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Hexenjagd im Weissen Haus: Spicer lässt Handys seiner Mitarbeiter durchsuchen

27.02.17, 13:44


Im Weissen Haus liegen die Nerven blank. Der Grund sind zahlreiche Indiskretionen, die an die Medien durchsickern und die Regierung von Präsident Donald Trump in ein schlechtes Licht rücken. Es gibt sogar einen Twitter-Account, der sich als Sprachrohr einer «inoffiziellen Widerstandsbewegung innerhalb des Weissen Hauses» bezeichnet. Seine Echtheit ist umstritten.

Letzte Woche kam es zu einem Eklat. Nachdem Informationen aus einer Planungssitzung des Kommunikationsbüros an die Öffentlichkeit gelangt waren, trommelte Trumps Pressesprecher Sean Spicer rund ein Dutzend Mitarbeiter erneut zu einer «Krisensitzung» zusammen, wie Politico berichtet. Er habe ihnen befohlen, ihre Mobiltelefone – sowohl private wie dienstliche – auf einen Tisch zu legen und zu beweisen, dass sie nichts zu verbergen hatten.

Sean Spicer und Donald Trump im Oval Office. Bild: JONATHAN ERNST/REUTERS

Explizit gewarnt habe Spicer vor Messenger-Apps mit Verschlüsselung wie Signal und Confide. Letztere hat den Vorteil, dass sie versendete Mitteilungen sofort löscht und Screenshots unterbindet. Ihre Verwendung verstosse gegen ein Gesetz, das die Archivierung sämtlicher Kommunikation aus dem Weissen Haus verlangt, sagte Spicer im Beisein mehrerer Anwälte.

Abschliessend habe der Pressesprecher seine Mitarbeiter davor gewarnt, Informationen über den Handy-Check nach aussen weiterzuleiten – mit durchschlagendem Misserfolg, wie der Politico-Bericht zeigt. Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Ein Memorandum des Aussenministeriums, das vor Indiskretionen warnte, landete beinahe in Echtzeit bei der «Washington Post».

Das Verhältnis zwischen Donald Trump und den Journalisten ist gelinde gesagt angespannt. Am Freitag attackierte der Präsident in einer Rede die Medien als «Feinde des amerikanischen Volkes». Gleichzeitig stellte er den Quellenschutz und damit die Pressefreiheit in Frage. «Es sollte ihnen nicht mehr erlaubt sein, Quellen zu benutzen, wenn sie keine Namen nennen.»

Am gleichen Tag schloss Spicer mehrere Medien von einem Pressegespräch aus, darunter CNN, «New York Times», Buzzfeed und Politico. Und am Samstag teilte Trump auf Twitter mit, er werde Ende April nicht am traditionellen Dinner der Korrespondenten im Weissen Haus teilnehmen – als erster Präsident seit Richard Nixon, der mit der veröffentlichten Meinung ebenfalls auf Kriegsfuss stand.

Spicer beschimpft Mitarbeiter

Im Zentrum des Orkans steht Sean Spicer. Er steht unter dem immensen Druck eines Präsidenten, der von seinem Image in der Öffentlichkeit geradezu besessen ist. Donald Trump soll die täglichen Pressekonferenzen im Weissen Haus beim Mittagessen live mitverfolgen, schreibt Politico. Die Stimmung in der Kommunikationsabteilung gilt als mies. Die Arbeitstage dauern oft von 6 Uhr morgens bis Mitternacht. Die Mitarbeiter seien notorisch überfordert.

Sean Spicer soll sie wegen der permanenten Lecks wiederholt massiv beschimpft haben. Vize-Kommunikationschefin Jessica Ditto sei deswegen in Tränen ausgebrochen, was sie gegenüber Politico dementierte. Immerhin soll Spicer, dessen Stuhl wegen der unvorteilhaften «Saturday Night Live»-Parodie durch Melissa McCarthy arg wackelte, wieder fester im Sattel sitzen. Trump habe ihm im privaten Gespräch das Vertrauen ausgesprochen – zumindest vorläufig. (pbl)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thumbride 28.02.2017 17:40
    Highlight Confide ist eine Witz-App, die keine echte Sicherheit bringt. Wenn schon, sollten sie Threema nutzen. Signal ist ok, aber ich würde als Mitarbeiter des Weissen Hauses wohl kaum ein Dienst verwenden, der die Angabe meiner Rufnummer voraussetzt.
    0 0 Melden
  • rodolofo 27.02.2017 19:15
    Highlight Zeit für eine Gestapo...
    7 1 Melden
  • ThomasHiller 27.02.2017 18:59
    Highlight Trump wird versuchen, die Pressefreiheit einzuschränken - vor allem den Quellenschutz - und daraufhin von der eigenen Partei Impeached.


