International

Aus einer 1 wird eine 7 - falsche Jahreszahl auf dem Grabkreuz von Guido Westerwelle.
Bild: EPA/DPA

Ups, beim Begräbnis von Guido Westerwelle stand eine falsche Jahreszahl auf dem Grabkreuz

Hunderte haben sich in Köln von Guido Westerwelle verabschiedet. Wer am Grab genau hinguckte, dürfte sich gewundert haben: Das Kreuz machte den Ex-Aussenminister sechs Jahre jünger.

02.04.16, 18:59

Ein Artikel von

Es war ein emotionaler und bewegender Abschied. Die Spitzen des Staates waren nach Köln gekommen, um Guido Westerwelle die letzte Ehre zu erweisen: Kanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Joachim Gauck und Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Hunderte Gäste waren bei der bewegenden Trauerfeuer dabei, beim anschliessenden Begräbnis auf dem Kölner Melaten-Friedhof aber gab es eine kleine Panne. Das Holzkreuz am Grab Westerwelles war mit dem falschen Geburtsjahr beschriftet. Sein Geburtstag war nicht der 27.12.1967, wie es auf dem Kreuz stand, sondern der 27.12.1961. Offenbar waren die Ziffern 1 und 7 verwechselt worden - siehe Foto oben.

Nach Ende der nicht öffentlichen Bestattung strömten mehrere hundert Menschen zum Grab, um Blumen abzulegen. Merkel sagte, die Nachricht von Westerwelles Tod habe sie völlig unvermittelt getroffen. Sie habe nicht glauben wollen, dass es ihm nicht vergönnt sein sollte, sein «zweites Leben nach der Politik» gebührend auszukosten. Sein Tod sei schwer zu akzeptieren und schon gar nicht zu fassen.

In seiner Predigt ging Prälat Karl Jüsten, der Westerwelle von klein auf kannte, auch darauf ein, dass der Politiker polarisieren konnte. «Er war für viele eine Identifikationsfigur - und für manche genau das Gegenteil», sagte Jüsten. Westerwelle sei selbstbewusst, vielleicht auch selbstsicher, jedoch auch ein Suchender gewesen: «Er suchte Anerkennung, Liebe und Geborgenheit.» Diese habe er vor allem bei seinem Mann Michael Mronz gefunden.

Der an Leukämie erkrankte Westerwelle war am 18. März im Alter von 54 Jahren gestorben.

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Gemäss aktueller Umfrage: AfD überholt erstmals deutschlandweit die SPD

Die rechtspopulistische AfD hat in einer Umfrage erstmals die SPD deutschlandweit überholt. In der neuen INSA-Umfrage für die «Bild»-Zeitung landen die Sozialdemokraten nach dem Chaos der letzten Wochen bei nur noch 15.5 Prozent (minus 1.5), die AfD liegt knapp vor der SPD mit 16 Prozent (plus 1).

Die Union kann etwas zulegen auf 32 Prozent (+2) und ist damit mehr als doppelt so stark wie die SPD. Die FDP landet bei 9 Prozent (-1.5), die Linke bei 11 Prozent (-0.5), die Grünen kommen …

Artikel lesen