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Brexit-Farage kehrt ins EU-Parlament zurück: «Jetzt lacht ihr mich nicht mehr aus, nicht wahr?»

Das EU-Parlament in Brüssel kam wegen des Brexits zu einer Sondersitzung zusammen. Ukip-Chef Nigel Farage feierte sich und den EU-Austritt. Zahlreiche Abgeordnete quittierten seinen Auftritt mit Pfiffen.

28.06.16, 14:05 28.06.16, 14:20


Ein Artikel von

Das Europaparlament ist nach dem Brexit-Votum der Briten zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Als der Chef der britischen Ukip, Nigel Farage, ans Rednerpult trat, wurde es laut im Plenum, es gab Pfiffe und Buhrufe. Farage, der seit Jahren für einen EU-Austritt Grossbritanniens kämpft, feierte den Brexit – und sich selbst. Als er vor 17 Jahren seine Austrittskampagne vorgestellt habe, hätten ihn alle ausgelacht. «Jetzt lachen Sie nicht mehr, oder?», so Farage.

Der Rechtspopulist warf den EU-Politikern Betrug vor. Die politische Union sei den Bürgern heimlich und «ohne je die Wahrheit gesagt zu haben» aufgezwungen worden.

«Jetzt lachen Sie nicht mehr, oder?»: Farages Rede.

Für Aufsehen sorgte der herzliche persönliche Umgang von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit Farage. Beide besprachen sich vor der Debatte im Parlamentssaal und tauschten vertraulich Worte aus. Als Farage sich von Juncker entfernen wollte, zog Juncker den Rechtspopulisten zurück und gab ihm Luftküsse auf die Wange.

Video: watson.ch

«Wir werden mit euch Handel treiben, wir werden mit euch kooperieren. Wir werden euer bester Freund auf der Welt sein.»

Ukip-Chef Farage

Später ging Juncker aber Farage und die Ukip-Leute hart an. Die Ukip-Abgeordneten hatten applaudiert, als Juncker erklärte, man müsse das demokratische Votum der Briten zum Brexit respektieren. «Das ist das letzte Mal, dass Sie hier applaudieren», so Juncker. Er sei in gewisser Weise «wirklich überrascht darüber, dass Sie hier sind. Sie haben für den Austritt gekämpft. Das britische Volk hat für den Austritt gestimmt. Warum sind Sie hier?»

«Warum sind Sie hier?»: Junckers Rede.

Das Brexit-Votum nannte Farage ein «Erdbeben». Grossbritannien werde nicht der letzte Mitgliedstaat sein, der die EU verlässt, drohte der Ukip-Parteichef.

«Wir bedauern zutiefst die Entscheidung, dass das Vereinigte Königreich uns verlassen will, aber Ihnen sind wir politisch und menschlich zutiefst verbunden.»

EU-Parlamentspräsident Schulz

Mehrmals musste Parlamentspräsident Martin Schulz während Farages kurzer Rede das Plenum beruhigen – zum Beispiel als der den Abgeordneten unterstellte, «fast niemand» von ihnen sei in seinem Leben «je einer vernünftigen Tätigkeit» nachgegangen oder einer wirklichen Arbeit. Schulz sagte in Richtung der lärmenden Parlamentarier: «Sie benehmen sich gerade, wie sich die Ukip normalerweise benimmt». Auch an Farage wandte sich Schulz: Dessen Bemerkung, dass «die Kollegen hier nie einen richtigen Job gemacht haben, geht so nicht». Farage solle nicht von sich auf andere schliessen.

Farage forderte, dass nach dem Brexit mit «einer vernünftigen und erwachsenen Haltung» ein neues Abkommen zwischen Grossbritannien und der EU geschlossen werden solle. «Wir werden mit euch Handel treiben, wir werden mit euch kooperieren», sagte der EU-Abgeordnete. «Wir werden euer bester Freund auf der Welt sein.» Farage schickte aber eine Warnung hinterher: Sollte es eine solche Vereinbarung nicht geben, wären die Konsequenzen für die EU viel schlimmer als für sein Land.

«Ich möchte, dass Grossbritannien seine Position klärt. Nicht heute, nicht morgen früh, aber doch recht schnell. Wir können uns nicht auf einen langen Zeitraum der Ungewissheit einlassen.»

EU-Kommissionspräsident Juncker

Begonnen hatte die Debatte mit Dankesworten von Parlamentspräsident Martin Schulz an die britischen Mitarbeiter und Abgeordneten des Hauses. «Wir bedauern zutiefst die Entscheidung, dass das Vereinigte Königreich uns verlassen will, aber Ihnen sind wir politisch und menschlich zutiefst verbunden.» Schulz dankte auch dem scheidenden EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill aus Grossbritannien, der beim Applaus seiner anwesenden Kommissionskollegen sichtlich bewegt war.

