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Die Polizei zeigte Präsenz. Bild: EPA/DPA

Mehrere Tausend feiern den Pegida-Geburtstag  

16.10.16, 15:16 16.10.16, 15:48


Unter starkem Polizeiaufgebot haben am Sonntag auf dem Dresdner Theaterplatz mehrere Tausend Anhänger des islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses demonstriert. Hunderte Gegendemonstranten protestierten in einiger Entfernung gegen die Veranstaltung.

Laut der Forschungsgruppe «Durchgezählt» versammelten sich zwischen 6500 und 8500 Menschen. Der Sender MDR berichtete von 5000 Teilnehmern. Zum einjährigen Bestehen von Pegida hatten 2015 etwa 15'000 bis 20'000 Anhänger der Bewegung demonstriert.

Pegida-Anhänger während der Kundgebung am Sonntag. Bild: EPA/DPA

Die Anhänger der «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) wollten mit der Kundgebung ihr zweijähriges Bestehen feiern. Laut Polizei ist es bisher zu keinen grösseren Zwischenfällen gekommen. Die sächsischen Polizisten werden von Beamten aus anderen Bundesländern unterstützt.

Anmelder von Gegenkundgebungen hatten berichtet, dass ihr Protest von der Stadt mit Hinweis auf eine islamistische Bedrohung eingeschränkt worden sei. Ein Stadtsprecher wies die Behauptung zurück. Von einer islamistischen Bedrohung sei nie die Rede gewesen.

Die Gegen-Demo fand unweit der Pro-Veranstaltung statt.  Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Die Pegida-Demonstration fand nicht wie ursprünglich erwartet am Montag statt, weil die Stadt an dem Tag ein Bürgerfest unter dem Motto «Dresden zeig Dich!» organisiert und damit ein Zeichen gegen Pegida setzt.

Als Geburtsstunde der Pegida-Bewegung gilt ein «Abendspaziergang» am 20. Oktober 2014. In den darauf folgenden Monaten nahmen immer wieder tausende Menschen an den Kundgebungen teil.

Zuletzt sorgten Pegida-Anhänger für Empörung, als sie am Einheitsfeiertag Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Festveranstaltungen in Dresden beschimpften. (sda/dpa/afp)

Pegida: Anhänger und Gegner

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