    Ich gebe zu, die Hoffnung stirbt zuletzt...
    10 0 Melden
  • Gummibär 27.02.2017 17:49
    Highlight Ich leide nicht an Verfolgungswahn! Aber das heisst natürlich nicht, dass nicht alle da draussen warten um über mich herzufallen. lol
    8 4 Melden
  • Grillzange 27.02.2017 17:00
    Highlight Hand aufs Herz. Spicer hat doch wohl den undarkbarsten Job der Welt. Wer denkt tatsächlich von sich selber in dieser Position glänzen zu können? Ich könnte es nicht
    31 7 Melden
    • Rendel 27.02.2017 17:36
      Highlight Ich würd mich auch nicht um so einen Job reissen. Mitleid hab ich keins mit Spencer, selber Schuld. Es hat ihn keiner gezwungen den Job zu machen.
      36 2 Melden
  • walsi 27.02.2017 16:26
    Highlight Naja bei solchen Leajs besteht auch immer die Gefahr das geheime Informationen verraten werden und damit der USA selber geschadet wird. Dann will es wieder niemand gewesen sein. In der allgemeinen Hysterie um Trump geht das gerne vergessen.
    5 55 Melden
    • Pana 27.02.2017 18:38
      Highlight Du meinst so wie wenn Trump in öffentlichen Restaurants internationale Krisensitzungen abhält und mit seinem persönlichen Handy telefoniert?
      13 0 Melden
    • Jason84 27.02.2017 19:32
      Highlight Ich denke darüber kann man reden wenn es soweit ist.
      2 1 Melden
  • mrmikech 27.02.2017 16:25
    Highlight Ermmm... soll Trump sein ungesichertes Galaxy S3 vielleicht endlich mal verabschieden?
    55 2 Melden
  • Lowend 27.02.2017 16:18
    Highlight Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der rigorose Kampf von Spicer gegen die Whistelblower im Weissen Haus Stunden später von diesen Whistelblowern geleakt wurde. ;-)
    74 3 Melden
  • lilie 27.02.2017 16:06
    Highlight "Mit durchschlagendem Misserfolg". 😂😂😂

    Das ganze Weisse Haus ist doch verwanzt. Wie sonst sollen vertrauliche Gespräche zwischen Trump und Spicer an die Öffentlichkeit gelangen? 😅

    Ansonsten wette ich, dass das Leak bei der NSA ist. 😁

    Und nach Spicers Handyaktion schreibt sich Melissa McCarthys nächster Auftritt eigentlich fast von selbst. 😊
    52 1 Melden
  • äti 27.02.2017 15:26
    Highlight Die nächste WWW-RAW (Fake Wrestling Show) wird vom Ovaloffice aus gesendet. Trump als Sieger, what else.
    28 3 Melden
    • EvilBetty 27.02.2017 17:25
      Highlight Cagefight! Cagefight!
      10 2 Melden
  • Walter Sahli 27.02.2017 15:05
    Highlight Apropos Trump: habe nach langer Recherche endlich Videos gefunden, die eigentlich alles erklären, was den POTUS betrifft:


    19 13 Melden
  • acove 27.02.2017 14:59
    Highlight Die sog. Trump-Administration muss wirklich ein gutes Gewissen haben, dass solche Maßnahmen eingeläutet werden. Tobuwahobu ist offenbar im Oval-Office das Lösungswort.
    53 7 Melden
  • schibu73 27.02.2017 14:44
    Highlight Wie heißt es so schön, wenn man nichts zu verbergen hat, hat man auch keine Geheimnisse, das scheint nicht für die Trump regierenung zu stimmen. Tausenden facher Sarkasmus inside
    22 11 Melden
    • walsi 27.02.2017 16:23
      Highlight Das gilt für die Angestellten des weissen Hauses auch. Wer nichts geleakt hat muss auch keine Handydurchsung fürchten.
      8 19 Melden
    • EvilBetty 27.02.2017 17:26
      Highlight Die wären ganz schön hohl dies nicht mit Wegwerfhandies zu tun...
      10 1 Melden
  • Wehrli 27.02.2017 14:21
    Highlight Macht das nur den Anschein, oder wird Sean langsam orange im Gesicht?
    64 6 Melden
  • mein Lieber 27.02.2017 14:14
    Highlight "... und die Regierung von Präsident Donald Trump in ein schlechtes Licht rücken."
    Naja, viel muss man da ja nicht dazudichten :)
    Fairerweise muss erwähnt werden dass es die Medien grösstenteils trotzdem tun.
    45 8 Melden
  • Richu 27.02.2017 14:07
    Highlight Die Obama's kann man ruhig vergessen. Unter den 8 Jahren Präsident Obama haben die USA gesamthaft mehr Schulden gemacht als alle 43 USA-Präsidenten zusammen vor Obama, d.h. die Staatsschulden haben sich in den USA in den letzten 8 Jahren mehr als verdoppelt!
    10 163 Melden
    • äti 27.02.2017 15:23
      Highlight Ich hab gestern 10.- weniger ausgegeben als am Samstag. Hilft dir das, Richu?
      85 4 Melden
    • 90er 27.02.2017 15:23
      Highlight Aber ist es sein Fehler?
      Stichwort: Finanzkrise?
      78 4 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 27.02.2017 15:30
      Highlight 1. Whataboutism. Geht es im Artikel irgendwo um Schulden oder um Obama?

