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Plattenfirma hat Schnauze voll: Kollegah und Farid Bang nicht mehr unter Vertrag bei BMG

19.04.18, 18:26 20.04.18, 07:41

Nach dem Eklat um die Echo-Auszeichnung für ein als judenfeindlich kritisiertes Rap-Album zieht die Plattenfirma Bertelsmann Music Group (BMG) Konsequenzen. Nach Angaben eines Sprechers des Mutterkonzerns Bertelsmann soll die Zusammenarbeit vorerst auf Eis gelegt werden.

«Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen», sagte BMG-Chef Hartwig Masuch am Donnerstag der Online-Ausgabe der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

«Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen»

BMG-Chef Hartwig Masuch

Die BMG mit Sitz in Berlin hatte in Kooperation mit den Musik-Labels Banger Musik und Alpha Music Empire der Rapper Farid Bang und Kollegah das umstrittene Album «Jung, brutal, gutaussehend 3» veröffentlicht.

Zudem will BMG eine Kampagne gegen Antisemitismus starten. Die Musikrechte-Tochter des Medienunternehmens Bertelsmann schiebt das Projekt mit rund 100'000 Euro an. «Gemeinsam mit sachverständigen Organisationen sollen Projekte zur Bekämpfung der besorgniserregenden Entwicklung an Schulen ausgesucht werden», heisst es in einer Pressemitteilung. Der Schwerpunkt dabei soll in Berlin liegen.

Die Musiker waren vorige Woche für das Werk mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet worden. Textzeilen wie «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» und «Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow» hatten heftige Kritik und eine Debatte um Antisemitismus ausgelöst. (sda/dpa)

Mimiks rappt Kollegah

Video: watson

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Señor V 20.04.2018 08:15
    Highlight Klingt absolut heuchlerisch. Wenn man Geld damit machen kann, akzeptiert man einiges. Sobald es in der Kritik steht, schiebt man es ab.. Man will ja seinen Namen nicht beschmutzen. Klar ist aber, dass BMG die Textpassagen kannte und jetzt dieser Auftritt. Blamabel. Mit den € 100.000 versuchen sie nun billig ihren Namen reinzuwaschen. Für eine flächendeckende Kampagne weit aus zu wenig.... Ausserdem was tun sie "für" die Frauen und Homosexuellen, welche auch von den Textpassagen "betroffen" sind?
    10 0 Melden
  • Al Paka 20.04.2018 06:33
    Highlight Irgendwie etwas scheinheilig, zuerst abkassieren mit Vertrieb etc.
    Dann,wenn die Öffentlichkeit(Medien😉) auf die Barikaden geht, sich davon distanzieren.
    Als ob ihr Verhalten und ihre Texte erst seit dem Echo so wären...
    19 0 Melden
  • Platon 19.04.2018 23:57
    Highlight Ich kenne Kollegah und Farid Bang erst seit 4 Tagen. Ihre "Musik" ist, naja darüber kann ich nichts aussagen, da das für mich keine Musik ist, geschweige denn gute Texte.
    Aber was für eine Verlogenheit in den Kommentarspalten herrscht auf Watson ist ja nicht zu überbieten. Zuerst heists es, die Medien puschen es auf und jetzt heisst es, die Plattenfirma ist heuchlerisch, weil Kollegah seit Beginn antisemitisch ist.
    Die Typen sind antisemitisch! was gibt es da noch alles zu relativieren?!

