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epa05464103 German model Gina-Lisa Lohfink (C) and her manager Helmut Werner (L) and Florian Wess (R) arrive to the Tiegarten local court in Berlin, Germany, 08 August 2016, where the trial against her for false testimony continues. Lohfink stands trial for deliberately falsely accusing two man of rape in 2012.  EPA/JOERG CARSTENSEN / POOL

Gina-Lisa Lohfink im Gerichtsgebäude in Berlin.
Bild: EPA/DPA POOL

Gina-Lisa Lohfink bricht während Prozess in Tränen aus – Richterin rügt Verteidiger

Der Verhandlungstag im Berliner Lohfink-Prozess ist schon nach kurzer Zeit unterbrochen worden: Das angeklagte Model weinte beim Anblick des umstrittenen Sex-Videos – die Vorsitzende der Kammer reagierte sofort.

08.08.16, 11:54 08.08.16, 12:11


Ein Artikel von

Im Verfahren gegen Gina-Lisa Lohfink ist das angeklagte Model vor Gericht in Tränen ausgebrochen. Als die Richterin ein Sexvideo zur Beweisaufnahme – den Laptopmonitor vom Publikum abgewandt – anschauen liess, blieb Lohfink zunächst auf ihrem Platz, dann holte ihr Anwalt sie dazu. «Es ist wirklich schlimm, was hier mit mir gemacht wird», sagte sie und weinte. Richterin Antje Ebner rügte daraufhin den Anwalt:

«Sehen Sie nicht, dass Ihre Mandantin emotional überfordert ist? Warum müssen Sie Ihre Mandantin so vorführen?»

Richterin Anje Ebner

Die Verhandlung wurde für zehn Minuten unterbrochen. Die frühere «Germany's next Topmodel»-Kandidatin muss sich vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen falscher Verdächtigung verantworten, weil sie zwei Männer der Vergewaltigung beschuldigt.

Im Laufe des Tages soll auch einer der beiden von Lohfink beschuldigten Männer als Zeuge gehört werden. Der 32-jährige Sebastian C. war lange nicht auffindbar und tauchte kurz vor der Verhandlung überraschend auf. Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen die beiden Männer hatten sich in früheren Ermittlungen nicht bestätigt.

German model and reality-TV star Gina-Lisa Lohfink arrives at a court in Berlin, Germany, August 8, 2016. REUTERS/Hannibal Hanschke

Gina-Lisa Lohfink erhält Unterstützung bei ihrer Ankunft vor dem Gerichtsgebäude in Berlin. 
Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

In dem Verfahren muss das Amtsgericht Tiergarten muss die Frage klären, ob Gina-Lisa Lohfink Pardis F. und Sebastian C. zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt hat. Die beiden Männer hatten im Juni 2012 Sex mit Lohfink und machten Filmaufnahmen davon. Teile der Videos kursieren seit Jahren im Internet. In einigen Sequenzen ist zu sehen, wie Lohfink «Nein» und «Hör auf» sagt.

Die Staatsanwaltschaft hält Lohfinks Vergewaltigungsvorwurf für unbegründet. Es handele sich um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr. Demnach bezogen sich Lohfinks Worte «Nein» und «Hör auf» auf das Filmen. Ende 2015 bekam Lohfink einen Strafbefehl über 24'000 Euro wegen falscher Verdächtigung. Weil das Model nicht zahlen wollte, steht es nun vor Gericht. (mxw/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno S. 88 08.08.2016 13:02
    Highlight Was ist an der Aussage von Spiegel drann, die Polizei hätte den E-Mail Verkehr zwischen Ihr und einem der vermeintlichen Vergewaltiger sicher gestellt. Darin sei zu lesen, wie sie sich über die Veröffentlichung des Videos unterhalten und wieviel Geld sie damit machen könnten?
    Ich habe nur in einem Bericht von Spiegel darüber gelesen, sonst nirgendwo. Sollte das mit den E-Mail Nachrichten stimmen, wäre die sache doch eindeutig?
    10 7 Melden
  • DailyGuy 08.08.2016 12:41
    Highlight Egal ob es sich ums filmen handelt oder um den Geschelchtsverkehr an sich geht: Wenn ein Sexpartner/in "Nein" oder "Hör auf" sagt, wird aufgehört. Mit allem. Dann kann man fragen: "Was meinst du? Stimmt etwas für dir nicht?"
    Aber einfach weiterzumachen geht nicht. Sex macht nur Spass wenn es beiden gefällt. Schluss aus.
    34 18 Melden
    • TodosSomosSecondos 08.08.2016 14:13
      Highlight Es geht hier aber um ein Gerichtsverfahren, welche bekanntlich mit gesundem Menschenverstand wenig zu tun haben. Nach geltendem Recht können die beiden Ekelpakete nicht verurteilt werden... aber wenn ich mir überlege, wie das Gesetz aussehen müsste, mit welchem sie bei dieser Sachlage verurteilt werden könnten.. dann graust mir davor ebenso..
      11 7 Melden
    • Alex_Steiner 08.08.2016 14:29
      Highlight "Soll ich langsamer machen?", "Nein" => Mit allem aufhören. Kontext spielt ja anscheinend keine Rolle.
      14 4 Melden
    • DailyGuy 08.08.2016 15:43
      Highlight @Alex_Steiner: Die Ausnahme bestätigt die Regel ;). Nein, natürlich ist der Kontext der Antwort wichtig. Meine Aussage sollte sein: Jeder Mensch muss sich beim Sex wohlfühlen. Ändert sich die Meinung bzw. möchte die andere Person (auch während dem Sex) nicht mehr, hat der Partner/in dies zu respektieren und aufzuhören. Ohne wenn und aber.
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