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Flüchtlingskrise: Türkei will von der EU drei Milliarden Euro mehr

In der Flüchtlingskrise fordert die Türkei nach den Worten von EU-Parlamentschef Martin Schulz bis 2018 weitere drei Milliarden Euro.



epa05199518 Turkish Prime Minister Ahmet Davutoglu (L) and German Chancellor Angela Merkel (2-L) speak as they and EU leaders gather for a group photo during an extraordinary summit of European Union leaders with Turkey in Brussels, Belgium, 07 March 2016. EU leaders are set to make another attempt to stem a migration surge that is testing their unity and principles, with hopes high that neighbouring Turkey will shoulder more of the burden.  EPA/OLIVIER HOSLET

Ahmet Davutoglu im Gespräch mit Angela Merkel.
Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Ein Artikel von

Spiegel Online

Beim Brüsseler EU-Sondergipfel zur Flüchtlingskrise mit der Türkei wird offenbar hart verhandelt: Laut EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat die Türkei für eine Übereinkunft zusätzliche drei Milliarden Euro verlangt. Das Geld soll bis 2018 ausgezahlt werden und ist für die Versorgung der rund 2,7 Millionen syrischer Kriegsflüchtlinge im Land gedacht.

«Drei Milliarden sind in der Debatte», sagte Schulz in Brüssel am Rande des Gipfeltreffens. Ausserdem soll die Delegation um den türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu eine verbesserte Ausgangslage in den Beitrittsverhandlungen mit der EU gefordert haben. Bereits geplante Visa-Erleichterungen für türkische Staatsbürger könnten von Oktober auf Juni vorgezogen werden.

Dafür hat die Türkei offenbar angeboten, mehr Flüchtlinge aus Griechenland zurückzunehmen als bisher angekündigt. Ministerpräsident Davutoglu habe «neue und ehrgeizige Ideen» vorgelegt, sagten Diplomaten.

Die EU hatte bereits im vergangenen November drei Milliarden Euro zur besseren Versorgung syrischer Flüchtlinge in der Türkei zugesagt. Die EU-Staaten stritten aber lange intern über die Lastenteilung. Erst Monate später gab es eine konkrete Abmachung.

Kurz nachdem die Nachforderung aus Ankara bekannt wurde, meldete Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling Zweifel an: Am Rande der Eurogruppe sagte er, die EU habe bereits eine Zusage für drei Milliarden Euro gegeben. «Ich bin nicht bereit, darüber hinaus Mittel zur Verfügung zu stellen, so lang nicht die Belastungen, die Länder wie Deutschland, Schweden, Österreich tragen, auch abgegolten werden», so Schelling.

EU-Ratschef Donald Tusk hatte den EU-Sondergipfel am Montagmittag spontan bis zum Abend verlängert, als sich die Nachverhandlungen mit der türkischen Regierung abzeichneten.

cht/dpa/AP

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 08.03.2016 03:45
    Highlight Highlight "Türkei will von der EU drei Milliarden Euro mehr"

    Hehe! In Frankreich nennt man das "Le Grand Banditisme". Haha.
  • äti 07.03.2016 20:07
    Highlight Highlight die Kurden würden die Flüchtlinge besser aufnehmen / beherbergen und bestimmt ohne Erdogans Erpressungen
    • Kibar Feyzo 07.03.2016 22:48
      Highlight Highlight Die syrischen Kurden sind in die Türkei geflüchtet und nicht in den Nordirak. Letztens kamen aus Kobane 200’000 innerhalb von 72 Std. Im ersten und zweiten Golfkrieg kamen Millionen Kurden in die Türkei.
      Was sagt dir dieser Fakt?
    • Jol Bear 07.03.2016 22:50
      Highlight Highlight Gebildete sind in einzelnen Ländern Europas willkommen, mit der Absicht als Arbeitskräfte die Renten der überalterten Bevölkerung zu retten, ungebildete sollen (sofern von patriarchalischen Ideen und Religion geläutert) Billigjobs verrichten, die Türken versuchen ihre Bemühungen für maximales Geld zu verkaufen, Schlepper kassieren auf dem Fluchtweg, die Waffenfabrikanten in den Kriegsgebieten ab, Islamisten schleusen Aktivisten und Terroristen durch die offenen Grenzen - Kurz gesagt, der Flüchtlingsbazar scheint zu einer Win-Win-Situation zu werden - ausser für jene, die es nicht überleben..
  • Paco69 07.03.2016 18:34
    Highlight Highlight Angela Merkels Deutschland rief monatelang enthusiastisch in Richtung Orient und Afrika: „Kommt alle her! Ihr seid in Europa so willkommen.“
    Und jetzt schmollen die deutschen Jubler und Einlader tief enttäuscht in der Beleidigten-Ecke, weil die meisten Europäer das Spiel nicht mitspielen wollen. Die sagen sich nämlich: „Wer die Musik bestellt hat, der soll sie auch bezahlen. Was geht uns eure Masseneinladung an die Muslime an?“
    Die drücken sich völlig zu Recht. Die Ereignisse von Silvester lassen grüssen.
  • Töfflifahrer 07.03.2016 17:56
    Highlight Highlight Ganz toll, die EU hat sich mit Absicht erpressbar gemacht! Wie dämlich ist das denn! Der Sultan kann nun machen was er will und die EU tanzt nach seiner Pfeife.
    Dieser EU-Verein wird immer irrationaler.

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