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HANDOUT - In Zusammenhang mit den bei der Durchsuchung einer Wohnung in Chemnitz (Sachsen) gefundenen Sprengstoffspuren gibt die Polizei am 08.10.2016 diese Fotos des gesuchten Syrers Dschaber Al-Bakr zur Öffentlichkeitsfahndung heraus. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass es einen islamistischen Hintergrund geben könnte. Foto: Polizei Sachsen/dpa (ACHTUNG: Verwendung nur für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit der laufenden Fahndung und mit Hinmweis auf die Quelle: Polizei Sachsen/dpa - Bestmögliche Qualität) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Tatverdächtiger Jaber Albakr. Bild: Polizei Sachsen

Terror-Alarm in Deutschland: Polizei vernichtet «hochbrisanten» Sprengstoff

Auf der Suche nach einem mutmasslichen Sprengstoffattentäter hat die Polizei in Chemnitz drei Personen festgenommen. Die Beamten fanden explosives Material, das weit gefährlicher war als TNT. Es musste in einer Grube gesprengt werden.

08.10.16, 15:06 08.10.16, 20:48


Ein Artikel von

Das Landeskriminalamt (LKA) im deutschen Sachsen sucht nach einem mutmasslichen Sprengstoff-Attentäter. Jetzt haben Polizeibeamte am Hauptbahnhof Chemnitz und in der zentral gelegenen Mozartstrasse drei Personen festgenommen, die mutmasslich Kontakte zu dem gesuchten 22-jährigen Syrer Jaber Albakr hatten. «Diese Personen werden derzeit vernommen», sagte Polizei-Sprecher Tom Bernhard SPIEGEL ONLINE.

Der Gesuchte selbst sei nicht unter den Festgenommenen. Rund um den Hauptbahnhof kam es zu Sperrungen. Ein Spezialroboter untersuchte auf einem Gleis einen roten Koffer, den die Festgenommenen bei sich hatten.

epaselect epa05576507 A remotely controlled bomb disposal robot lifts a red suitcase on a platform in Chemnitz Central Station, eastern Germany, 08 October 2016. A large-scale police operation is underway in Chemnitz in response to suspicions of plans for a bomb attack. Police are searching for suspects at large after raiding an apartment and placing an apartment block on lockdown.  EPA/ARNO BURGI

Bild: EPA/DPA

Zuvor hatte die Polizei in der Plattenbausiedlung Fritz Heckert in Chemnitz eine Wohnung gestürmt, in der sie den tatverdächtigen Jaber Albakr vermutete. Dem 22-jährigen Syrer wird vorgeworfen, einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben. Die Beamten sprengten die Eingangstür, fanden den Gesuchten aber nicht in der Wohnung vor. Jetzt läuft die Fahndung nach dem Flüchtigen.

In this image taken from Nonstop News video, police officers surround an apartment in the eastern city of Chemnitz, Germany, Saturday Oct. 8, 2016. German police are searching for a man suspected to have been planning a bombing attack after a raid on his apartment turned up nothing, authorities said Saturday. (Nonstop News via AP)

Grosseinsatz der deutschen Polizei in einem Chemnitzer Plattenbauviertel. Bild: AP/Nonstop News

In der Wohnung fanden die Polizisten mehrere Hundert Gramm «hochbrisanten Sprengstoffs», der anschliessend von der Polizei entschärft und vernichtet wurde. Das hochexplosive Material wurde in einer eigens dafür ausgehobenen Erdgrube von Spezialisten gesprengt und verbrannt. Laut Polizei war eine heftige Druckwelle noch in grösserer Entfernung zu spüren. «Es gab keine Verletzten und keine Schäden», sagte die Polizei.

Anwohner waren bereits im Vorfeld des Einsatzes in Sicherheit gebracht worden. Am Samstagabend wurden weitere sechs Wohnungen evakuiert. Seit dem Morgen hatten bereits etwa 80 Personen ihr Zuhause verlassen müssen. Die meisten kamen bei Freunden und Verwandten unter, einige im Hotel.

