International

Sie wollen zu Mutti: Flüchtlinge an der serbisch-ungarischen Grenze.
Bild: MARKO DJURICA/REUTERS

Terror, Eurokrise, Flüchtlinge: 2015 war das Jahr, in dem Europa auf die Welt kam

Der europäische Kontinent hat 2015 eine beispiellose Häufung von Krisen erlebt. Von der Verunsicherung profitieren die Nationalisten. Will Europa nicht irrelevant werden, muss das Einigungsprojekt gerettet werden.

26.12.15, 17:30 28.12.15, 13:05

Das Jahr fängt ja gut an! Dieser Gedanke ging einem durch den Kopf, als islamistische Terroristen am 7. Januar 2015 die Redaktionsräume von Charlie Hebdo in Paris stürmten. Was niemand ahnen konnte: Die Mordserie bei der Satirezeitung und in einem koscheren Supermarkt bildete nur den Auftakt zu einem Jahr, das Europa in seinen Grundfesten erschüttern sollte.

Denn es kam noch besser (Achtung Ironie!). Im Frühjahr erlebte die Eurokrise mit voller Wucht ein Comeback. Wochenlang hielt uns die griechische Tragödie in Atem, die gefundene «Lösung» steht auf wackeligen Beinen. Im Spätsommer entwickelten sich die Flüchtlingsströme über das Mittelmeer zu einer Flutwelle auf der Balkanroute. Und am 13. November kehrte der Terror nach Paris zurück, noch blutiger, noch schockierender als im Januar.

Attentat auf «Charlie Hebdo»

Man darf das Jahr 2015 ohne Übertreibung als Zeitenwende in der europäischen Geschichte bezeichnen. Seit dem Ende des Kalten Krieges 25 Jahre zuvor lebten die Europäer in einem Zustand der Selbstgenügsamkeit. Die Gemeinschaftswährung und die EU-Osterweiterung liessen den Kontinent nach Jahrhunderten von Kriegen und Zerstörung zusammenrücken. Der Traum von einem vereinigten und grenzenlosen Europa schien sich erfüllt zu haben.

An Krisen mangelte es nicht. Kaum war der Eiserne Vorhang gefallen, brachen die Kriege im ehemaligen Jugoslawien aus. Obwohl ihre Folgen längst nicht bewältigt sind, erschütterten sie das Selbstverständnis im übrigen Europa nur kurz. Auch der Terror schlug lange vor Paris zu. Der blutigste Anschlag in der Europäischen Union seit dem Zweiten Weltkrieg fand 2004 in Madrid statt, als Bomben in Nahverkehrszügen explodierten und 191 Menschen töteten.

Die Bedrohung wirkte dennoch irgendwie abstrakt. Das Terrornetzwerk al-Kaida hauste weit entfernt hinter den sieben Bergen im Hindukusch. Der «Islamische Staat», dessen Terror das heutige Europa bedroht, ist anders, realer. Dafür sorgen seine clevere Propaganda und die jungen, frustrierten Europäer, die ihm zugelaufen sind. Wenn sich dann noch unzählige Flüchtlinge in die Gegenrichtung bewegen, wird die Bedrohung konkret, wachsen Verunsicherung und Angst.

Europa zahlt einen hohen Preis für die fehlende Weitsicht seiner Politiker. Gräben, die zugeschüttet schienen, wurden neu aufgerissen.

Europa wurde 2015 knallhart mit der Realität einer unruhigen Welt konfrontiert. «Die Friedensdividende ist verbraucht», brachte es der frühere deutsche Aussenminister Joschka Fischer im Interview mit watson auf den Punkt. Vermeintliche Meilensteine wie der Euro und die Abkommen von Schengen und Dublin haben sich als Schönwetter-Konstrukte entpuppt.

Dabei sind die erwähnten Krisen nur ein Teil des europäischen Problems. Die demographische Alterung ist ebenso eine Herausforderung wie die seit Jahren schwächelnde Wirtschaft. Europa kann das Versprechen eines stetig steigenden Wohlstands nicht mehr erfüllen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in einigen Ländern bei 50 Prozent. Und im Osten spielt Russlands Präsident Wladimir Putin weiterhin mit den Muskeln. Die Ukraine-Krise ist längst nicht gelöst.

Die 31 eindrücklichsten Bilder des Flüchtlingsdramas 2015

Die vielfältigen Herausforderungen scheinen Europa zu überfordern und zu lähmen. Symptomatisch dafür ist das Verhalten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, der heimlichen «Chefin» des Kontinents. Spielte sie in der Griechenland-Krise die knallharte Zuchtmeisterin, wurde sie angesichts der Flüchtlingswelle zur empathischen «Mutter Teresa», die mit ihrer «Willkommenskultur» die Menschen gleichzeitig bewegte wie erschreckte.

Zuvor war Merkel vorab als Verwalterin des Status Quo bekannt. Sie kürzte die Hilfe vor Ort für die syrischen Flüchtlinge. Nun kamen sie halt nach Deutschland. Sie wehrte sich gegen den EU-Beitritt der Türkei und hielt sich Recep Tayyip Erdogan vom Leib, als dieser noch mehr ein Reformer denn ein Autokrat war. Nun musste sie vor ihm regelrecht zu Kreuze kriechen, wenn dieser Ausdruck in Zusammenhang mit Erdogan nicht irgendwie deplatziert wirken würde.

In der Krise wächst die Versuchung, sich in die vermeintliche Geborgenheit des Nationalstaats zu verkriechen.

Europa zahlt einen hohen Preis für die fehlende Weitsicht seiner Politiker. Gräben, die zugeschüttet schienen, wurden neu aufgerissen. In der Eurokrise öffnete sich die Kluft zwischen dem Norden und den überschuldeten Ländern des Südens. Die Flüchtlingskrise offenbarte, dass die kulturellen Differenzen zwischen West und Ost längst nicht überwunden sind. Es zeigt sich nun, wie sehr die Staaten hinter dem Eisernen Vorhang von der wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Dynamik im westlichen Europa der Nachkriegszeit abgekoppelt waren.

In der Krise wächst die Versuchung, sich in die vermeintliche Geborgenheit des Nationalstaats zu verkriechen. In Polen und Ungarn haben nationalistische Parteien die Mehrheit im Parlament erobert. Sie wollen den Staat auf eine Weise umbauen, die Besorgnis erregt. In Dänemark sind sie indirekt an der Regierung beteiligt. In Frankreich rüttelt Front-National-Chefin Marine Le Pen an den Türen zur Macht. Unrühmlicher Spitzenreiter im westlichen Europa in Sachen Rechtsnationalismus ist die Schweiz, wo die SVP bei den Wahlen im Oktober knapp 30 Prozent erreichte.

