International

EU und Türkei einigen sich auf Flüchtlings-Abkommen

Etappenziel erreicht: In Brüssel haben sich die EU und die Türkei auf ein Abkommen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise geeinigt. Das twittern der finnische und der tschechische Regierungschef.

18.03.16, 15:28 19.03.16, 09:07

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Davutoglu und Hollande.
Bild: AP/AFP Pool

Lange wurde verhandelt, jetzt steht die Einigung über den Flüchtlingspakt der Europäischen Union mit der Türkei. Das twitterte der finnische Regierungschef Juha Sipil: «Der Türkei-Deal wurde gebilligt». Sein tschechischer Kollege Bohuslav Sobotka bestätigte dies. Die Nachrichtenagentur DPA berief sich auf EU-Diplomaten.

Zuvor hatte EU-Ratspräsident Donald Tusk die 28 Staats- und Regierungschefs der EU gebeten, seinem mit dem türkischen Premier Ahmet Davutolu ausgehandelten Kompromissvorschlag ohne Änderungen zuzustimmen. Darin sind alle Streitpunkte geregelt.

Demnach soll das Abkommen am 20. März in Kraft treten. Es soll den Strom an Flüchtlingen stoppen, die über die Ägäis in die EU kommen. Ankara soll im Gegenzug Zugeständnisse bei Visa-Liberalisierungen, den EU-Beitrittsgesprächen und Finanzhilfen erhalten.

Seit den Morgenstunden diskutieren Vertreter der EU-Länder in Brüssel mit der Türkei. Der türkische Ministerpräsident Davutolu zeigte sich am Vormittag zuversichtlich, dass es möglich sein werde, mit der EU eine gemeinsame Basis in der Frage der Flüchtlinge zu finden.

(heb/Reuters/AFP/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 4giveness 19.03.2016 09:25
    Highlight Ja da lacht die türkische Version einer amerikanischen Motorradmarke. Und der Diktator, der an seinen Fäden zieht, freut sich über das viele Geld. Es ist ja sicher ein neuer Palast fällig. Es ist schon traurig, dass Menschen in Not zu einer neuen Ressource geworden sind. Traurig auch, dass die EU schon wieder mit einem Diktator Geschäfte macht.
    5 0 Melden
  • Serjena 19.03.2016 08:11
    Highlight Es gibt ein geflügeltes Wort "Wären die Flüchtlinge eine Bank hätte sie der Friedensnobelpreisträger (2012 Europäische Union) schon lange gerettet"
    Das sagt wohl alles.
    7 1 Melden
  • rodolofo 19.03.2016 08:11
    Highlight Mir gefällt dieser "Kuhhandel" vom "Türkischen Basar" gar nicht!
    Mit dem Verhältnis 1/1 die legale Auswanderung absurderweise abhängig von der illegalen Auswanderung!
    Aber auf den zweiten Blick merkt man, dass das gar nicht so absurd ist, denn:
    Wenn es der Türkei gelingt, die illegale Auswanderung zu stoppen, darf keine einzige Syrische Person mehr die Türkei in Richtung Europa verlassen.
    Kann die Türkei ein Interesse haben daran?
    Auf mich wirkt dieses Abkommen irgendwie "getürkt"...
    4 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.03.2016 01:53
    Highlight Brauchts noch einen Diktator in der EU? Gibt's da nicht schon genügend eigene Soziopathen in den europäischen Regierungen?
    11 3 Melden
  • Erode Terribile 18.03.2016 19:41
    Highlight Ändern wird sich nichts - wetten?!
    9 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.03.2016 16:59
    Highlight @redaktion

    was beinhaltet dieses abkommen genau?
    wie soll es umgesetzt werden?
    wie wird es kontrolliert?
    wie wird es durchgesetzt?
    wie wird mit den flüchtenden umgegangen resp. welchen status werden sie haben? (menschliche- & humane seite)
    15 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.03.2016 16:31
      Highlight zum thema:

      "Was im Türkei-Deal steht – und was nicht"
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/eu-gipfel-tuerkei-abkommen-fluechtlinge-angela-merkel

      auszug:
      "Trotzdem muss jeder Asylantrag in Griechenland einzeln geprüft werden. Es werde keine "kollektiven Ausweisungen" geben, ..."

      "Für jeden Syrer, der aus Griechenland in die Türkei zurückgewiesen wird, gelangt ein Syrer aus dem Land über legale Verfahren in die EU. "

      "Griechenland hat also noch gut 36 Stunden, um zum Stichtag ein extrem effizientes Asylverfahrenssystem auf seinen entlegenen Inseln in der Ägäis aufzubauen."

      usw. usf.
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.03.2016 16:38
      Highlight "Wir werden bis 2018 weitere drei Milliarden Euro zur Verfügung stellen", sagte Merkel."

      "Eigentlich wollte die Türkei fünf neue Verhandlungskapitel im Beitrittsprozess eröffnen. Bekommen hat sie eins: Kapitel 33, Haushaltspolitik. "

      "Für diese Visafreiheit sieht eine Roadmap 72 Bedingungen auf türkischer Seite vor. Darunter sind auch Standards für die Behandlung von Flüchtlingen in der Türkei."

      0 0 Melden

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