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Angela Merkel erneut zur deutschen Bundeskanzlerin gewählt

14.03.18, 09:57 14.03.18, 15:27


Bild: AP/AP

Sechs Monate nach der Bundestagswahl haben die Abgeordneten die CDU-Vorsitzende Angela Merkel als deutsche Kanzlerin wiedergewählt. Die seit 2005 amtierende Kanzlerin wurde damit wie erwartet im ersten Wahlgang bestätigt. Für Merkel ist es die vierte Amtszeit.

Bei der Abstimmung im deutschen Parlament erhielt die CDU-Chefin 364 von 688 abgegebenen gültigen Stimmen. Es gab 315 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen. Für die Wahl des Kanzlers ist in Deutschland die Mehrheit aller Mitglieder des Bundestags erforderlich. Diese sogenannte «Kanzlermehrheit» entspricht derzeit 355 Stimmen.

Merkels grosse Koalition aus Christ- und Sozialdemokraten verfügt zusammen aber über 399 der 709 Parlamentssitze. Auch wenn nicht alle Abgeordneten anwesend waren, haben ihr also etliche Koalitionsabgeordnete die Stimme verweigert.

«Das ist für sie kein guter Start», sagte der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki. «Gewählt ist gewählt», sagte dagegen der künftige CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer nach der Abstimmung und verwies auf die langwierige Regierungsbildung.

Glückwünsche von allen Seiten

Nach der Verkündigung des Ergebnisses durch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagte Merkel: «Ja, Herr Präsident, ich nehme die Wahl an.» Schäuble wünschte Merkel daraufhin «von Herzen Kraft und Erfolg und Gottes Segen bei der Bewältigung ihrer grossen Aufgabe».

Anschliessend wurde die Merkel im Schloss Bellevue von Präsident Frank-Walter Steinmeier ernannt. «Herzlichen Glückwunsch, Frau Bundeskanzlerin», sagte Steinmeier beim Überreichen der Ernennungsurkunde.

Anschliessend stand Merkels Vereidigung im Bundestag an. Danach sollten auch ihre Minister ernannt und vereidigt werden. Für 17.00 Uhr ist dann die erste Kabinettssitzung der neuen Regierung vorgesehen. Damit endet 171 Tage nach der Bundestagswahl die längste Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik.

Nach der Wahl am 24. September hatten zunächst CDU, CSU, FDP und Grüne Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition geführt. Nachdem die FDP die Gespräche platzen liess, nahmen Union und SPD Beratungen über eine Neuauflage der grossen Koalition auf. (sda/reu/afp/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bivio 14.03.2018 12:57
    Highlight Die AfD hat ihre Chance verpasst, Angela Merkel zu verhindern. Sie hätte nur Angela Merkel zur Bundeskanzlerin vorschlagen müssen, und öffentlich zu ihr die Unterstützeng der AfD zusichern. Vor lauter Trotz hätten die anderen Parteien Angela Merkel dann nicht gewählt. ;)
    7 4 Melden
  • Don Alejandro 14.03.2018 11:57
    Highlight Was anderes blieb ja auch nicht übrig....
    17 8 Melden
  • Bombenjunge 14.03.2018 11:19
    Highlight Ein ganz dunkler Tag für den normalen Bürger.
    38 20 Melden
    • Fabio74 14.03.2018 13:00
      Highlight Warum? Weil der deutsche Rechtsstaat und die Demokrstie einwandfrei funktionieren? Auch wenn das dem Braunen Pöbel nicht passt?
      9 13 Melden
    • Triumvir 14.03.2018 13:34
      Highlight Nein ist er nicht. Ein AFD'ler wäre nämlich um Welten schlimmer für Deutschland, Europa und die übrige Welt gewesen! Dein Nick ist übrigens echt bescheuert!
      8 11 Melden
  • Fabio74 14.03.2018 10:51
    Highlight Eine saubere und demokratische Wahl.
    17 44 Melden
    • Juliet Bravo 14.03.2018 12:21
      Highlight Hast du daran gezweifelt?
      1 3 Melden
    • Armend Krasniqi 14.03.2018 12:47
      Highlight Und wenn es nicht Merkel wäre, dann wäre es nicht demokratisch?
      7 1 Melden
    • Fabio74 14.03.2018 14:33
      Highlight @alle ich zweifle nicht am deutschen Rechtsstaat.
      Aber Goldjunge und andere die von Untergang schwafeln.
      4 8 Melden
    • gas_wookie 14.03.2018 19:50
      Highlight @Fabio: Das der EU Musterknaben DE eine demokratische Wahl abhält ist jetzt wirklich keine Erwähnung wert, da erwartungsgemäss. Die Demokratie
      darf übrigens auch gefeiert werden wenn einem persönlich z.B. eine Afd gegen den Strich geht aber auch sie demokratisch gewählt wurde. Demokratie ist eben keine Einbahnstrasse Fabio. Allerdings ist das Fortbestehen
      der merkelschen Feudalherrschaft nicht gut für DE denn das Aussitzen der kommenden Legislatur wird das Land lähmen und Europa ist auf ein progressives DE angewiesen, wenn die goldenen
      Zeiten angestrebt werden.
      2 0 Melden

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