Pegida protestiert in Dresden

Von allen Seiten zerren Fliehkräfte am europäischen Einigungswerk, nicht nur im Osten. Im Norden zeigte sich Schweden in der Flüchtlingskrise von der grosszügigen Seite, Dänemark und Finnland setzten auf Abschottung. In den Südländern befindet sich die Linke auf dem Vormarsch, sie hat die Wahlen in Griechenland, Portugal und zuletzt Spanien gewonnen und propagiert ein Ende oder zumindest eine Lockerung der Sparpolitik. Und im Westen wird der britische Premierminister David Cameron wohl schon nächstes Jahr über den Verbleib in der EU abstimmen lassen.

Cameron ist gegen einen «Brexit», aus gutem Grund. Er weiss, dass selbst das stolze Britannien als «Einzelkämpfer» in der Welt einen schweren Stand hätte. Gleiches gilt für Deutschland und Frankreich, wie Joschka Fischer bei seinem Auftritt in Zürich betonte. Sie sind nur kleine Akteure im Vergleich mit den USA oder den aufstrebenden Riesen China und Indien. Man könnte auch Brasilien oder Nigeria erwähnen, zwei Länder mit grosser Bevölkerung und  Potenzial. Ein Zerfall der EU macht Europa zum irrelevanten Kontinent.

Das Ende der EU, dieser feuchte Traum vieler SVP-Anhänger, könnte sich als Alptraum entpuppen.

Die Antwort auf das Krisenjahr 2015 lautet deshalb nicht weniger, sondern mehr Europa. Mit einer gemeinsamen Finanz- und Wirtschaftspolitik lassen sich künftige Eurokrisen eindämmen. Eine gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik erlaubt eine bessere Sicherung der Aussengrenzen und ein stärkeres Auftreten des Kontinents auf der Weltbühne. Dazu gehört auch die militärische Option. Die alte Masche, wonach die Europäer die «Drecksarbeit» den Amerikanern überlassen, zieht nicht mehr. Die USA werden sich ohnehin zunehmend nach Asien orientieren.

Für derart radikale Schritte sind viele Europäer mental nicht bereit. Realistischerweise muss die EU sich von der Illusion einer «immer engeren Union» verabschieden. Dieser Schritt bleibt einer «Koalition der Willigen» um das Führungsduo Deutschland und Frankreich vorbehalten, die die Integration vertieft. Die übrigen Staaten nehmen auf der Basis des Binnenmarkts mehr oder weniger stark daran teil. Ein solches Europa könnte auch für die Schweiz zum Thema werden.

Anschlagsserie erschüttert Paris

Ein dickes Fragezeichen ist mit dieser Idee verbunden: Das Hauptproblem im heutigen Europa ist nicht Orban oder Kaczynski, weder Griechenland noch Grossbritannien. Es ist das notorisch reformresistente Frankreich, das seiner glorreichen Vergangenheit nachtrauert. Erschreckend viele junge Wähler lassen sich von den abstrusen Abschottungs-Fantasien des Front National anziehen. Zwar hat die zweite Runde der Regionalwahlen gezeigt, dass der Weg für Marine Le Pen in den Elysée-Palast weit ist. Aber was geschieht, wenn der Terror noch mehrmals zuschlägt?

Im besten Fall findet Frankreich einen Ausweg aus seinem Dauer-Malaise, kommt die Wirtschaft ohne das «Doping» durch die Europäische Zentralbank in Fahrt, sorgen die Flüchtlinge für eine Revitalisierung des alternden Kontinents. Kommt es hingegen knüppeldick, erleben wir eine Renationalisierung. Der Kontinent zerfällt in seine Einzelteile, die versuchen werden, sich die Zumutungen dieser Welt vom Leibe zu halten.

Die Syrer wollen nicht in die reichen Golfstaaten, sie haben keine Lust auf den dortigen Steinzeit-Islam samt Religionspolizei. Sie träumen von Frieden und Wohlstand in Europa.

Die stark globalisierte Schweiz wäre davon massiv betroffen. Den Kriegen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts konnte sich unser Land mit Schlaumeierei, Skrupellosigkeit und einer gehörigen Portion Glück entziehen. In einem Europa, in dem jeder gegen jeden agiert und der Protektionismus blüht, dürfte dies kaum mehr gelingen. Das Ende der EU, dieser feuchte Traum vieler SVP-Anhänger, könnte sich als Alptraum entpuppen.

Die Schweiz hat allen Grund, auf eine Weiterführung des europäischen Einigungsprojekts zu hoffen. Die Chancen sind intakt, dass es gelingen wird, auch wenn der Weg dorthin schmerzhaft sein dürfte. Weitere Terroranschläge sind nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. Die Eurokrise und die Integration der zahlreichen Flüchtlinge bleiben grosse, ja herkulische Aufgaben.

Syrer preisen «mitfühlende Mutter Merkel»

Dabei zeigen gerade die Flüchtlingsströme, dass die europäischen Werte Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft eine ungebrochene Attraktivität ausstrahlen. Warum sonst ist der vermeintlich marode Kontinent ein solcher Magnet für Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft? Die Syrer wollen nicht in die reichen Golfstaaten, sie haben keine Lust auf den dortigen Steinzeit-Islam samt Religionspolizei. Sie träumen von Frieden und Wohlstand in Europa. Gleiches gilt für zahlreiche junge, gut ausgebildete Russen, die dem Putinismus den Rücken kehren.

«Am Ende dieser Krisen werden wir es mit einem stärkeren Europa zu tun haben», ist Joschka Fischer, dieser leidenschaftliche Europäer, überzeugt. Seinen Optimismus begründete er in Zürich mit einer Anekdote. Oft genug habe er sich in seiner Zeit als deutscher Aussenminister grün und blau geärgert, wenn in den EU-Gremien stundenlang bis aufs Komma um einen Kompromiss gefeilscht wurde. «Aber dann sagte ich mir: Keep cool, Fischer, deine Vorväter sind wegen solchen Streitigkeiten aufs Schlachtfeld gezogen.»

Eine Rückkehr zu einem solchen Europa kann sich definitiv niemand wünschen.

Flüchtlinge willkommen!

