International

Trauriger Rekord: Im Monat Oktober überquerten mehr Menschen das Mittelmeer als im gesamten Jahr 2014

02.11.15, 11:25 02.11.15, 11:55

Gemäss dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR haben im Monat Oktober mehr als 218'394 Menschen das Mittelmeer überquert. Dies ist die höchste Zahl, welche jemals innerhalb eines Monats gemessen wurde. Somit sind vergangenen Monat mehr Menschen über das Mittelmeer geflüchtet als im gesamten Jahr 2014, als 218'000 Personen registriert wurden. 

Viele Opfer in den vergangenen drei Tagen

Mehr als 1400 Migranten sind in den vergangenen drei Tagen aus den Gewässern der Ägäis gerettet worden. Freiwillige Helfer, Einwohner und Beamte der griechischen Küstenwache beteiligten sich an den Hilfseinsätzen, wie die Küstenwache am Montag mitteilte.

Für 19 Menschen sei aber jede Hilfe zu spät gekommen. Unter den Opfern seien auch zahlreiche Kinder, hiess es.

Am Montagmorgen erreichte ein Fischerboot mit rund 200 Migranten die Küste der Insel Rhodos. Einwohner eilten zur Hilfe und bildeten eine Menschenkette, um Kleinkinder an Land zu bringen, wie örtliche Medien berichteten.

Vergangenes Wochenende wurden mehr als 1400 Migranten aus der Ägäis gerettet.
Bild: EPA/ANA-MPA

Zuvor hatten es Tausende Migranten an Bord von Schlauch- und Plastikbooten geschafft, die griechischen Inseln aus eigener Kraft zu erreichen. Allein auf Lesbos sollen Schätzungen örtlicher Medien zufolge allein am Sonntag fast 5000 Flüchtlinge angekommen sein.

Ansturm auf Balkanroute ungebrochen

Tausende Flüchtlinge streben derweil weiter über die Balkanroute in Richtung Österreich und Deutschland. In Slowenien seien von Sonntag bis zum frühen Montagmorgen (05.00 Uhr) 8500 Menschen angekommen, berichtete die Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf die Polizei. Weiter südlich erreichten allein in den ersten Stunden des Montags rund 3500 neue Flüchtlinge Kroatien, meldete das Innenministerium.

Das jüngste EU-Mitglied transportiert die meisten von ihnen mit dem Zug nach Slowenien. Von dort gelangen fast alle nach Österreich und weiter nach Bayern. Am slowenisch-österreichischen Grenzübergang Spielfeld warteten nach Angaben der Nachrichtenagentur APA etwa 2200 Menschen auf ihren Weitertransport. (sda/dpa/afp/cma)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 02.11.2015 13:09
    Highlight Die zahlreichen Willkommensbürger freuen sich auch noch über Jeden der kommt. Die sind richtig enttäuscht, wenn mal weniger ankommen. Wahrscheinlich solange, bis es denen mit den unabschätzbaren Folgekosten mal so richtig an die eigene Tasche geht und die Kosten in allen Bereichen nur so um die Ohren fliegen werden. Alles besser wissende Kaiser, Könige, Politiker und Experten hat man schon immer gehabt und man ist mit denen oftmals voll aufs Maul gefallen. Was jetzt mit der Flüchtlingswelle kommt, ist allerdings die Krönung des Ganzen.
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    • ferox77 02.11.2015 13:26
      Highlight 2)
      Auch den Nachzug der Familienclans kann man bei den "Refugees welcome"-Aktivisten kaum noch erwarten. Denn ansonsten wüssten die gar nicht mehr, wohin mit dem vielen Steuergeld.
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Forscher der ETH-Zürich entwickelten einen Algorithmus, der die Arbeitslosigkeit bei Asylsuchenden drastisch senken soll. Neu sollen Flüchtlinge nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern anhand von Faktoren wie Alter, Herkunft und Sprache auf die Kantone verteilt werden.

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