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Der Kreml verspottet Twitter-Trump

«Die Raketen werden kommen»: So bereitete Donald Trump Russland per Twitter auf einen Militärschlag gegen Syrien vor. Passiert ist aber noch nichts - stattdessen macht sich der Kreml über den US-Präsidenten lustig.

13.04.18, 11:56 13.04.18, 13:25


epa06608031 A woman walks on a bridge in front of Kremlin in Moscow, Russia, 16 March 2018. Presidential elections in Russia are scheduled for 18 March 2018.  EPA/YURI KOCHETKOV

Da wird gelacht: Kreml. Bild: EPA/EPA

Ein Artikel von

Russlands Führung verspottet Donald Trump: «Die internationalen Beziehungen sollten nicht von der Stimmung einer Person abhängig sein, wenn diese morgens aufsteht», sagte Vizeministerpräsident Arkadi Dworkowitsch. Der Spitzenpolitiker spielte damit auf die Tweets des US-Präsidenten in der Syrien-Krise an. Eigenen Aussagen zufolge twittert Trump auch schon mal vom Bett aus.

Arkadi Dworkowitsch Bild: wikipedia/Jürg Vollmer / Maiakinfo

So twitterte er am Mittwoch, 6.57 Uhr US-Ostküstenzeit, offenbar als Reaktion auf eine Drohung des russischen Botschafters im Libanon, Alexander Zasypkin, Russland werde alle Richtung Syrien fliegenden Raketen abschiessen. «Sie werden kommen», so Trump, offenbar vom Bett aus, «nett und neu und 'smart'.» Damit hatte Trump die Russen als Syriens Schutzmacht auf einen Militärschlag der USA gegen das Regime von Baschar al-Assad vorbereitet.

Video zu möglichem US-Angriff: Trumps Syrien-Chaos

Die USA und auch Frankreich machen Syriens Regime für den mutmasslichen Giftgaseinsatz in der Stadt Duma verantwortlich. Bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt sollen nach unterschiedlichen Angaben zwischen 42 und 85 Menschen getötet worden sein.

Nach Einschätzung des früheren US-Botschafters in Deutschland, John Kornblum, wird Trump wegen seiner Drohungen mit einem Militärschlag kaum noch anders können, als in Syrien anzugreifen. «Nach der massiven Warnung wird Trump nicht mehr hinter seine Drohungen zurück können», sagte Kornblum den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Jetzt gar nichts zu machen, käme einem Gesichtsverlust gleich. Ich gehe davon aus, dass es eine US-Militäraktion in der einen oder anderen Form geben wird.»

Trump telefonierte mit May

Die USA und seine Verbündeten arbeiten derweil weiter an einer gemeinsamen Strategie für den Angriff. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, hiess es aus dem Weissen Haus. «Wir werten weiter Geheimdiensterkenntnisse aus und sind in engen Abstimmungen mit unseren Partnern und Alliierten», sagte Sprecherin Sarah Sanders.

Als Option für eine Reaktion gelten gezielte Raketenangriffe auf ein Objekt oder mehrere ausgewählte Ziele. Sehr heikel daran wäre, dass in Syrien stationierte russische Truppen getroffen werden könnten. Syriens Schutzmacht Russland weist die Vorwürfe gegen Damaskus zurück.

Trump telefonierte noch in der Nacht zum Freitag mit der britischen Premierministerin Theresa May. In einer Mitteilung der Downing Street hiess es, Trump und May seien sich einig, dass der Einsatz von Chemiewaffen durch das syrische Militär «nicht unbeantwortet» bleiben könne und dass ein weiterer Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime verhindert werden müsse. Über ein geplantes Telefonat Trumps mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron lag zunächst keine offizielle Erklärung vor.