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

Diese 6 Dinge kannst du als Normalsterblicher tun, um Flüchtlingen in der Schweiz zu helfen

Bist du eher Front-Kämpfer oder Cüpli-Helfer? 11 Retter-Typen und was sie für Flüchtlinge tun

«Es gibt mehr als genug Arbeit für Flüchtlinge» – davon ist Integrationsexperte Thomas Kessler überzeugt

Diese 6 Dinge machen die watson-User für die Flüchtlinge 

Alle Artikel anzeigen
Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
68
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • runner 31.12.2015 10:16
    Highlight abwarten: Wenn die Deutschen die Rechnung präsentiert bekommen (steigende Krankenkassenbeiträge, sinkende Schul- und Kindergartenqualität , steigende Steuern) dann werden wir mal sehen, was passiert.
    Zu Europa: 1. Eine einzige Währung für starke UND schwache Länder kann nicht funktionieren. Man sollte allen Mittelmeeranrainern ihre alte Währung so lange zurück geben bis sich ihre Wirtschaft erholt hat.
    2. Der EU Bürokratismus ist teuer und wirtschaftsfeindlich!
    1 0 Melden
  • Hierundjetzt 27.12.2015 10:34
    Highlight Der gedankliche Ansatz des Europa mit 2 Geschwindigkeiten finde ich sehr prüfenswert. Als kontinentalen "Anker" soll sich der Kernbereich, DE, FR, Benelux et al wie geplant weiterentwickeln (1. Geschwindigkeit). Dies wird einen positiven Ausstrahlungseffekt für alle anderen haben.

    Zur 2 (langsamen) Geschwindigkeit zähle ich auch uns, d.h. Übernahme der Grundüberzeugungen der EU (PFZ, Freihandel usw) Rest nach Willen und Möglichkeit
    10 5 Melden
    • Triesen 27.12.2015 12:01
      Highlight Das ist doch mal ein guter Ansatz. Der gefällt mir. Bitte unbedingt in Brüssel einreichen... 👍
      3 4 Melden
    • Hierundjetzt 27.12.2015 12:44
      Highlight Sehen wir doch den Tatsachen ins Auge: mit dem EWR wären wir bis in alle Ewigkeit selbstbestimmt gewesen (Norwegen als sehr gutes Beispiel). Infolge Blochers Weitsicht sind wir am Ende des SVP-geprägten Weges angelangt. Siehe gefordertes institutionelles Rahmenabkommen ("Fremde Richter").

      Wir als CH sind Dank Blocher nicht mehr Schrittmacher sondern Vollzieher. Punkt. Alles andere ist schlicht gelogen. Daher empfinde ich nur noch agressive Ablehnung gegenüber der SVP
      15 6 Melden
  • Berggurke 26.12.2015 23:27
    Highlight Wenn ich mir die Kommentarspalte so anschaue, weiss ich, warum ich watson und nicht mehr 20 min und Blick lese. Hier werden ernsthaft Meinungen ausgetauscht, ohne dass man jemanden, der eine andere vertritt, gleich beileidigt, wie es in den Kommentaren der oben genannten Boulevardzeitungen der Fall ist. Hier gibt es noch eine Diskussionskultur, wie sie sein sollte.
    Ausserdem finde ich, dass die Artikel von watson immer sehr gut geschrieben und recherchiert sind. Das sollte auch mal so gesagt werden! Weiter so!
    29 16 Melden
    • Triesen 27.12.2015 08:15
      Highlight Das kann ich nur unterschreiben. Das Forum von Blick kann ich mir vorstellen, ohne dort gewesen zu sein und bei 20Minuten bin ich geflüchtet. Aber auch hier laufen User herum die behaupten, dass 90% von irgendetwas passiert sind. Dann ist es wichtig nachzufragen und damit zu zeigen, dass fiktive Zahlen eben so wenig ein Argument sind wie Beleidigungen...,
      6 7 Melden
    • TaZe 27.12.2015 09:34
      Highlight @ Triesen und @ Berggurke
      Ich musste gerade ein bisschen schmunzeln. Meiner Meinung nach, ist watson (und deren User) eher links eingestellt und bei 20 Minuten ist es umgekehrt. Dies ist mir schon öfter aufgefallen und ist vielleich auch der Grund, warum Sie sich auf dem anderen Portal nicht wohlfühlen :)
      12 2 Melden
    • Triesen 27.12.2015 10:04
      Highlight @TaZe ...vielleicht ist es eher die Frage nach einem Umgang geprägt durch Respekt und Abstand, was eben nicht Sache der Rechtspopulisten und Wutbürger ist. Auch sachliche Argumente sollen einer wertvollen Diskussion nicht schaden...
      4 10 Melden
  • Jol Bear 26.12.2015 22:05
    Highlight Eine gemeinsame Währung für Länder mit völlig verschiedener Wirtschaftsleistung, viele kompetente Ökonomen hatten davor gewarnt. Ein "Friedensprojekt" indem man möglichst schnell viele Länder zum EU-Mitglied machte. Allein mit Fördergeldern für EU-Mitglieder lassen sich zwar viele ködern, aber ihre Identität und Nationalstolz verkaufen sie so nicht. Das Problem der EU ist das dilettantische zentralistische Vorpreschen ihrer politischen Eliten unter Missachtung der Befindlichkeit der Völker. Die Probleme sind hausgemacht. Die EU täte gut daran, sich wenigstens im Sinne Camerons zu reformieren.
    30 5 Melden
    • Triesen 26.12.2015 22:20
      Highlight Interessante Gedanken. Grundsätzlich möchte ich trotzdem daran erinnern, dass die EU noch sehr jung ist, sagen wir ein Teenager. Und weil das Gebilde so viele Kulturen unter einem Dach vereint, ist klar, dass nicht alles perfekt läuft. Erschwerend kommt die zahlreichen Krisen 2015 dazu. Es wäre spannend zu sehen, wie die Schweiz damit umgegangen wäre.

      Die Reformvorschläge von Cameron sind zum Teil wirklich sinnvoll. Er wäre aber glaubwürdiger, wenn GB aktiv mitarbeiten würde, statt immer wieder zu blockieren. Mir macht er etwas zu viel Opposition...

      13 16 Melden
    • Jol Bear 26.12.2015 23:16
      Highlight Die "europäische Idee", Friedensprojekt usw. mögen o.k. sein. Doch ihre Wortführer handeln trotzdem nach nationalen Interessen. Wenn Merkel sagen würde: "Ja, wir befürworten den Schuldenschnitt für Griechenland, wir schaffen dort Rahmenbedingungen, dass auch die deutsche Industrie Arbeitsplätze nach Süd- und Osteuropa verlagert und wir müssen bei uns vorübergehend mit Arbeitslosigkeit von über 15% und Wohlstandsverlust rechnen. Alles für ein gemeinsames Europa." Dann würde sie als MutterEuropa glaubwürdig, aber bald a.D. sein. Selbiges gilt für la grande Nation und andere. Alles Illusionen.
      20 2 Melden
    • Triesen 27.12.2015 08:24
      Highlight @Jol Bear ...jetzt sind wir fast auf einer Linie. Die Aussage die du dir von Merkel wünscht wirst du so aber nie erhalten, weniger wegen ihrer Wähler - mehr wegen anderer Mitglieder, die ihre Hausaufgaben erledigt haben.

      Zum Beispiel Irland. "Give us our Money back" würde es schnell heissen und das zu Recht. Mitglied der EU zu sein bedeutet nicht seine Eigenverantwortung abzugeben.

