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Hamburg, Freitagabend: Hier zückt der Zivilfahnder seine Waffe. screenshot: spiegel tv

In Hamburg fällt ein einziger Schuss – wieso hat der Zivilfahnder abgedrückt?

Ein einziger Schuss fällt in Hamburg während des G20-Gipfels. Doch warum hat ein Zivilfahnder abgedrückt? Rekonstruktion eines Polizeieinsatzes.

09.07.17, 12:23 09.07.17, 14:25

Ein Artikel von

Es ist ruhig im Hamburger Schanzenviertel, bisher ein lauer Freitagabend, noch ist das Chaos nicht über den Stadtteil hereingebrochen: Die Menschen flanieren, trinken und essen auf dem Bürgersteig. Um 19.51 Uhr schreckt ein Knall sie auf. Passanten rufen, ein Mann habe in die Luft geschossen und mit seiner Pistole herumgefuchtelt, um Umstehende abzuschrecken.

Die Polizei will eine Panik vermeiden und vermeldet keine Stunde später, ein Zivilfahnder habe «nach derzeitigem Erkenntnisstand» einen Warnschuss abgegeben. Der Beamte habe zwei Männer gesehen, die auf einen am Boden Liegenden eingetreten hätten. Er habe sich als Polizist zu erkennen gegeben und die Angreifer aufgefordert, von dem Mann abzulassen. Dann habe er in die Luft gefeuert – in Nothilfe. Doch die Darstellung ist womöglich nicht ganz richtig gewesen.

Ein Team von «Spiegel» und «Spiegel TV» hat die Umstände des Schusses noch in der Nacht zu Samstag rekonstruiert. Videos, Augenzeugen, aber auch der Betroffene selbst erzählen eine etwas andere Geschichte, in der nicht vollständig klar erscheint, ob der Beamte wirklich zur Waffe greifen musste. Womöglich tat er es, weil er den Bedrängten für einen Kollegen hielt – fälschlicherweise.

«Er dachte, ich wäre auch ein verdeckter Ermittler.»

Der von Autonomen bedrängte Stefan Heber (Name geändert) aber ist kein Polizist, er arbeitet nach eigenen Angaben in der IT-Branche, auch betreibt er ein Reiseblog, wohl als Hobby. Am Freitagabend sei er aus Neugier ins Schanzenviertel geradelt, er habe sich selbst ein Bild des Geschehens machen wollen, sagt er. In der Susannenstrasse sieht der 40-Jährige, wie sich eine Gruppe Linksradikaler vermummt. Er habe sie dabei filmen wollen, so Heber. Und als sie ihn bemerken und zur Rede stellen, reagiert er trotzig: «Natürlich habe ich euch fotografiert.» Im Nachhinein sei das «naiv und dumm» gewesen, gibt er zu.

Die Autonomen kreisen Heber ein und schubsen ihn, doch er kann sich befreien, läuft davon. Aus Häusern in der Nähe filmen Anwohner das weitere Geschehen, die Videos liegen dem «Spiegel» und «Spiegel TV» vor. «Die haben auf ihn geschlagen und auf das Fahrrad eingetreten», sagt ein Augenzeuge.

Einer der Filme zeigt, wie Heber – blaue Hose, schwarzes T-Shirt – rennt, getreten, geschubst wird, stürzt, aufsteht. Dann fällt der Schuss. Der Beamte – schwarzes Hemd, graue Hose, Rucksack, Mütze – zielt mit der Waffe auf die Personen, die Heber zuvor bedrängt haben. Der Polizist habe ihm gesagt, er solle mitkommen, berichtet Heber. Was er auch getan habe.

In einem zweiten Film ist zu erkennen, wie der Beamte und Heber vor einem Bekleidungsgeschäft stehen. Der Fahnder, die Waffe in der Rechten, schaut sich um, Heber stützt die Arme in die Hüfte. «Er hat mich gefragt, zu welcher Einheit ich gehöre», so Heber. «Er dachte, ich wäre auch ein verdeckter Ermittler.» Daraufhin habe er, Heber, dem Beamten gesagt, dass er kein Polizist sei. Der wiederum habe nach Unterstützung gefunkt.

