International

Boot kaputt, Handy-Akku leer: Fischer nach 27 Stunden in der Ostsee gerettet

Ein Nautik-Student aus Rostock wollte zum Fischen auf die Ostsee fahren, doch dann ging alles schief: Erst wurde sein Boot manövrierunfähig, dann versagte sein Handy-Akku. Es wurde dunkel und sehr, sehr kalt.

13.10.15, 02:22 13.10.15, 06:53

Ein Artikel von

Es sollte ein Ausflug werden – er endete nach 27 Stunden mit einem Rettungseinsatz. Ein 29-jähriger Mann ist am Sonntag mit einem drei Meter langen Boot auf die Ostsee gefahren, doch vor der Küste verlor der Aussenborder seines Schiffes den Propeller. So berichtete es die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Das Boot sei vom Wind aufs Meer hinausgetrieben worden, 30 Kilometer weit bis nördlich von Rerik in Mecklenburg-Vorpommern. Hilfe konnte der Mann den Angaben zufolge nicht rufen, da der Akku seines Handys leer war. Der Nautik-Student aus Rostock konnte also bloss warten, bei eisigem Wind und Temperaturen um zwei Grad.

Nach 27 Stunden kam Hilfe: Die Besatzung der Korvette «Braunschweig» der Deutschen Marine rettete den 29-Jährigen aus seinem Fischerboot. Er wurde mit Unterkühlungserscheinungen in ein Spital gebracht.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde im Mai 1865 gegründet. Eigenen Angaben zufolge haben Mitarbeitern des Vereins im vergangenen Jahr 768 Menschen aus Seenot gerettet.

aar/dpa

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Zugunglück in Deutschland  ++ Passagierzug fährt in Güterzug ++ Über 40 Verletzte

Bei einem Zugunglück in Meerbusch bei Düsseldorf sind am Dienstagabend fast 50 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren.

Ein Feuerwehrsprecher sagte, es gebe 41 Leichtverletzte, weitere 3 Menschen seien mittelschwer und 3 schwer verletzt worden.

Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, auf den Schienen stand, war zunächst nicht bekannt, wie eine …

Artikel lesen