      Es bedeutet übrigens auch nicht den Verlust der Autonomie: Die EU hat ein Parlament, wo die Länder ihre Vertreter hinschicken, um ihre Interessen zu vertreten.
      2 5 Melden
  • MaskedGaijin 26.12.2015 20:17
    Highlight und mittendrin merkel. zu erst den griechen die renten kürzen und dann das übrige europa mit ihrer "willkommenskultur" überrumpeln. und wer nicht mitmacht gehört nur noch zur 2. liga der eu.
    31 11 Melden
    • Hussain Bolt 26.12.2015 20:30
      Highlight Fast alle Länder wie Dänemark, Polen, Grossbritanien, Frankreich zum Teil, Ungarn, Österreich, Griechenland, Italien und viele Weitere mehr, sind gegen die Politik von Frau Merkel. Merkels alleingang hat Europa erst instabiler gemacht. Deutschland hat sich ins Abseits manövriert.
      30 21 Melden
    • Triesen 26.12.2015 20:43
      Highlight Ich denke das Krisenmanagement der Merkel war - gemessen an der Anzahl Probleme in sehr kurzer Zeit - durchaus gut. Natürlich war es nicht ideal und sie konnte es nicht allen Recht machen.

      Darüber hinaus sei daran erinnert: Die Regeln für Griechenland hat nicht Merkel diktiert, dass war die Troika. Nur um bei den Fakten zu bleiben.

      Würden die Griechen ihre Steuern eintreiben, die Hilfe welche Schäuble angeboten hat wurde abgelehnt, sähe es besser für die Rentner aus.

      Dabei könnten die Schweizer auch etwas beitragen, sie könnten das hinterzogene Geld der Griechen zurückschicken....
      19 27 Melden
    • Zuagroasta 26.12.2015 21:15
      Highlight Macho, vergleiche doch mal die von dir aufgezählten Länder mit der Tabelle "Wähleranteil rechtspopulistische Parteien"
      vom Artikel oben.
      Erkennst du einen...äh Zusammenhang? ;)
      Damit du nicht soweit scrollen musst,
      habe ich sie netterweise für dich rauskopiert und als Screenshot angehängt. :)
      9 13 Melden
    • Triesen 26.12.2015 21:30
      Highlight @Zuagroasta ...Danke für den ergänzenden Hinweis. Der Zusammenhang ist tatsächlich offensichtlich. Aber das überrascht mich auch nicht, denn @Macho hat schon öfter demonstriert, wessen Geistes Kind er ist.
      8 17 Melden
    • Hussain Bolt 26.12.2015 22:02
      Highlight @Zugarosta, erkennst du einen Zusammenhang wieso gerade solche Parteien gewinnen? Anscheinend nicht. Frag mal Leute aus EU Ländern was sie von DE Politik halten. Wenn du es immer noch nicht verstehst hat sich die Diskussion erübrigt.
      17 9 Melden
    • Triesen 26.12.2015 22:34
      Highlight @Macho ...was du beschreibst, sind eher Auswirkungen. Die Frage von @Zuogroasta lautet aber anders, er fragt nach Ursachen. Eine davon sind aktive Rechtspopulisten in diesen Ländern, die gar nichts zur Lösung beitragen.

      Sie haben kein Herz, keine Substanz und sammeln einfach Wutbürger ein. Das ist ihr Programm. Mehr nicht. Deshalb sind sie ein Problem und das gilt auch für deine SVP.

      So und jetzt her mit den Blitzli...
      19 20 Melden
    • Hussain Bolt 26.12.2015 22:51
      Highlight @Triesen, Sie sind kein Problem, und ich wähle nicht SVP, ich stimme nur über Sachverhalte ab. Genau das sind ja die Ursachen, die Leute fühlen sich nicht mehr vertreten von den Anderen Parteien. Du hälst die Wähler wohl für Dumm.
      14 7 Melden
    • Zuagroasta 26.12.2015 23:08
      Highlight Macho,ich weiss du würdest da gerne einen Zusammenhang haben, aber so leid es mir tut, der existiert nicht.
      Die "Flüchtlingskrise" hat Mitte des Jahres ihren Anfang genommen bzw. ist so richtig ins Rollen gekommen.
      Der Aufschwung des Rechtspopulisten hat aber schon weit früher begonnen.Zum Teil Jahre vorher.
      Sie haben sich einfach einem simplen und sehr billigem Rezept bedient.In Zeit von Unsicherheit einfach mit einem der Urinstinkte der Menschen zu spielen: der Angst.
      Null Argumente.
      Null Perspektive.
      Keine Substanz.
      Aber Hauptsache gegen die Anderen.

      Und das ist die Wahrheit.
      Deal with it.
      10 15 Melden
    • Hussain Bolt 26.12.2015 23:53
      Highlight Tut mir leid aber die Flüchtlingsdebatte ist schon Jahre vorher geführt worden, nur sie war nicht in einem solchen Umfang gewesen. Schon vorher gab es Probleme, es existiert dieser Zusammenhang durchaus. Bestreiten sollte man es nicht. Zusagen es gebe erst seit dem Letzten Sommer diesen Zusammenhang der hat so einiges Verpasst.
      12 2 Melden
    • poga 26.12.2015 23:59
      Highlight @zuagroasta Ich habe es schon gestern ein mal geschrieben. Dieses einfache Rezept, dass du hier beschreibst, war nicht der Anfangsinhalt der Rechtspopulisten. Die Ängste waren da. Sie wurden nur ignoriert und unter mit Blick auf(PFZ Menschenrechte, Menschlichkeit) als nicht zugelassen betrachtet. Nur leider wurde der Migrationsdruck in den reichen und der Frust über die zunehmend ungleiche Wirtschaftsleistung bei den armen Ländern immer grösser. Weil da aber solche Gedanken immer noch nicht von der Politik zugelassen wurden entstanden, die Rechtdpopulisten in ihrer heutigen Form.
      13 0 Melden
    • poga 27.12.2015 00:10
      Highlight Und auch jetzt noch werden diese Ängste heruntergeredet( geschürte Ängste, Fremdenhasser, ungebildete Leute, nicht änderbare Gesetzte wie die PFZ, Multikultitum). Man hat es hier verpasst die Bevölkerung als ganzes mitzunehmen und die Idee eines geeinten Europas langsam wachsen zu lassen. Stattdessen versucht man diese Einigung vertraglich immer weiter auszubauen. Du beschreibst hier die Rechtspopulisten als empathielos und kaltherzig. Darum behaupte ich jetzt, dass du deinerseits unfähig bist zu analysieren und in die Zukunft zu schauen.
      16 2 Melden
    • Triesen 27.12.2015 08:34
      Highlight @Macho ...nein, ich halte die Wähler nicht für dumm, aber für naiv oder schlecht informiert, wenn sie glauben das sie mit der Wahl von Rechtspopulisten irgend ein Problem lösen.

