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Polizeieinsatz am Eingang von Lovoo in Dresden.
Bild: dpa-Zentralbild

Flirt-Portal Lovoo soll Kunden um mehr als eine Million Euro betrogen haben

Das Flirt-Portal Lovoo soll Profile von Frauen gefälscht und so seinen Nutzern das Geld aus der Tasche gezogen haben. Den 14 Beschuldigten wird Betrug in einem besonders schwerem Fall vorgeworfen.

12.06.16, 05:09 12.06.16, 09:00

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Das Flirt-Portal Lovoo soll seine Kunden mithilfe gefälschter Frauenprofile um mehr als eine Million Euro betrogen haben. Das berichtet die «Bild am Sonntag» unter Berufung auf einen Haftbefehl des Amtsgerichts Dresden gegen einen Geschäftsführer der Firma. Den insgesamt 14 Beschuldigten wird Betrug in einem besonders schweren Fall vorgeworfen.

Lovoo-Manager sollen gleichzeitig bis zu 477 gefälschte Profile von Frauen ins Netz gestellt haben, die vorgeblich auf Partnersuche waren. Männliche Nutzer mussten kostenpflichtige Leistungen buchen, wenn sie mit den vermeintlichen «Traumfrauen» in Kontakt treten wollten. Dabei soll in der Zeit vom 14. Juni 2013 bis zum 23. Juli 2014 einer unbekannten Zahl von Nutzern ein Schaden von insgesamt 1,183 Millionen Euro entstanden sein.

Am vergangenen Mittwoch hatten rund 200 Polizisten Geschäftsräume in Berlin, Dresden und Nürnberg durchsucht. Zwei Geschäftsführer sind in Untersuchungshaft. Lovoo teilte auf Anfrage der Zeitung mit, «detaillierte Angaben» seien wegen laufender Ermittlungen «zurzeit nicht möglich».

Die Fachzeitschrift «c't» schrieb bereits im vergangenen Jahr, dass das Unternehmen möglicherweise in grossem Stil gefälschte weibliche Profile eingesetzt habe. Zahlungswillige männliche Kunden seien dadurch beim Versuch, Kontakt aufzunehmen, abgezockt worden. Die «c't» hatte ein mehr als 50 Gigabyte grosses Datenpaket zugespielt bekommen. Unter den Daten sollten sich zum Beispiel angebliche E-Mails der Lovoo-Führung befinden.

Auf eine Nachfrage von Spiegel Online hatte Lovoo damals geantwortet: «Die in der heutigen Ausgabe der 'c't' in einem Artikel aufgestellten Vorwürfe gegen die Kennenlern-App Lovoo beruhen auf zweifelhaften Dokumenten und Daten, die dem Magazin anonym zugespielt worden sind und dessen Authentizität die Autoren in ihrem Beitrag selbst anzweifeln. Die in dem Artikel genannten Vorwürfe weist Lovoo zurück.»

asa

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 12.06.2016 18:59
    Highlight Business as usual. 💔...
    6 0 Melden
  • EvilBetty 12.06.2016 12:09
    Highlight Und? Ist doch gängige Praxis...
    10 1 Melden
  • Echo der Zeit 12.06.2016 11:54
    Highlight Ich denke - die Meisten Profile von Frauen auf diesen Portalen sind gefälscht - aber mann verarscht ja nur Männer, daher nicht so schlimm.
    11 9 Melden
  • Ratert 12.06.2016 10:39
    Highlight Ist doch kein Verbrechen. Dasselbe mit den Plüschtierautomaten mit der Greifzange, das wäre dann genauso Betrug: Geld rein, die manipulierte Zange greift nicht, was sie verspricht - die Plüschtiere waren nur Köder.

    Beträchtlich aber, was für ein Betrag zusammen gekommen ist.
    6 17 Melden
    • phreko 12.06.2016 11:39
      Highlight Der Vergleich hinkt. Da bei Fake-Profilen nicht mal ein Zufallstreffer möglich ist. Es wäre so, als ob die Greifzange bloss digital vorgegaukelt würde, anstatt dass wirklich eine vorhanden wäre. Deshalb ist das eine Betrug und das Andere nicht.
      14 0 Melden
  • äti 12.06.2016 10:01
    Highlight Dachte, dass ist Sinn und Zweck solcher Portale.
    13 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.06.2016 11:09
      Highlight Was? Per Fakeprofil verarscht zu werden? Eher nicht.
      15 0 Melden
    • Soulrider 12.06.2016 13:29
      Highlight Auf watson gibts ja auch immer wieder solche "gesponserte Content" Werbung. Finde reiche Ehefrau... Ich weiss ja nicht wie blöd man sein muss...
      18 0 Melden
  • E. Edward Grey 12.06.2016 07:04
    Highlight "hatte ein mehr als 50 Gigabyte grosses Datenpaket zugespielt bekommen" meint: die Konkurrenz schläft nicht.
    10 10 Melden

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