Hamburg im G20-Ausnahmezustand

«Er hat sich nicht als Polizist zu erkennen gegeben»

Zwei, drei Minuten nach dem Schuss rast ein Streifenwagen in die schmale Susannenstrasse. Er biegt zunächst in eine Seitenstrasse ab, um kurze Zeit später wieder mit hoher Geschwindigkeit in die Susannenstrasse zu fahren.

Der Wagen hält vor Hausnummer 10, vier bis fünf Polizisten in Kampfmontur steigen aus und laufen als Gruppe, sich gegenseitig nach allen Richtungen mit Pfefferspray schützend, an verschiedenen Geschäften vorbei. Sie schauen durch die Fenster und Türen hinein.

Sie suchen ihren Kollegen in Zivil, schliesslich finden sie einen Kiosk, in den sich der Fahnder geflüchtet hat, gehen hinein und bringen ihn hinaus. Alle steigen ins Auto – und fahren wieder in hoher Geschwindigkeit davon. Anwohner berichten, dass der von den Polizisten abgeholte Mann maskiert gewesen sei. Die Szene habe an eine Festnahme erinnert, sagen sie.

Heber wiederum folgt einem Anwohner in einen Innenhof, zieht einen Pullover über und fährt später mit der Bahn nach Hause. Sein Fahrrad ist weg.

Augenzeugen zweifeln an der Darstellung der Polizei, der Zivilbeamte habe sich vor der Abgabe des Schusses identifiziert und gewarnt. «Das ging alles sehr schnell, er hat sich nicht als Polizist zu erkennen gegeben», sagt ein Beobachter. Eine Frau bestätigt die Aussage. Auch Heber sagt: «Ich habe keine Warnung gehört.»

Die Hamburger Polizei wollte sich auf «Spiegel»-Anfrage nicht zu dem Geschehen äussern. Die Ermittlungen liefen noch, hiess es. Stefan Heber hat sich am Samstagnachmittag von der Kriminalpolizei vernehmen lassen.

Der Hobbyfotograf Heber ist dem Beamten dankbar, der ihn rettete: «Ich will mir nicht vorstellen, was mir passiert wäre, wenn er nicht da gewesen wäre.»

(Holger Dambeck, Jörg Diehl, Thorsten Dörting, Britta Kollenbroich, Dominik Peters)

G20-Proteste: 