Beamte hoben am Abend mehrere Löcher an dem Haus aus, in denen der Sprengstoff kontrolliert vernichtet werden sollte. Dabei handelt es sich laut LKA um ein Gemisch verschiedener Substanzen, gefährlicher als der bekannte TNT.

Grosseinsatz in Chemnitz: Auf der Suche nach Jaber Albakr. video: reuters

Hier informiert Polizei-Sprecher Bernhard über die drei Festnahmen:

Der Verfassungsschutz hatte die Polizei auf die Spur des Syrers gebracht. Medienberichte, wonach Jaber Albakr geplant habe, einen Sprengstoffanschlag auf einem Flughafen zu verüben, bestätigte das Landeskriminalamt (LKA) nicht. Informationen zu konkreten Anschlagsvorbereitungen lägen bisher nicht vor.

Auf besorgte Nachfragen von Bürgern antwortete die Polizei Sachsen, dass nicht klar sei, ob der flüchtige Jaber Albakr Sprengstoff oder Waffen bei sich trage. Sie mahnte via Twitter zur Vorsicht.

Nach dem Terroralarm in Chemnitz wurden die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Berlin-Schönefeld erhöht. Man habe die Einsatzkräfte dort verstärkt, sagte ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums. Ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei bestehend aus 30 Beamten führe am Terminal Sichtkontrollen durch, Autos und Busse würden angehalten und kontrolliert, ob sich der gesuchte 22-jährige syrische Verdächtige aus Chemnitz darin befinde.

Busse fahren laut Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe nicht mehr bis zum Terminal. Der Flugbetrieb sei aber nicht eingeschränkt, sagte ein Flughafensprecher.

Dies sei eine reine Vorsichtsmassnahme, betonte Herbst. Es gebe keinen konkreten Hinweis, dass der Mann in Schönefeld sei. Auch der Lagedienst im Potsdamer Innenministerium sprach von «präventiven Massnahmen».

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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9
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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 09.10.2016 21:07
    Highlight Ich weiss nicht, wie authentisch dieser Bericht ist, aber er ist im Umlauf und wird geteilt. Griechenland...

    https://semperfinews.com/conex-box-labeled-furniture-muslim-immigrants-proves-invasion-coming/#
    0 0 Melden
  • atomschlaf 09.10.2016 12:20
    Highlight So geht's wenn man Hunderttausende ohne jegliche Kontrolle, geschweige denn Sicherheitsüberprüfung ins Land lässt. Wird bei weitem nicht das einzige schwarze Schaf sein, das letztes Jahr nach Deutschland "geflüchtet" ist.
    2 0 Melden
  • Alnothur 08.10.2016 18:20
    Highlight Wenn wir Glück haben, "flüchtet" der Pfosten wieder zurück nach Syrien...
    39 2 Melden
  • northpole 08.10.2016 17:22
    Highlight frag mich gerade was dagagen spricht solche leute sofort auszuschalten. klar, europa, menschenrechte, weltbild... aber, (wenn das tatsächlich alles stimmt) ist dieser typ ist nur gekommen um christen zu töten. also wieso nicht einen, statt hunderte "opfern"?
    40 19 Melden
    • axantas 08.10.2016 21:58
      Highlight ...weil wir in einem Rechtsstaat leben und wir uns nicht soweit erniedrigen werden, wie die Subjekte, die in gewissen Ländern sowas praktizieren.
      Das ist ein Zwiespalt, dem wir uns stellen müssen. Und wir dürfen niemals nachgeben.
      5 1 Melden
    • speaker33 08.10.2016 23:21
      Highlight entpsricht nicht den einsatzregeln der polizei und verstösst gegen menschenrechte.
      4 1 Melden
    • Duweisches 09.10.2016 00:50
      Highlight "Wenn"
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 08.10.2016 15:16
    Highlight Chemnitz? Polenböller?
    21 5 Melden

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