    Oder wie es hcb78 zu pflegen sagt: Stop making stupid people famous! Echt jetzt!
    14 12 Melden
  • Bombenjunge 19.04.2018 21:14
    Highlight Da muss ich ja lachen. Es war eh auf ein Album beschränkt. Allerdings muss BMG natürlich jetzt auf Distanz gehen, denn in Deutschland darfst Du ALLES, nur nicht auch nur annäherungsweise etwas antisemitisches sagen. Die Fürchten einfach das Deutsche Heuchlertum, darin sind die nämlich Weltmeister, nicht nur im Fussball.
    46 94 Melden
    • Natürlich 20.04.2018 09:28
      Highlight Genau so, wenns ums Judentum geht, da verstehen sie weder Spass oder Ironie noch Satire.
      10 1 Melden
  • elmono 19.04.2018 20:34
    Highlight BMG hat nur den Vertrieb übernommen. Mehr nicht.
    11 19 Melden
  • Joe Smith 19.04.2018 20:01
    Highlight Erbärmlich. Entweder sie finden den Text unhaltbar, dann sollen sie ihn aber von Beginn weg gar nicht rausbringen. Oder sie finden ihn gut, dann sollen sie dann aber auch zu ihrem Künstler stehen, auch und gerade, wenn's schwierig wird. Aber erst das grosse Geschäft machen und dann beim ersten Gegenwind den Schützling wie eine heisse Kartoffel fallen lassen ist einfach nur erbärmlich.
    79 3 Melden
  • hcb78 19.04.2018 19:52
    Highlight Stop making stupid people famous...
    106 13 Melden
    • Natürlich 20.04.2018 06:55
      Highlight Hahahahaha, „making famous“ 😂
      als wären die nicht schon berühmt...
      2 23 Melden
    • elmono 20.04.2018 09:15
      Highlight Die Zwei haben mit JBG 3 pro Kopf ca. 5 Millionen eingenommen. Wer ist jetzt der Dumme...
      3 6 Melden
    • Natürlich 20.04.2018 09:30
      Highlight Was sollen die Blitze?
      Wie kann watson jemanden „berühmt machen“ wenn die Person selbst schon viel berühmter ist als dieses NewsPortal selbst?
      Ergibt ja keinen Sinn..
      4 6 Melden
  • ubu 19.04.2018 19:43
    Highlight Sorry, aber mit 100'000 € macht man keine "Kampagne gegen Antisemitismus", damit kauft man sich eher ein Feigenblatt.
    72 5 Melden
  • loccodelcocco 19.04.2018 19:17
    Highlight Der Vertrag für die Zusammenarbeit wär sowieso nur auf dieses Album begrenzt - jetzt so zu tun als wär das eine Distanzierung der beiden ist blanker Hohn. Vorher gut abkassiert damit 😅
    55 2 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.04.2018 19:13
    Highlight "Plattenfirma hat Schnauze voll"
    Genau, die haben einfach Angst, die Geschichte werde auf sie zurückfallen.
    Wie hies es noch in der Pressemitteilung bei der Albumveröffentlichung?: "Mit Kollegah und Farid Bang sind wir jetzt die Nummer eins in Deutschland." (http://www.zeit.de/2018/17/sven-regener-echo-kollegah-farid-bang-bertelsmann-kritik/komplettansicht)
    Und die hatten natürlich keine Ahnung, was da alles auf der Platte war oder? Wer soll das dann bitte ernst nehmen können. Wobei, ich denke Kollegah und Co wird das egal sein, die sind vermutlich gross genug.
    68 3 Melden
  • Sheez Gagoo 19.04.2018 19:10
    Highlight Heuchler.
    63 3 Melden
  • Gubbe 19.04.2018 18:59
    Highlight Ist ganz ok, dass die Beiden rausgeschmissen wurden. Diese angekreideten Zeilen peilen 70 Jahre zurück und sind unangebracht. Allerdings ist auch die Plattenfirma nicht eben die hellste. Man muss den Inhalt und die Sprüche kennen, bevor man sie presst!
    65 15 Melden
  • Captain Downtown 19.04.2018 18:52
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • Palatino 19.04.2018 19:09
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Harpist 19.04.2018 18:50
    Highlight Sorry aber das ist doch nur heuchlerisch. Die Zeilen sind nicht erst seit gestern veröffentlicht.
    271 5 Melden
    • pistolpete 19.04.2018 20:11
      Highlight Heuchlerisch ist vor allem, dass der deutschsprachige Raum sich ausschliesslich über die antisemitischen Zeilen aufregt und nicht über die mindestens so üblen frauenverachtenden und rassistischen Passagen. Wenn ich mir dann vor Augen halte, dass reihenweise bereits 12-jährige diese Texte verschlingen, habe ich als Vater einiges klarzustellen. Es gibt coolere Aufgaben.
      72 5 Melden
    • Tartaruga 20.04.2018 09:01
      Highlight Könnt Ihr den Kommentar von Pistolpete highlighten? In dieser ganzen Diskussion über antisemitische Inhalte geht der Rest der Songtexte unter. Da könnte man meinen, die wären in Ordnung.

      Die Argumentation mit "so ist Battle Rap, Deutsch Rap" was auch immer kann ich nicht mehr hören. Vor 10-15 Jahren hat sich der meiste Mist nicht annähernd so schlimm angehört.
      7 0 Melden
  • Gringoooo 19.04.2018 18:45
    Highlight Erst kassieren und dann aus der Verantwortung stehlen. Wer hat die Songs denn auf den Markt gebracht? Wer hat sie abgesegnet?

    Ziemlich scheinheiliger Move meiner Meinung nach ...
    386 6 Melden
    • schuldig 19.04.2018 19:53
      Highlight Exakt!
      Da kann man locker 100'000 investieren, weil durch die Publicity hst das Album viel mehr Kohle gebracht als ohne
      24 1 Melden
  • pun 19.04.2018 18:35
    Highlight Die Plattenfirma hat nicht die Schnauze, sondern die Hosen voll. Hätte es was mit Haltung zu tun, hätten sie bereits solche Zeilen wie "ich mach wiedermal nen Holocaust" nicht akzeptiert und es vor der Veröffentlichung gestoppt.
    515 14 Melden
    • phreko 19.04.2018 19:54
      Highlight Die sind doch bloss der Vertriebspartner und künstlerisch nicht beteiligt.
      6 17 Melden
    • pun 19.04.2018 21:01
      Highlight Sie haben die beiden als Aushängeschilder ihrer Firma gebraucht, natürlich hätten sie auch ein Wörtchen mitzureden wenn ihre Künstler den Holocaust verharmlosen. Aber das hätte halt mit Haltung zu tun und nicht mit reiner Geldmacherei.
      21 3 Melden
    • exeswiss 20.04.2018 03:26
      Highlight @phreko wenn ich mit 2 kumpels eine bank überfalle, aber nur draussen im fluchtauto warte, bin ich auch nur logistiker, was?
      12 1 Melden
  • Tooto 19.04.2018 18:34
    Highlight Hmm. Haben sie das Album nun also doch mal angehört :P
    Die Macht der Medien
    67 0 Melden
  • RipiRip 19.04.2018 18:33
    Highlight Wow Starkes zeichen, mit Ihnen eürde sich nämlich trotz allem mächtig Kohle machen..!
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