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Geiselnahme in deutschem Jugendamt beendet – Mann bedrohte Sachbearbeiterin

06.11.17, 12:56 06.11.17, 15:14


Ein Geiselnehmer hat im Jugendamt der süddeutschen Stadt Pfaffenhofen eine Mitarbeiterin in seine Gewalt gebracht und bedroht sie mit einer Waffe. Der Mann verbarrikadierte sich am Montagmorgen in einem Büro im dritten Stock des Gebäudes und liess den Rollladen des Fensters herunter. Nach einem Nervenkrieg, der mehr als fünf Stunden andauerte, ist die Geiselnahme beendet worden. 

Die Polizei nahm telefonischen Kontakt zu dem 28 Jahre alten Mann auf und versucht, ihn zur unblutigen Aufgabe der Geiselnahme zu bewegen.

Bei der Frau handelt es sich nach Polizeiangaben um eine 31 Jahre alte Sachbearbeiterin des Jugendamtes des Landkreises im Bundesland Bayern. Sie sei leicht verletzt. Sprecher Hans-Peter Kammerer sagte, Opfer und mutmasslicher Täter hätten vor der Geiselnahme wohl «berufsmässigen Kontakt» zueinander gehabt.

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei war vor Ort. Der mutmassliche Täter war den Angaben nach mindestens mit einem Messer bewaffnet. 

Beamte haben das in unmittelbarer Nähe des Landratsamtes in Pfaffenhofen gelegene Gebäude weiträumig abgesperrt. Es war bereits kurz nach Beginn der Geiselnahme geräumt worden. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Auch mehrere Krankenwagen und Ärzte sowie Sanitäter wurden zum Tatort geschickt.

Motiv unklar

Die Verhandlungsgruppe der Polizei war laufend im Gespräch mit dem 28-Jährigen. «Der Täter spricht mit uns», sagte Kammerer. Die speziell für Geiselnahmen geschulten Beamten versuchten, deeskalierend auf den Mann einzuwirken.

Zum möglichen Motiv des Mannes wollte sich die Polizei aus einsatztaktischen Gründen vorerst nicht äussern, auch nicht zu Berichten, wonach Hintergrund der Geiselnahme ein Sorgerechtsstreit des 28-Jährigen sein könnte. Es bestehe lediglich «ein gewisser Verdacht». (nfr/sda/dpa)

«Dieser Typ ist definitiv nicht berauscht»

Video: watson

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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