EU-Kommissionspräsident Juncker forderte Grossbritannien zum schnellen Handeln auf. «Ich möchte, dass Grossbritannien seine Position klärt. Nicht heute, nicht morgen früh, aber doch recht schnell. Wir können uns nicht auf einen langen Zeitraum der Ungewissheit einlassen», sagte Juncker bei der Sondersitzung. Bevor Grossbritannien seinen Wunsch nach einem EU-Austritt nicht offiziell angemeldet habe, gebe es auch keine Verhandlungen. «Ich habe meinen Kommissaren verboten, mit Vertretern der britischen Regierung zu diskutieren. Solange es keine Notifizierung gibt, gibt es auch keine Verhandlungen.»

anr/dpa/Reuters

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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64
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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Froggr 28.06.2016 21:32
    Highlight Farage hat hoer nur seine Meinung und die DEMOKRATISCHE Abstimmung verteidigt. Ich sehe überhaupt kein Grund, um auf ihm herumzuhacken. Aber wer einen Fehler sucht, der wird ihn auch finden.
    15 8 Melden
  • DerGrund 28.06.2016 19:20
    Highlight Was für ein überdimensionierter Kindergarten...beleidigen, beleidigt sein, demonstrativ nicht zuhören, ausbuhen, Schadenfreude...alles Dinge die es auf einer grossen politischen Bühne eigentlich nicht geben darf. Ich vermisse Lösungsorientiertheit, Konkordanz, Pragmatismus und Objektivität.
    24 3 Melden
    • Hierundjetzt 28.06.2016 20:55
      Highlight Stimmt, wir haben keinen Nationalrat Blocher der andere Ratskollegen beleidigt, oder einen Köppel der bei Bundesräten Rechtsbruch erfindet. Seit wann die SVP Lösungsorientiert ist müssen Sie mir auch mal erklären. Pragmatismus bei der SP? Ach ja, seit wann den?

      Ich wäre daher sehr vorsichtig mit dem blutten Finger auf andere zu zeigen.
      3 12 Melden
    • Froggr 28.06.2016 21:24
      Highlight Die EU eben..
      7 4 Melden
  • Howard271 28.06.2016 17:15
    Highlight Ich war ja selbst auch gegen den Brexit und finde es immer noch eine schlechte Idee, aber mit dieser Arroganz von Juncker (siehe Video) muss sich die EU ja nicht über ihr schlechtes Image wundern...
    29 14 Melden
    • Fabio74 28.06.2016 19:55
      Highlight wegen solcher Obeflächlichkeiten?
      8 8 Melden
    • Froggr 28.06.2016 21:26
      Highlight Fabio74: Wenn es so an der Oberfläche aussieht, will ich mir gar nicht vorstellen wie es im inneren aussieht...
      9 2 Melden
    • Howard271 28.06.2016 22:41
      Highlight Diese Oberflächlichkeiten sind halt das einzige, was vielleicht 80% über die EU direkt sehen und hören - und sei es nur im Vorbeigehen.
      2 1 Melden
  • Hammerschlegel 28.06.2016 17:12
    Highlight Das Gerede von der soooo undemokratischen EU bin ich mir langsam aber sicher leid. Die Gesetzgebung erfolgt vom EU Rat (demokratisch gewählte Regierungschefs) und vom EU Parlament (demokratisch gewählte Volksvertreter). Das Initiativrecht fehlt zwar (noch) aber das ist auf diesem Niveau ja eher problematisch. die Regierungschefs and Volksvertreter können abgewählt werden. Und jedes der 28 bzw 27 Länder hat ein Vetorecht.
    25 18 Melden
    • nilson80 28.06.2016 20:29
      Highlight Danke. Man muss nicht jeden Mist verteidigen der in Brüssel gemacht wird, aber kann auch nicht jedes Versagen nationaler Regierungen damit rechtfertigen. Die EU ist kein komischer Kampfstern, sondern die Summe aller Teile. Ein beliebtes Bonmot von B. Johnson im Brexit Wahlkampf war die Frage wer den seinen Europaabgeordneten kenne. Eigentlich eine gute Frage, allerdings auch bezüglich der Verantwortung der Wähler. Die demokratischen Möglichkeiten werden nicht im Ansatz genutzt. Der Ruf nach Volksabstimmungen darf nicht eine Ausrede für die Trägheit der Stimmbürger sein.
      7 2 Melden
  • Friendo-86 28.06.2016 16:43
    Highlight Die folgende Aussage zeigt sinnbildlich, wie sich die Damen und Herren im Parlament benehmen: Dessen Bemerkung, dass «die Kollegen hier nie einen richtigen Job gemacht haben, geht so nicht». Farage solle nicht von sich auf andere schliessen.

