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100-Einwohner-Ort in Niedersachsen nimmt 1000 Flüchtlinge auf

Das Dorf Sumte in Niedersachsen hat hundert Einwohner - und wird bald tausend Flüchtlinge aufnehmen. Man müsse alle geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten ausschöpfen, heisst es im Ministerium.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Sumte in Niedersachsen ist ein überschaubares Örtchen; nur hundert Menschen leben dort. Bald werden es deutlich mehr sein: In dem Ort soll die bislang grösste Unterkunft für Flüchtlinge im Landkreis Lüneburg entstehen, wie die «Landeszeitung» berichtet. Bis zu tausend Flüchtlinge sollen in eine Notunterkunft einziehen.

Das Lager werde noch im Oktober in Betrieb genommen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Ein seit mehreren Jahren leer stehendes Bürogelände ist als Wohnraum angedacht.

«Dem Land Niedersachsen ist bewusst, dass eine Unterbringung von so vielen Menschen in einer relativ kleinen Gemeinde natürlich auch zu einer Belastung für die Region und ihre Bewohner werden könnte», erklärte Ministeriumssprecherin Nadine Bunzler. Angesichts der unerwartet hohen Zugänge müssten aber alle Unterbringungsmöglichkeiten mit geeigneten Strukturen genutzt werden.

Zuletzt war die fränkische Gemeinde Hardheim in die Schlagzeilen geraten. Die 4600-Einwohner-Gemeinde nahm vor kurzem ebenfalls tausend Flüchtlinge auf. Der Bürgermeister des Ortes hiess sie in einem Brief willkommen, stellte darin aber auch Benimmregeln auf - und erntete dafür Kritik.

kis/dpa

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 10.10.2015 12:48
    Highlight Highlight Es wird keine Lösung geben, es wird sich alles auf Deutschland und Schweden konzentrieren. Man wird es nicht schaffen, dass Polen, Estland oder Ungarn Muslime aufnimmt. Und was sollen die bitterarmen osteuropäischen Staaten wie Rumänien, Serbien, Bulgarien tun? Zu rufen, es gibt es keine Obergrenze und gleich die Flüchtlingscamps in der Türkei, wo die Menschen ordentlich untergebracht sind, kritisieren. Die Türken haben bessere Bedingungen geschaffen als die UN es in Syrien und im Irak konnte, weil sich in Europa niemand für das Elend in den Flüchtlings-Camps interessierte.

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