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ARCHIV – ZUR SDA MELDUNG, DASS DIE SCHWEIZ BEI DER LUFTVERSCHMUTZUNG DIE SCHRAUBE ANZIEHEN UND DIE FEINSTAUBBELASTUNG WEITER REDUZIEREN WIRD, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, DEM 22. FEBRUAR 2017, FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Abendlicher Autoverkehr in der Innenstadt, aufgenommen am 19. Januar 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaeten Bally)

Bild: KEYSTONE

Neuer Skandal in der Autoindustrie: Forscher sollen Abgase an Menschen getestet haben

Die deutsche Autoindustrie hat laut einem Medienbericht indirekt nicht nur Abgastests an Affen finanziert – sondern auch an Menschen. Daimler zeigt sich davon «erschüttert».



Ein Artikel von

Spiegel Online

Zuletzt war ein von der Autoindustrie finanzierter Lobbyverein in die Kritik geraten, weil er Wissenschaftler in den USA mit Abgasversuchen an Affen beauftragt hatte. Laut einem Zeitungsbericht mussten aber auch menschliche Probanden das Reizgas Stickstoffdioxid (NO2) einatmen.

Demnach unterstützte die «Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor» (EUGT) ein Experiment, bei dem 25 junge und gesunde Testpersonen an einem Institut des Uniklinikums Aachen über mehrere Stunden hinweg in unterschiedlichen Konzentrationen Stickstoffdioxid einatmeten. Das berichtet die «Stuttgarter Zeitung». Autoabgase gelten als Hauptquelle des Stoffes.

Anschliessend wurden die Testpersonen untersucht. Ergebnis: Laut EUGT konnte keine Wirkung festgestellt werden. Die Studie wurde laut «Stuttgarter Zeitung» 2016 veröffentlicht. Die EUGT wurde ein Jahr später aufgelöst. Sie war 2007 von den Konzernen Daimler, VW, BMW und dem Autozulieferer Bosch gegründet worden.

Daimler distanziert sich von beiden Studien

Der zuständige Aachener Institutsleiter Thomas Kraus wies darauf hin, dass die Untersuchung nicht besonders aussagekräftig sei, weil man die Befunde nicht auf die gesamte Bevölkerung übertragen könne und weil Stickstoffdioxid nur einen Teil der gesamten Luftbelastung ausmache. Man dürfe den Versuch mit den Probanden deshalb nicht instrumentalisieren, um Entwarnung zu geben, zitiert die Zeitung den Wissenschaftler.

Der Stuttgarter Daimler-Konzern distanzierte sich am Sonntag sowohl von den Untersuchungen an den Affen als auch von der Aachener Studie. Man verurteile die Versuche «auf das Schärfste», sagte ein Sprecher gegenüber der Zeitung. Das Vorgehen der EUGT «widerspricht unseren Werten und ethischen Prinzipien». Jetzt soll es auf Wunsch des Konzerns eine «umfassende Untersuchung» geben.

Volkswagen hat sich bislang lediglich für die Versuche mit Affen entschuldigt. Man distanziere sich klar von allen Formen der Tierquälerei. Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte der «Welt», die Vorgänge in den US-Labors müssten offengelegt werden.

VW-Betriebsrat: «Personelle Konsequenzen prüfen»

«Wir als Betriebsrat haben da eine klare Meinung: Wenn das so stimmt, dann hat das mit einwandfreiem ethisch-moralischen Verhalten nichts, aber auch gar nichts zu tun», sagte Osterloh. Darin verwickelte VW-Manager sollten nach seinen Worten zur Rechenschaft gezogen werden. «Sollten damalige Verantwortliche noch an Bord sein, dann müssen personelle Konsequenzen geprüft werden.»

Die Experimente mit den Affen waren durch eine Recherche der «New York Times» öffentlich geworden. Die Zeitung berichtete, 2014 seien die Tiere vier Stunden lang in Räumen mit Auspuffgasen eines – mit manipulierter Abgastechnik ausgestatteten – VW Beetle eingesperrt gewesen.