    Herr Schulz wirft also Farrage vor, den anderen Parlamentariern einen unhaltbaren Vorwurf zu machen; allerdings nur, um Farrage sogleich den gleichen Vorwurf zu machen.

    Kindergartenzeugs.
    26 5 Melden
  • whatthepuck 28.06.2016 16:43
    Highlight Die Reaktion von Juncker mag cool sein aber ist doch genau mit ein Grund weshalb die EU bei vielen Bürgern unbeliebt ist. Man sollte die Staaten motivieren, miteinander zu arbeiten und nicht drohen, wenn das jemand nicht will.

    Es ist erstaunlich zu beobachten wie man nun vielerorts eine anti-Brexit-Haltung mit einer pro-EU-Haltung verwechselt. Das ist doch nicht das gleiche. Gerade hierzulande, wo das Thema EU endlich auch bei der Linken vom Tisch ist.
    18 5 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 18:01
      Highlight Ich denke, das ist hier missverständlich. Juncker wendet sich nicht an alle britischen Parlamentarier, sondern explizit an die von UKIP. Und deren Auftauchen ist doch nun wirklich sonderbar. Und jmd wie Farage anderen vorwirft, noch nie gearbeitet zu haben, ist blanker Hohn. Ich bin nicht der Meinung, dass man zu diesem der Lüge offenbarten Rechtspopulisten freundlich sein muss. Im Übrigen akzeptiert die EU ja den Entscheid von UK. Nur will da plötzlich niemand mehr das Gesuch einreichen.
      21 6 Melden
    • Fabio74 28.06.2016 19:56
      Highlight Grundsätzlich gelten deine Grundsätze auch für die Gegenseite. Aber wegen deswegen die EU hasst, kann etwas nicht stimmen
      2 2 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 28.06.2016 14:51
    Highlight In UK hat das BRexit weitgehende personelle Konsequenzen bis hin zu einer Regierungsumbildung.

    In der EU machen die Verantwortlichen weiter wie gehabt. Offenbar sehen sie sich nicht in der Verantwortung für das Desaster.

    Es kommt den Alten in der EU nicht in den Sinn, selber Verantwortung für ihr Missmanagement zu übernehmen und konsequenterweise zurück zu treten, um Platz für neue und junge Kräfte zu machen. Das wäre aber naheliegend und längst fällig.

    Die EU-Kommission sollte nun die Verantwortung übernehmen und in Corpore zurück treten.
    55 29 Melden
    • Fabio74 28.06.2016 15:44
      Highlight wenn GB austritt muss die EU-Spitze zurückteten? Weil Cameron das Referendum durchführen liess?
      Die Verantwortung hockt in Downing St 10.
      27 12 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.06.2016 15:50
      Highlight deleted_x: die Kern-Aufgabe der EU-Kommission wäre, die EU zusammen zu führen und zusammen zu halten. Das ist ihr offensichtlich nicht gelungen. Die Fliehkräfte nehmen sogar noch zu.

      In Art. 1 des EU-Vertrags wird eine "möglichst bürgernahe Entscheidfindung" festgeschrieben.

      "Möglichst bürgernah" fehlt der EU-Kommission. Das kann sie offensichtlich nicht.

      Daher soll die alte (zu Bürgernähe unfähige) Garde zurücktreten, Platz machen, damit Neue dann "möglichst bürgernahe" Entscheidfindungen einführen und die EU wieder glaubwürdig machen..

      Ich plädiere als eher FÜR direkte Demokratie.
      19 11 Melden
    • Stachanowist 28.06.2016 15:51
      Highlight @ Lorent

      "In der EU machen die Verantwortlichen weiter wie gehabt."

      Der Brexit ist noch keine Woche her. Dein Urteil ist etwas gar vorschnell.
      23 4 Melden
    • FlorianH 28.06.2016 16:03
      Highlight @deleted schon mal was von den ungewählten komissionen und, wie es farage ausdrückte, undemokratischen handlungsweisen der EU gehört? Stichwort Verträge von Lissabon.
      Der Ball muss bei der EU liegen, ansonsten wird der zugebenermassen populistische Ton von Farage und UKIP auch andere sezessionistische Kreise beflügeln und ultimativ zum Scheitern der EU, und noch viel schlimmer, zum Scheitern der europäischen Idee und Integration führen. Wer jetzt die Zeichen der Zeit falsch verstanden und ist genauso wie Rechtspopulisten für das Ende eines geeinten Europas verantwortlich.
      12 9 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.06.2016 16:08
      Highlight Fabio74: Nicht nur. ;)

      Die EU hat sich nicht nur in GB schlecht verkauft.