30s

G20 Proteste – Strassenschlachten mit der Polizei

Video: srf

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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ohniznachtisbett 09.07.2017 23:01
    Highlight Es war ein Warnschuss, der vielleicht Leben herettet hat. Sicher aber Verletzungen verhindert hat. Niemand kam zu Schaden. Ob der davor noch gesagt hat Polizei oder nicht, ist in dieser Situation doch egal.
    9 0 Melden
  • Denk nach 09.07.2017 21:16
    Highlight Ein Lynchmob jagt eine Person durch die Strassen, ein Polizist stellt sich ihnen alleine entgegen und hat wohl zuletzt noch eine Klage am Hals.... Geile Welt!
    76 6 Melden
  • Sharkdiver 09.07.2017 19:38
    Highlight Gegen diese kriminellen Chaoten sollte erbarmungslos ohne Erbarmen vorgegangen werden. Das Gesetz soll sie in maximaler Härte treffen. Das hat nichts mit links, Politik, Demo oder mit Meinungsäusserung zu tun.
    54 13 Melden
  • α Virginis 09.07.2017 19:23
    Highlight In der Situation vermutlich die einzig adäquate Reaktion des Polizisten. Naja, es ist klar, dass die Umstände untersucht werden müssen, aber für mich ist so eine Reaktion, wenn ein Menscheleben eventuell in Gefahr ist, durchaus nachvollziehbar und auch legitim.
    51 3 Melden
  • What’s Up, Doc? 09.07.2017 18:55
    Highlight Bei N24 war schon am Freitagabend von einer angeblichen Kolegin des Zivilbeamten die Rede die Aussage kam bereits da vom Polizeichef. Im Endeffekt sagt die Aussage des Öpfers glaube ich genug, «Ich will mir nicht vorstellen, was mir passiert wäre, wenn er nicht da gewesen wäre.». Von den 200 verletzten Polizisten liest man gar nichts, von denen wird ja erwartet dass sie sich von Stahlkugeln durchlöchern lassen. Hauptsache der schwarz maskierte Clownsverein hat was zu jammern.
    58 3 Melden
  • Anded 09.07.2017 18:24
    Highlight Kam jemand oder etwas als folge der (möglicherweise gerechtfertigten) Schussabgabe zu schaden? Nope. Mich interessiert im Zusammenhang mit den G20 Ausschreitungen eher das Ausmass und die Verursacher und Geschädigten der tatsächlichen, realen Schäden.
    40 2 Melden
  • Thinktank 09.07.2017 17:09
    Highlight Peinlich für den Staatsapparat. Man will eine Eskalation verhindern und lässt die linken Chaoten gewähren, statt Verbrechen zu verhindern. Ist in Bern genauso. Vieilleicht sollten sich Autofahrer auch organisieren und den Verkehrskontrollen Molotovs entgegenwerfen.
    20 57 Melden
  • Caturix 09.07.2017 16:36
    Highlight Wäre es keine g20 Demo gewesen mit Randalierer und die Polizei hätte in die Luft geschossen um zwei Schwerkriminelle zu verjagen, na dann hätte es auch keinen interessiert.
    53 4 Melden
  • Tatwort 09.07.2017 16:36
    Highlight Einfach mal zir Information...
    24 25 Melden
    • Raphael Stein 09.07.2017 17:32
      Highlight Dieser hier ist auch köstlich. Immerhin lassen sich die meisten Deutschen Bürger ziemlich krass über den Tisch ziehen.

      7 2 Melden
  • EvilBetty 09.07.2017 15:35
    Highlight Und natürlich würde sich der Zivilfahnder jetzt als Zivilfahnder zu erkennen geben, damit er weiter wirkungsvoll als Zivilfahnder arbeiten könnte.

    😂
    63 3 Melden
  • Raphael Stein 09.07.2017 14:47
    Highlight Sind die Filme irgendwo zu sehen
    vom Beamten mit dem schwarzes Hemd, der grauen Hose, dem Rucksack und der Mütze und dem Blogger Heber, mit blauer Hose, schwarzem T-Shirt, der sich anschliessend einen Pullover überzieht?



    9 19 Melden
  • ujay 09.07.2017 14:44
    Highlight Was für ein Theater. Aber Molotowcocktail- Schmeisser, die Polizisten aufs Korn nehmen, sind schon der Normalfall. Was passiert, wenn ein Polizist einen solchen Wurf(was einen eventualsätzlichen Mordversuch darstellt) durch einen Schuss unterbindet? U.U. mit fataler Wirkung? Muss sich ein Polizist für die Gesellschaft opfern, oder darf er sich zur Wehr setzen? Ich bin für zweites. Dass in Deutschland anscheinend nicht mal Gummischrot eingesetzt werden darf, ist sowieso ein Witz.
    180 27 Melden
    • Rendel 09.07.2017 16:44
      Highlight Das Molotowcocktails geschmissen werden an Demos ist nicht der Normalfall, das tun ja eher wenige, die sich unter friedliche Demonstranten mischen.

      Bei Mord muss eine bewusste Tötungsabsicht auf eine bestimmte Person oder Gruppe vorliegen, sonst ist es kein Mord.

      Der Polizist weiss er hat einen gefährlichen Beruf, er wählt den freiwillig.

      Die Polizei hat auch darauf zu achten, dass es möglichst keine Toten gibt und möglichst wenig Verletzte. Sie hätten wohl gern Tote, anders kann ich ihr Post nicht verstehen.
      14 111 Melden
    • Maria B. 09.07.2017 16:59
      Highlight Ujay :

      ich teile deine Meinung voll und ganz, denn jetzt wegen eines wohl ebenso berechtigten wie reinen Warnschusses in die Luft nun auch noch "genaueste Abklärungsforderungen" just von jenem Anarcho-Pack ernstzunehmen, mutet Angesichts von über 200 verletzten Beamten, aber auch der Tatsache, dass die ultralinken Chaoten aus einer besetzten Liegenschaft bekanntlich mit lebensgefährlichen Stahlkugeln auf die Polizisten schossen, geradezu wie ein schlechter Witz an :-( !
      28 8 Melden
    • Hierundjetzt 09.07.2017 18:30
      Highlight Rendel und sein kindliches Denken. Immer wieder ein Genuss.