als/Reuters/dpa

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Video: srf

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lautaro 13.04.2018 21:33
    Highlight May, widerlich, und Trump, ein Affe mit Maschinenpistole,,,die passen perfekt zusammen,,,aber Kinder bitte nicht erzeugen,,,
    5 1 Melden
  • Don Alejandro 13.04.2018 18:27
    Highlight Putin ist das was Trump sein will. Ein cleverer Alleinherrscher/Diktator.
    22 10 Melden
    • Gregor Hast 13.04.2018 19:48
      Highlight Was für ein Blödsinn!
      11 21 Melden
  • rodolofo 13.04.2018 13:23
    Highlight Da möchte ich jetzt Trump vor dem bösen Putin in Schutz nehmen:
    Wenigstens HAT Trump noch Stimmungen und so was, das so aussieht, wie Emotionalität!
    Wenn Putin erscheint, lacht niemand mehr.
    Allerhöchstens ist es ein hämisches Mit-Lachen über den Feind, das aber so stark von der Angst durchsetzt ist, möglicherweise zu wenig-, oder falsch zu lachen, dass die "Stimmung" so, oder so unter den Gefrierpunkt sinkt.
    Bei den "Yankees" herrscht also "der böse Clown" und "Mütterchen Russland" wird von "Väterchen Frost" gequält und drangsaliert...
    36 91 Melden
    • Walter Sahli 13.04.2018 13:36
      Highlight Michael Myers hatte sicher auch Emotionen ^^....
      22 2 Melden
    • Flötist 13.04.2018 13:37
      Highlight Dann verfolgst du Putins verhalten nur via Überschriften von Newsberichten.
      54 17 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 13:44
      Highlight @ Flötist
      Nein, ich schaue nur zu, wie er sich bewegt, mit seinem steifen Haifisch-Gesicht und den nervös herum suchenden und den direkten Augenkontakt vermeidenden Äuglein.
      Da brauche ich nicht einmal Russisch-Kenntnisse, damit ich diese Körpersprache verstehe!
      Das sind die Mimik und die Körpersprache eines Diktators, der auch seinen eigenen Körper unter eine gnadenlos strenges Disziplin-Regiment zwingt.
      Fast könnte man meinen, hier sei das Preussentum wiederauferstanden...
      19 46 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • a-n-n-a 13.04.2018 13:21
    Highlight May und Trump, ein super Paar: erinnert stark an Blair und G.W.Bush.. von Macron hätte ich jedoch mehr erwartet und dass Erdogan auch noch dazu kommt, macht diesen ganzen Witz - ein sehr schlechter übrigens - komplett.

    Hauptsache von den Problemen des eigenen Landes ablenken:
    May: Brexit-Probleme, Nordirland, Schottland etc.;
    Trump: Mauer und allgemeine Inkomptetenz;
    Macron: Streik der Eisenbahner/Studenten/Air France
    Erdowahn: fehlende Meinungsfreiheit, Repression der Opposition, völkerrechtwidrige OP Olivenzweig in Afrin.

    Nach dem alten Motto: Brot und Spiele...
    113 13 Melden
    • dan2016 13.04.2018 13:41
      Highlight Macron hat sich in dieser Frage sehr sehr früh exponiert. Lange bevor Streik/May/Trump.

      Und unabhängig von den aktuellen Ereignissen. Nach dem 1WK wurden Chemiewaffen geächtet und die Grossmächte haben DIES sogar während dem kalten Krieg weitgehend durchgesetzt. Und auch Hitler hat diese Grenze im Krieg nicht überschritten. Wie gehen wir damit um, dass diese Grenze im Jahr 2018 relativ problemlos (und gedeckt von einer Grossmacht) überschritten werden kann?
      17 12 Melden
    • blueberry muffin 13.04.2018 15:05
      Highlight Naja, wo ist den der Unterschied zwischen Blair und Macron? Sind beides links liberale, dh. Sozialpolitisch linke turbo Kapitalisten die gerne mal den starken Mann markieren.

      Hillary Clinton zB. sagte nach dem ersten Raketen Angriff von Trump das sie die Russen nicht gewarnt hätte. Und das war die linke Option in der letzten US Wahl...
      13 15 Melden
    • Gregor Hast 13.04.2018 19:44
      Highlight Grossbritannien will wieder eine Grossmacht werden. Mir wäre lieber Herr Nigel Farage hätte denn Posten von Fräulein May.
      5 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 13.04.2018 13:21
    Highlight Ich erkenne in Dworkowitschs Aussage keinen Spott, sondern das Minimum an Weisheit, welches Trump vollkommen fehlt.
    181 4 Melden
  • Qui-Gon 13.04.2018 13:07
    Highlight Die Urheberschaft ist weiterhin unklar und die wollen schon einen Angriff planen, bei dem russische Truppen getroffen werden können? Sind die eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Gut, beim einen wusste man das schon, aber dass May da auch einfach so mitmacht, muss man sich schon fragen. Und haben sie für danach auch so brillante Pläne wie für Irak und Lybien?
    52 5 Melden
    • Tomtom64 13.04.2018 16:21
      Highlight Beide haben grosses Interesse von ihren innenpolitischen Problemen abzulenken. Da kommt so ein Militärschlag im Namen des Guten doch wie gerufen.
      9 2 Melden
  • silverback 13.04.2018 13:04
    Highlight «Die internationalen Beziehungen sollten nicht von der Stimmung einer Person abhängig sein, wenn diese morgens aufsteht», sagte Vizeministerpräsident Arkadi Dworkowitsch.