      Primär hätte die EU Verantwortung darüber, gegenüber den EU-Bürgern glaubwürdig aufzutreten und Vertrauen in die Institutionen zu schaffen.

      Offenbar gelingt das der EU nicht (und immer weniger). Dafür mache ich die EU selbst verantwortlich. Insbesondere die EU-Kommission.

      BRexit ist eine Folge von mangelndem Vertrauen, nicht nur in GB sondern in ganz Europa (sogar auch in der Schweiz).

      Dafür mache ich die EU ebenso verantwortlich wie auch Downing Street für deren Fehlentscheide.
      10 9 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.06.2016 16:17
      Highlight Okay, stimmt, Stachanowist. ;)

      Also ich befürchte, sie machen weiter wie gehabt.

      Sonst würde meines Erachtens die EU-Kommission in Corpore zurücktreten, um klar und deutlich zu signalisieren, dass sie eben nicht wie gehabt weiter machen sondern neu anfangen wollen. ;)

      Wenn jemand aus dem Team geht, dann ist es ein neues Team. Ein neuer Anfang.
      5 4 Melden
    • Fabio74 28.06.2016 20:00
      Highlight Grundsätzlich wer in der Liga mitspielen will, muss deren Regeln anerkennen. Wenn jedes der Länder seine Sonderwünsche durchdrücken kann, wirds unmöglich.
      Die EU ist ein Bund von (noch) 28 souveränen Staaten, die alle auch noch ihre nationalen Interessen verfolgen. Und darum wird vieles leider unmöglich.
      Darum ist die EU nur schwer handelsfähig.
      Eine Änderung würde aber eine weitere Integration bedingen, mit einer unabhängigen EU-Regierung
      3 1 Melden
  • Asmodeus 28.06.2016 14:38
    Highlight Ich bin eigentlich gegen den Brexit und Farage. Aber bei dem ganzen "mimimi" von Juncker und co. wünscht man sich irgendwie schon dass England eine Lawine auslöst und noch diverse andere Länder abhauen.
    58 26 Melden
    • Asmodeus 28.06.2016 15:50
      Highlight Hui da hat jemand aber Anger Issues :)


      Nur zu Deiner Information. Johnsons Lügen und Farages Rassismus sind ein extremes Problem aber nicht der Grund für den Brexit und nicht der Grund dafür, dass in ganz Europa die Randparteien immer stärker werden.

      Hauptschuld trägt der menschenverachtende Kapitalismus und sein Paradebeispiel sind die USA und die EU.

      Zum Wohle des Geldes lässt man in Griechenland Menschen sterben.
      Anstatt Arbeitsplätze zu schaffen werden die Banken und Milliardäre finanziell gefördert.

      Das aktuelle System ist korrupt. Die Leute fliehen darum in ein Neues. (Schlimmeres)
      34 6 Melden
    • Asmodeus 28.06.2016 15:58
      Highlight Oder anders gesagt.

      Das Hochhaus EU steht seit längerem im Flammen oder zumindest raucht es sehr stark. Die Elite hockt in ihren klimatisierten Räumen mit Frischluftzufuhr und der Rest bekommt ein immer stärkeres, mulmiges Gefühl.

      Die Briten sind nun aus Furcht vor den Flammen aus dem Fenster gesprungen. Wie hart der Aufprall sein wird, wird sich zeigen.

      Dass Le Pen, AFD, Johnson etc. davon profitieren ist, dass sie jemand anderem die Schuld an allen Problemen anhängen können.

