😄
    "Eine Chinesin macht sich ein Bild von Deutschland."
  • Thanatos 08.08.2016 17:13
    Highlight Highlight Die können doch gar nicht mehr zwischen Flüchtling und Tourist differenzieren 😂😂😂
    • Hierundjetzt 08.08.2016 22:21
      Highlight Highlight Axantas: also ein Zürcher der "an einem Projekt" in Berlin arbeitet...?

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