      Kleiner Exkurs: Molotwcocktails wurden im 2 Weltkrieg für die Panzerbekämpfung eingesetzt. Also nix harmlos.

      70 Jahre später im 2017 ist das ganz anders. Das werfen einer Benzinbombe (so der Fachgebriff) in eine Menschenmenge wird gemäss Rendel zum Happening degradiert, damit Stimmung aufkommt.

      (Zum Glück sieht dies die Rechtsprechung anders und wertet einen Benzinbombenwurf als eventutalvorsätzlicher Tötungsversuch. Ab 5 Jahren unbedingt aufwärts.

      25 2 Melden
    • Rendel 09.07.2017 20:03
      Highlight Ich habe gar nichts zum Happening hochstilisiert und schon gar nicht Molotowcocktails befürwortet , um Stimmung zu machen. Ich bin gegen Gewalt und lehne jegliche Gewalr ab, bitte löschen sie diesen. Er ist diffarmierend und beleidigend.
      5 29 Melden
    • Hierundjetzt 09.07.2017 21:21
      Highlight Rendel, dein Zitat: "Bei Mord muss eine bewusste Tötungsabsicht vorliegen sonst ist es keine"

      Also wenn ich zuhause ein hochexplosives Benzingemisch herstelle und dieses *bewusst* an eine Demo mitnehme, im klaren Wissen, dass ich Menschen damit töten kann, dann ist das kein Vorsatz? 🤔

      Ein Polizist muss gemäss Deiner Aussage somit Benzinbomben rechnen? Soso vielleicht auch noch mit einem Panzerfaustangriff (warum auch nicht, beides Kriegswaffen)

      Rendel, sorry, da kommst Du nicht mehr raus. Zuviel relativiererei.

      Nochmals: Molotowcocktails braucht man zum töten von Menschen.
      31 2 Melden
    • Rendel 09.07.2017 22:52
      Highlight Ich stehe nicht stellvertretend hier für die Gewalttäter in Hamburg. Ich glaub sie verwechseln etwas Hierundjetzt. Ich lehne Gewalt ab. Sie benehmen sich verbal ziemlich aggressiv mir gegenüber und wollen eine Art Machtkampf führen, das find ich dann kindisch.
      3 23 Melden
  • Asmodeus 09.07.2017 14:37
    Highlight "In Hamburg fiel nur ein einziger Schuss – wieso in Europa solche Tumulte nicht in einem Blutbad enden."

    Wäre vielleicht ne bessere Überschrift.
    128 6 Melden
    • Rendel 09.07.2017 15:51
      Highlight Der Titel ist, wie so oft tatsächlich völlig falsch und viele lesen nur den Titel oder sind dann emotional schon eingestimmt, den Artikel nicht mehr sachlich zu lesen.
      44 7 Melden
  • Hexentanz 09.07.2017 14:34
    Highlight Ach ich hab gesehen im livestream wie vermumte auf Häusern betonplatten und molotovs vorbereiten zum runterwerfen.. Dann das SEK mit Sturmgewehr im Anschlag. Hat wohl immense nerven und Professionalität gebraucht, dass keiner irgendwo erschossen wurde. Stellt euch mal das gleiche Szenario in den USA vor zb bei einer anti NRA Demo oder so. Grosses Kompliment an die Behörden.
    144 6 Melden
  • James McNew 09.07.2017 14:23
    Highlight Der Beamte hat wahrscheinlich richtig gehandelt und das Opfer vor Schlimmerem bewahrt.

    Aber warum macht die Polizei darüber mutmasslich Falschaussagen? Und warum wird dies hier verteidigt? Heiligt der Zweck die Mittel, wenn es gegen Person geht, die man nicht sympathisch findet? Gilt der Rechtsstaat dann nicht mehr? Und wo führt das hin?

