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Böhmermanns Schmähkritik an Erdogan bleibt verboten  



Der TV-Satiriker Jan Böhmermann darf nach einer Entscheidung des Hamburger Landgerichts bestimmte Passagen seines Schmähgedichts über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan weiterhin nicht mehr veröffentlichen. Das Hamburger Landgericht gab am Freitag einer Klage Erdogans damit in Teilen statt.

Es bleibe Böhmermann verboten, strittige Passagen mit sexuelle Bezug und sonstigen Schmähungen zu wiederholen, entschied das Gericht am Freitag. Sonstige harmlose Passagen sind laut der Entscheidung weiter nicht verboten.

FILE  - In this Aug. 28, 2012 file photo comedian Jan Boehmermann hosts the talk show  «Roche & Böhmermann» in Cologne, western Germany. Chancellor Angela Merkel is set to announce Friday April 15, 2016  whether her government will grant a Turkish request to allow the prosecution of the  German TV comedian who wrote a crude poem about Turkey’s president.    (Henning Kaiser/dpa, file via AP)

Jan Böhmermann dürfte gegen das neue Urteil in Berufung gehen. Bild: AP/dpa

epa05778020 A handout photo made available by the Turkish President Press office shows Turkish President Recep Tayyip Erdogan speaking during mukhtars (local administrators) meeting in Ankara, Turkey, 08 February 2017. Erdogan meets with mukhtars every month.  EPA/TURKISH PRESIDENT OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Recep Tayyip Erdogan errang vor Gericht einen Erfolg, doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Bild: EPA/TURKISH PRESIDENT OFFICE

Der Moderator hatte die Verse am 31. März 2016 in seiner Sendung «Neo Magazin Royale» (ZDFneo) vorgetragen und darin das türkische Staatsoberhaupt mit Kinderpornografie und Sex mit Tieren in Verbindung gebracht.

Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Die Anwälte beider Parteien hatten jeweils für den Fall einer Niederlage angekündigt, den weiteren Rechtsweg beschreiten zu wollen. Bereits im Mai 2016 hatte das Gericht eine entsprechende einstweilige Verfügung erlassen.

Erdogan hatte per Unterlassungsklage erreichen wollen, dass das Gedicht nicht mehr öffentlich vorgetragen werden darf. Dagegen wehrte sich Böhmermann.

Strafrechtliche Ermittlungen gegen Böhmermann wegen des Verdachts der Beleidigung stellte die Staatsanwaltschaft bereits im Oktober ein. Für politische Kontroversen hatte zuvor gesorgt, dass die Bundesregierung die strafrechtlichen Ermittlungen genehmigt hatte.

(sda/dpa/afp)

Jan Böhmermann trollt Trolle

Stinkefinger

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    Alle Leser-Kommentare
  • LeCorbusier 10.02.2017 17:34
    Highlight Highlight Wen mögen watson leser weniger?

    Umfrage:

    Erdogan (blitz)


    Trump (blitz)
  • CASSIO 10.02.2017 12:44
    Highlight Highlight Er kann sie ja in der Schweiz veröffentlichen...
  • Waedliman 10.02.2017 11:05
    Highlight Highlight Ich finde die ganze Aufregung über dieses sog. Gedicht ein bisschen anstrengend. Das, was Böhmermann verzapft hat, ist ein bisschen Pennälerhumor und die Diskussion nicht wert. Als Provokation ist es billig und ich würde es auch nicht dulden und dagegen vorgehen, wenn es um mich ginge. Die Vergleiche, die er anstellt, sind unterhalb der Gürtellinie und ich würde mich freuen, wenn er mit mehr Intelligenz dasselbe noch einmal sagen würde, als Beweis, dass er tatsächlich mehr auf dem Kasten hat als wüste Beleidigungen. Und das schreibe ich, obwohl ich Erdogan ebenfalls für unzumutbar halte
    • TanookiStormtrooper 10.02.2017 14:35
      Highlight Highlight Das Gedicht war in einen Kontext eingebettet um zu zeigen was nicht geht. Das es primitiv und hohl ist war pure Absicht. Das Gedicht wurde von der Bild dann neu zusammengeschnitten dabei wurden die Einleitung, eine Mittelteil und der Schluss entfernt. Diese Version hat sich leider öfters verbreitet...
    • bernd 10.02.2017 18:00
      Highlight Highlight Das Gedicht hat dazu geführt, dass der Majestätsbeleidigungs-Paragraph abgeschafft wird. Und verstanden hast du es leider offensichtlich auch nicht, wenn es intelligenter nochmal hören möchtest. Genau darum ging es ja, zu zeigen, was Satire eben nicht darf.

      Und dass Böhmermann mehr kann als Beleidigen dürfte jedem klar sein, der sich nur minim mit deutscher Satire befasst hat in den letzten Jahren.
  • N. Y. P. D. 10.02.2017 10:46
    Highlight Highlight Endlich wieder mal einen Artikel über Recep Tayyip Erdogan

    Es bleibe Böhmermann verboten, strittige Passagen mit sexuellem Bezug und sonstigen Schmähungen zu wiederholen, entschied das Gericht am Freitag.

    Äh, jetzt muss mir ein Jurist auf die Sprünge helfen. Also, wenn Böhmermann den Erdi Ziegenf.. nennt, ist das in Ordnung, solange er es nur EINMAL sagt. Beim nächsten Mal müsste er ihn dann halt Schaff.. nennen.

    Ok.

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