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Schadsoftware gelangte durch E-Mails in das Bundestags-Netzwerk

Beim Cyberangriff auf das Computernetzwerk des deutschen Bundestags sind sich die Ermittler laut einem Medienbericht sicher, dass die Schadsoftware durch E-Mails in das Netzwerk des Parlaments gelangte. An mindestens zwei Computer soll das E-Mail gegangen sein.



Der Link im E-Mail führte demnach zu einer Website, die mit Schadsoftware präpariert worden sei, berichtete die «Welt» in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf Sicherheitsbehörden. Dieses Programm solle sich daraufhin unbemerkt installiert haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen des zuständigen Bundesamtes handelt es sich bei der Schadsoftware um einen Trojaner, der in ähnlicher Form bereits seit Monaten bei Hackerattacken in mehreren Ländern zum Einsatz kam. Wie die «Welt» weiter schreibt, soll es sich um ein Programm handeln, das mutmasslich russische Hackern entwickelt haben.

Hacker aus Russland im Visier

Der Trojaner soll bereits beim Cyberangriff auf den französischen TV-Sender TV5 Monde im April eingesetzt worden sein. Damals hatten sich radikale Islamisten im Namen des «CyberKalifats» zur Attacke bekannt. Aus französischen Justizkreisen verlautete allerdings Anfang der Woche, dass sich die Ermittler im Zusammenhang mit dem Angriff auf Hacker aus Russland konzentrierten.

Bundestagspräsident Norbert Lammert hatte am Donnerstag erklärt, in den vergangenen zwei Wochen habe es keine «Datenabflüsse» mehr gegeben. Dies bedeute aber nicht, dass der Angriff «endgültig abgewehrt und beendet» sei. Lammert erläuterte, bisherige Auswertungsergebnisse legten nahe, dass das IT-System des Bundestags «mindestens in Teilen» erneuert werden müsse. (kad/sda/afp)

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