      Diese stellen Maximalforderungen die in der Praxis nicht möglich sind und behaupten hinterher, das "Volkes Wille" nicht umgesetzt wurde, schaffen sich so ihre Legitimation und gleichzeitig neue Wähler.

      Sie sind definitiv gefährlich: Siehe Vorlage vom 28. Februar. Du weiss bestimmt welche ich anspreche....
      4 8 Melden
    • Triesen 27.12.2015 08:58
      Highlight @Macho ...Flüchtlinge sind ein Problem? Im Sinne von Oberwil-Lieli, wo acht Menschen bei der SVP Panik auslösen? Zugegeben, es wird keine leichte Aufgabe werden, aber die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt! Da ist, mit etwas gutem Willen einiges möglich - ohne Sozialromantik.
      @Poga ...du hast Recht: Die Eu wächst zu schnell. Aber sie ist trotzdem erfolgreiches Friedens- und Wirtschaftsprojekt, von dem auch die Schweiz profitiert. Zu Empathie und SVP(Wähler) eine Frage: Wird ein 3-jähriges Kind am Strand angeschwemmt, ist das ein Grund für dumme Sprüche? (Blocher und diverse User)
      4 8 Melden
    • Zuagroasta 27.12.2015 09:19
      Highlight Macho,du hast dich in deinem ersten Kommentar auf die jüngste Vergangenheit bezogen.Das Argument habe ich widerlegt.Anstatt bei dem Orginalargument zu bleiben, weichst du aus und bewegst dich weiter in die Vergangenheit zurück.Wir können da schon weitermachen,werden trotzdem zu keinem Ergebnis kommen und landen irgendwann bei den Neandertalern.
      Probleme sind da um gelöst zu werden,die Politik hat sie jahrelang ignoriert.Nur bringt der Lösungsvorschlag der RePos, Abschottung,nur kurzfristig etwas.Wir brauchen aber eine Lösung auf lange Sicht und dieser Konsens wird für uns schmerzhaft sein.
      5 6 Melden
    • Zuagroasta 27.12.2015 10:28
      Highlight Poga,was war denn der Anfangsinhalt?Was kommt denn unten dabei raus,wenn du ihre Argumente,metaphorisch gesehen,in eine grosse Saftpresse steckst und richtig auspresst?
      Law&Order = Sicherheit ->
      wirtschaftlicher Protektionismus = Sicherheit ->
      Globalisierungskritik = nicht verändern wollen ->
      Gegen Minderheiten (ohne Zwischenschritt) ->
      usw.
      Das alles unter dem Deckmantel "Protest gegen das politische Establishment".
      Dass die Ängste schon da waren,bestreitet keiner,nur um deine Ängste musst du dich persönlich kümmern.Politiker A,B oder C wird dir da nicht helfen,höchstens sie ausnützen.
      2 4 Melden
    • Zuagroasta 27.12.2015 10:46
      Highlight Poga, zwecks deinem letzten Satz.Wir können gerne auf der Sachebene diskutieren.Persönlich sollte es aber nicht werden,ok?
      Empathielos/kaltherzig: Gegenüber ihrem Klientel sind RePos es nicht, gegenüber Anderen 100%.
      Ungleiche Wirtschaftsleistung: Hier stimme ich dir zu und hier muss angesetzt werden. D.h. aber für uns, den Industrienationen, teilen zu lernen.Nicht alle Ressourcen für uns zu beanspruchen und sich dann wundern wenn andere Menschen zu uns kommen wollen,um etwas von dem Kuchen abhaben zu wollen.
      Keine Sorge,dass fand ich anfangs auch nicht angenehm,
      ist aber leider sehr logisch.
      4 4 Melden
    • poga 27.12.2015 11:36
      Highlight @zuagroasta ich finde es eine gefährliche Sache wenn du sagst man muss sich um seine Ängste selber kümmern. Stichwort brennende Asylheime in De. Weiter sagst du man kann das auf sachlicher Ebene besprechen da bin ich voll dafür. Und das wird auch immer wieder hier gefordert. Nur habe ich festgestellt das nüchterne sachliche Kommentare schlussendlich trotzdem gerne wieder auf emotionaler Ebene bewertet werden(Facho,Nazi,Kommunist...). Was das Teilen angeht wäre ich sofort dabei wenn wir uns dann auch von den Verpflichtungen lossprechen würden. Leider Funktioniert dass so nicht.
      5 1 Melden
    • Triesen 27.12.2015 12:04
      Highlight @Macho ...dieser Link könnte zur Beantwortung auf deine Frage nach dem Zulauf zu den Rechtspopulisten vielleicht noch hilfreich sein

      Thomas Riesen: Leeres Herz ohne Substanz: Analyse der Rechtspopulisten Europas
      http://www.huffingtonpost.de/thomas-riesen/leeres-herz-ohne-substanz_b_8880350.html
      0 6 Melden
    • Zuagroasta 27.12.2015 12:25
      Highlight Poga, wer soll sich den sonst um deine Ängst kümmern, als du selbst? Um dein Beispiel aufzugreifen: Soll man kein Asylheim bauen, wenn 1 von 100 damit ein Problem hat? Wenn wir dem nachkommen, würden wir nur Politik für einen machen, der Rest würde aussen vorgelassen werden. Wäre das fair? Und dafür können wir endlos viele Beispiele hernehmen. Eine "In-Watte-packen-Politik" funktioniert nicht.
      Re Verpflichtungen: welche?
      2 4 Melden
    • poga 27.12.2015 12:47
      Highlight @zuagroasta dass ist doch der Punkt es ist an der Politik sich darum zu kümmern. Und nein es ist nicht deren Aufgabe wegen einer Person dies zu tun, wie auch nicht das recht darauf eine Burka zu tragen durchzuboxen, sollte die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung dagegen sein. Es ist aber sehr wohl an der Politik sollten Ängste vorhanden sein diese aus dem Weg zu räumen. Was jetzt meine Ängste angehen. Im Moment ist es eher die Ahnung das hier vieles schief läuft mit der Zuwanderung und es politisch gesehen nicht ernst genommen wird. Also keine Angst. Es ist eher die Wut(-Bürger) dass es Dinge
      7 0 Melden
    • poga 27.12.2015 12:54
      Highlight gibt die als heilige Kuh gelten und die einfach nicht diskutiert werden wollen. ( Interpretation der Menschenrechte). So wird Religionsfreiheit höher bewertet als die Art und Weise wie ein Volk im eigenen Land lebt. So werden Dinge als Religionsfreiheit angesehen welche wohl mehr mit der Geschlechterrolle als der Religion zu tun haben(Burka). So wird das Recht auf Familie höher gewertet als der Schaden der Verursacht wird(z.B. ein Vergewaltiger). Mitten in all dem stehe ich als Netto Steuerzahler in einem System das ich je länger je weniger nachvollziehen kann und werde im besten Fall
      5 1 Melden
    • poga 27.12.2015 12:55
      Highlight als Wutbürger im schlechtesten Fall als dummer jünger Blochers betittelt. Jetzt ist es an dir deine empathiefähigkeit zu zeigen und dich in meine Situation zu versetzen. Viel Spass dabei.
      8 0 Melden
    • Zuagroasta 27.12.2015 13:15
      Highlight Poga,diesen Teil konnte ich nicht mehr anhängen: Bei Ängst kann man etwas unternehmen. Sich Hilfe besorgen, sich konfrontieren, usw.
      Der Punkt ist, bei einem reinen Sachthema, wie Flüchtlinge oder Burka oder? , ist eine Emotion, z.B. Angst, als Argument nichtig.
      Das fällt in dieselbe Kategorie wie Hörnsagen oder "meine Erfahrung".
      Nur ist leider die Politik mittlerweile so emotionsgeladen, dass für eine sachliche Auseinandersetzung mit den Problemen kein Platz mehr ist.
      Was schlägst du vor wie man diesen Ängsten auf sachlicher Ebene begegnen könnten?