Die Tests waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat. Das US-amerikanische Lovelace Respiratory Research Institute führte die Untersuchung durch, Auftraggeber war die EUGT. VW war laut dem Studienleiter dabei federführend. (mja)

Warum ist Diesel tödlich?

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • murrayB 29.01.2018 12:20
    Highlight Highlight Was ist das schlimme daran? Die Testpersonen werden schon nicht gestorben sein und sich freiwillig gemeldet haben... Also alles im Rahmen des üblichen...

    Medikamente werden auch an Menschen getestet bevor sie eine Zulassung haben...
  • Lowend 29.01.2018 10:49
    Highlight Highlight Alle Menschen, die entlang von Hauptstrassen und Autobahnen, oder generell in Städten wohnen sind seit Jahrzehnten dieser Dreckluft ausgesetzt und kein Mensch schert sich einen Deut darum!

    Jetzt wird publik, dass diese Tod und Dreck produzierende Industrie tierische und menschliche Probanden unter kontrollierten Bedingungen begast hat und alle Heuchler schreien laut auf, um dann gleich wieder in solche Dreckschleudern zu hocken und unschuldige Menschen zu begasen und wenn es das Schicksal will, zu töten.
  • Christian Mueller (1) 29.01.2018 10:45
    Highlight Highlight Dieser Freilufttest wird seit Erfindung des Verbrennungsmotores an uns allen gemacht. Insbesondere denen, die nahe an einer Autobahn leben und an 'verkehrsorientierten' Strassen. (Zur erklärung: Das ist immer sehr weit weg, von den Bossen der involvierten Firmen...)
  • siorpaesas 29.01.2018 10:15
    Highlight Highlight Das wäre ein perfekter Titel für den Postillon..
  • Grave 29.01.2018 09:25
    Highlight Highlight Lustig. Bei Tierversuchen alle entsetzt:"das ist gegen den willen des tieres... blabla." Und wenn sie menschen nehmen, welche wohl kaum von den unternehmen entführt und dazu gezwungen werden, ists auch nicht recht. Sollen sie die abgase an steine testen ?
  • Wilhelm Dingo 29.01.2018 08:42
    Highlight Highlight Pure Gelgier!
  • EvilBetty 29.01.2018 08:36
    Highlight Highlight «Laut einem Zeitungsbericht mussten aber auch menschliche Probanden das Reizgas Stickstoffdioxid (NO2) einatmen.»

    Die hatten wohl kaum eine Pistole am Kopf. Also kann von «müssen» keine Rede sein. Der Affenversuch ist um eine n vielfaches verwerflicher. Die hatten keine Wahl. Den Menschen hat man wohl 25 Euro und ein Sandwich gegeben, wenn jemmd dafür mitmacht: Selbst Schuld.
  • RozaxD 29.01.2018 08:30
    Highlight Highlight Ich bin entsetzt!
  • schuldig 29.01.2018 08:09
    Highlight Highlight Wird ja immer besser!
    Es lebe das Outsourcing. Auf die Art muss ich nie gewusst haben was "die da" so gemacht haben.
    Und für die Manager, die noch im Verein sind solls personelle Konsequenzen geben?
    Klar, die anderen sind ja schon weg, Abgangsentschädigung inklusive!
  • The Origin Gra 29.01.2018 08:03
    Highlight Highlight Wieso wundert mich das nicht mehr bei der Deutschen Autobranche?
    Das Leben von Menschen wird dort ja anscheinend Zielgerichtet in Kauf genommen.
    • w'ever 29.01.2018 08:43
      Highlight Highlight ich glaube nicht, dass da nur die deutsche autobranche dreck am stecken hat.
    • The Origin Gra 29.01.2018 10:55
      Highlight Highlight Nein, sicher nicht.
      Nur scheint die Deutsche Autoindustrie Blöd genug zu sein um sich Erwischen zu lassen bei Betrug und anderem wie neulich das Schrotten des Gemieteten Tesla's oder nun die Tier- und Menschenversuche.