      2. Das Thema Schulden ist komplexer als du es hier darstellst. So sind diese auch ein gutes Anzeichen, aber falls du dich wirklich dafür interessierst, empfehle ich dir doch mal folgende Artikel durchzulesen:
      http://time.com/4214269/us-national-debt/

      http://www.scholarsstrategynetwork.org/brief/why-there-nothing-scary-about-us-national-debt

      https://www.nytimes.com/2015/08/21/opinion/paul-krugman-debt-is-good-for-the-economy.html?_r=0

      http://theweek.com/articles/618419/why-americas-gigantic-national-debt-good-thing
      77 4 Melden
    • Sapere Aude 27.02.2017 15:32
      Highlight Die Schulden der USA sind nur bedingt geeignet die Leistungen von Obama zu beurteilen, da die Ursachen dafür bei seinem Vorgänger zu suchen sind. Stichwort Finanzkrise und militärisches Engagement im Irak und Afghanistan.
      63 3 Melden
    • Fabio74 27.02.2017 15:39
      Highlight Hat keinen Zusammenhang zum Artikel. Solltest die gelernten Textbausteine dort verwenden wo sie passen
      62 2 Melden
    • SkyBound 27.02.2017 15:56
      Highlight Quellen?
      30 2 Melden
    • Herbert Anneler 27.02.2017 15:57
      Highlight Meistens hatten ja in Obamas Amtszeit die Republikaner die Mehrheit, und dass Obama den Scherbenhaufen der Banker von 2008 zusammen kehren musste, damit die US-Wirtschaft nicht absoff, haben Sie wohl auch schon verdrängt. Und die aberwitzigen Krege im Mittleren Osten, die täglich Milliarden $ kosteten, hat auch nicht er herbeigelogen, sondern Bush / Republikaner.
      52 2 Melden
    • Alex23 27.02.2017 15:58
      Highlight Habe festgestellt, dass fast alle Trump-Fans, immer wenn der Tölpel mal wieder Bockmist baut (sprich: jeden Tag), mit irgendeiner Obama-Story aufwarten. Abgesehen davon, dass die Obama- Beschuldigungen meist nicht korrekt oder verzerrte Darstellungen sind, frage ich mich was das soll.
      Nützt es was, Richu, wenn du z.B. am Arbeitsplatz keine Leistung erbringst (rein hypothetisch), wenn du dann deinem Chef erzählst, dein Vorgänger hätte auch hin und wieder nicht geliefert? Ich vermute, dein Chef hätte deshalb für dein Versagen nicht mehr Verständnis.
      63 1 Melden
    • Juliet Bravo 27.02.2017 16:52
      Highlight Das Thema ist hier: "Social Bots". Richu verhält sich genau wie einer.
      30 1 Melden
    • Juliet Bravo 28.02.2017 01:09
      Highlight Richu, wie alt bist du? Antworte, kannst auch lügen, no problem. Falls keine Antwort, bist du ein Bot.
      3 1 Melden
    • Juliet Bravo 28.02.2017 01:15
      3 1 Melden
    • Juliet Bravo 01.03.2017 01:01
      Highlight Sodeli: Bot!
      0 1 Melden
  • Mnemonic 27.02.2017 14:07
    Highlight Psychos. Der ganze Trumphaufen...
    43 6 Melden
    • Wehrli 27.02.2017 16:37
      Highlight Psychos haben einen Plan. Trump hat nicht mal das Tuten vom Blasen.
      16 2 Melden
  • N. Y. P. 27.02.2017 14:06
    Highlight Abschliessend habe der Pressesprecher seine Mitarbeiter davor gewarnt, Informationen über den Handy-Check nach aussen weiterzuleiten – mit durchschlagendem Misserfolg.

    Einfach herrlich, Mr Spicer !

    Die Nerven liegen blank. Die Presse ist teilweise ausgesperrt. Nichts funktioniert. Die nächste Parodie von Mr Spicer auf Saturday Night Live ist schon in den Startlöchern...
    74 4 Melden
  • blackjack 27.02.2017 13:55
    Highlight Die Spinnen, die Amis
    38 3 Melden
    • inquisitio 27.02.2017 16:48
      Highlight Was Trump macht ist eine Sauerei. Genau so eine Sauerei, welche die NSA weltweit auf jeglichen Handys veranstaltet.
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