International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Nach Amokfahrt in Münster schweben Verletzte weiter in Lebensgefahr

09.04.18, 11:14 09.04.18, 11:39

Auto rast in Menschenmenge: Tote und Verletzte in Münster

Nach der Amokfahrt mit insgesamt drei Toten in Münster schweben laut Polizei noch zwei der Verletzten in Lebensgefahr. Insgesamt waren bei der blutigen Tat am Samstag etwa 20 Menschen verletzt worden. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann wurden getötet.

Der 48 Jahre alte Täter hatte sich nach der Amokfahrt mit einem Campingbus in der Münsteraner Innenstadt in seinem Fahrzeug erschossen. Woher er die Waffe hatte, war zunächst unklar. «Er hatte keinen Waffenschein. Es war keine ordnungsgemäss erworbene Waffe», sagte der Innenminister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, am Montag dem Sender WDR 5.

Die Polizei untersuchte am Montag weiter die Hintergründe und das Motiv. «Es sieht ganz so aus, dass es sich um einen psychisch labilen und gestörten Täter handelt, der offensichtlich schon länger darüber nachgedacht hat, sich das Leben zu nehmen», sagte Reul. Es spreche «sehr, sehr viel» dafür, dass es ein Einzeltäter gewesen sei.

Im Campingbus hatten Ermittler neben der Tatwaffe auch eine Schreckschusspistole und rund ein Dutzend sogenannter Polenböller gefunden. Weitere Polenböller sowie eine unbrauchbar gemachte Maschinenpistole vom Typ AK47 entdeckte die Polizei in Münster.

Beruflicher Niedergang

Am Sonntag war bekannt geworden, dass der Mann wegen psychischer Probleme Kontakt zum Gesundheitsamt in Münster hatte und suizidale Gedanken formuliert hatte. Der Täter, ein Industriedesigner, habe bereits Ende März eine E-Mail an mehrere Bekannte geschrieben, teilte die Polizei mit.

Nach Medienangaben hatte der Mann in der Mail und auch in einem langen Schreiben, das in seiner weiteren Wohnung im sächsischen Pirna gefunden wurde, über Schuldkomplexe, Zusammenbrüche und Ärztepfusch geklagt. Offenbar verkraftete er seinen beruflichen Niedergang als erfolgreicher Industriedesigner nicht.

Wie der «Kölner Stadt-Anzeiger» am Montag unter Berufung auf die von Ermittlern gesicherte Abschieds-E-Mail schrieb, hatte der Täter eine Lampe entworfen, die sich zeitweise sehr gut verkaufte. Später liess der Erfolg aber nach.

Laut dem Bericht verdiente der 48-Jährige zwischenzeitlich viel Geld, besass fünf Autos und mehrere Wohnungen. Als sich seine Lage verschlechterte, gab er anderen die Schuld. Unter anderem beschuldigte er seinen Vater, überwarf sich mit Freunden und machte Ärzte für angeblich falsche Behandlungen verantwortlich. (sda/dpa/afp)

Vom Helden zum Opfer: U-Bahn Passagier wird angegriffen

Das könnte dich auch interessieren:

10 Fragen, die dem SBB-Kundendienst im Internet tatsächlich gestellt wurden 🙈

Stoppt die Essensdiebe! 9 Etiketten, die du brauchst, wenn du im Büro arbeitest

Vergesst Russland und USA: In Syrien droht ein Krieg zwischen Iran und Israel

Dreht Obama durch? Dieses Video zeigt eine der grössten Gefahren für Demokratien

«Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar»

Liebe Baslerinnen und Basler, das passiert jetzt mit eurer BaZ ...

John Oliver attackiert die Schweiz – das sagt der Steuerexperte dazu

«Sitz, du Sau!» – Als Hockeybanausin am Playoff-Finalspiel

Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen ...

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Plattenfirma hat Schnauze voll: Kollegah und Farid Bang nicht mehr unter Vertrag bei BMG

Nach dem Eklat um die Echo-Auszeichnung für ein als judenfeindlich kritisiertes Rap-Album zieht die Plattenfirma Bertelsmann Music Group (BMG) Konsequenzen. Nach Angaben eines Sprechers des Mutterkonzerns Bertelsmann soll die Zusammenarbeit vorerst auf Eis gelegt werden.

«Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen», sagte BMG-Chef Hartwig Masuch am Donnerstag der Online-Ausgabe der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Die …

Artikel lesen