      Ach und warum die Deutsche Autoindustrie so hart angegangen wird während andere relativ gut wegkommen?
      Weil ihr das Image als Saubere Premiumhersteller mit Ariel-Weissweste das sie selbst Hochgezogen hat, zum Verhängnis wurde und eben auch, weil sie am dreistesten Lügen und Betrügen, besonders die eigenen Kunden.
    • w'ever 29.01.2018 11:26
      Highlight Highlight @the origin
      die deutsche autoindustrie wird hart angegangen? ach ja? es gibt höchstens einen klapps auf den hintern und gut ist. das ist für der staat viel zu viel geld im spiel, dass er wirklich mal durchgreifen würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 29.01.2018 07:56
    Highlight Highlight Viel Stoffe in den Abgasen sind potentiel Krebserregend, da müsste eine richtige Studie Jahrzehnte daueren, alles Andere ist Augenwischerei.
  • memento 29.01.2018 07:53
    Highlight Highlight Auf Netflix läuft die Doku “Dirty Money...“ Folge 1 wo der DIeselskandal behandelt wird. Genau dort kommen auch die Versuche mit den Affen vor.
    Hat Spiegel Online Netflix geschaut und die Geschichte abgekupfert?! Also so neu ist die Geschichte nichz
  • reconquista's creed 29.01.2018 07:48
    Highlight Highlight Das wirklich traurige ist doch, dass VW trotz den ganzen Skandalen kein einziges Fahrzeug weniger verkauft hat und verkaufen wird, da das Rückgrat und Ethikverhalten des Konsumenten fehlt.
    • EvilBetty 29.01.2018 08:33
      Highlight Highlight Oder die Konsequenz der (deutschen) Politik ...
    • Eskimo 29.01.2018 12:19
      Highlight Highlight VW Trickst und bescheisst schon seit vielen Jahren auf allen Ebenen.
      Zum Beispiel die gratis Mobilitätsversicherung gibts nur aus einem Grund: Damit Kunden nicht beim TCS anrufen bei einer Panne und somit besser in der TCS Pannenstatistik dastehen. Auch das ist ein eigentlicher Betrug am Kunden. Denn WV Audi und Co haben sehr häufig Pannen!
    • w'ever 29.01.2018 13:15
      Highlight Highlight @goalfish
      was willst du denn in zukunft fahren? und hast du wirklich das gefühl, dass dein nächstes fahrzeug ethisch korrekt sein wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • riqqo 29.01.2018 07:45
    Highlight Highlight Ist doch egal. Heute Drama und morgen ist es wieder vergessen. Hauptsache, der Mensch kann sich aufregen und bestürzt zeigen. Oder wir war das noch mit den Tests von Medikamenten an Obdachlosen in Polen? Ach ja, schon vergessen.
  • HansDampf_CH 29.01.2018 07:40
    Highlight Highlight Was soll man da nur sagen? Der selbe Konzern der über sklavenarbeit und KZ gross wurde knüpft nun an der alten Tradition der Menschen Versuche an. Wenn Dr. mengele das noch erlebt hätte...
  • Donald 29.01.2018 07:38
    Highlight Highlight Naja, Autoabgase werden jeden Tag an milliarden von Menschen "getestet".

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Ruedi Lüthy war einer der Pioniere der Aids-Medizin in der Schweiz. Seit 2003 lebt er hauptsächlich in Harare, wo er eine Aids-Klinik aufgebaut hat. Im Interview mit watson spricht er über seine erste Begegnung mit der Krankheit, seinen Umgang mit afrikanischem Aberglauben und die Entwicklung in Simbabwe seit dem Sturz von Diktator Mugabe. 

Anfang der 80er-Jahre war Ruedi Lüthy (77) einer der ersten Ärzte in der Schweiz, der sich mit Aids auseinandersetzte. Als Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich musste er zunächst zusehen, wie seine HIV-positiven Patienten wegstarben, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre war er mit dabei, als in der Schweiz grosse Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen erzielt wurden.

2003 gründete Lüthy die Swiss …

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