      Das ist Politik. Die Leute mit Flammenwerfern zeigen auf diejenigen mit Zündhölzern und schreien "BRANDSTIFTER"
      26 3 Melden
    • opwulf 28.06.2016 16:36
      Highlight Was wir tun sollten ist einen europäischen Wirtschaftsraum von föderalistischen Staaten zu gründen - ja genau - nach Vorbild Schweiz! Jedes Land das geographisch in Europa liegt sollte automatisch dabei sein (anstatt einen Elite Club mit Aufnahmeregeln die je nach Aufnahmekandidat mal mehr mal weniger streng angewendet werden)! Schliesslich und deiner Logik folgend Herr/Frau Gelöscht - sind wir das Land das am längsten die liebliche Frucht des Friedens kosten dürfen! Wir sind also Vorbild! Und noch was - wir sollten die Diversität förden anstatt künstliche Gleichmacherei - wie bei uns hier ;-)
      11 2 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 17:33
      Highlight Ich gebe meine Anger Issues gern unumwunden zu. Weil ich finde, dass Kritik von links am neoliberalen Konstrukt EU die Prioritäten dramatisch verkennt. Der Brexit kam durch eine massiv fremdenfeindliche Kampagne zustande, Migration ist DAS Thema, welches die Out voters als Beweggrund angeben ähnlich wie bei der MEI. In ganz Europa sind die Nationalisten im Aufwind und mir persönlich graut vor einem Kontinent, in dem sie an der Macht sind. Meiner Meinung nach muss es für Linke oberste Priorität haben, dies zu verhindern und nicht sich mit diesen Leuten ins Bett zu legen, indem man ebenfalls
      4 11 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 17:35
      Highlight auf die EU eindrischt. Ich finde diesen linken nationalistisch angehauchten Populismus, wie ihn bspw. auch Podemos in Spanien vertreten, daher kontraproduktiv. Ich bin mit der Austeritätspolitik der EU überhaupt nicht einverstanden, aber es ist einfach unglaubwürdig, das UK Votum zu einem Aufstand der Arbeiterklasse umzudeuten. Mehr Elite als Gove, Johnson und Farage geht eigentlich nicht und dasselbe Volk hat letztes Jahr die Tories in die Regierung gewählt und leistet sich ein schweineteures Königshaus von seinen Steuern.
      5 3 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 17:41
      Highlight UK ist wohl das neoliberalste Land in der ganzen EU, ungerechtes Bildungssystem, enorme soziale Ungleichheit. Alles Folgen nationaler Politik und nicht von EU-Bestimmungen. Schweden macht sich ganz wunderbar als Vollkasko-Sozialstaat in der EU, ebenfalls Folge nationaler Entscheidungen. Der Brexit wird in UK zum Abbau von Sozialleistungen führen, die die EU garantiert hat. Die EU Kommission ist sicherlich nicht undemokratischer als das House of Lords und ihr Zustandekommen ähnlich dem des Bundesrats.
      5 4 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 17:49
      Highlight Die Argumente, die auch teilweise von Linken in England geäussert wurden, halte ich daher für pure Heuchelei und ein Aufspringen auf den Zug der Rechtspopulisten und das finde ich sehr ärgerlich. Die Krone wird dem dann aufgesetzt, wenn von dort die rassistische Migrationspolitik der EU kritisiert wird und UK sich vehement gegen eine Verteilung gesperrt hat. Alles Ergebnis von nationalstaatlichem Egoismus. Daher sollte man auch dort mit der Kritik ansetzen und nicht die EU angreifen, weil das gerade so trendy ist.
      5 3 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 18:07
      Highlight Und nur um Verwirrungen vorzubeugen: Meine Posts sind auch die des deleted Accounts.
      3 0 Melden
    • Asmodeus 28.06.2016 18:11
      Highlight @Marthar
      Aus meiner Sicht sind Leute wie Du eben das Problem.

      Man versperrt sich jeglicher Kritik am System EU weil man glaubt damit den Rechten in die Hände zu spielen.

      Warum glaubst Du denn gelingt es den Rechten so einfach die Migration, die Muslime und die Ausländer generell als "die Bösen" darzustellen?

      Weil einfache Lösungen immer verzweifelte Leute anziehen und die Leute sind verzweifelt weil die aktuelle Politik sie täglich in den Allerwertesten kopuliert.
      3 0 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 18:29
      Highlight Wir haben da eben völlig unterschiedliche Standpunkte. Ich versperre mich nicht jeglicher Kritik an der EU, ich bin ebenfalls für Reformen und persönlich für ein föderalistisches Europa, wo es mich bswp. in Deutschland genauso was anzugehen hat, wenn in Italien die Jugend arbeitslos ist, wie wenn das in meinem eigenen Land ein Problem ist. Aber hier wird der Zusammenbruch der EU herbeigeredet und dieser hätte fatale Auswirkungen. Glaubst du wirklich, in einem solchen Fall wartet ein sozialistisches Utopia anstatt der Rückkehr der Nationalisten?
      1 0 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 18:33
      Highlight Für mich gibt es keinerlei Rechtfertigung für Fremdenhass, auch nicht, dass einen die Politik f****. Da können die Fremden nämlich am Allerwenigsten dafür, die dürfen nämlich noch nicht einmal wählen. Stattdessen renne ich schwerreichen Demagogen hinterher, siehe Blocher, und finde darin mein Heil, obwohl ich sie, deiner Argumentation nach, als Teil meines Problems erkennen müsste. Meiner Meinung nach wollen diese Menschen vor allem eins: hassen. Schau dich im Netz um auf den einschlägigen Seiten.
      2 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.06.2016 18:43
      Highlight ey... bitte bändigt euch! ;)

      Was heisst am "allerwertesten kopulieren"? Ist das per se schlecht? Oder nur irgendwie homophob?