    Eine Situation wie in Amerika, in der unantastbare Polizisten Schwarze aus nichtigen Gründen durchlöchern können und dafür geschützt und gefeiert werden, nein Danke!
    20 57 Melden
    • derEchteElch 09.07.2017 15:23
      Highlight So? Hast du Beweise für deine Behauptung, dass in den USA Schwarze wahllos von der Polizei niedergeschossen werden?

      Die haben Ihre Gründe, wenn die sich der Festnahme wiedersetzen, vor der Polizei flüchten und gefährliche Gegenstände/Waffen mit sich führen. Eins sollten Sie wissen, wenn in der USA ein Polizist halt schreit, dann soll man besser stehen bleiben und nicht wegrennen.

      Übrigens such in Europa kein Grund, sich den Anweisungen der Polizei zu widersetzen! 😉
      29 47 Melden
    • roger.schmid 09.07.2017 16:26
      Highlight @der rechte elch: blödsinn. hier nur ein Beispiel von Hunderten:

      16 10 Melden
    • James McNew 09.07.2017 17:10
      Highlight @derEchteElch Das ist genau die reichlich naive Obrigkeitsgläubigkeit, die ich meine, sorry. Alleine 2017 wurden bisher in den USA 508 (!) Menschen von der Polizei erschossen ( https://www.washingtonpost.com/graphics/national/police-shootings-2017/ ). Und zum Beispiel 2015 waren es 100 unbewaffnete Schwarze ( https://mappingpoliceviolence.org/unarmed/ ). (1/2)
      11 3 Melden
    • James McNew 09.07.2017 17:12
      Highlight (2/2)
      Sagen dir die Namen Philando Castile, Trayvon Martin, Eric Garner etwas? Oder lies mal Ta-Nehisi Coates.
      (https://www.nzz.ch/feuilleton/weisse-fiktion-schwarze-realitaet-1.18700688), Zitat NZZ (!):
      "Der Skandal, dass unbewaffnete schwarze Männer und Kinder von Polizisten erschossen werden, gehört in den USA fast schon zur Tagesordnung."

      In Europa haben wir noch keine solche Situation, Ststements wie Ihres führen aber in diese Richtung. Aber, sorry fslls das Illusionen zerstört: Die Polizei ist nicht unfehlbar.

      Übrigens: Ich schrieb nicht "wahllos", sondern "aus nichtigen Gründen".
      8 3 Melden
    • derEchteElch 09.07.2017 17:13
      Highlight Da sieht man nichts und nicht, wie es zur Situation kam. Genau was ich sagte.. ^^
      8 12 Melden
    • James McNew 09.07.2017 20:18
      Highlight @elch Dein kritisches Denken hat angerufen. Es fühlt sich einsam ohne Dich.
      4 1 Melden
  • derEchteElch 09.07.2017 13:59
    Highlight Fakt ist, der Polizist hat Notwehrhilfe geleistet. Solche Linksautonome schrecken vor Gewalt nicht zurück, um ihre Identität zu schützen.

