International

Deutschland fahndet weiter nach dem möglichem Attentäter aus Syrien

09.10.16, 07:01 09.10.16, 10:42

In Deutschland läuft die Fahndung nach einem 22-jährigen Syrer wegen möglicher Anschlagspläne weiter auf Hochtouren. Der Mann sei noch auf der Flucht, teilte das Landeskriminalamt Sachsen am Sonntagmorgen auf Anfrage mit.

In einer gestürmten Wohnung in Chemnitz, die von dem Verdächtigen genutzt wurde, hatten die Ermittler am Samstag mehrere hundert Gramm eines Sprengstoffs gefunden, der weit gefährlicher ist als TNT. Die Polizei brachte den Sprengstoff kontrolliert in mehreren Erdlöchern zur Explosion.

Polizisten führen einen Bekannten des flüchtigen Mannes ab. Bild: EPA/DPA

Drei Bekannte des flüchtigen Mannes wurden in Chemnitz festgenommen. Sicherheitskreise halten einen islamistischen Hintergrund für möglich. Die Polizei veröffentlichte ein Foto des Verdächtigen und rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Der Gesuchte sei «mit einem schwarzen Kapuzensweatshirt mit auffälligem Druck bekleidet».

Über mögliche Anschlagsziele gab es zunächst keine Informationen seitens der Behörden. Der Hinweis auf den Syrer war vom Bundesamt für Verfassungsschutz gekommen. Es blieb unklar, ob der Verdächtige aus dem Ausland gezielt gesteuert wurde. Weder der Geheimdienst noch die Polizei wollten sich zu einem «Focus»-Bericht äussern, wonach ein deutscher Flughafen angegriffen werden sollte.

Ein Spezialroboter untersucht den verdächtigen Koffer. Bild: EPA/DPA

Im Zuge der Anti-Terror-Ermittlungen liess die Polizei in Chemnitz auch den Hauptbahnhof teilweise sperren. Ein Spezialroboter untersuchte dort einen roten Koffer, den zwei der festgenommenen Verdächtigen bei sich getragen hatten. Später gab es diesbezüglich Entwarnung. An den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden am Abend die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. (kad/sda/afp)

Die Tricks der Terroristen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Türkei-Kritiker verlieren auf Facebook tausende Follower – und niemand weiss wieso

Innerhalb weniger Wochen verlieren User, die Erdogan-kritische Beiträge auf Facebook posten, bis zu 5000 Follower und Freunde. Es werde automatisch und systematisch entliked. Sie sind überzeugt: Dahinter steckt Politik. 

Kerem Schamberger ist äusserst aktiv auf Facebook. Jeden Tag schreibt er über politische Vorgänge in der Türkei, über kurdische Aktivisten, die verhaftet worden sind, über verschwundene Journalisten, über Anti-Erdogan Demonstrationen. Er übersetzt türkische Zeitungsartikel ins Deutsche und stöbert Nachrichten über Rojava auf, ein de facto autonomes Gebiet in Syrien, in dem die Kurden einen freiheitlichen Staat errichten wollen.

Schamberger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für …

Artikel lesen