      Ich denke, ihr redet aneinander vorbei.

      In vielen Punkten seid ihr völlig einig, und offenbar geht es um Schuldige, oder die Ursachen irgendwo.

      MARTHAR fokussiert sich auf Populismus, währenddessen Asmodeus in seiner flammenden Fundamentalkritik viel weiter geht.

      "Hauptschuld trägt der menschenverachtende Kapitalismus", schreibt er, das System sei korrumpiert, und Menschen suchen Fluchtmöglichkeiten.

      Und jetzt; Asmodeus? Zeit für Widerstand?? Und wie denn?
      1 0 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 18:50
      Highlight Ausserdem frage ich mich, weshalb eigentlich die eifrigen Kritiker der neoliberalen EU, sei es in den Leserkommentaren oder auch denen der Journalisten hier, so auffällig zurückhaltend sind mit der Kritik an der noch viel neoliberaleren Schweiz. Als Nicht-EU-Bürger würde ich mir vorrangig um mein eigenes Land Gedanken machen und was sehe ich da? Eine satte rechte Mehrheit, satte Zustimmung für rechte Wirtschaftspolitik in Abstimmungen. Wie ist das nun zu erklären? Auch mit dem Aufruhr der Verdammten dieser Erde?
      1 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.06.2016 18:51
      Highlight Ein interessanter Artikel,

      Fundamentalkritik gegen die Feuer speiende Bestie "Hyperkapitalismus":

      "Es ist Zeit, Widerstand zu organisieren."

      http://www.sueddeutsche.de/politik/hyperkapitalismus-und-digitalisierung-die-totalausbeutung-des-menschen-1.3035040

      Nur: Wenn Widerstand zu Umsatz wird, ist die Revolution am Ende.

      3 0 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 19:12
      Highlight @Lorent Wahrscheinlich hast du recht, dass wir teilweise nicht so weit voneinander entfernt sind. Ich verstehe halt einfach nicht, weshalb man als Linker sich dieser Feind-EU-Rhetorik anschliesst, wenn Nationalstaaten, in denen die EU teilweise verachtet wird, wie CH und UK eben diese Politik vorantreiben. Und ich wäre auch vorsichtig damit alle Leave-Wähler als verzweifelt und sozial abgehängt zu entmündigen, die nicht wissen, was sie tun und nur deshalb zu Rassisten werden. Denn wer so irrational handelt, dem müsste man konsequenterweise das Wahlrecht entziehen.
      0 2 Melden
    • MARTHAR 28.06.2016 19:16
      Highlight Hier meiner Meinung nach eine recht passende Einschätzung der Situation, vor allem bezüglich der Rolle von UK in der EU http://www.lemonde.fr/idees/article/2016/06/28/l-europe-existe-les-anglais-l-ont-rencontree_4959533_3232.html?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&utm_campaign=Echobox&utm_term=Autofeed#link_time=1467120122. Und nun verabschiede ich mich in die Abendsonne.
      2 0 Melden
    • opwulf 28.06.2016 19:40
      Highlight Marthar: Recht hast du betreffend Abendsonne! Sie ist herrlich! Gnüss es! Und betreffend der Diskussion - es gibt viel mehr Schattierungen und daher auch Gründe für oder gegen etwas zu sein, als nur entweder weltoffen und gut oder eben protektionistisch und böse! Nimm die Schottischen Nationalisten als Bsp.! Then at the end of the day, if we respect each others way, you and I and all the rest will be okay! Schöne Abig! :)
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.06.2016 20:40
      Highlight MARTHAR: Die Einschätzung der Situation in diesem Artikel finde ich eher besorgniserregend.

      "Il implique de financer les politiques de solidarité européenne et de respecter la réglementation bruxelloise, mais sans participer à son élaboration."

      Du meinst also, der in der Schweiz und Norwegen gepflegte "autonome Nachvollzug" sei die Lösung für GB? Von EU-Eliten erarbeitete Gesetze übernehmen müssen, ohne aber daran mitwirken zu dürfen?