    Fakt ist auch, dass Passanten, die sich NICHT aktiv auf eine Szene konzentrieren, können die Ereignisse VOR dem Moment, welche ihre Aufmerksamkeit auf die Szene lenkt, oft nicht genau beschreiben.
    70 20 Melden
    • Rendel 09.07.2017 15:44
      Highlight Es geht darum, dass sie Polizei eine andere Version geliefert hat, als die Zeugen bestätigen können. Es geht nicht darum ob es ok war, dass der Polizist Nothilfe geleistet hat.
      16 29 Melden
    • derEchteElch 09.07.2017 16:32
      Highlight Sie haben meine Kernaussage nicht verstanden; Menschen/Zeugen interpretieren in Aussagen eine eigene Version hinein, obwohl sie gar nicht wissen was passiert ist.
      18 11 Melden
    • Rendel 09.07.2017 17:19
      Highlight Es geht trotzdem darum, dass die Polizei eine andere Aussage gemacht hat, als die Zeugen (es war nicht nur einer) beobachtet haben. Es ist völlig ok, dass das untersucht wird und nicht automatisch davon ausgegangen wird, dass jeder Zeuge eine Fehlinterpretation geleistet hat. Wenn ich einem Verkehrsunfall zusehen weiss ich soviel oder so wenig, wie die Beteiligten, einfach aus einem andern Blickwinkel. Nach ihrer Auffassung müsste unser Rechtssystem auf alle Zeugenaussagen in Zukunft verzichten.
      4 11 Melden
    • trio 09.07.2017 18:42
      Highlight @Rendel
      Zeugenaussagen sind sehr fehleranfällig, jedoch auch wertvoll für die Aufklärung. Das ist ein Problem, dass meiner Ansicht noch nicht genügend berücksichtigt wird. Alleine schon die Fragestellung kann viel beeinflussen.
      http://de.in-mind.org/article/im-zweifel-fuer-den-angeklagten-ueber-fehlerquellen-von-zeugenaussagen
      2 0 Melden
    • Rendel 09.07.2017 20:28
      Highlight Ja ich weiss trio. Ganz darauf verzichten ist auch ein Problem.
      3 2 Melden
  • Rendel 09.07.2017 13:52
    Highlight Es geht doch um die mögliche falsche Aussage der Polizei, nicht zuerst darum ob der Schuss gerechtfertigt war.

    Untersuchungen sind ok, Polizisten, die in gewissen Situationen allenfalls falsch handeln, sind vielleicht am falschen Ort und für Falschaussagen muss auch jeder einstehen, ob Polizist oder nicht. Das muss halt untersucht werden. Hier hat ja die Pressestelle der Polizei vielleicht falsch ausgesagt und nicht der Polizist.

    Der Polizei müssen ja alle vertrauen können und Polizei muss sich immer an die Rechtsstaatlichkeit halten, wie alle Bürger, soll das Vertrauen gewahrt bleiben.
    38 75 Melden
    • pamayer 09.07.2017 14:20
      Highlight Die Hamburger Polizei hat sich dieses Wochenende der Rechtsstaatlichkeit widersetzt.
      Das muss aufgeklärt und verfolgt werden.

      Nicht immer sind nur die Linken und Chaoten schuldig.
      18 115 Melden
    • Rendel 09.07.2017 15:27
      Highlight Die Hamburger Polizei ist bekannt dafür, dass sie es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht immer so genau nehmen, wie sie müssten. Es gibt da verschiedene Urteile, wo sie die Rechtsstaatlichkeit verletzten. Manche scheinen das hier ja zu begrüssen.

      Dieser Fall muss untersucht werden, weil die Zeugen des Vorfalls etwas anderes berichten, als die Polizei verlautbaren liess und die Zeugen sind nicht einfach linke Chaoten, die eh etwas anderes sagen. Bitte objektiv bleiben, weil es wichtig ist. Vielleicht gibt es hier Menschen die einer Polizei die lügt vertrauen kann, ich könnte das nicht.



      12 45 Melden
  • länzu 09.07.2017 13:46
    Highlight Es ist beschämend, wie die Medien über diese Chaoten in Hamburg berichten. Unverhohlen drückt da überall Sympathie für den Mob durch. Und wenn dann ein Polizist (zivil oder in Uniform) einen Schuss abgibt, werden schon Untersuchungen gefordert. Sorry, aber da waren Gewalttäter, Verbrecher am Werk. Und wenn es nicht am Rande dieses G20 Gipfels zu diesen Ausschreitungen gekommen wäre, würde da im Ernstfall auch geschossen. Ich weiss gar nicht, wieso da eine so grosse Zurückhaltung von Seiten der Polizei an den Tag gelegt wird. Mit Demos hat das schon lange nichts mehr zu tun.
    215 48 Melden
    • Greet 09.07.2017 14:12
      Highlight "Es ist beschämend, wie die Medien über diese Chaoten in Hamburg berichten. Unverhohlen drückt da überall Sympathie für den Mob durch."