    Spott? Das klingt eher besorgt. Zu Recht.

    198 4 Melden
    • rauchzeichen 13.04.2018 14:03
      Highlight als ob es in russland anders wäre... putin ist einfach stabiler als trump
      10 11 Melden
  • Angelo C. 13.04.2018 13:01
    Highlight Trump wartet auf das Eintreffen von 1-2 Flugzeugträger um die Aktion vor Ort gebührend abzusichern, dies falls Russland zurückfeuert, wovon man ausgehen kann.

    Die gemeinsame Strategie mit Grossbritannien und Frankreich (mit Israel im Hintergrund) könnte aber letztlich sehr wohl auch darin bestehen :

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/militaerschlag-in-syrien-es-geht-um-die-vorherrschaft-in-der-region/

    Es wird demnach interessant sein, zu beobachten, ob es bei einer kurzzeitigen Aktion, oder aber zum oben umschriebenen Szenario kommen wird 🤔.

    Wir werden es wohl bald wissen.

    20 8 Melden
    • DerTaran 13.04.2018 19:37
      Highlight Interessantes und nicht ganz unwahrscheinliches Szenario.
      5 0 Melden
  • rauchzeichen 13.04.2018 12:53
    Highlight In einer Mitteilung der Downing Street hiess es, Trump und May seien sich einig, dass der Einsatz von Chemiewaffen durch das syrische Militär «nicht unbeantwortet» bleiben könne und dass ein weiterer Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime verhindert werden müsse.

    und so schnell machen regierungen vermutungen (um nicht zu sagen anschuldigungen) zu fakten. während sie selber am fake news proleten sind. mein vertrauen in die institutionen namens staaten/nationen kann gar nicht mehr viel tiefer sinken.
    35 6 Melden
  • aglio e olio 13.04.2018 12:49
    Highlight "«Die internationalen Beziehungen sollten nicht von der Stimmung einer Person abhängig sein, wenn diese morgens aufsteht», sagte Vizeministerpräsident Arkadi Dworkowitsch."

    Naja, wo er recht hat, hat er recht.
    39 2 Melden
  • Waedliman 13.04.2018 12:41
    Highlight Zum ersten Mal habe ich Sympathien mit der russischen Regierung
    25 10 Melden
  • D(r)ummer 13.04.2018 12:38
    Highlight "Käme einem Gesichtsverlust gleich"

    Was?!

    Sehr gerne sogar, weil das nicht das erste Mal wäre.
    16 0 Melden
    • sowhat 13.04.2018 20:19
      Highlight Sowas ist ihm doch egal, er interpretiert dann einfach um. So wie er es jetzt bzgl. TPP macht.
      3 0 Melden
  • lilas 13.04.2018 12:08
    Highlight Es ist nicht klug, narzisstische Dummköpfe zu verspotten 🙈
    19 5 Melden
    • Gregor Hast 13.04.2018 19:55
      Highlight Soll wohl eine Anspielung auf Trump sein... Der ist weder ein Narzisst noch dumm...
      1 14 Melden
    • lilas 13.04.2018 21:51
      Highlight Es war keine Anspielung sondern eine Aussage. Der Titel sagt ja schon dass Trump verspottet wird also kann ich nur ihn meinen.
      In meinen Augen ist er ein Narzisst und innerhalb von dem was er sagt tut oder twittert ist seine Intelligenz nicht ersichtlich..
      3 0 Melden
    • Gregor Hast 14.04.2018 15:50
      Highlight Er ist intelligenter als uns lieb ist....
      0 1 Melden

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