      2 2 Melden
    • poga 27.12.2015 15:18
      Highlight Das ist eine sehr gute Frage. Vor allem weil es ja ein rein emotionales Thema ist. Und die gesuchte Lösung eine Antwort auf die Ängste sind. Ansatz Nummer 1 wäre wohl das man sagt, dass die linken Positionen jeweils auch auf Angst beruhen. Angst dass der Sozialstaat abgebaut wird, Angst dass mit einer fehlenden Durchmischung die Leute wieder aufeindet losgehen(Multikulti),Angst vor dem grossen Bruder(EU). Weiter währe es meiner Meinung nach wichtig, dass wir eine Disskussion über unsere Werte führen. Zum Beispiel(zynisch) dürfen wir stolz sein auf unser Land und dann ein Edelweiss Hemd tragen
      4 1 Melden
    • poga 27.12.2015 15:19
      Highlight Wenn wir dann definiert haben welche Werte uns wichtig sind, kann man endlich sachlich darüber disskutieren was geht und was nicht.
      3 0 Melden
    • Zuagroasta 27.12.2015 16:34
      Highlight Poga, wird diskutieren die ganze Zeit über Rechtspopulismus und jetzt postet du plötzlich etwas über Ängst der "Linken".
      Das ist nicht das Thema.
      Also nochmal, was könnte die Regierung tun um den Ängsten von Repos zu begegnen?
      Wozu ist eine Diskussion über unsere Wert noch nötig? Die sind längst definiert und verankert. Und daran sollten wir tunlichst die Finger weglassen. (siehe Polen und PiS!)
      Ich fand die Diskussion um das Edelweisshemd damals sehr amüsant und völlig übertrieben. Trage es. Gegen Traditionen spricht nichts,das gilt aber auch für die Traditionen anderer.


      2 3 Melden
    • poga 28.12.2015 00:41
      Highlight Doch doch die Ängste der linken haben sehr wohl etwas damit zu tun. Was die von dir bereits definierten Werte angeht: Das ist doch einer der Gründe warum die Diskussion nicht geführt werden kann. Du sagst die Werte sind fest verankert, ich sage nei. Wir haben zwar Menschenrechte, soziale Werte, usw. Die Auslegung aber wurde und wird von gewissen politischen Kreisen bzw Richtern gemacht. Und sie wiederspiegeln teilweise kaum mehr die Gedanken einer Gemeinschaft. Zum Beispiel: Wet dsbei sein will muss auch seinen Beitrag leisten. Nebst all diesen sogenannten Werten müsste man
      0 1 Melden
    • poga 28.12.2015 00:48
      Highlight sich auch überlegen, ob nicht gewisse "schweizer Werte" auch dazu gehöhren. Zum Beispiel dass man grundsätzlich für sein Geld arbeiten geht, oder aber wenigstens bis zu einem gewissen Teil für seine Fehler selber gerade stehen muss. Wenn jemand seine ganze Pensionskasse in den ersten 3 Jahre verprasst, oder selber nicht für seine Zukunft vorsorgt, muss der Arbeitet dafür aufkommen, um ein Beispiel zu nennen. Fals du das jetzt als veraltet anschaust möchte ich einwerfen, dass wir in einer Zeit leben, in der man immer stärker alles begründen muss. Vor alkem wenn man so denkt.
      0 1 Melden
    • poga 28.12.2015 00:50
      Highlight Darum ist es für mich unverständlich warum man die heutige Auslegung solcher Rechte nicht ebenso stark begründen muss. Rechtspopulisten nennen das schlicht und einfach linke Politik.
      0 0 Melden
    • Zuagroasta 28.12.2015 12:01
      Highlight Poga, RePos nennen alles was etwas weiter entfernt als ihre Nasenspitze ist "linke Politik". Wenn du nicht auf meiner Seite stehst, bist du mein Feind. Das grenzt ja mittlerweile an Paranoia.
      Aha, dir ist anscheinend der soziale Aspekt zuwider, belegt durch ein, naja extremeres Beispiel, und bist darüber erbost.Kann man gelten lassen. Aber dass du deine Wut auf andere, die dafür nichts können, projezierst, ist, mit Verlaub, etwas schräg ("Interpretation der Menschenrechte"). Schau mal nach, wer,wann oder wie welches Gesetz vorgeschlagen/gemacht hat. ;-)
      0 0 Melden
    • poga 28.12.2015 12:46
      Highlight Das dir das zuwieder ist gehört, mit Verlaub, nicht in eine sachliche Diskussion. Somit wird es bereits emotional;). Und ich bin noch meilenweit davon entfernt, meine Wut an irgendjemandem auszulassen. Ich habe aber je länger je mehr Mühe mich noch für irgend eine soziale Vorlage zu erwärmen, wenn man nicht bereit ist, endlich ein mal Rahmenbedingungen zu schaffen, damit ich mich nicht verarscht fühlen muss. Eventuell bin ich ja nur einer unter 9 Millionen. Dann ist es mein Problem. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass wenn nicht bald etwas geschieht bis zu 50% der wahlberechtigten so denken.
      0 0 Melden
    • poga 28.12.2015 12:48
      Highlight Dann könnte aber durchaus passieren dass wir nicht mehr über die Auslegung solcher Sachen disskutieren, sondern deren Abschaffung(leichter Weg).
      0 0 Melden
    • Zuagroasta 28.12.2015 20:27
      Highlight Mal ehrlich Poga, du hast hier über 10+x Posts deine Seite dargestellt und wir können noch weiter 100 hinzufügen.Es wird aber nichts bringen. Warum? Du stehts auf deinem Standpunkt und bewegst dich nicht. In einem Staat, wie in einer Beziehung, muss man Kompromisse machen, auch wenn sie einem nicht gefallen.Ich kann nicht nur darüber klagen, was mir nicht gefällt, ich muss auch Konstruktives vorschlagen/beitragen...zum Wohle aller. Das ist nämlich die Idee einer Gemeinschaft,eines Staats oder Demokratie.

