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epa05824796 Protestors hold a banners reading 'Free Deniz' during a protest on the occasion of the solidarity for the German-Turkish journalist Deniz Yucel, at yard of Zwinger palace in Dresden, Germany, 02 March 2017. The Turkey correspondent of the German Newspaper 'Die Welt' is currently held in custody of Turkish police and charged with membership in a terrorist organization, spreading propaganda and misuse of information.  EPA/FILIP SINGER

Die Debatte um die Auftritte türkischer Politiker in Deutschland hatte sich wegen der Affäre um den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel verschärft, der in Istanbul in Untersuchungshaft genommen wurde. Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

Deutsche Stadt verbietet Auftritt von türkischem Justizminister

02.03.17, 15:01


Die deutsche Stadt Gaggenau hat den geplanten Auftritt des türkischen Justizministers Bekir Bozdag vorerst gestoppt. Die Stadt untersagte die für Donnerstagabend in der dortigen Festhalle vorgesehene Veranstaltung. Die Halle, die Parkplätze und die Zufahrten reichten für den erwarteten Besucherandrang nicht aus, begründete die Stadt die Entscheidung.

In der Halle sollte laut Stadt die örtliche Gründungsversammlung der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) stattfinden. Dazu wurde demnach die Festhalle Bad Rotenfels angemietet. Nach Bekanntwerden der Teilnahme des türkischen Justizministers Bozdag rechnet die Stadt aber nun mit einem «grossen Besucherandrang».

Weil die Kapazitäten dafür nicht ausreichten, sei «die Zulassung zur Überlassung der Festhalle an die UETD» widerrufen worden, erklärte die Stadt. Der Verwaltung sei nicht bekannt, ob die Veranstaltung nun an einem Ort stattfinden solle.

Parteiübergreifende Kritik

Der geplante Auftritt Bozdags in Gaggenau war parteiübergreifend auf Kritik gestossen. Türkische Regierungsvertreter werben derzeit für eine umstrittene Verfassungsreform zur Stärkung der Befugnisse des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Am Samstag war der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim in Oberhausen aufgetreten.

Die Debatte um die Auftritte hatte sich wegen der Affäre um den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel verschärft, der in Istanbul in Untersuchungshaft genommen wurde. (whr/sda/afp)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 03.03.2017 16:28
    Highlight Und wie reagiert Erdogan auf diesen Vorgang? Wie immer - er schnappt ein. Ein typisches Reaktionsmerkmal von Narzissten, denen die Argumente fehlen. Warum sollte Deutschland dabei zuschauen, wie Erdogan Millionen in Deutschland lebende Türken dazu auffordert, herumzuschnüffeln wie zu Stasi-Zeiten? Warum sollte Deutschland undemokratische Türken im Land wollen? Wehret den Anfängen, auch wenn es uns mal wieder schmerzen muss, dass wir als Demokraten etwas wie Redeverbote nicht dulden wollen. Manchmal muss man andere mit ihren eigenen Mitteln schlagen, anders wird man sonst nicht weiterkommen.
    2 0 Melden
  • rodolofo 02.03.2017 20:45
    Highlight "Erdi der Ziegenbock" WILL einen Streit mit Deutschland! Denn damit kann er vor seinen Fans den starken und unerschrockenen Macker raushängen!
    Dann werden ihm die Lederjackigen AKP-Mitglieder mit Norm-Schnauz zujubeln und mitgebrachte Türkei-Fahnen schwenken:
    "Gut gemacht Erdogan! Denen hast Du's aber gezeigt! Wir lieben Dich und folgen Dir!"
    Je länger Merkel damit zuwartet, Erdogan Paroli zu bieten, desto aufsässiger und provokativer wird Erdogan den Streit suchen.
    Also, warum tut sie ihm denn nicht endlich den Gefallen und verhält sich so, wie sich die "Muster-Türken" Deutsche vorstellen?!
    4 3 Melden
  • Cerberus 02.03.2017 16:21
    Highlight Dann sollen sie doch das Kind beim Namen nennen. "Zuwenig Parkplätze"...zzzz
    16 0 Melden
    • demokrit 02.03.2017 17:53
      Highlight Haben Sie doch, der Platz der Halle reicht nicht aus. Zudem wurde der Vertrag nicht eingehalten, weil von den Doppelpässlern ein falscher Vorwand geltend gemacht wurde.
      8 0 Melden
  • saukaibli 02.03.2017 15:24
    Highlight Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD). Die sind scheinbar in etwa so demokratisch wie die "Demokratische Volksrepublik Korea" oder wie die "Deutsche demokratische Republik" es war.
    33 1 Melden
    • -woe- 02.03.2017 16:05
      Highlight ...oder wie es Ralf Miller formulierte:
      "Freilandhühner demonstrieren für Käfighaltung."
      33 1 Melden
  • Waedliman 02.03.2017 15:16
    Highlight Absolut richtige Entscheidung. Glückwunsch!
    32 2 Melden

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