      Ich meine, das wäre der falsche Weg. Das wäre ein Sieg der Eliten über die Demokratie. Die übergangenen Menschen werden noch mehr Fluchtmöglichkeiten suchen.
      4 0 Melden
    • nilson80 28.06.2016 20:44
      Highlight @opwulf. Ist denn die Schweiz kein elitärer Klub ? Die Schweiz ist ein sehr föderalistisches Land, ohne Frage, aber im Vergleich zu dem angeblichen Superstaat EU fast schon diktatorisch. Nationale Abstimmungen sind für alle Landesteile gültig, auch für die welche anders gestimmt haben. Basel kann doch auch nicht einfach sagen dass die MEI nicht für sie gilt, nur weil das Volk dort anders votiert hat. Abgesehen davon fände ich die Schweiz tatsächlich als schönes Vorbild für die EU.
      2 1 Melden
  • icaruus 28.06.2016 14:32
    Highlight "Der Rechtspopulist warf den EU-Politikern Betrug vor. Die politische Union sei den Bürgern heimlich und «ohne je die Wahrheit gesagt zu haben» aufgezwungen worden." War nicht Farage derjenige, welcher falsche Versprechen dem Britischen Volk gemacht hat und ein paar Stunden nach Abstimmungsende den Schwanz einzog?
    75 35 Melden
    • ElendesPack 28.06.2016 14:49
      Highlight Aber inhaltlich hat er trotzdem Recht. Von den Ursprüngen der Montanunion bis zur EU wurde Schritt um Schritt von einer Elite vollzogen, die sich niemals auch nur einen Deut um Volksmeinungen oder umfassende Informationen scherte.
      47 20 Melden
    • opwulf 28.06.2016 15:11
      Highlight Icaruus: Ich glaube die EU wie auch unsere Politiker machen Wahlversprechen welche sie zum grossen Teil nicht einhalten. Jetzt sieht man die Situation überall - alle Seiten wefen sich gegenseitig vor was sie gegenseitig nicht einhalten. Die EU ist genau so ein Rosenenpickerverein wie man es der Schweiz oder England vorwerfen kann. Klar haben wir Einzelne Präferenzen je nachdem wer uns ideologisch näher steht - aber schauen wir nach Afrika - wo die EU den afrikanischen Markt mit steuersubventierten Gütern überschwemmt? Und dann über Wirtschaftsflüchtlinge wundern? EU Aussengrenzen rassistisch?
      9 5 Melden
    • fuegy 28.06.2016 15:31
      Highlight Nein hat er nicht! Was meinst Du, wer diese "Elite" gewählt hat!? Nicht die Elite selbst oder so, nein, das jeweilige Volk der Länder hat diese "Elite" gewählt! Die Amtsperiode ist, glaube ich, 5 Jahre, solange hat das Volk seine von sich demokratisch gewählten Vertreter zu "ertragen". Das selbe in grün wie in der Schweiz mit Bern, nur ein bisschen anders was das System betrifft mit Brüssel.
      12 9 Melden
    • Hans der Dampfer 28.06.2016 15:34
      Highlight Es kann sein das Farage nicht immer ganz ehrlich war aber wer ist denn das nicht? Etwa die EU?! Das ich nicht lache.. Oder bei uns. Bestes Beispiel: Merz und seine Unternehmenssteuerreform. Mehr Geld für die Kassen beteuerte er am Ende war es ein grandioses Schlupfloch für Grossverdiener die sich Steuerbefreit Geld zuschanzen konnten.
      8 4 Melden
    • ElendesPack 28.06.2016 15:41
      Highlight Fuegy: Wenn man ständig unwählbare Leute zur Wahl vorgesetzt bekommt von Parteien (und zwar von links bis rechts), die Vetternwirtschaft und Selbstbereicherung betreiben, wählt man automatisch immer die Falschen. Dazu kommt dann ja noch, dass keiner der Gewählten jemals seine Wahlversprechen einhält (das gilt auch für die Brexit-Befürworter).
      Die vielgerühmte europäische Demokratie ist nichts weiter als eine Lüge. Alles Republiken, ja, aber eine Republik ist nicht automatisch demokratisch.
      Der Glauben an die Legitimation der Eliten ist fast schon rührend.
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    • Fabio74 28.06.2016 15:47
      Highlight @Pack: Das Volk wählt in jedem Land sein Parlament zusätzlich die EU-Abgeordneten. So von wegen am Volk vorbei. So funktioniert repräsentative Demokratie
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    • Asmodeus 28.06.2016 15:52
      Highlight @fuegy
      Dass wir diese Elite wählen ist der beste Trick der Elite.

