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epa06410846 German Chancellor Angela Merkel records her annual, televised new year's address in Berlin, Germany 20 December 2017, (issued 31 December 2017). Merkel is entering 2018 still seeking a new government following elections in September, 2017. Her party, the German Christian Democrats (CDU), together with the CSU of Bavaria, are in talks with the German Social Democrats (SPD), though the outcome remains so far uncertain.  EPA/Michele Tantussi / POOL (EDITOR'S NOTE: Publication embargoed until 0:00 on December 31, 2017)

Merkel gibt schon ihre 13. Neujahrsansprache.  Bild: EPA/GETTY IMAGES POOL

«Die Welt wartet nicht auf uns» – Diese 4 Dinge verspricht «Mutti» in ihrer Neujahrsrede

31.12.17, 03:18


Rasche Regierungsbildung

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat den Deutschen für das neue Jahr versprochen, sich für ein rasches Ende der Hängepartie bei der Regierungsbildung einzusetzen. «Denn die Welt wartet nicht auf uns», sagte sie in ihrer vorab verbreiteten Neujahrsansprache.

Die Politiker hätten den Auftrag, sich um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und die Bedürfnisse aller Bürger im Auge zu haben, sagte Merkel in der Rede, die am Sonntag ausgestrahlt werden soll. «Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet - auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden.»

Die seit Monaten nur noch geschäftsführende Kanzlerin hatte sich über Weihnachten ein paar Tage zurückgezogen. Kurz vor dem Jahreswechsel kehrte sie nach Berlin zurück, um ihre 13. Neujahrsansprache Ansprache aufzuzeichnen.

Mehr Zusammenhalt

Merkels letzte Neujahrsansprache stand unter dem Eindruck der Terroranschläge von Würzburg, Ansbach und Berlin im Jahr 2016. Nach einem Jahr heftiger politischer Streitigkeiten, nach dem Einzug der AfD in den Bundestag und der monatelangen Hängepartie bei der Regierungsbildung rief die Kanzlerin dieses Jahr zu mehr Zusammenhalt und Respekt in der Gesellschaft auf.

«Dass wir uns wieder stärker bewusst werden, was uns im Innersten zusammenhält, dass wir wieder deutlicher das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, dass wir uns bemühen, wieder mehr Achtung vor dem anderen zu haben, und zwar Achtung im umfassenden Sinne - aufmerksam sein, wirklich zuhören, Verständnis aufbringen -, das sind meine Wünsche für das neue Jahr.»

Starker Staat

Viele machten sich Sorgen über den Zusammenhalt in Deutschland. «Schon lange gab es darüber nicht mehr so unterschiedliche Meinungen. Manche sprechen gar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht.» Erfolg und Zuversicht seien ebenso Realitäten in Deutschland wie Ängste und Zweifel. «Für mich ist beides Ansporn», sagte Merkel.

epa06410839 German Chancellor Angela Merkel records her annual, televised new year's address in Berlin, Germany 20 December 2017, (issued 31 December 2017). Merkel is entering 2018 still seeking a new government following elections in September, 2017. Her party, the German Christian Democrats (CDU), together with the CSU of Bavaria, are in talks with the German Social Democrats (SPD), though the outcome remains so far uncertain.  EPA/Michele Tantussi / POOL (EDITOR'S NOTE: Publication embargoed until 0:00 on December 31, 2017)

Bild: EPA/GETTY IMAGES POOL

«Und wir werden noch mehr in einen starken Staat investieren müssen, der die Regeln unseres Zusammenlebens verteidigt und für Ihre Sicherheit - für unser aller Sicherheit - sorgt.»

Europäische Werte stärken

Um Zusammenhalt gehe es auch in Europa. Die Europäer müssten ihre «Werte solidarisch und selbstbewusst nach innen wie nach aussen vertreten», sagte Merkel. «Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam dafür arbeiten, dass das gelingt, und so dazu beitragen, Europa für die Zukunft fit zu machen.»

Die Auflistung klingt ein wenig wie ein Wahlprogramm - auch mit Blick auf die anstehenden Sondierungen von Union und SPD, die am 7. Januar beginnen sollen. Mögliche Ergebnisse sind eine grosse Koalition oder einer Minderheitsregierung unter Merkel.

Wie viele solcher Ansprachen Merkel noch halten kann, ist völlig offen. Ihr Rückhalt in der Bevölkerung bröckelt: Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa wünscht sich fast jeder Zweite (47 Prozent), dass sie bei einer Wiederwahl zur Regierungschefin ihren Posten vor Ende der Wahlperiode 2021 räumt. (amü/sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chäsli 02.01.2018 07:24
    Highlight Es wird nicht einfach sein, aber die deutschen Politiker/innen müssen diese beratungsresistente, eigensinnige Frau, so schnell wie möglich loswerden. Sie wird nicht, wie die vergangenen vier Jahre der SPD vorauseilend alle Wünsche erfüllen können. Der CDU würde es gut anstehen, wenn sie sich an ihrem kleinen Partner der CSU ein Beispiel nehmen würde.
    7 1 Melden
  • Rumbel the Sumbel 31.12.2017 10:28
    Highlight Frau Merkel. Und was sagen sie dazu, dass radikale Islamisten, welche Überwacht werden müssen, zu der Gedenkfeier des Anschlages in Berlin eingeladen wurden? Das soll nun jemand verstehen.
    21 8 Melden
    • R Wicki 31.12.2017 13:46
      Highlight Und woher wissen Sie, dass es sich um einen radikalen Islamisten handelt und wieso soll Frau Merkel persönlich dafür verantwortlich sein, dass dieser eingeladen wurde?
      7 18 Melden
    • Waedliman 31.12.2017 14:27
      Highlight Es ist ihr zum Verhängnis geworden, dieses Guttun an allen und die Rücksichtslosigkeit, nicht auf die zu hören, die sie mässigen wollen. Nun hat Deutschland den Salat und muss mit zunehmend mehr Kriminalität, Schwulen- und Frauenfeindlichkeit kämpfen, als wäre das vorher nicht schon schlimm genug gewesen. Humanitäres Handeln ist wichtig - aber nicht bedingungslos mit dem Risiko, sich trojanische Pferde ins Land zu holen.
      12 5 Melden
    • Fabio74 01.01.2018 18:02
      Highlight @waedlimann: Dummes Zeug. Handeln in Not ist wichtig, das hat sie getan, während alle anderen nichts getan haben. Und es hat überall ein paar Extremisten die muss man sich raussuchen
      Frauenfeind und homophobe gibt es bei der CDU/CSU und der AfD.
      0 6 Melden
    • Rumbel the Sumbel 01.01.2018 21:26
      Highlight Weil es ganz Deutschland weiss, darf ich es auch wissen.
      3 0 Melden

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