International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Brandanschlag auf Kanzleramt: Rechtsradikaler Musiklehrer tot in Zelle aufgefunden

Der Mann, der Brandanschläge auf Einrichtungen im Berliner Regierungsviertel zugegeben hat, wurde leblos in seiner Zelle im Untersuchungsgefängnis aufgefunden. Die Behörden gehen von einem Suizid aus.

13.07.15, 14:53 13.07.15, 16:12

Sven Röbel / Spiegel online



Ein Artikel von

Der 48-jährige Musiklehrer, der hinter einer Serie von Brandanschlägen auf politische Einrichtungen im Berliner Regierungsviertel stecken soll, ist tot. Nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung für Justiz wurde er am Montagmorgen um 6.23 Uhr leblos in seinem Haftraum im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit entdeckt.

Der Mann habe sich das Leben genommen, sagte Justizsprecherin Claudia Engfeld zu Spiegel Online. Es habe zuvor keine Anzeichen für eine Selbstmordgefährdung gegeben. Noch am Samstag sei der Häftling ärztlich untersucht worden.

Die Staatsanwaltschaft hat nun ein entsprechendes Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Informationen von Spiegel Online hinterliess der Mann einen Abschiedsbrief.

Der Verdächtige war am frühen Donnerstagmorgen von Beamten der Bundespolizei festgenommen worden, nachdem er mithilfe einer Strickleiter auf das Gelände des Bundeskanzleramts vorgedrungen war und dort eine Brandflasche in Richtung eines Dachs geworfen hatte. Am Tatort und in der Wohnung des Festgenommenen wurden laut Staatsanwaltschaft Selbstbezichtungsschreiben der mutmasslich rechtsextremen «Deutschen Widerstandsbewegung» (DWB) gefunden.

Den Angaben zufolge räumte der Beschuldigte bei einer Vernehmung den versuchten Brandanschlag auf die Regierungszentrale sowie sieben weitere Delikte ein. Am Freitagvormittag hatte ein Richter daraufhin Haftbefehl erlassen.

Ob es sich bei der DWB tatsächlich um eine Gruppe handelt oder der Musiklehrer die Anschläge alleine beging, war bis zuletzt Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wegen Satire-Dreh – deutscher Autor bekommt Besuch von AfD-Mann

Bei Satire hört der Spass für die AfD auf.

In Berlin hatten vergangene Woche öffentliche Dreharbeiten für ein Satire-Video auf YouTube dazu geführt, dass sich AfD-Politiker «erschüttert» und «entsetzt» über «niederträchtige Methoden» beklagten, die im Kampf gegen die Partei zum Einsatz kommen würden. Das deutsche Rechercheportal Correctiv hatte hierzu zuerst berichtet.

Aber wie gesagt, es handelte sich keineswegs um ein Fake-Video, wie es die AfD befürchtete. Nein, die Anwohner in …

Artikel lesen