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Grass warnte kurz vor seinem Tod vor dem Dritten Weltkrieg

Droht ein «ein dritter grosser Krieg»? Wenige Wochen vor seinem Tod hat Günter Grass in einem Zeitungsinterview vor einer Eskalation militärischer Gewalt gewarnt – erst jetzt ist das Gespräch erschienen.

14.04.15, 14:00

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Es dürfte eines seiner letzten grossen Interviews gewesen sein: In einem Gespräch mit der spanischen Tageszeitung «El País», das nach Angaben des Blattes am 21. März in Lübeck geführt und am Dienstag erstmals veröffentlicht wurde, warnte Günter Grass vor einem neuen Weltkrieg: «Wir steuern auf den dritten grossen Krieg zu», so der Literaturnobelpreisträger.

Es gebe überall Krieg, sagte Grass und warnte: «Wir laufen Gefahr, die selben Fehler wie früher zu machen. Ohne es zu merken, als wären wir Schlafwandler, können wir in einen neuen Weltkrieg gehen.»

Neben den vielen politischen Konflikten beklagte Grass im Gespräch auch «das soziale Elend überall auf der Welt» sowie die Probleme der Überbevölkerung und des Klimawandel, «deren Folgen gar nicht beachtet werden». «Es gibt ein Treffen nach dem anderen, aber die Problematik bleibt bestehen: Es wird nichts getan», sagte er.

Im November 2014 hatte Grass vor deutschen Publikum vergleichbare Parallelen gezogen:«Wir befinden uns im Dritten Weltkrieg», sagte er bei einer Veranstaltung in Hannover. Einen seiner letzten Auftritte hatte Günter Grass, der am Montag in Lübeck gestorben ist, Ende März bei der Premiere der Bühnenfassung seines Romans «Blechtrommel» in Hamburg.

sha/dpa

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