      Um auf einem Wahlzettel zu landen muss die Partei Dich nominieren. Um nominiert zu werden brauchst Du Connections oder viel Geld.

      Wer sind diese Connections? Besagte Elite.


      Einzige Alternative sind Parteilose und auch die müssen erst einmal die Kohle, respektive den Rückhalt aufbauen.
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    • ElendesPack 28.06.2016 16:00
      Highlight Asmodeus hat soeben die Funktionsweise des ganzen Zaubers erklärt.
      Und immer wenn ich "repräsentative Demokratie" höre oder lese, muss ich ein wenig lachen. Die britischen Politiker scheinen ja super repräsentiert zu haben. Momoll...
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    • fuegy 28.06.2016 16:24
      Highlight Asmodeus, Pack, dann seid Ihr gegen die Demokratie? Seid Ihr dagegen, eure Vertreter selbst wählen zu können? Oder wie soll ich das verstehen?
      In der Schweiz läuft es genau gleich! Von den Parteien werden Leute zur Wahl gebracht, welche die Interessen der Partei mehr vertreten alles etwas anderes. Trotzdem wählen die Menschen immer wieder die gleichen Parteien und Politiker, wie soll das denn aufgehen? Es scheint fast so, als ob die Bürger die Verantwortung des Wählens nicht ernst genug nehmen und sich nicht über (nicht)geleistetes informieren, sondern nur das beste Foto/Plakat wählen.
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    • fuegy 28.06.2016 16:27
      Highlight Bei den Briten ist es noch etwas anderes, da sich Farage nur ins EU Parlament wählen liess, weil er alle anderen Versprechen nicht einhalten konnte und dies auch jetzt noch nicht kann. Er ging ins EU Parlament und versprach den Briten gross von wegen Marsch blasen und aufräumen. Hat er aber weder wirklich versucht, noch getan, noch erreicht. Im gegenteil, er ist einer dieser Sesselfurzer geworden, welche, so wie er sagt, fürs nichts tun bezahlt wird.
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    • ElendesPack 28.06.2016 17:41
      Highlight fuegy: Ich weiss halt nicht so genau, aber es gibt in der Schweiz sowas wie Referenden und Initiativen, bei denen das Volk Entscheide der Repräsentanten korrigieren kann. Erst ab da beginnt Demokratie so langsam.
      Und wieso immer die gleichen Parteien und Leute gewählt werden seit gefühlten Ewigkeiten: Nochmals Asmodeus Beitrag zu Gemüte führen.
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    • MARTHAR 28.06.2016 18:11
      Highlight Ich werde nie verstehen, wie man von einem demokratischen System begeistert sein kann, das einen Teil der Frauen bis 1991 nicht wählen liess. Und wie sehr das gemeine Volk sich gegen den Neoliberalismus auflehnt, das kann man in der Schweiz bestens beobachten. Mindestlohn nein, Erbschaftssteuer nein, Pauschalbesteuerung ja, Unternehmenssteuern senken ja, usw. Und nun schau dir nochmal die ausländerfeindlichen Initiativen an.
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    • Fabio74 28.06.2016 20:06
      Highlight @elendes Pack: Es gibt nun mal unterschiedlich ausgeprägte Formen von Demokratie. Menschen in repräsentativen Demokratien geben die Macht dem Parlament ab. Initiative und Referendum sind Einzelaspekte einer Demokratie, aber nicht das entscheidende. Und bei 35% Stimmbeteiligung in CH ist es fragwürdig ob das besser ist.
      Viel schädlicher ist dieses "Elite" Gejammer. Es hat in diesem Land jeder Bürger über 18 Jahren das Recht in Ämter gewählt zu werden.
      Man muss nur den A... aus dem Sessel heben und was tun dafür.
      Nur mit motzen und fluchen auf "die da oben" kommt man nirgendwo hin
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  • Radiochopf 28.06.2016 14:28
    Highlight ich finde den Farrage auch nicht toll und war gegen Brexit, aber wenn man ihn vor 17 Jahren tatsächlich ausgelacht hat, darf er doch seinen Erfolg feiern.. Juncker wiederum, ist arrogant und heuchlerisch wie immer.. seine Umarmungen und Küsse sind widerlicher als was Joggi Löw sonst so zu bieten hat....
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    • Asmodeus 28.06.2016 15:54
      Highlight Ich würde lieber Löws Hand schnüffeln als mich von Juncker abknutschen lassen.
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  • Micha Moser 28.06.2016 14:24
    Highlight Mit Aussagen wie diesen bestätigt er nur das man ihn nicht umsonst auslachte.
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