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epa06316261 A close-up image showing the app of the micro blogging service Twitter on an iPhone in Kaarst, Germany, 08 November 2017. Twitter Inc. announced that it was rolling out the 280-character limit to all languages where 'cramming' characters was an issue. The length is twice as long as Twitter's current 140-character limit.  EPA/SASCHA STEINBACH

Twitter: Nach den Anschlägen in Grossbritannien verbreiteten russische Trolle gezielt Hass auf dem Social-Media-Kanal. Bild: EPA/EPA

Russische Trolle auf sozialen Medien hetzen gegen Muslime – vor allem nach Anschlägen



Britische Forscher haben in sozialen Netzwerken rund um die jüngsten Anschläge in Grossbritannien Manipulationen aus Russland festgestellt. Forscher der Cardiff University entdeckten mindestens 47 «mit Russland verbundene» Accounts auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter und Facebook, die nach den Anschlägen die Spaltung der Gesellschaft verstärken sollten.

Das hiess es in der am Montag veröffentlichten Studie. Laut den Forschern deuteten die Befunde auf eine «systematische, strategische, politische Kampagne» gegen Grossbritannien hin, um den «öffentlichen Schaden» der Anschlägen zu vergrössern.

Meistens hätten die fraglichen Beiträge sich gegen Muslime gerichtet. Allein acht der verdächtigen Konten hätten 475 Nachrichten veröffentlicht, die insgesamt 153'000 Mal geteilt worden seien.

Die Autoren der Studie stellten die acht «wirksamsten» Konten vor und gaben an, sie hätten «klare ideologische Standpunkte» mit rechtsextremen und antiislamischen Inhalten vertreten.

«Der Islam muss SOFORT verboten werden!»

Die Wissenschaftler untersuchten Millionen Informations-Teile, die nach den Anschlägen vor dem britischen Parlament (22. März), in Manchester (22. Mai), auf der London Bridge (3. Juni) und nahe der Finsbury-Park-Moschee (18. auf 19. Juni) im Internet veröffentlicht wurden.

A young woman views of flower tributes  for the victims of Monday's explosion at St Ann's square in central Manchester, England Thursday May 25 2017. More than 20 people were killed in an explosion following a Ariana Grande concert at the Manchester Arena Monday evening. (AP Photo/Rui Vieira)

Manchester nach dem Anschlag auf das Ariana-Grande-Konzert: Auf Twitter tobten zu dieser Zeit die Russland-Trolle. Bild: AP/AP

Weniger als eine Stunde nach den Anschlägen hätten die Konten damit begonnen, hetzerische Texte zu veröffentlichen und damit auf Twitter tausende Retweets generiert. In den Tweets hiess es etwa: «Der Islam muss SOFORT verboten werden!»

Die russischen Konten richteten sich demnach häufig direkt an Politiker und Prominente wie die auf Twitter sehr aktive Autorin J.K. Rowling. Dadurch sei die Reichweite der Konten «massiv» gestiegen, hiess es in dem Bericht.

Ausserdem hätten die Accounts die Rhetorik bekannter britischer rechtsgerichteter Persönlichkeiten imitiert. Die Autoren der Studie appellierten an Behörden und Social-Media-Unternehmen, das Problem anzugehen. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 18.12.2017 23:20
    Highlight Highlight Und ich dachte 3 Anschläge innert weniger Wochen sind das Problem.

    Aber Russische Trolle sind ein viel grösseres Problem.
    Weil unter x(?) Accounts waren 47 mit Russland verbunden.

    Wer steht hinter diesen Konten?
    Wenn die Accounts, laut IP Adresse aus Russland kommen,
    schliesst das weder ein noch aus, dass unter den Postern
    nur/auch/keine
    Briten oder Russen sind.

    “Nach den Anschlägen hetzten sie gegen Muslime.
    Und hatten klare ideologische Standpunkte mit rechtsextremen und antiislamischen Inhalten vertreten.“

    Wie kann das sein; die Wissenschaft ringt nach Erklärungen.

    • Jokerf4ce 19.12.2017 10:34
      Highlight Highlight Warte mal 47 Trolle, Russland, Ak-47? Zufall? Ich glaube nicht!
    • Roterriese 20.12.2017 11:53
      Highlight Highlight Wait a minute! 4/7= 0.57 Russland hat 7 Buchstaben. 7*0.57=0.399, 39? 1939? 1939 began der 2 Weltkrieg
  • cgk 18.12.2017 20:46
    Highlight Highlight Seit einigen Jahren beobachte ich mit Sorge die zunehmende Tätigkeit von Trollen. Der kalte Krieg läuft auf Hochtouren über die Medien. Russland hat eindeutig die Nase vorn. Es geht in einem ersten Schritt darum, durch falsche Informationen oder Halbwahrheiten die EU zu entzweien und die Menschen in den Nationalstaaten zu verunsichern. Darum finde ich eine nationale, unabhängige Presse so wichtig.
    • Uli404 19.12.2017 04:38
      Highlight Highlight Sorry ist genau anderd rum. Die Nato Propaganda. Ist der russischen weit überlegen. Ich muss nur den Fernseher anmachen oder eine Mainstreamzeitung lesen. Bei der Russenpropagand ist meist schnell klar was es ist. Die Nato Propagana wird meist gar nicht erkannt wie dein Kommentar schön zeigt.
      Propaganda ist vorallen dann schädlich wenn sie nicht erkannt wird.
    • asdf 19.12.2017 17:57
      Highlight Highlight Wo sind denn diese falschen Informationen? Nennen Sie doch mal ein konkretes Beispiel. Russland hat nicht „die Nase vorn“. Im Vergleich zum Kalten Krieg ist heute (Digitalisierung etc.) halt auch die Stimme Russlands, und nicht nur unsere westliche, hörbar. Wer nicht zuhören will, darf sich nicht als demokratisch verstehen.
    • cgk 20.12.2017 19:45
      Highlight Highlight Uli404 was ist für Sie „Mainstreampresse“? Alles was nicht Weltwoche ist? So lange Herr Putin nicht erklären kann und will, warum in Russland kritische Verlage und Journalisten grob schikaniert werden, so lange ziehe ich unsere doch mehrheitlich freie Presse Russia Today vor, die einfach nur oberpeinlich ist.

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