      Du würdest wohl lieber Sympathien für Erdogan, Trump, Putin, Merkel und die anderen teilnehmenden Politiker hören...
      25 81 Melden
    • rogerthat 09.07.2017 14:16
      Highlight Was willst Du jetzt mit diesem Kommentar sagen? Dass die Polizei längst hätte in die Menge schiessen sollen? Natürlich soll sehr genau untersucht werden, wann und weshalb die Polizei scharfe Munition in der Nähe von Menschenmassen einsetzt. Das kann sehr schnell zu Massenpanik führen, die viele unbeteiligte gefährdet. Ich will damit keineswegs das unentschuldbare Verhalten einiger militanter Demonstranten verharmlosen, aber die Polizei muss sich auch hier, wie bei allen anderen Einsätzen an die Gesetze halten. Dazu gehört auch dass jeder Einsatz von Schusswaffen hinterfragt werden muss.
      21 33 Melden
    • James McNew 09.07.2017 15:26
      Highlight Weil Du etwas scheisse findest, soll man die entsprechenden Leute abschiessen? Wir haben Jahrhunderte gebraucht, um genau davon wegzukommen, und das hat uns Fortschritt und Wohlstand gebracht, so dass du hier vor dem Bildschirm so Zeugs absondern kannst. Viel Spass dabei weiterhin.
      16 17 Melden
    • EvilBetty 09.07.2017 15:36
      Highlight Jeder abgegeben Schuss wird automatisch Gegenstand von Ermittlungen, das hat mit der Situation nichts zu tun. Hauptsache dumm rumlabern.
      33 6 Melden
  • Chääschueche 09.07.2017 13:10
    Highlight Ich frage mich eh wieso die Polizei noch waffen trägt. Die dürfen ja eh erst schiessen wenn Sie selbst schon tod sind denn sonst droht untersuchung, kündigung, verfahren, Knast usw. für den Polizisten.

    Zumindest kacht es hier in Europa den anschein...

    Es würde mich erstaunen wenn gegen den Polizisten kein verfahren eröffnet werden würde...
    150 63 Melden
    • Max Cherry 09.07.2017 13:29
      Highlight Jaja... Blablabla...
      Und wenn dann ein Verfahren eröffnet wird (was bei jeder polizeilichen Schussabgabe geschehen müsste!), decken sich die Bullen gegenseitig und die Staatsanwaltschaft - welche jeden Tag mit der Polizei zusammenarbeitet - hat eh kein Interesse an einer Verurteilung. Schlussendlich gibts einen Freispruch, ob schuldig oder nicht.
      49 171 Melden
    • elmono 09.07.2017 13:44
      Highlight Äääähm das ist auch gut so. Keine Lust auf Wild Wild West in Europa. Als Hunz & Kunz bei jeder Polizeikontrolle Angst haben zu müssen, über den Haufen geschossen zu werden. Nein Danke.
      59 64 Melden
    • maxi 09.07.2017 14:13
      Highlight wenn du nicht gerade mit deinem kumpel auf einen am bodenliegenden einprügelst musst du keine angst haben...
      45 7 Melden
    • mrmikech 09.07.2017 14:43
      Highlight @elmono: in holland hat die polizei auch waffen, aber die bürger haben keine angst, wild west gibt es auch nicht. Ist halt ein zivilisiertes land, darum geht es. Was nicht zivilisiert ist ist das benehmen von die extremisten und das hat in eine demokratie kein platz. Ob extrem links oder extrem rechts, gewalt ist gewalt.
      34 3 Melden
    • ujay 09.07.2017 14:44
      Highlight @ Max Cherry aka Plauderi......
      11 6 Melden
    • Chääschueche 09.07.2017 15:03
      Highlight Das hat nichts mit Wild Wild West *sing* zu tun sondern mit Respekt gegenüber der Polizei und dem Staat.
      12 4 Melden
  • Ruffy 09.07.2017 13:02
    Highlight Also ist der Zivilfahnder der einen zivilisten gerettet hat, ohne jemanden zu verletzen, jetzt der dumme?