      0 0 Melden
    • poga 29.12.2015 03:09
      Highlight Also ich habe meinen kompromiss dargelegt deinen habe ich noch nicht gesehen. ;) Man kann sagen, wir führen hier die normale schweizerische Diskussion, verhärted suf beiden Seiten.
      0 0 Melden
  • Kookaburra 26.12.2015 19:42
    Highlight Durch die EU wurde der wichtigste europäische Wert "Freiheit" durch einen zentralistischen Moloch ersetzt, der sich sogar über den anderen Wert "Demokratie" plaziert.
    Durch den Euro, durch die #*¢# europäische Geldpolitik und durch den "Lobbyismus" wurde der dritte Wert "Marktwirtschaft" ausgehölt und durch die "Fiat-Money"-Absurdität pervertiert.

    Dank dem karnickelhaften gebaren der Baby Boomer und dem "Heiligtum" Wachstumszwang, wird die Schweiz und Europa immer mehr an die Mindestbieter verschachert.

    Der Preis für "Relevanz" ist hoch, aber den zahlen ja, wie bei links üblich, die Kinder!
    31 20 Melden
    • Triesen 26.12.2015 20:28
      Highlight Links-Rechts. Ist das nicht langweilig? 😴Das ewig gestrige Denkschema, mit dem nichts gewonnen wird. Nur verloren. Hört denn der ****** Wahlkampf nie auf? Schade.
      21 10 Melden
    • Oberon 26.12.2015 21:04
      Highlight @Triesen
      Naja, viele können halt nicht im Ansatz verstehen wie die verschiedenen System miteinander funktionieren. Deshalb kann man den Leuten auch nicht böse sein, da nicht mal Experten diese Auswirkungen im ganzen überblicken können. Argumentationen wie z.B. Links oder Rechts sind nur ausdrücke von Hilflosigkeit nicht mehr und nicht weniger. Viel wichtiger wird es sein das neue Wege in Zukunft gegangen werden müssen. Trotzdem muss dies in einem kontrollierten mass passieren sonst wird es nicht möglich sein die Menschen mitzunehmen, da Überforderung meistens in Gewalt oder Abschottung endet.
      11 5 Melden
    • FrancoL 26.12.2015 21:07
      Highlight Gargamel können Sie mir ein wenig Ihren Satz: "….aber den zahlen ja, wie bei links üblich, die Kinder!". ich bin ein Befürworter von der EU (nicht den Beitritt der CH) und verfolge die politischen Geschehnisse in den Nachbarländern seit 2 Dutzend Jahre, so richtig mag der Satz sich mir nicht erschliessen; ausser vielleicht wenn man mit Links alle politischen Kräfte links von den rechts Populisten meint. Ja dann macht er Sinn, allerdings diese Abgrenzung würde ein grosser Teil der liberalen Kräfte wohl nicht akzeptieren, bzw. mit Grund abweisen.
      10 8 Melden
    • Triesen 26.12.2015 21:36
      Highlight @Oberon ...ich bin niemand böse. Ich wundere mich einfach immer wieder, welchen Unsinn die Leute hier erzählen. Frei von Information und Fakten. Das wir neue Wege brauchen ist richtig und je schwieriger die Situation ist, umso mehr Phantasie brauchen wir. Dabei tröstet mich ein grosses Wort von Friedrich Dürrenmatt: was denkbar ist, wird eines Tages gedacht. Hoffentlich passiert es bald, es ist Zeit gewisse Kleingeister zu stoppen, die sehr gefährlich sind...
      12 10 Melden
    • Kookaburra 27.12.2015 02:57
      Highlight Hey FrancoLeon klar kann ich das.

      Wieso hassen uns unsere Eltern so?

      Die kapitalistische Geldwirtschaft ist ein Schneeballsystem.

      Die AHV ist in einem so schlechten Zustand wie noch nie. Obwohl wir unterdessen 42% Bevölkerung mit migr. hintergrund haben.

      Die oblig. KK ist, obwohl die Dreifuss das Gegenteil versprochen hat, immer am Zunehmen.

      "Liberal" heist für mich Heute "Lobby" (Früher dachte ich mal "links" wäre da die Ausnahme.)

      Secondos sind die "besseren Schweizer". Das Gerüst bleibt erhalten, doch die Substanz ist euch egal...

      Wir haben im Grunde keine Wahl mehr...
      8 1 Melden
    • Kookaburra 27.12.2015 03:18
      Highlight Zum Links Rechts:

      Ich wurde erst durch (Linke) Kleingeister in die rechte Ecke parkiert. (Da reicht schon ein Bisschen Braun-Anschuldung am Falschen Ort!)

      Und Nein, es ist keineswegs Langweilig! Zu Zwecken eindeutiger Kommunikation, benutze ich gerne klare Fronten!

      Es ist kein Zeichen von Hilflosigkeit! Blocher ist ein @#ç3* Deutscher (sorry an die Deutschen) und Köppel ein "*@#...

      Trotzdem haben uns die "Linken" gelinkt. (Und sich selbst.)