    Und die ganzen Linksautonomen geilen sich daran auf, weil es die angebliche schiessfreudigkeit der Polizei zeigt... lächerlich.
    291 31 Melden
    • rite 09.07.2017 14:38
      Highlight Nicht dass ich jetzt diese Typen verteidigen will, welche ihn zusammenschlagen wollten.
      Aber ganz so unschuldig ist auch er nicht, wenn er sie fotografieren will.
      Kann mir vorstellen dass es denen nicht passt, wenn sie fotografiert weden wie sie die Stadt verwüsten.
      7 61 Melden
    • Büetzer 09.07.2017 15:01
      Highlight Warum ist er der dumme?war alles rechtens hat er nichts zu befürchten. Jede Schussabgabe führt zu einem verfahren und dass ist gut so , für dich und für mich und auch für den Polizisten , denn so weiss er dass er alles richtig gemacht hat (oder auch nicht)
      18 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.07.2017 12:47
    Highlight wie viele kugeln wären wohl auf amerikanischem boden abgefeuert worden?
    94 13 Melden
    • phreko 09.07.2017 13:42
      Highlight Frag mal in Ferguson nach...
      24 10 Melden
    • elmono 09.07.2017 13:44
      Highlight Alle.
      45 5 Melden
    • reaper54 09.07.2017 14:18
      Highlight Bei Personen, welche Pflastersteine und Molotowcocktails von Hausdächern auf Sicherheitskräfte werfen wollen ist jeder Schuss gerechtfertigt.
      49 23 Melden
  • chicadeltren 09.07.2017 12:44
    Highlight Ist ein normaler Passanr jetzt weniger wichtig als ein Polizist? Oder wieso wäre es ok einem Polizisten zur Hilfe zu eilen, einem Passanten aber nicht?
    113 18 Melden
    • Sapere Aude 09.07.2017 13:50
      Highlight Nein jedes Menschenleben ist gleich wichtig, die Frage ist aber, weshalb die Polizei über den Verlauf zu lügen scheint. Oder dürfen keine kritische Fragen mehr bezüglich dem Einsatz der Polizei gestellt werden?
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  • McBeans 09.07.2017 12:43
    Highlight In Amerika wäre mind. einer der Vermummten wohl tot! Wer weiss was der Einsatz der Waffe bzw. Der Warnschuss verhindert hat. Wahrscheinlich hätte der Gaffer nicht mehr selbstständig nach Hause gehen können.
    Wenns bei Watson um die Polizei geht, wird immer gleich aus einer Mücke einen überdimensionalen Elefanten gemacht!!
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  • Dirk Leinher 09.07.2017 12:43
    Highlight Da das Ereignis von so vielen Seiten beobachtet und gefilmt wurde, sollte es ja ein leichtes sein die Täter wegen Körperverletzung dran zu kriegen.
    Oder waren es für die Medien trotzdem nicht einfach friedliche Demonstranten die da viel zu hart von der Polizei angegangen wurden?
    So wie es in Syrien auch immer nur friedliche Demonstranten gab?
    Ironie off
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  • Gelöschter Benutzer 09.07.2017 12:40
    Highlight Egal ob sich der Zivilfahnder als Polizist erkenntlich gemacht hat oder nicht, er reagierte jedenfalls absolut korrekt. Wenn eine Person am Boden liegt und die Angreifer nicht ablassen sollte auch ein gezielter Schuss in die Oberachenkel der Angreifer erlaubt sein.
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    • redeye70 09.07.2017 13:31
      Highlight Schüsse in den Oberschenkel werden nicht trainiert, da extrem schwer zu treffen bei bewegten Zielen. Gezielt wird auf Brustbereich. Soll der Angreifer ganz sicher gestoppt werden zusätzlich noch ein Schuss in den Bauch. Das schmerzt höllisch und holt jeden von den Beinen.
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    • Patrick Felder 09.07.2017 14:28
      Highlight Gezielter Schuss in den Oberschenkel.....
      Meine Güte, was für obrigkeitsfanatische "Experten" hier wieder rumlungern...
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Pädosex-Drama in Freiburg: Hauptverdächtiger hatte Kontaktverbot zu Kindern

Einer der Hauptverdächtigen im Fall des vermutlich über Jahre sexuell misshandelten neunjährigen Jungen bei Freiburg im Breisgau hätte nach Zeitungsberichten keinen Kontakt zu Kindern haben dürfen.

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