      Und das schlimme an solchen Systemen ist, man kann nicht aufhören, man muss sich immer weiter klammern. (Gell Blunschi:)
      10 1 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 12:29
      Highlight Ich habe mich schon auf eine kurze Abhandlung zur Wirtschaftsgeschichte gefreut. Nun was ich von Ihnen lesen sind Fragen und Behauptungen. Schwer dazu mit 600 Zeichen zu antworten. Aber ich versuche es in Teilabschnitten:
      Wieso hassen uns unsere Eltern so? Hass ist eines der niedrigsten Gefühle und man sollte mit diesem Gefühl sparsam umgehen! Es ist eine Tatsache dass Eltern oft ihre Kinder nicht verstehen und umgekehrt gilt es ebenfalls. Nicht verstehen ist nicht mit Hass gleich zu setzen. Dies gilt für die heutigen Generationen gleich wie für vergangene Generationen also nichts Neues.
      2 2 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 12:37
      Highlight Gargamel: Du schreibst: die kapitalistische Geldwirtschaft ist ein Schneeballsystem. Jede Wirtschaft hat in seinen Auswüchsen eine gewisse Aehnlichkeit zu einem Schneeballsystem. Dies hat aber vor allem mit der mangelnden Eigenverantwortung der Exponenten (zu grosse Gier) zu tun. Weder der Kapitalismus noch -als weiteres Beispiel- der Kommunismus hätten in den entsprechenden Volkswirtschaften zu dem Desaster geführt wenn die Eigenverantwortung durch den die Individuen wahrgenommen worden wäre! Was versagt ist nicht das System sondern der Mensch!
      3 1 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 12:41
      Highlight Gargamel: AHV und Migrationshintergrund: Das ist nun wirklich schwer zu verstehen. Die Menschen werden nun mal älter Schweizer mit und ohne Migrationshintergrund. Die werden Anpassungen gemacht werden müssen damit auch zukünftige Generationen die AHV gesichert bekommen. Das Problem haben in der EU und weltweit fast alle Volkswirtschaften.
      3 0 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 12:48
      Highlight Zum KVG: Da wurde eine EinheitsKK vom Volk nicht unterstützt. Jährlich wechseln ca 1 mio Menschen ihre KK, damit werden 300 - 400 mio CHF verschleudert. Das ist die freie Marktwirtschaft, aber auch der freien Marktwirtschaft darf man nicht alles in die Schuhe schieben: Die Kosten im Gesundheitswesen steigen und das aus vielen logischen (Alterung) und unlogischen Gründen. Auch hier würde die Selbstverantwortung zu einer Kostendämpfung führen.
      3 2 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 12:55
      Highlight Liberal heist für mich heute Lobby: Lobbieren gib es überall wo Menschen eine gewisse Abhängigkeit an den tag legen oder legen müssen. Dass hat nicht mit dem links rechts Schema zu tun, das wird von der Abhängigkeit eines Individuum bestimmt. Je unabhängiger ein Mensch ist desto mehr wird das Lobbieren in den Hintergrund treten. Unabhängigkeit gibt es aber nicht zum Nulltarif, dass müssen sich die Menschen nun mal auch merken und für ihre Unabhängigkeit arbeiten und nicht nur kritisieren, mahnen und Schuld abwerfen.
      3 0 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 13:03
      Highlight Secondos sind die "besseren Schweizer". Gegenfrage? Für welche Seite die Linke oder die Rechte Seite? Bei Secondos sehe ich die ähnlichen Mechanismen wie bei den Schweizern.
      2 0 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 13:04
      Highlight Abschliessend: Trotzdem haben uns die "Linken" gelinkt. (Und sich selbst.) Das zeigt nun wirklich nicht die nötige Durchsicht, nein es zeigt nicht einmal die Einsicht dass man selbst eine Mitschuld an der Situation trägt. Ihre beiden Kommentare sind auf eine Abwälzung der Eigenschuld ausgelegt und ich frage mich wo bliebt IHRE SELBSTVERANTWORTUNG?
      2 2 Melden
    • Kookaburra 27.12.2015 13:52
      Highlight Hoi FrancoLeo

      Es ist tatsächlich nicht einfach zu verstehen. Ich war ja auch sehr lange, sehr naiv.

      Leider funktioniert die Welt nicht mit Eigenverantwortung. Weil sie halt eben keine Idealutopie ist.

      Ich wollte deutlich sein und war deshalb vielleicht ein wenig unfair. Aber ich denke einige verstehen sehr genau, was ich meine.

      Bitte verschwenden Sie nicht zuviel von Ihrer Zeit auf mich, denn ich bin ein bockiger, strurer, uneinsichtiger Zeitgenosse, genau wie Sie:)

      Wenn ich König wäre, dann nähme ich die Schuld auf mich, aber ich bin Bauer und offensichtlich verantwortungslos. :) :(
      2 0 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 14:39
      Highlight Hallo Gargamel; Keine Zeit ist beim Schreiben verschwendet. Ob Sie bockig, stur, ein uneinsichtiger Zeitgenosse sind müssen Sie selbst wissen, oder aus den Reaktionen Ihrer Umgebung ableiten. Stur bin ich auch, bockig wurde mir nie nachgesagt, uneinsichtig ist reine Interpretationssache. Eins weiss ich: will man nicht die Welt mit Regeln eindecken dann muss der Eigenverantwortung mehr Gewicht beigemessen werden. Die Welt hat nur diese beiden Varianten zur Verfügung: Eigenverantwortung oder Regeln die letztendlich wenn möglich von Menschen mit grosser Eigenverantwortung gemacht werden sollten.
      5 0 Melden
    • Kookaburra 27.12.2015 15:13
      Highlight Da gebe ich Ihnen recht. Und ich war frech. Entschuldigung.

      Ich bin schon pragmatisch und zynisch, aber Optimismus und Hoffnung sind sicher angenehmere Begleiter.

      Wer weiss, vielleicht ist eine solche Welt (in der alle Menschen Eigenverantwortung beweisen) tatsächlich eines Tages möglich. Schön wäre es allemal.
      3 0 Melden
    • FrancoL 27.12.2015 19:09
      Highlight Eines Tages? Wir müssen ab der Gegenwart daran arbeiten, Einfluss nehmen wo iwr können und machmal eben auch als Vorbild vorausgehen, auch wenn es Ofer erfodert! Besser heute kleinere Opfer als morgen ein grosses Ofer werden. Heute Einfluss nehmen anstelle morgen nichts mehr beeinflussen zu können. Weniger Links gegen Rechts, oben gegen unten sondern eine klare Haltung zur Selbstverantwortung einnehmen und dies mit einer optimistischen Zukunftssicht.
      2 0 Melden
  • Triesen 26.12.2015 18:17
    Highlight An grossen Aufgaben zeigt sich die Qualität. Ich bin überzeugt die EU wird die Prüfung bestehen und gestärkt daraus hervorgehen. Es wäre schade, wenn das erfolgreichste Friedens- und Wirtschaftsprojekt scheitert. Auch für mich war es kein einfaches Jahr, aber ich habe alle Krisen bewältigt und gehe optimistisch ins 2016...
    33 29 Melden
    • Hierundjetzt 27.12.2015 13:28
      Highlight Unaufgeregt auf den Punkt gebracht. Merci.
      3 0 Melden
    • Triesen 27.12.2015 15:25
      Highlight @Hierundjetzt ...diesen Optimismus wünsche ich allen Usern im Forum. Es wird oft vergessen, dass wir auf einem sehr hohen Niveau jammern und klagen...
      2 4 Melden

Schweiz nimmt 30 syrische Flüchtlinge aus der EU auf – weitere werden folgen

Im Rahmen des EU-Relocation-Programmes kommen zum ersten Mal Flüchtlinge aus Griechenland in die Schweiz. Bei den 30 Asylsuchenden handelt es sich mehrheitlich um Menschen, die vom Syrien-Konflikt betroffen sind.

Der Bundesrat hatte im Herbst 2015 entschieden, sich freiwillig am Relocation-Programm der EU zu beteiligen, mit dem Flüchtlinge von Italien und Griechenland auf andere europäische Länder verteilt werden sollen.

Die Schweiz hat nun den EU-Behörden erstmals Zusagen für Flüchtlinge aus …

Artikel lesen